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Fußballverband Niederrhein verlängert die Pause des Spielbetriebs bis Mitte Januar 2021

Der Fußballverband Niederrhein (FVN) unterbricht die Saison 2020/2021 und verlängert die Aussetzung des gesamten Spielbetriebs, die bislang bis zum 30. November 2020 vorgesehen war, bis Mitte Januar 2021. Dies betrifft sämtliche Pflichtspiele, also Meisterschafts- wie Pokalspiele, im Herren-, Frauen- und Jugendfußball sowie im Futsal. Die Entscheidung darüber trafen das FVN-Präsidium, die Vorsitzenden der 13 Fußballkreise sowie die Vertreter des Verbandsfußballausschusses (VFA) und des Verbandsjugendausschusses (VJA) in einer Videokonferenz am Donnerstagabend, 19. November. Zuvor hatten die spielleitenden Stellen unter der Leitung von Wolfgang Jades (VFA) und Michael Kurtz (VJA) Vorschläge zur weiteren Vorgehensweise erarbeitet.

Grund für die Saisonunterbrechung sind die aktuellen Entwicklungen rund um die Corona-Pandemie, die weiter angestiegenen Zahlen der Corona-Erkrankten sowie die Verordnungen und Maßnahmen der Bundesregierung und der NRW-Landesregierung. „Wir haben den berechtigten Wunsch der Vereine wahrgenommen, gerade für die Zeit über Weihnachten und Neujahr eine Planungssicherheit für den Spielbetrieb zu bekommen“, sagt FVN-Präsident Peter Frymuth. „Während die Öffnung für den Trainingsbetrieb, die wir alle natürlich auch baldmöglichst erhoffen, von den Vereinen schneller umgesetzt werden kann, bedarf der Start in die Meisterschafts- und Pokalspiele eines sportlichen und organisatorischen Vorlaufs. Da danke ich allen Verantwortlichen auf Kreis- und Verbandsebene für die Abstimmung einer Vorgehensweise in unserem Verbandsgebiet, die den Vereinen für den Pflichtspielbetrieb die gewünschte Planungsmöglichkeit zumindest bis Anfang Januar gibt. Danach liefern die Verfügungslagen der Behörden die Grundlage für das weitere Vorgehen“, so Frymuth.

Das folgende weitere Vorgehen wurde vereinbart – stets vorausgesetzt, dass die behördliche Verfügungslage einen Spielbetrieb im Amateurfußball ermöglicht:

  • Wiederaufnahme des Spielbetriebs frühestens zwei Wochen nach der Öffnung der Sportanlagen für Trainings- und Spielbetrieb, um den Vereinen ausreichend Zeit für die Vorbereitung zu geben.
  • Der verbandsweite Pflichtspielbetrieb startet frühestens am Wochenende 23./24. Januar 2021.
  • Die Ende Oktober (Jugend), im November und im Dezember abgesetzten Spieltage werden ab dem 23./24. Januar 2021 chronologisch zur Ansetzung kommen.
  • Besonderheit im Jugendfußball: Die zu Saisonbeginn vorgenommenen Ansetzungen der Hinrunden-Spieltage ab 23./24. Januar 2021 bleiben wie vorgesehen bestehen. Im Anschluss daran werden die abgesetzten Hinrunden-Spieltage (Oktober bis Dezember) nachgeholt, bevor dann die Rückrunde gestartet wird. Der Beginn der Rückrunde verschiebt sich dementsprechend.

Genauere Informationen zu den Planungen werden je nach Verfügungslage der Behörden Mitte Dezember durch die jeweils spielleitenden Stellen bekannt gegeben. Ende Oktober hatte der FVN den gesamten Spielbetrieb für November ausgesetzt. Die spielleitenden Stellen folgten damit den Vorgaben der Verordnungen. Die Sportschule Wedau ist bis zum 31. Dezember 2020 geschlossen, auch die FVN-Geschäftsstelle ist derzeit nicht für den Publikumsverkehr geöffnet.

 

Neue Trikots für Fußballer des SV Union Kervenheim

Der frisch gebackene Kreisliga B Aufsteiger aus Kervenheim läuft ab sofort in neuer Montur auf: Die Provinzial Geschäftsstelle Thomas Aben aus Winnekendonk stattet den Neuling mit einem neuen Trikotsatz aus und erweitert damit sein Sponsoring in Kervenheim.

