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Janine Weigel ist die neue Kevelaerer Stadtarchivarin. Vor allem die Digitalisierung möchte sie vorantreiben.

Genug Arbeit bis zur Rente

Mit Janine Weigel hat sich die Stadt Kevelaer den berühmten frischen Wind ins Stadtarchiv geholt. Die 30-jährige neue Stadtarchivarin muss gar nicht viel machen, um mit ihrer engagierten Art ganz von allein dem durchaus „verstaubten“ Image von Archivar*innen entgegenzuwirken.

Ausbau von Finanzwirtschaft und Online-Marketing bei „WALTHER Faltsysteme“

Zwei neue Manager im Team

Mit gleich zwei neuen Führungspersonen verstärkt WALTHER Faltsysteme die Zweige Finanzwirtschaft und Online-Marketing: Florian van den Berg und Martin Peters sind neu im Team.

Thomas Jansen wird die Stelle zum 1. April antreten

Neuer kaufmännischer Leiter im Marienhospital

Thomas Jansen wird zum 1. April kaufmännischer Leiter des Marienhospitals. Der gelernte Krankenpfleger und studierte Pflegemanager aus Kevelaer war bereits bis 2017 Pflegedienstleitung im Marienhospital.

Dorothee Flemming-Lühr war 30 Jahre lang Kevelaers Stadtarchivarin. Ende März geht sie in den Ruhestand.

Seit 30 Jahren glücklich im Job

Wo sich bei vielen Menschen vermutlich die Haare zu Berge stellen, fühlt Dorothee-Flemming Lühr sich pudelwohl: historische Schriftstücke, Bücher, Papierberge so weit das geschichtsinteressierte Auge reicht. Die Kevelaererin arbeitet seit 30 Jahren im Stadtarchiv der Wallfahrtsstadt und dürfte sich in der Historie wohl mit am besten auskennen.

Sie ist eine Säule in der Praxis

Wenn Elke Sabolčec auf ihre 25-jährige Tätigkeit in der Kinderarztpraxis am Theodor-Heuss-Ring 8 zurückblickt, wird sie glatt sentimental. Der Grund dafür sind ihr ehemaliger Chef Dr. Abiodun Ogundare und sein Nachfolger Dr. Peter Kaiser. Denn im Gespräch über das Dienstjubiläum sind sich beide Ärzte einig, dass Sabolčec quasi zum Inventar der Praxis gehört. Kaiser bezeichnet sie gar als „Säule“ im Praxisbetrieb. Wann alles begonnen hat, kann die Weezerin noch ganz genau sagen: „Am 18. Januar 1996. Das war ein Donnerstag.“ Und auch jetzt, 25 Jahre später, denkt sie noch nicht an einen Tapetenwechsel.

Ihre Ausbildung zur Arzthelferin machte Sabolčec 1990 in einer Hausarztpraxis. Bis 1996 arbeitete sie in Weeze. „Der Umgang mit Menschen“ sei das gewesen, was sie an dem Beruf gereizt habe. Nachdem sie 1996 nach Kevelaer in die Praxis von Dr. Ogundare gewechselt hatte, bildete sich die heute 47-Jährige weiter – unter anderem im Bereich der Ernährungsmedizin und zur Asthmatrainerin. Ogundare sagt heute, er habe sie immer als hochmotivierte Mitarbeiterin erlebt. „Wenn man etwas vorgeschlagen hat, ist sie immer eingesprungen.“ Die Worte von Kaiser über Sabolčec sind ähnlicher Natur: „Ich erlebe Frau Sabolčec so, dass sie besonders viel Freude hat an der Arbeit mit Kindern. Für mich ist Frau Sabolčec so etwas wie eine Säule in der Praxis.“

Ehrung der Ärztekammer

Als Kaiser die Praxis vor fünfeinhalb Jahren übernahm, war er froh, ein motiviertes Team übernehmen zu können. Die berufserfahrene Arztfachhelferin, zu der Sabolčec sich in einer zweijährigen Fortbildung in Münster weiterbildete, sei dabei ein „wichtiger Ansprechpartner“ und eine „große Unterstützung im Praxisalltag“. Für ihn stand Anfang des Jahres schnell fest, dass die jahrelange Treue und das Engagement einer besonderen Ehrung bedarf. Nach einem Kontakt mit der Ärztekammer Nordrhein hat Sabolčec, die besonders die familiäre Atmosphäre in der Praxis schätzt, schließlich eine Ehrenurkunde ausgestellt bekommen. 

