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Kein Kavaliersdelikt: Zwei Ortseingangsschilder wurden geklaut

Stadt erstattet Strafanzeige

Stadt stellt "Hilfe-Lotsen" zur Verfügung

Ansprechpartner für Ukraine-Hilfe

Die Wallfahrtsstadt Kevelaer hat zur Beantwortung und Entgegennahme der vielen Anfragen rund um das Thema Ukrainehilfe nunmehr zentrale Ansprechpersonen benannt.

Die Übergabe der B & B-Sammlung wirft räumliche Fragen auf. Doch die waren vorher auch schon da.

Ein Firmenarchiv, ein Stadtarchiv und die Zukunft

die Übernahme des Archivs der Kevelaerer Traditionsfirma „Butzon & Bercker“ warf die Frage nach Lagerung und Nutzungsmöglichkeiten der Archivalien auf, die dem Stadtarchiv und dem Museum in Form eines Depositalvertrages zur Verfügung gestellt werden sollen. Wohin also mit immerhin 760 ,laufenden Metern‘ Archivgut?

Empfindliche Bußgelder

Kontaktverbot, Geschäfte geschlossen, Veranstaltungen abgesagt, Regelungen für Reiserückkehrer und Risikogruppen: Mit sogenannten „Allgemeinverfügungen“ reagierten die städtischen Ordnungsbehörden bisher auf die Gefahrenlage der Corona-Pandemie. Durch die aktuelle Verordnung der Landesregierung sehen Bürgermeister Dominik Pichler und Ordnungsamtschef Ludger Holla die bisherigen Verfügungen der Stadt als überholt an. “Wir haben sie eingestampft”, sagt Pichler mit Verweis auf die Internetseite der Stadt, auf welcher die nun gültige
“Verordnung zum Schutz vor Neuinfizierungen mit dem Coronavirus SARS-CoV-2”
heruntergeladen werden kann.

Hier finden sich zahlreiche Regelungen zu folgenden Bereichen:

  • Reiserückkehrer aus Infektionsgebieten
  • Stationäre Gesundheits- und Pflegeeinrichtungen
  • Freizeit-, Kultur-, Sport- und Vergnügungsstätten
  • Bibliotheken, Hochschulbibliotheken
  • Handel
  • Sonntagsöffnung
  • Handwerk, Dienstleitungsgewerbe
  • Beherbergung, Tourismus
  • Gastronomie
  • Einkaufszentren
  • Veranstaltungen, Versammlungen, Gottesdienste, Beerdigungen
  • Ansammlungen, Aufenthalt im öffentlichen Raum
  • Verfügungen der örtlichen Ordnungsbehörde
  • Durchsetzung der Verbote, Bußgelder, Strafen

Die Verordnung ist bereits in Kraft getreten und tritt am 20. April 2020 außer Kraft.

Zudem weisen Pichler und Holla auf die Kontrollen zur Einhaltung durch das Ordnungsamt der Stadt Kevelaer hin – und auf empfindliche Geldbußen. Denn die Behörden seien “gehalten, die Bestimmungen dieser Verordnung energisch, konsequent und, wo nötig, mit Zwangsmitteln durchzusetzen”, heißt es im Text der Verordnung. Die Höchststrafen liegen bei 25.000 Euro Geldbuße für Ordnungswidrigkeiten und als Straftaten bei bis zu fünf Jahren Freiheitsstrafe. Kostenpflichtige Verwarnungen sind übrigens nicht vorgesehen und es gibt auch eine untere Grenze für die Geldbußen: Mindestens 200 Euro sollen die zuständigen Behörden laut Minister Laumann, der die Verordnung unterzeichnet hat, festsetzen.

Bürgermeister Dominik Pichler äußert sich zu den konkreten Auswirkungen der Verordnungen in Kevelaer bei den Kävels News in unserer Mediathek.