„Wir sind froh, dass wir einen Partner vor Ort gefunden haben, der unsere erste Mannschaft unterstützt und uns perfekt ausgestattet hat. Das ist in diesen Zeiten nicht selbstverständlich und zeigt, wie stark die Provinzial unter der Leitung von Thomas Aben hier verwurzelt ist“, sagt der erste Vorsitzende, Rainer Kürvers. Kervenheim läuft zukünftig in den traditionellen Vereinsfarben Blau und Weiß auf. Das Sponsoring umfasst 20 Trikots und zwei Torwarttrikots.

Darüber freut sich auch Felix Naber (Foto links), der Trainer der ersten Herrenmannschaft des SV Union Kervenheim 1919 e.V.: „Wir haben bei den Trikots den größtmöglichen Gestaltungsspielraum gehabt und sind dankbar dafür, dass wir uns nun in neuer Garnitur präsentieren können. Die Zusammenarbeit mit der Provinzialgeschäftsstelle und Thomas Aben war einfach klasse.“

Die Union ist dabei nicht die erste Station, bei der Thomas Aben (Foto rechts) sich als Sponsor einbringt, nun möchte er sein Sponsoring in Kervenheim vertiefen. „In Kervenheim gehen im Herrenbereich über 30 Spieler ihrem Hobby Fußball nach. Dass ich als Kevelaerer Unternehmer da natürlich Präsenz zeigen will, liegt für mich auf der Hand und ist selbstverständlich. Wir hoffen, dass der SV Union Kervenheim 1919 e.V. im neuen Dress die nötigen Punkte einfährt, um die Klasse zu halten“, so Aben.

Foto: privat

Fußballfreizeit für die Kleinen

Auch in diesem Jahr veranstaltete die Jugendabteilung des Kevelaerer Sportvereins wieder eine Fußballfreizeit für Kinder. Unter Corona-Bedingungen standen hierfür die Jungtrainer mit auf dem Platz. Ein besonderes Highlight war für die Kinder das Sportradar, womit die Schussgeschwindigkeit eines jeden Sportler gemessen werden konnte.

Der KSV hat ein neues Trainerteam

Nachdem der Vorstand der Fußballseniorenabteilung des Kevelaerer Sportvereins kürzlich die sofortige Trennung vom Traingergespann Stefan Ettwig und Stephan Gorthmanns bekanntgegeben hatte, ist nun ein neues Duo gefunden. Patrick Znak und Marcel Kempkes  werden in Zukunft die erste Mannschaft des KSV trainieren.

„Sich schon so früh von dem jungen Trainerteam zu trennen, fiel uns schwer. Wir hatten schon eine Erwartungshaltung und Hoffnung an das Gespann gestellt. Aber es kam alles anders als wir uns dachten. Jetzt schauen wir wieder nach vorne“, heißt es seitens des Vorstandes.

In Patrick Znak, ein Spieler aus der ersten Mannschaft, und Marcel Kempkes, der selbst bereits als Trainer in der Verantwortung stand, sieht der Vorstand der Abteilung Potential. „Wir sind der Meinung, dass die Zwei unserer jungen Mannschaft weiterhelfen werden.“

Die neue Spitze beim Fußball

Entschlossen wirkte das neue Dreigestirn auf der Fußball-Kommandobrücke des SV Viktoia Winnekendonk. Eigentlich sollen sie gleichberechtigt sein. Offiziell fungiert Nils Dahlmann als Abteilungsleiter „Fußball“, Jonas Niersmann und Felix van Huet als Fußball-Obmänner.

„Entweder sind wir schon lange im Verein oder im Verein vor einigen Jahren hängen geblieben“, beschreibt Nils Dahlmann die Motivation , sich jetzt zu engagieren. „Wir identifizieren uns alle drei mit dem Verein und wollen ihn vorwärts bringen.“ Man habe festgestellt, „dass in den letzten Jahren ein paar Dinge nicht so gut gelaufen sind, die wir als Trainer oder Spieler wahrgenommen haben. Statt zu meckern, haben wir gesagt: Wir wollen den Verein nach vorne bringen.“