Eine Sache, die die 47-Jährige immer wieder daran erinnert, wie lange sie der Kevelaerer Kinderarztpraxis schon treu ist, sind die Patient*innen. Denn diejenigen, die sie früher als Kinder betreut hat, kommen heute teilweise mit ihren eigenen Kindern. Und wer weiß, vielleicht begleitet sie die ein oder andere Familie noch in der nächsten Generation. Denn eines steht für die Arzthelferin fest: „Ich habe nicht vor, mich zu verändern. Solange mir der Beruf noch Spaß macht, mache ich ihn auch weiter.“

Ein befreiendes Gefühl

Schon früh machten sich die Kund*innen auf den Weg, um die Kevelaerer Friseurläden aufzusuchen. In „Jimmys Barber Shop“ auf der Marktstraße legte Inhaber Jamil Abdullah bei seinem Kunden Andreas Valks persönlich Hand an. „Wir haben um halb 9  geöffnet. Wir lassen immer nur einen Kunden nach dem anderen rein, damit nicht so viele Menschen im Raum sind“, erzählte er. „Ich bin schon froh, es ist fast vier Monate her“, zeigte sich der Kunde erleichtert über den ersten Haarschnitt nach so langer Zeit. „Das ist ein anderes Gefühl – eher befreiend. Wenn ich morgens aufstand, standen die Haare zu Berge, als ob ich an einer Steckdose genächtigt hätte.“ Jamil Abdullah zeigte sich sehr glücklich darüber, wieder was tun zu können. „Das war eine Depression für mich, zu Hause herumzusitzen und nichts zu tun. Man hat immer Angst, dass die Kunden verlorengehen.“ 

Emre Ciftci wartete währenddessen auf seinen Schnitt. „Ich glaube, Ende November war das letzte Mal“ erzählte der 25-Jährige. In der Zwischenzeit hatte er selbst zu Hause mal Hand angelegt mit der Maschine. „Die Freundin hab ich gefragt, ob sie mal den Nacken ausrasieren kann, so dass ich wieder einigermaßen wie ein Mensch aussehe.“

Waschen, färben, schneiden

Bei „Cutters“ an der Gelderner Straße waren im Corona-Abstand voneinander drei Stühle mit Kund*innen belegt. „Wann war ich das letzte Mal hier?“, musste Sandra Hillbrecht erst mal überlegen. „Jetzt wo ich hier sitze, fühle ich mich prima“, freute sie sich „auf Strähnchen und wieder einen vernünftigen Haarschnitt.“

Auch Alexander Kempken war die Erleichterung anzumerken: „Großartig, es wurde auch mal wieder Zeit. Und die Dame macht das hervorragend“, genoss der 26-Jährige die Behandlung mit Schere und Maschine. Er habe es selbst mal mit dem Rasierer im Ansatz versucht, „aber nicht durchgezogen“. Auch die so angesprochene „Dame“ Ann-Katrin fand es „sehr schön, wieder im Laden zu stehen und arbeiten zu dürfen.“ Die Übergangszeit habe sie zwar auch irgendwie bewältigt mit Dingen, die sonst liegenbleiben. Aber das Gefühl im Laden ersetze das alles nicht. „Man führt wieder Gespräche, hat unterschiedliche Charaktere vor einem, muss sich wieder umstellen.“ Und irgendwie verliere man das nicht. „Das war heute morgen, als ich um acht den Salon betreten habe, wieder sofort drin.“ Auch bei „Cutters“ wird es in nächster Zeit mit einem spontanen Termin schwierig.  „Bis Ende März“ seien die Auftragsbücher „schon sehr, sehr voll.“