Ein Blick in die Jakobsmuschel

Es ist zwar noch nicht die angepeilte Meeresbrise, die derzeit über die Hüls huscht, aber frischen Wind kann durchaus verspüren, wer sich dieser Tage in die Nähe des Gradierwerks begibt. Der Rohbau der Becken und Fundamente und der Überbau der Anlage, überwiegend aus dicken Lärchenholzbohlen, stehen. Das Beton-Becken, in dem die herabrieselnde Sole aufgefangen wird, wurde mit einer speziellen Beschichtung abgedichtet, damit das solehaltige Wasser später nicht ins Erdreich versickern kann.
80 Gradierwerke gebaut

Nach und nach treffen LKW mit Sanddorn ein (das KB berichtete). Sieben waren es bislang an der Zahl, jeder mit 120 Kubikmetern der Schlehenzweige gefüllt, sagt Krystof Lazarz, der mit seinen Mitarbeitern die Arbeiten ausführt. Vier bis fünf weitere Laster werden wohl noch folgen, schätzt der Fachmann, der nach eigenen Angaben schon 80 Gradierwerke gebaut hat und für den es keine wirkliche Berufsbezeichnung gibt. „Bedorner“ nennt man ihn schon mal, „Künstler“ wäre ihm aber eigentlich lieber, gerade wohl auch angesichts der eigenwilligen Muschelform des Kevelaerer Gradierwerks.
Die hat Architekt Peter Grund ersonnen, der Jakobsmuschel nachempfunden, die den Pilgerweg kennzeichnet. Passt ja auch irgendwie besser zu Kevelaer als die sonst vielfach in Bädern üblichen Riesen-Bauwerke, die den in ihrer Blütezeit üblichen architektonischen Linien folgten.
Beeindruckend mutet die Holzkonstruktion, die mehr und mehr mit den Zweigen gefüllt wird, trotzdem an. Und höher wird das Bauwerk auch noch, denn sobald die Arbeiten an der Bedornung abgeschlossen sind – diese liegen im Zeitplan und im April/Mai sollen die baulichen Arbeiten insgesamt abgeschlossen sein, schätzt Peter Grund – kann das Dach drauf. Beziehungsweise die Dächer, denn durch die aufwändige Konstruktion sind es acht einzelne Dächer. Die sollen verhindern, dass das Regenwasser die herabrieselnde Sole zu sehr verdünnt.
Deren Salzgehalt muss ohnehin reguliert werden: Bei den Technischen Betrieben der Stadt habe man schon einen Mitarbeiter ausgeguckt, der sich gerade in die Thematik einarbeite und der dann die Treppe im rechten Turm des Bauwerks hochsteigen wird, um in der oberen Galerie die Hähne aufzudrehen. Richtig gelesen: Eine automatische Steuerungsanlage wird es nicht geben. Viel hängt also vom Fingerspitzengefühl des „Gradierwerkers“ ab, der immer mal wieder Sole aus der wenige Meter entfernte Quelle zusteuert.
Umfangreiche Erfahrung

Auf umfangreiche Erfahrung kann ein anderer Mitarbeiter der Stadtwerke zurückgreifen, der derzeit an dem Groß-Projekt beteiligt ist: Hans-Günter Naß hat jahrelang die Technische Abteilung der Kevelaerer Stadtwerke geleitet und kann auch im Ruhestand noch nicht ganz die Finger von seinem Beruf, den immer als Berufung verstanden hat, lassen. Einen besseren Mann für den „Mini-Job“ mit dem großen Anspruch habe man wohl kaum finden können, ist Stadtwerke-Chef Hans-Josef Thönnissen voll des Lobes.
Im linken Turm des Gradierwerkes wird dann die Technik untergebracht. Bis zur Fertigstellung – und bis dann wirklich einmal eine frische Meeresbrise über die Hüls weht, wird zwar noch einiges an Zeit vergehen. Doch die soll den interessierten Kevelaerern durchaus verkürzt werden, verspricht Sandra Kimm-Hamacher von der Wirtschaftsförderung der Stadt, die die Entwicklung auf der Hüls und das städtebauliche Handlungskonzept begleitet. Dazu soll es neben dem Richtfest im Februar ab dem Frühjahr auch „Baustellenführungen“ geben, bei denen man sich nach vorheriger Anmeldung vor Ort über Fortgang und Hintergründe des Projektes informieren kann (Infos dazu auf www.kevelaer-tourismus.de). Bis dato muss man, als Tourist wie auch als Kevelaerer – mit dem gelben Schild am Bauzaun leben: „Baustelle – betreten für Unbefugte verboten!“
Schwarzdorn, Tore und Web-Cam
Rund 20 Jahre halte der Schwarzdorn, schätzt Architekt Peter Grund. Dass der innere Bereich des Gradierwerks durch Tore nachts verschlossen werden kann, ist bekannt und soll umgesetzt werden. Neu hingegen war die Info, dass möglicherweise eine Webcam installiert werden soll. Diese soll aber keine „Überwachungskamera“ sein, sondern als Werbeträger im Internet genutzt werden. Momentan werden die rechtlichen Voraussetzungen für den Betrieb einer solche Kamera sondiert.