Die Prämissen seien jetzt, „die Identifikation zu unterstützen, den sportlichen Erfolg zu ermöglichen und offene und ehrliche Kommunikation zu schaffen , um mehr Transparenz in den Verein zu kriegen“, so der 30-Jährige, der seit 24 Jahren Vereinsmitglied ist.
„Wir drei hatten die Chance im letzten Jahr, uns die Strukturen anzugucken“, ergänzt Jonas Niersmann. Mit 22 Vereinsjahren auch sowas wie ein „alter“ Hase. „Felix war jahrelang Spieler der ersten Mannschaft. Nils und ich haben die zweite und dritte Herrenmannschaft trainiert.“

Als der Vorsitzende Peter Schlossarek sie Anfang des Jahres fragte, ob sie Lust hätten, Vorstandarbeit zu leisten, habe man sich zusammengesetzt, ein Konzept erarbeitet und analysiert, was nicht so gut funktioniert. Vor allem die drei Seniorenmannschaften hätten sich voneinander entfernt. So gelte es, die fünf Seniorenmannschaften und die bis in die Niederrheinliga aufgestiegenen Damen wieder mehr zusammenbringen.

Felix van Hüet spricht da von einer Struktur und dem notwendigen Fundament, dass sich die Teams untereinander verstehen: „Alle Mannschaften spielen zusammen, das ist als Dorfverein ein ganz prägendes Ding.“

Ziel sei es, den sportlichen Erfolg in den Herrenbereich wieder zurückzubringen. „Das geht nur mit frischen Wind, den wir reinbringen, mit einem guten Trainerteam. Wir haben praktisch unser gesamtes Trainerteam ausgetauscht.“ Das mittelfristige Ziel sei klar, sagt Jonas Niersmann: „2022 zum 100-jährigen Jubiläum in der Kreisliga A zu spielen. Wenn wir es jetzt nicht schaffen, ist das kein Beinbruch.“

Man wolle sich aber dort etablieren „und im gesicherten Mittelfeld ohne Abstiegssorgen stehen“, sagt van Hüet. Die Damen wolle man etablieren in der Nieder­rheinliga. „Das ist eine super Nummer, was die da machen“, sagt der 28-Jährige. Jetzt habe man alle Jugendmannchaften besetzt, auch doppelt. „Das ist wichtig. Wir brauchen das Fundament, und das beginnt bei der Jugend.“ In Absprache mit dem Jugendobmann Boris Mischke sollen die A- bis C-Jugendlichen alle in der Leistungsklasse antreten, wenn möglich, auch in der neu gegründeten Sonderliga.

Als Trainer der ersten Herrenmannschaftr habe man sich bewusst für Lars Allofs entschieden, „der extrem viel Expertise im Breeich Jugendarbeit mitbringt.“ Er soll mit dafür sorgen soll, dass die Leistungsträger künftig mehr aus der eigenen Jugend hervorgehen. Der 41-jährige, der unter anderem schon beim SV Walbeck und dem TSV Neukerk gecoacht hat, will diese Aufbruchstimmung unterstützen. „Nils Dahlmann ist mit meiner Cousine verheiratet, da haben wir in den Jahren viel über Fußball geredet. Als entschieden wurde, dass Veränderungen anstehen, sind wir relativ schnell zusammengekommen.“

Es gebe nicht mehr viele Vereine mit eigenständiger Jugendarbeit. Viele seien schon in Kooperationen. „Da ist Winnekendonk etabliert, auch gegen die Großen wie Straelen, Wachtendonk, Kleve. Hier ist lange Jahre gute Jugendarbeit geleistet worden.“ Es sei ihm wichtig, dass Mannschaften aus den Teams der eigene Jugend kämen.

Die letzte Saison sei für die Viktoria nicht leicht gewesen, nach dem Bezirksliga-Abstieg und dem unglücklichen Abstieg aus der Kreisliga A. „Dann gilt man als Absteiger als Favorit, und unglücklich war, dass die zweite Mannschaft in derselben Liga spielt.“ Neid und Missgunst entstand, die zweite stellte der ersten Mannschaft mit einem 1:1 ein Bein.

Die Situation sei jetzt eine andere. „Man ist nicht aufgestiegen, hat sich gesammelt, hat die Nummer verdaut, eine neue sportliche Leitung. Die Mannschaften wurden neu zusammengestellt.“ Miteinander feiern konnten die Jungs schon immer, so sein Eindruck. „Das ganze Gute miteinander beibehalten und die sportlichen Erfolge wieder nach vorne rücken“, darauf liegt sein Fokus.