Zurück im Alltag

Im „Room Number 17“ in Wetten ordnete Friseurmeisterin Tanja van der Will-Pauli ihrer Kundin gerade die Haare. „Der erste Tag fühlt sich gut an. Wir freuen uns, die Kunden freuen sich – es macht Spaß“, hörte man durch die Maske ihren Stoßseufzer der Erleichterung. „Man hat wieder Lust zu arbeiten, ist motiviert, kann wieder seiner Leidenschaft und seinem Beruf nachgehen.“

Die Auflagen seien geblieben – „außer dass wir zehn Quadratmeter pro Person und nicht mehr pro Kunde haben. Da musste ich von der Platzfläche nicht viel ändern. Auf Termin arbeiten mussten wir vorher auch.“ Sie ist sich sicher, dass der aktive Protest der Friseure was gebracht hat. „Es war doch mal gut, auf die Situation der Friseure in der Öffentlichkeit aufmerksam zu machen. Ich hab auch das Gefühl, das hat gefruchtet.“ Die ersten 14 Tage seien ausgebucht. Danach sei vielleicht was möglich. „Aber die nächsten zwei bis vier Wochen wird es bei allen schwierig. Dann kommt vielleicht das große Loch, das war beim ersten Lockdown auch schon so. Mal abwarten.“

Kundin Andrea Hartjes wartete währenddessen nur noch auf den Feinschliff. „Ich bin das erste Mal hier. Als klar war, dass die Friseure auf haben, habe ich hier angerufen“, erzählte die Wettenerin. „Es war super, heute einen Termin zu kriegen, weil mit meinen Haaren gar nichts mehr los war. Die mussten echt geschnitten werden.“ So ein Friseurbesuch, der habe „ganz viel Normales“ an sich, meinte sie. „Man hat ja keine Termine, kommt nirgendwo hin. Man kann sich nicht verabreden, gar nichts.“ Sie fände es gut, wenn nach den Friseuren weitere Läden öffnen könnten. „Für die Leute, die Geschäfte haben, ist das hart“, meinte die Frau, die selbst aus dem Lebensmittelbereich kommt. 

Aufträge bis Anfang April

In „Kerstins´s Haarstudio“ an der Murmannstraße in Kervenheim gönnten sich Friseurmeisterin Kerstin Schubert und ihr Stammkunde Kalle van Oeffelt zwischen dem nächsten Schnitt eine Tasse Kaffee. „Heute der erste Tag ist gut. Wir haben seit 9 Uhr auf. Wir arbeiten auf Termin, man darf ja nicht anders“, erzählte Schubert. „Wir haben Stammkunden, die haben wir alle angerufen, dass die einen Termin haben. Dann klingelt nicht den ganzen Tag das Telefon.“ Dementsprechend seien die Auftragsbücher schon gefüllt. „Wir sind jetzt schon beim 1. April. Das ist kein Aprilscherz.“

Natürlich freue sie sich total über die Öffnung. „Insgesamt 16 Wochen in 11 Monaten schließen, das ist krass. Das holt man auch so schnell nicht wieder auf – auch mit der staatlichen Hilfe, die kommt.“ Kalle van Oeffelt genoss die Zeit bei der Friseurin seines Vertrauens. Der Laden existiere seit 21 Jahren. Seitdem komme er alle zehn Wochen. „Da entsteht da schon eine Verbindung“, meinte er. Zumal er in dem Salon 2007 seine Frau kennengelernt hat, als die zeitgleich einen Termin hatte. „Da hat es gezündet“, müssen Kunde und Friseurin bei dem Gedanken schmunzeln. „Das Reden miteinander, das fehlt natürlich.“

Lange Haare sind klar im Vorteil

Er sei froh, dass er am ersten Tag schon einen Termin bekommen habe, sagt van Oeffelt. „Ich trag eh lange Haare, da wäre es nicht so schlimm, wenn sie noch länger werden würden. Aber bei einigen kann ich mir vorstellen, dass sie sich durch das lange Haare unwohl fühlen.“ 

