Klare Tendenz bei der Bürgermeisterwahl in Kevelaer

Die Auszählung der Stimmen zur Kommunalwahl 2020 sind aktuell in vollem Gange. Im Konzert- und Bühnenhaus in Kevelaer haben sich Politiker und Gäste eingefunden, um die Wahlergebnispräsentation zu verfolgen.

Schon am Nachmittag zeichnete sich ab, dass die Wahlbeteiligung etwas höher liegen würde als bei der vergangenen Kommunalwahl. Im Wahllokal an der Biegstraße verzeichneten die Wahlhelfer gegen 16 Uhr bereits eine Beteiligung von 50 Prozent. „Für dieses Wahlrecht haben unsere Vorväter schwer gekämpft“, sagte Thorsten van de Loo und gab seine Stimme ab. Als einer der Wahlhelfer zeigte sich der kommissarische Kevelaerer CDU Ortsvorsitzende Michael Kamps bei den Aussichten auf das Ergebnis der Wahl verhalten. „Es wäre schön, wenn wir die 45 Prozent vom letzten Mal halten können.“

Einige seiner Ratskollegen, die Vertreter der Parteien und einige Neugierige kamen im Konzert- und Bühnenhaus zusammen, um den spannenden Verlauf der eingehenden Ergebnisse auf der Leinwand zu verfolgen. Naturgemäß befanden sich darunter auch die beiden Kevelaerer Bürgermeisterkandidaten Dominik Pichler und Mario Maaßen.
Stimmen aus dem Konzert- und Bühnenhaus
Mit welchen Gefühlen machte Mario Maaßen sich auf den Weg ins Bühnenhaus? „Ganz normal, es war ein ganz normaler Wahlkampf. Wir haben immer darauf geachtet, dass wir nicht persönlich werden, sondern immer auf der sachlichen Ebene unsere Politik gemacht. Die Plakate in der letzten Woche sollten ‚Eyecatcher‘ sein. Wir wollten nur mal ein bisschen ‚Drive‘ da reinbringen. Die Köpfe hat jeder schon gesehen, wir haben die teilweise auch nachher noch mal überklebt und das waren Sprüche, die eigentlich jede Partei für sich vereinnahmen kann, die also bei uns im Rat gelegt werden. Und daher verstehe ich auch nicht die Aufregung, die zum Beispiel bei der SPD entstanden ist. Das war ein bisschen, habe ich schon gesagt, ein bisschen dünnhäutig. So war die Aktion gar nicht geplant – und jetzt warten wir mal die nächsten anderthalb Stunden etwa ab.“
Auch Peter Driessen ist in Kevelaer, „weil hier der Kreis in der Mitte zusammenkommt und jeder die gleiche Anfahrt hat – auch auf dem Weg nach Hause nachher. Ich habe kein schlechtes Gefühl, muss ich sagen. Ich hoffe, dass die Wahlbeteiligung unglaublich nach oben geht. Ich glaube alles getan zu haben, um heute Abend auch als Sieger hervorzugehen.“
Ulli Hütgens, SPD Kevelaer: „Ich weiß nicht, was passieren wird. Kann gut gehen, kann auch nicht so gut ausgehen, ich bin sehr gespannt. Meine Prognose steht für Dominik Pichler, eindeutig.“
Und mit welchen Gefühlen verfolgt Dominik Pichler diesen Abend heute? „Es ist alles ungewiss und noch bin ich optimistisch, aber ich habe gerade schon auch zu Mario gesagt,  wir müssen jetzt die ersten zwei, drei Bezirke in außen und in Mitte abwarten. Vorher lässt sich ja gar nichts sagen. Ich glaube, jeder hat ein bestimmtes Gefühl, aber für Gefühle kann man sich nichts kaufen. Ich würde gerne weitermachen, aber ob ich weitermachen darf, werden wir in den nächsten zwei Stunden erfahren. Wir haben sehr konzentrierten Wahlkampf geführt. Wir haben die Marke Dominik Pichler klar in den Vordergrund gestellt. Kompliment an Mario – er hat stets fairen Wahlkampf geführt, wir sind gut miteinander umgegangen. Ich gehe davon aus, dass er das genauso sieht. Wir sind nie unter die Gürtellinie gegangen, haben uns das von Beginn an versprochen, haben uns beide dran gehalten – mal abwarten.“
Stand 20.02 Uhr zeichnet sich eine deutliche Tendenz bei der Bürgermeisterwahl für Dominik Pichler ab. Bei sieben ausgezählten Stimmbezirken (von 22) entfallen 76,67 Prozent auf Pichler und 23,33 Prozent auf Maaßen. Die Anwesenden verfolgen weiterhin die Live-Ergebnisberichte im Konzert- und Bühnenhaus.