Jetzt brauche es erstmal einen guten Start mit dem Ziel, aufzusteigen, aber „ohne darüber Woche für Woche zu reden“, sagt Allofs. Es sei auch kein Muss, „aber es wird niemals mehr so einfach sein, aufzusteigen.“ Denn aus der A-Liga „kam nichts an Teams runter und die Top 3 sind aufgestiegen.“ Aber kein Spiel sei ein Selbstläufer. Eine gewisse Teamachse gebe es durchaus, aber „damit ist nicht besiegelt, das die Mannschaft so auf dem Platz steht“, sagt der Trainer. „Das letzte Spiel wird bewertet, Trainingseifer soll belohnt werden, jede Woche soll es ruhig Konkurrenzkampf geben. Jeder hat seine Chance in der Mannschaft, definitiv.“

Wahlen und Würdigungen

Die aktuelle sportliche Situation, die Sportplatz-Perspektive des Vereins, der Umbruch im Bereich „Fußball“ und die Vorstandswahlen standen im Mittelpunkt der Jahreshauptversammlung des SV Viktoria Winnekendonk.

Dabei wurde Peter Schlossarek von den Mitgliedern als Vorsitzender für weitere zwei Jahre in seinem Amt bestätigt. Auch Werner Louven durfte sich über die eindeutige Zustimmung freuen, die er als Geschäftsführer erhielt. Und Wilfried van Linn darf für weitere zwei Jahre als 1. Kassierer über das Geld wachen.

Im Bereich „Fußball“ gab es eine Neuaufstellung: Nils Dahlmann wurde zum Leiter der Fußballabteilung gewählt. Sein Vertreter ist Jonas Niersmann, Seniorenobmann Felix van Huet. Alle drei hatten zuvor ausführlich zu ihrer Person und ihren Vorstellungen für die Neuausrichtung der Abteilung und der Jugendarbeit Stellung genommen, genauso wie der neue Trainer, der von „Feuer und Aufbruch“ innerhalb des Teams sprach.

Zudem wurden der Fußball-Jugendvorstand mit Obmann Boris Mischke und Järgen Leisten sowie dem Geschäftsführer Lukas Thissen bestätigt.

In seinem Bericht ging Peter Schlossarek auf den aktuellen Stand der Verhandlungen bezüglich der geplanten Bebauung des bisherigen Sportgeländes an der Kevelaerer Straße ein: „Das ist Kampf und Krampf.“ Es sehe so aus, als könne der Platz vom Verein voraussichtlich nur noch bis Mitte Dezember genutzt werden. Dann käme der Kampfmittelräumdienst, um das Gelände nochmal zu sichern.

Aktuell liefen noch die Anträge für den Kunstrasenplatz und die Erweiterung des Sporthauses am Viktoriapark an der Sonsbecker Straße. Schlossarek hofft da auf einen positiven Bescheid bis Mitte Dezember. Danach folge die Ausschreibung. Vor April/Mai würden die Baumaßnahmen nicht stattfinden, „Wenn es gut läuft“, hätte man „vielleicht in der zweiten Hälfte 2021 den Kunstrasenplatz und die Erweiterung des Sporthauses.“

Die Übergangszeit müsse man allerdings irgendwie organisieren, was die Lagerung des Inventars und den Spiel- und Trainingsbetrieb auf zwei Plätzen mit 21 Teams angehe. Das sei „eine spannende Aufgabe.“ In Gesprächen mit der Stadt sei von der Aufstellung von Containern als Umkleide- und Duschraum auf der Sonsbecker Straße gesprochen worden.

Da müsse man sehen, was Rat und Bürgermeister machen. Bei den Berichten der Abteilungen spielte natürlich auch der Einfluss von Corona eine große Rolle sowie der große Erfolg der Fußballdamen mit ihrem Aufstieg in die Niederrheinliga.

Die zweite Vorsitzene Dorothee Ophey ehrte dann langjährige Mitglieder: Elf Mitglieder sind seit für 25 Jahren im Verein, drei Mitglieder seit 40, vier seit 50, zwei Mitglieder seit 65 Jahre, ein Mitglied seit 70 und ein weiteres Mitglied sogar seit 75 Jahren.