Wie aufs Stichwort hatte Schubert eine passende Anekdote dazu parat: „Ich hatte heute morgen einen Herren, der feiert heute seinen 80. Geburtstag, war seit November nicht mehr beim Friseur. Der sah aus wie ein Waldschrat.“ Man müsse bei einigen Kund*innen teilweise echt schmunzeln, „weil die richtig zugewachsen sind. Die sehen sich gar nicht mehr ähnlich, so lang sind die Haare schon geworden.“ Es sei allerhöchste Zeit. „Selbst im Krieg sind Haare geschnitten worden, mitten in der Straße zwischen den Trümmern. Da sieht man mal, wie wichtig das ist.“

Gerade bei den jungen Männern seien die Frisuren heute Statussymbole. Selbst während der Schließung der Friseure hätten viele von ihnen gut geschnittene Haare gehabt. Schubert geht davon aus, dass da die eine oder andere Frisur „unter der Hand“ fachmännisch aufbereitet wurde. „So gut kann kein Laie Haare schneiden“, empfinde sie das persönlich „als total ungerecht.“ Man habe das wohl geduldet. Aber das werde sich jetzt wieder mit dem Öffnen der Salons ändern. „Denn das, was man im Friseursalon bekommt, das kriegt man nicht zu Hause.“ 

Ein Leben ohne Staunen?

Schon von klein auf war zu bemerken, dass in Richtung Zauberei etwas in der Luft lag, erzählt Tobias Velmer. „Ich habe das schon als Kind gemacht. Nichts mit Karten – eher dieses kindliche Verständnis von Zauberei, mit Zauberstab schwingen und es passiert etwas.“ Der Zauberkasten kam dann mit sieben oder acht Jahren. Er sei kein Träumer und kein Klassenclown, aber ein Junge mit einem starken Spieldrang gewesen. „Meine Mutter hat darüber mal mit einer Lehrerin gesprochen. Sie sagte: Er spielt, spielt, spielt. Und die Lehrerin sagte: Lassen Sie ihn doch spielen.“ Den „Homo ludens“, den „spielenden Menschen“, den habe er sich bis heute erhalten.

Nach dem Abitur studierte Velmer zunächst Lehramt in Dortmund und brach das Studium ab, nachdem er in Jürgen von der Lippes „Magic store“ in Köln Zaubergerätehändler wurde. Von dieser Zeit sagt er: „Da war in jeder Schublade ein neues Wunder.“ Dem schloss sich das Kulturstudium in Hildesheim an, wo er seine Frau kennenlernte. Als Kulturwissenschaftler*in stammen beide quasi „aus dem gleichen Stall“, sagt er. „Ich habe Kulturwissenschaft und ästhetische Praxis studiert. Hauptfach war bei uns beiden Theater, wir haben am Theater auch lange gearbeitet.“ Von daher war das Verständnis für die „zauberhafte“ Ader des Mannes gegeben. Die blieb immer erhalten, bis er entschied, mit der Profession Zauberei von Kevelaer aus durchzustarten.

Wenn Tobias Velmer seine aktuelle berufliche Situation schildern soll, dann braucht er nicht lange zu überlegen. „Im Moment bin ich hauptsächlich Vater, Lehrer, Hausmann und alles, was dazu gehört“, macht der 44-jährige Kevelaerer deutlich. 

Was das Jahr 2020 angeht, kamen zwar Aufträge rein, „aber es war ein absolutes Nulljahr.“ Insge-samt habe sich in dem Zeitfenster nach dem ersten Lockdown schon etwas aufgebaut. „Es gab Spontanbuchungen – auf Hochzeiten, bei Firmen, Messen, Mittelaltermärkten, die nicht von heute auf morgen gehen. Und es gab das Angebot für einige Privatveranstaltungen in Kindergärten und Schulen. Aber das ist dann nie zustande gekommen.“ Zwischendurch gibt er Online-Zauberunterricht auf Anfrage. „Das sind so Kinder zwischen zehn und dreizehn Jahren.“ Das Unterrichten sei nicht fremd – nach 15 Jahren Schauspielunterricht an Theatern als Theaterpädagoge. Und es tut ihm gut. „Da bin ich mitten drin. Und wenn sie aktiv dabei sind, kann ich für eine Stunde abschalten.“