Dienstjubiläen in der Wallfahrtsstadt

Im Kalenderjahr 2018 können insgesamt fünf Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ihr Dienstjubiläum bei der Wallfahrtsstadt Kevelaer feiern. Bürgermeister Dr. Dominik Pichler sowie Personalverantwortlicher Werner Barz dankten den Jubilaren im Rahmen einer kleinen Feierstunde für ihre engagierte Tätigkeit in insgesamt 140 Beschäftigungsjahren im öffentlichen Dienst. Auch der Vorsitzende des Personalrates, Stefan Reudenbach, gratulierte den Jubilaren im Namen des Personalrates und der Belegschaft der Wallfahrtsstadt Kevelaer. 

Auf eine 25-jährige Dienstzeit im öffentlichen Dienst können folgende Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zurückblicken: Gerhard Derksen (Elektroinstallateur beim Betriebshof), Stefan Hornbergs (Schreiner beim Betriebshof sowie Hausmeister an den Grundschulen in Wetten und Twisteden), Ute Hahnen (Schulsekretärin an den Grundschulen in Wetten und Twisteden) sowie Wilhelmus Simons (Sachbearbeiter für Beschaffung und Poststelle).

Der Leiter der Abteilung „Grundstücksmanagement“, Bernd Ingenhaag, wurde sogar für seine 40-jährige Beschäftigungszeit bei der Wallfahrtsstadt Kevelaer geehrt. 

Neue Stühle für das Kevelaerer Bühnenhaus

Wer es im Zweifelsfall mit der bequemen heimischen Couch aufnehmen muss, der darf sich, was Design und Komfort angeht, nicht lumpen lassen. So gesehen war die Gute Stube der Stadt etwas in die Jahre gekommen: Seit rund 30 Jahren war die variable Bestuhlung hier in Gebrauch. Und was von der Zeitspanne her bei Menschen als eine Generation gilt, scheint auch für Stapelstühle zu gelten. Die nächste Generation ist jetzt da.

Zwar habe der Zustand des Bezugstoffes den Anbietern neuer Stühle reichlich Respekt abgenötigt, sagt Stadtmarketing-Chef Bernd Pool. Doch viele Gestelle waren bereits mehrfach repariert worden, und so wartete man schon eine Weile auf das „O.K.“ des Kämmerers zur Neuanschaffung für das von der Stadt betriebene Bühnenhaus. Nun wurden 180.000 Euro im Stadtetat bereitgestellt. „Wir haben gut verhandelt“, sagt Pool, und so habe diese Summe um satte 30.000 Euro unterschritten werden können. So blieb sogar Geld übrig, um in einem „Rutsch“ auch die Sitzplätze und Hocker auf der Empore neu zu beziehen.

Dass die neuen Stühle nicht nur ihren Zweck erfüllen, sondern auch noch bequem sind, gut aussehen und technisch ein variables elektronisches Display bieten, davon konnten sich die ersten Nutzer beim Theaterstück „In 80 Tagen um die Welt“ am Sonntagabend überzeugen. Zuvor hatten Beate Clasen (CDU), Jürgen Hendricks (FDP) und Udo Fischer (SPD) als Vertreter des Kulturausschusses, sowie Bürgermeister Dominik Pichler, mal „probegesessen“ und zeigten sich hocherfreut, dass die Anschaffung gelang.