Katharina Kösters (25), Johannes Rankers (25), Jörg Hebben (40), Reinhold Musielak (40), Dorothee Ophey(50), Karl Honselaer (65) und Werner Verrieth (65) nahmen die Ehrungen persönlich entgegen. Alle anderen konnten wegen Corona, Krankheit und Urlaub nicht teilnehmen.

Gegen die Bayern

Helmut „Hapo“ Rankers übernahm nicht nur das alleinige Singen der Vereinshymne zum Schluss der Versammlung, sondern wies nochmal auf das 100-jährige Vereinsjubiläum 2022 hin. Er bat in dem Zusammenhang, dafür schon mal nach alten Berichten und Fotos zu sehen. Ob ein Spiel „gegen die Traditionsmannschaft des FC Bayern“ zustandekommen wird, wie er hoffe, würde man in zwei Jahren sehen.

Kleine Kicker hatten großen Spaß

34 fußballbegeisterte Kinder haben auf der Anlage des  SV Viktoria Winnekendonk am Ferien-Camp der Fussballschule Grenzland teilgenommen. Die Nachwuchskicker wurden an vier Tagen abwechselnd von den professionellen Trainern der „Fussballschule Grenzland“ trainiert.

Michel, ehemaliger Jugendtrainer eines regionalen Profi-Clubs, war sehr zufrieden mit dem Verhalten und Engagement der Kinder: „Zusammen haben wir in den vier Tagen unheimlich viel Spaß gehabt. Ich bin überzeugt, dass die Kids auch das ein oder andere gelernt haben.“

Auch Chiquinho, Ex-Profi von Borussia Mönchengladbach, hatte viel Freude in Winnekendonk: „Die Kinder haben super mitgezogen. So macht Fußball natürlich Spaß.“
Je nach Alter trainierten die Kinder unterschiedliche Inhalte. In den jüngeren Altersklassen wurde besonders viel spielerisch gearbeitet. In der ältesten Trainingsgruppe flossen auch bereits taktische Elemente mit ins Training ein.

Im Laufe der Camp-Tage hatten alle Kinder die Möglichkeit, die Geschwindigkeit ihres Torschusses an einer Messanlage zu testen. Sie erhielten zum Ende ihr Ergebnis auf einer von allen Trainern unterschriebenen Urkunde mit nach Hause. Die Kids bekamen zudem im Zuge einer Ernährungspartnerschaft mit REWE Torhunger-Turnbeutel und Brotdosen.

Auch die auf den Corona-Virus zurückzuführenden Camp-Regeln wurden von allen Teilnehmern vorbildlich eingehalten.  „Unsere Kinder haben einiges dazugelernt, aber vor allem auch richtig viel Spaß gehabt“, so die Stimmen einiger Eltern am Rande des Camps. „Es war toll zu sehen, wie die Trainer mit den Kindern gearbeitet haben. Das Fußball-Camp hat wirklich Spaß gemacht.“

Alle Kinder erhielten am ersten Tag des Camps ein eigenes Trikot der „Fussballschule Grenzland“ als Erinnerung an die vier Tage in Winnekendonk. Eine eigene Trinkflasche für die Getränke-Station, ein täglich frischer Obstkorb, sowie jeden Tag ein warmes Mittagessen rundeten die Camp-Tage kulinarisch ab.

Zum Ende hin gab es viele strahlende Gesichter bei den Kindern. Linus freut sich beispielsweise schon jetzt schon auf das nächste Camp mit der Fussballschule Grenzland: „Das Training war toll. Es hat mir einfach richtig viel Spaß gemacht.“

Auch in den kommenden Ferienzeiträumen bietet die „Fussballschule Grenzland“ wieder Fußballcamps in der Region an. Alle Termine, weitere Informationen, sowie Anmeldemöglichkeiten dazu gibt es unter www.fussballschule-grenzland.de

Beim Kevelaerer SV rollt endlich wieder der Ball

Die Fußballbundesliga hat den Anfang gemacht. Die Campions-League startet im August ihr Finalturnier. Und auch im deutschen Amateurfußball rollt wieder der Ball, zumindest in Freundschaftsspielen. Auch der Kevelaerer SV ist wieder in den Trainingsbetrieb eingestiegen.