Das Publikum fehlt als Teil der Darbietung

Zu Anfang der Corona-Pandemie habe er gedacht: „Ich nutze die Zeit, um kreativ zu sein, wenn die Kinder im Bett sind, der Tag zur Ruhe kommt. Bei mir hat das nicht funktioniert“, gesteht er. „Wenn ich probe, denke ich immer das Publikum mit. Ich brauche die Gemeinschaft, sonst fühle ich mich in der Art, wie ich zaubere, nicht zu Hause.“ Corona habe ihn somit „künstlerisch komplett runtergefahren.“ Da halfen solche Ereignisse wie die Idee, vor den Türen der Altenheime in Kevelaer zu spielen. Da gehe die Energie dann wieder ein Stück weit hoch. „Die fällt aber sofort wieder ab, wenn die kleinen Gegebenheiten vorbei waren“, sagt Velmer.

Der Kevelaerer findet das selbst für sich „ziemlich erschreckend.“ Das sei aber irgendwie zauber-spezifisch. „Ein Musiker, der sich im ersten Lockdown noch auf den Balkon stellen konnte, das ging. Schauspieler können ihre Darbietungen noch streamen, auch wenn das Live-Erlebnis fehlt. Aber sie arbeiten, und auch im Team als Teamerlebnis.“ Zauber*innen hingegen bräuchten die aktiv mitspielenden, mithandelnden Zuschauer*innen. „Und da fehlt mir halt der Partner, egal, wie viel ich probe und entwickle. Ich brauche den mitdenkenden Verstand.“ 

Zur Überbrückung machte er zu Silvester sogar Online-Shows, die über das Netz gelaufen sind. „Da haben wir Konferenzschaltungen gemacht für Menschen, die nicht bei ihrer Familie oder mit Freunden sein konnten. Die haben sich über den Bildschirm gesehen und die habe ich nachts unterhalten.“  Er habe das lange überlegt. „Aber Silvester habe ich tatsächlich gearbeitet.“ Dafür habe er sich dann ein Konzept überlegt. „Das wichtigste Mittel war nicht der Trick, sondern der Versuch, da Leich-tigkeit reinzubringen, Corona außen vor zu lasssen, obwohl es vordergründig nicht wegzudisku-tieren ist.“ 

Zauberei lebe durch das Staunen, sagt Velmer. In dem Fall ging es dann „um ein ungewöhnliches Erlebnis in einer ungewöhnlichen Zeit.“ Dabei gestaltete er Kunststücke sehr „frontal“, machte „Dinge, die durch ihre Optik wirken“ – so wie die Münzzauberei, bei der Geldstücke von der einen in die andere Hand wandern. „Da passiert ein optischer Umgang, der vermittelbar ist.“

Was natürlich fehlte, war der Livecharakter. „Das ist nicht mein Gefühl, wie ich Zauberei mache. Die Leute sehen nur Ausschnitte, sie können nicht Requisiten anfassen.“ Für ihn gehört das aber existenziell dazu. „Die Gegenstände müssen untersuchbar“ sein, die Leute mitmachen. 

Alles was in Distanz abläuft, sei „eine Beschneidung, nicht nur im Alltag, sondern auch in der Kunst“, sagt Velmer. Da habe er keinen anderen Weg gefunden, das zu toppen. „Es ist anders. Und für mich fehlt da was.“ Sonst spielt er immer gut 40-minütige Programme. „Hier habe ich sehr genau ausgewählt, was überhaupt Sinn macht. Den Anspruch, dass es für die Zuschauer in erster Linie ein positives Erlebnis ist, da muss man viel drüber nachdenken, was man zeigt.“ Aber sich neuen Ideen zuzuwenden, zu motivieren, dafür fehlt einfach der Funke. So habe er sich dann zwei Abende hingesetzt und sich selbst ehrlich gefragt: „Für wen mache ich das?“ Dann fiel die Entscheidung: Das musst du erstmal ruhen lassen. „Es ist völlig frustrierend, was zu erarbeiten, aber man kann es nicht zeigen.“