Der Bezugstoff nimmt statt des alten Blau die ohnehin vorhandenen Farben des Bühnenhauses auf: Dunkelrot und Anthrazit-Grau. Es kann sowohl eine komplette Bestuhlung in Antrazit erfolgen, als auch rote Sitze variabel „eingestreut“ werden, denn es wurden insgesamt 400 graue und 200 rote Exemplare angeschafft. Das Display kann jeweils individuell angepasst werden. So können neben Reihe und Platznummer auch ein Logo oder ein Schriftzug eingeblendet werden.

Einen besseren „Testmonat“ als den November hätte man sich nicht aussuchen können: Bis auf zwei Tage sei das Konzert- und Bühnenhaus ausgebucht, sagt Bernd Pool. „Und mit den neuen Stühlen werden wir unserem Ruf als herausragendes Veranstaltungshaus in der Region einmal mehr gerecht.“

Die alte Bestuhlung gehört übrigens noch nicht ganz zum „alten Eisen“: Ein Teil der blauen Stühle der „Generation 30+“ soll künftig für andere Zwecke, etwa in der Begegnungsstätte, weiterverwendet werden.

Eine rote Telefonzelle mit ganz vielen Büchern

Gerade mal einen Quadratmeter ist sie groß, die neue Telefonzelle an der Brunnenstraße. Mit rund 120 Exemplaren aus verschiedenen Genres bestückt, wurde sie nun als Bücherzelle der Evangelischen Kirchengemeinde eingeweiht und steht ab sofort für jeden zur Verfügung.

Im Frühjahr hatte der Presbyterer Dr. Thiede eine außergewöhnliche Idee. Ihm schwebte vor, eine Bücherzelle direkt neben der Evangelischen Kirche zu errichten. Doch für die Umsetzung galt es manche Hindernisse zu bewältigen. Eine 700 Kilo schwere Telefonzelle überhaupt zu bekommen, ist schon sehr schwierig. Deshalb suchte die Gemeinde nach einer Telefonzelle bei verschiedenen Gebrauchthändlern.

Dank der Unterstützung des Stadtwerke-Mitarbeiters Wolfgang Toonen fand sich in Isselburg ein geeignetes Exemplar. Mit einem großen Traktor wurde die Telefonzelle nach Kevelaer transportiert und mit einem großen Kran auf das vorher gegossene Fundament gehoben.

Um die Attraktion der Bücherzelle noch zu steigen, schlug der Betriebsleiter der Stadtwerke, Hans-Josef Thönnissen, vor, daneben eine E-Bike Ladestation zu errichten. Kein leichtes Unterfangen: Schließlich musste für die Stromkabel extra ein Graben ausgehoben werden.

Doch die Ladestation wurde rechtzeitig fertig und von den Stadtwerken zur Verfügung gestellt. Jeder kann nun hier sein E-Bike bei Bedarf kostenlos laden, während er zum Beispiel gerade eine Messe besucht oder eine Lesepause auf der direkt anliegenden Bank macht.

Die Intention der Bücherzelle ist schließlich, dass man rund um die Uhr Bücher ausleihen und seine eigenen abgeben kann, damit andere Leute in den Lesegenuss kommen können. Die Grundbestückung für die Bücherzelle wurde von Spenden aus der Gemeinde bereitgestellt.

Ein Buch für die Pfarrerin

Insgesamt findet es die Gemeinde eine prima Idee und ist gespannt, wie es von den Bürgern genutzt wird und ob es bald noch mehr solcher Modelle in der Wallfahrtsstadt gibt.

Zur offiziellen Eröffnung der Bücherzelle übergab Bürgermeister Dominik Pichler an Karin Dembek gleich ein passendes Geschenk. Die Pfarrerin erhielt ein Buch über Kevelaer, das von der Kevelaerer Kunst AG des Kardinal von Galen Gymnasiums gestaltet wurde.

Ideen für den Plattenbau gesucht

Das Pflaster im ersten Bauabschnitt der Hauptstraße ist fertig. Über Bepflanzungen, Bänke und Abfallbehälter soll der Stadtentwicklungsausschuss am 29. November befinden.