„Wir haben das Ganze mit einem Trainingslager begonnen“, erklärt der neue Chefcoach Stefan Ettwig. Zum besseren Kennenlernen gab‘s zu Beginn ein gemeinsames Frühstück. Gehören doch zum Kader, das aus rund 25 Kickern besteht, auch viele Zugänge aus dem A-Jugendbereich. Diese seien bei dem ersten Treffen mit den Routiniers teilweise zwar etwas nervös gewesen. Dafür kämen sie mit dem Trainingsbetrieb unter Corona-Bedingungen aber größtenteils besser klar. „Sie kennen die Situation ja schon aus der Schule“, verweist Ettwig darauf, dass einige von ihnen erst vor kurzem ihr Abitur bestanden haben. Allen Spielern sei jedoch anzumerken, dass sie froh seien, wieder gemeinsam Sport treiben zu können.

Die Stimmung ist super

„Die Stimmung ist super“, versichert der Trainer, der sein Team nun wieder dreimal die Woche um sich scharrt. Natürlich gelte auch in Kevelaer der DFB-Leitfaden „Zurück auf dem Platz“. „Das fängt schon damit an, dass sich jeder Spieler vor Trainingsbeginn in eine Liste eintragen muss und erklärt, dass er gesund ist“, sagt der 37-Jährige.

Er selber habe sich seine erste Stelle als Cheftrainer ein wenig anders vorgestellt. „Ich bin zwar froh, dass wir uns jetzt endlich wieder zusammen bewegen können. Ansonsten gibt es aber noch viele Fragezeichen. Wie wird die Liga eingeteilt? Spielen wir vielleicht in einer Superliga? Und einen genauen Termin für den Saisonstart gibt es auch noch nicht.“ Bis es soweit ist, möchte Stefan Ettwig vor allem auch vielen A-Jugend-Spielern eine Chance geben, sich in der ersten Mannschaft zu beweisen.

„Wenn das Team aus jungen und erfahreren Leuten sich findet, können wir sicherlich erfolgreich Fußball spielen“, will der Chefcoach sich zwar auf keine konkrete Zielvorgabe in der kommenden Saison festlegen. „Wohin der Weg dann geht, wird sich zeigen. Es gibt sicherlich einige stärkere Teams in der Liga. Aber vielleicht gelingt es uns ja, ein Wörtchen im oberen Drittel mitzureden.“

Bis zum Saisonstart (frühestens Anfang September) stehen nun erst einmal ein paar Testspiele auf dem Programm. In ihnen will Stefan Ettwig versuchen, einen guten Mix zu finden, um attraktiven und erfolgreichen Fußball zu spielen.

Spiele

Auf der heimischen Sportanlage Scholten, Twistedener Straße 285, trägt die 1. Mannschaft des KSV in nächster Zeit einige Freundschaftsspiele aus:

Sonntag, 26. Juli, gegen Bedburg-Hau II, Anstoß 15 Uhr.
Sonntag, 2. August, gegen Viktoria Goch II, Anstoß 13 Uhr.
Mittwoch, 12. August, gegen SV Rindern, Anstoß 20 Uhr.
Sonntag, 16. August, gegen SV Walbeck, Anstoß 15 Uhr.
Sonntag, 23. August, gegen SC Westf. Anholt, Anstoß 15 Uhr.
Sonntag, 30. August, gegen SV Uedem, Anstoß 15 Uhr.

In Winnekendonk gibt‘s Mode für die Fans

Wer trägt nicht gerne mal ein T-Shirt mit dem Konterfei seines Vereins, zeigt sich auf Veranstaltungen leger mit dem Aufdruck seines Clubs und trägt vielleicht noch gerne die dazu passende Tasche? Natürlich die Fans. Was lag es da näher, als bei dem SV Viktoria Winnekendonk darüber nachzudenken, es dem Konkurrenten KSV und den großen Klubs der Profiligen gleichzutun und selbst in der Richtung aktiv zu werden. „Wir sind in der sportlichen Leitung zusammen mit Johannes Rankers auf die Idee gekommen“, erzählt der neue sportliche Leiter des Klubs,  Jonas Niersmann. „Johannes hat es uns vorgestellt und wir haben dann über Styles, Prozesse und ähnliches gesprochen“, erläutert er den Prozess. „Wir haben ihn da als Mitglied des Vereins natürlich voll unterstützt.“

Über den Online-Fanshop, der über die Seite von „Rankers Sportsfashion“ abrufbar ist, kann man auf den eigenen Reiter „Viktoria Winnekendonk“ gehen, wo derjenige, der das möchte, seine ganz eigenen Viktoria Outfits erwerben kann. Ob Herren- oder Damenbekleidung wie T-Shirts, Pullover, Caps oder auch Gymbags und Sportbeutel, Baby- und Kinderklamotten, darunter sogar Strampler, kann man über das Netz beziehen. „Wir wollten ein vielfältiges Angebot – klein, aber hochwertig“, sagt Niersmann. Den Kauf könne man online tätigen. „Die Sachen werden dann erst gefertigt, wenn sie bestellt sind.“ Meistens könne man sich dann die Sachen an dem kommenden Samstag am Haus von Rankers selbst abholen.

Auch Pullover gibt’s im Sortiment…

Bezahlt werde per Vorkasse oder bei Abholung per EC-Karte oder bar. „Das Ziel ist natürlich, die Identifikation mit dem Verein voranzutreiben, wenn man sich in der Freizeit mit dem Logo vom SV schmückt“, hoffen Niersmann und Co. auf eine entsprechende Resonanz. Denn bei jedem Verkauf geht ein gewisser Satz an den Verein – pro Artikel so zwischen 1 und 5 Euro. „Bei Babyartikeln wollen wir keine Spende haben. Das ist eher ein Gag. Und bei den anderen Sachen wird aufgerundet, damit das Geld abgezogen werden kann.“

Mehr als nur ein aufgedrucktes Logo

Für Johannes Rankers war der Auftrag des Vereins auch die glückliche Fügung zur richtigen Zeit. „Ich habe mich vor zwei Jahren selbstständig gemacht“, berichtet der 27-jährige Chef von „Rankers Sportfashion“. Während der Coronazeit sei die Nachfrage nach Sportartikeln oder Abschlussshirts spürbar zurückgegangen. Während der Kurzarbeit habe man als Unternehmen überlegt, was man aktuell für Aufträge machen kann. Und so fragte er den neuen Vorstand seines Heimatvereins, wo er selbst Fußball spielt, ob man nicht auch Merchandise für die Amateurfans entwickeln könnte, die aussagekräftiger seien als „nur ein aufgedrucktes Logo.“

…und Sportbeutel.

Nach zwei Monaten, in denen einige Entwürfe entstanden, habe man jetzt online gehen können. „Die Reaktion auf die Entwürfe war sehr positiv.“ Mit dem Ergebnis selbst sei er „sehr zufrieden.“ Das „viele Herzblut“ und die investierte Zeit habe sich ausgezahlt. „Nicht nur, dass die Mannschaften einheitlich aussehen, sondern auch Oma und Opa und die Familie am Platzrand.“ Das sei das, was Identifikation auslöse.

Mittlerweile zieht die Aktion seine Kreise: Auch der DJK Twisteden denkt daran, mit Rankers eine ähnliche Kooperation umzusetzen. „Das ist aber noch in der Vorbereitung.“

Ein „Küken“ mit Erfahrung

Es ist still, als Felix Naber auf dem Gelände des SV Union Kervenheim im Klubhaus seine erste Ansprache an sein neues Team hält. Der 23-Jährige erläuterte an diesem Tag dem gut 30-köpfigen Spielerkader erstmals seine Idee von Fußball und seine Pläne für die kommende Spielzeit. Dass der junge Mann, der sich selbst als „Trainer-Küken“ mit Erfahrung beschreibt, überhaupt bei der Union gelandet ist, war so ursprünglich nicht geplant. „Ich wäre gar nicht gewechselt, wollte bei meinem Heimatverein bleiben“, bekennt der Coach. Zehn Jahre lang war er als Spieler und Trainer beim SV Viktoria Winnekendonk, kickte bis zum 18. Lebensjahr dort, ehe er im Zuge des Abiturs seinen ersten Sportleiterschein machte und sich entschied, auf Trainer umzusatteln. 