Zur Gestaltung der Hauptstraße sieht der Planungsentwurf aber auch 10 bis 15 künstlerisch gestaltete Reliefplatten vor, die in Abständen über die gesamte Länge der Straße in die Mittel-Leitlinie eingefügt werden. Die Reliefplatten werden voraussichtlich in Bronze hergestellt und sollen Motive der Stadt und der Wallfahrt darstellen. Kevelaerer, aber auch Gäste von außerhalb, können sich an der Ideensammlung beteiligen. Dabei geht es sowohl um Themenbereiche als auch ganz konkret um Motivvorschläge für die einzelnen Platten. Vorschläge und Ideen werden von der Stadtverwaltung, Sandra Kimm-Hamacher oder Franz Heckens, bis Anfang Dezember entgegengenommen. Vorgaben für die Vorschläge gibt es nicht. Im Dezember werden sich Vertreter von Kirche und Stadt mit den Vorschlägen beschäftigen und daraus eine Auswahl treffen. Die ausgewählten Motive werden dann künstlerisch gestaltet und in etwa 30 mal 30 cm große Bronzeplatten ausgearbeitet.

Förderantrag zurückgezogen

Die Stadt hat den Ende des vergangenen Jahres gestellten Förderantrag zum Umbau des Forums Pax Christi zurückgezogen. Hintergrund ist die Feststellung der Bezirksregierung, dass nur die Hälfte der Umbaukosten gefördert werden sollten. Damit aber sei der Eigenanteil, den Stadt und Kirche zu gleichen Teilen tragen wollten, zu hoch. „Es ist daher entschieden worden, den Förderantrag für dieses Teilprojekt zurückzuziehen“, schreibt Franz Heckens von der Abteilung Stadtplanung der Wallfahrtsstadt Kevelaer im aktuellen Newsletter zur „Stadtkernerneuerung“.
Es hätte eines der zukunftsweisenden Projekte der Stadtkernerneuerung in Kevelaer werden sollen: „Eine so zentrale Lokalität mit open-air-Charakter und Überdachung ist eine ganz besondere Einrichtung, die für die verschiedensten Zwecke genutzt werden könnte“, so Heckens. Der Umbau sollte die Möglichkeit schaffen, das Forum auch für unterschiedlichste kulturelle Veranstaltungen nutzen zu können. Darauf hatten sich die Beteiligten nach intensiven und teils kontroversen Diskussionen im vergangenen Jahr geeinigt und im Konsens eine gemeinsame Entwurfsplanung erstellt. Diese war die Grundlage für den Förderantrag.

Die Bezirksregierung kam nun zu dem Schluss, dass das Forum weiterhin ein kirchlich genutzter Raum bleiben und nur zur Hälfte für kulturelle Zwecke genutzt werden würde. Daher könne auch nur die Hälfte der Umbaukosten gefördert werden.

Damit hatten die Antragsteller offensichtlich nicht gerechnet. Denn sowohl Kirche als auch Stadt hatten angegeben, Mittel für den Eigenanteil, der je zur Hälfte von ihnen getragen werden sollte, eingeplant zu haben. Der nun von der Düsseldorfer Behörde veranschlagte „deutlich höhere Eigenanteil“ ließ die Beteiligten vor den Umbauplänen zurückschrecken. „Mit den vorhandenen Mitteln ist ein Umbau in der geplanten Art nicht zu finanzieren“, lautet das Fazit im aktuellen Newsletter.

Große Enttäuschung

Die Enttäuschung über die Einschätzung der Bezirksregierung ist in Kevelaer groß, hatten sich doch in der jüngsten Vergangenheit erst, beispielsweise mit der Initiative für den Kevelaerer Krippenmarkt, interessante Perspektiven für eine „erweiterte“ Nutzung des Forum Pax Christi und das Umfeld entwickelt. Ob diese und andere Nutzungen eventuell auch ohne die Umbaumaßnahmen, die in erster Linie eine flexible Bestuhlung und eine optische Abtrennung des Kreuzweges vorsahen, sinnvoll umzusetzen sind, ist fraglich. Festzuhalten bleibt zunächst, dass damit eines der Vorzeigeprojekte des Stadtumbaus – zumal eines, das nach zähem Ringen eine hohe Akzeptanz innerhalb der Wallfahrtsstadt erlangt hat, – an fehlender Finanzierungsbereitschaft scheitert.