Johannes Rankers sprach ihn damals an, ob er die A-Jugend von Viktoria mittrainieren wolle. „Wir haben uns gleichberechtigter Trainer genannt“, sagt Naber. „Beide waren quasi Chefrainer. Wir sind im ersten Jahr A aus der Leistungsklasse abgestiegen, das war für mich sehr lehrreich. Danach haben wir die Kreisklasse gewonnen, sind Meister geworden.“ Was folgte, war der Gewinn der Leistungsklasse „mit zwei unvergesslichen Derbysiegen gegen den KSV.“ Danach sprach ihn Sven Kleuskens an, „ob ich mir vorstellen könnte, Co-Trainer bei der ersten Mannschaft in der Kreisliga A zu werden.“ Als Jugendtrainer im Wunschverein so ein Angebot zu bekommen, „da sagst du nicht Nein“, meint Naber. Der Erfolg blieb aber aus. „Da sind wir leider auch abgestiegen, was auch lehreich war, weil man so einen weiteren Blick auf die Dinge hat, die so in der Saison waren und was man besser machen kann.“

Fokus aufs Studium gelegt

Mit Sebastian Steinhauer betreute er dann zuletzt die erste Mannschaft in der Kreisliga B: „Das war durchwachsen, aber wenn Corona nicht gewesen wäre, hätten wir möglicherweise um den Aufstieg noch ein Wörtchen mitgeredet.“ Dann kam der Vorstandswechsel – und die Entscheidung, ohne Steinhauer und ihn neue Impulse setzen zu wollen. „Da hab‘ ich erst mal gebraucht, um das zu verdauen“, sagt Naber, der sich dann zunächst auf das Studium als Sport-, Event- und Medienmanager in Düsseldorf konzentrieren wollte.

„Wie aus dem Nichts“ kam dann der Anruf von Thomas van Wickeren, dem sportlichen Leiter und Trainer des SV Union Kervenheim. Bei einem Treffen in Appeldorn tauschte man sich aus, was man erwartet und mit welchem Konzept man das Ganze angehen soll. „Der Vorstand hat mich überzeugt“, nahm Naber das Angebot an. Der Vertrag läuft zunächst für ein Jahr. Das Ziel für die Saison lautet: in der Kreisliga B mit der ersten Mannschaft die Klasse zu halten. „Eine Mammutaufgabe“, sagt Naber, der Spieler mit einem Altersdurchschnitt von 24 Jahren betreut. Die eine oder andere Verpflichtung eines erfahrenen Spielers, der das junge Team stützen kann, soll bis zum Ende der Transferperiode noch gelingen.

„Es ist eine Herausforderng, die mir Spaß macht. Der Kampf gegen den Abstieg dürfte noch spannender werden als der um die Meisterschaft“, will der junge Trainer seine Spieler „technisch und taktisch prägen und nachhaltig was bewegen.“ Alexander Horsten wird als Co-Spielertrainer fungieren. „Wir werden alles in die Waagschale werfen, die Jungs sind voller Tatendrang.“

Neuzugänge aus Wido

Das Vertrauen der Kervenheimer Vereinsführung, das hat Naber auf jeden Fall. Thomas van Wickeren, glaubt felsenfest daran, dass sein Nachfolger die Aufgabe bewältigen kann. „Er hat ein super Verhältnis zu Alex Horsten, wird die Jungs weiterbringen“, ist er sicher. Und auch Union-Präsident Rainer Kürvers ist zuversichtlich: „Wir sind froh, einen jungen, engagierten Trainer zu haben. Er hat genug Erfahrung für dieses Abenteuer. In Winnekendonk nannte man ihn den ‚General‘, das sagt schon was aus.“ Der Trainerwechsel habe schon jetzt Wirkung erzielt. „Drei Kervenheimer, die in der A-Jugend von Winnekendonk waren, kommen zu uns zurück.“ Und auch wenn man vor zwei Jahren „jämmerlich aus der Kreisliga B abgestiegen“ ist, sei das Team damals innerlich gefestigt gewesen und habe sich in der Kreisliga C weiterentwickelt.

Mit gezielten Laufeinheiten will Naber das Team im Juli fit machen, ab Ende Juli das erste Trainig absolvieren. Danach sind mehrere Testspiele vorgesehen – unter anderem gegen Ginderich, Viktoria Goch, Veert 3 und Union Wetten. Und dann will man offensiv das Abenteuer Kreisliga B angehen.