„Man kann was, aber man darf nicht“

Was ihm künstlerisch zu schaffen mache, sei die Perspektivlosigkeit und die Frage, wie lange es noch dauert, bis es wieder losgehen könnte – „ein halbes Jahr, ein viertel Jahr, vielleicht zwei Jahre.“ Durch die Kinderbetreuung habe er keine Chance, sich auf etwas anderes festzulegen. Das sei im Moment eine Art „Verkrüppe-lung, weil es einen so in die Falle lockt. Man kann was, aber man darf nicht.“

Velmer denkt tatsächlich darüber nach, den Beruf des Zauberers an den Nagel zu hängen und „möglicherweise, sogar wahrscheinlich mich nach einem anderen Beruf umsehen zu müssen.“ Die Gelder seien „halt schwächer und die Soforthilfen nicht so glorreich, wie sie dargestellt werden“, sagt er. Zwar habe er Coronahilfen bekommen – „am Anfang diese Soforthilfe und die Novemberhilfe habe ich beantragt mit dem Steuerberater. Die ist schon da.“ Das sei aber „nix, was lange trägt.“ Für völlig absurd hält er es, dass „die Dezemberhilfe mit der Novemberhilfe aufgerechnet wurde.“ Schließlich hatte er ja im Dezember noch die Engagements an den Wohnstiften und Altenheimen – und damit Einnahmen. „Im Rechner waren dann 39 Euro zu beantragen. Das fand ich zu doof.“ Und allmählich kämen auch die Rückzahlungen. Gott sei Dank arbeite seine Frau, sagt er. „Wir müssen uns nicht verschulden.“

Die Zauberei bleibt immer Teil seines Lebens

Vier Jahre lang habe er die Rolle als Zauberer entwickelt und war sehr zufrieden damit. „Ich bin sehr dankbar, dass ich die Chance hatte, das vier Jahre meinen Haupterwerb nennen zu können.“ Schließlich habe er ja lange überhaupt mit der Idee gespielt, dass er das machen wolle. „Man kann nie mehr sagen mit 50: ich habe es nie probiert.“ Die Zauberei werde nie wirklich weggehen und Teil seines Lebens bleiben, sagt der 44-Jährige. Aktuell sei er einfach „dankbar, dass die Familie gesund ist, wir ein Dach über dem Kopf haben und die Heizung funktioniert.“ Es gebe immer einen Grund auf höchstem Niveau zu klagen, findet Velmer. Aber das relativiere sich alles, „wenn man bedenkt, dass Menschen draußen erfrieren, Kinder unter Zeltplanen leben.“ 

Es gebe viele Momente und Begegnungen in der Zauberei, die ihm in Erinnerung sind, die er mitnehme, sagt Tobias Velmer. Und es gebe Menschen, die angerufen haben und fragen: „Wie geht es Dir? Was machst Du? Wir wären froh, Dich wieder live zu sehen.“ Das baue ihn auf. „Wenn die Leute sich dran erinnern, kann man sagen: Es ist nicht nur dieses ‚man albert auf der Bühne rum.‘ Dann hat man einen Menschen wohl tiefer berührt.“ 

„450-Euro-Kräfte zählen zu den Hauptverlierern“

Im Zuge der Corona-Krise ist die Zahl der Minijobs im Kreis Kleve um sechs Prozent gesunken. Mitte vergangenen Jahres gab es rund 32.500 geringfügig entlohnte Arbeitsverhältnisse. Ein Jahr zuvor waren es noch 34.500. Besonders stark war der Rückgang im Gastgewerbe. In der Branche gingen binnen eines Jahres 845 Minijobs verloren – ein Minus von 19 Prozent. Das teilt die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) mit und beruft sich hierbei auf neueste Zahlen der Bundesagentur für Arbeit.

„450-Euro-Kräfte zählen zu den Hauptverlierern der Wirtschaftskrise. Sie haben bislang keinen Anspruch auf Kurzarbeitergeld, werden häufiger gekündigt und sind sozial kaum abgesichert“, sagt Hans-Jürgen Hufer, Geschäftsführer der NGG-Region Nordrhein. Die Statistik spiegele eine „enorme Unwucht“ auf dem heimischen Arbeitsmarkt wider. Während dank staatlicher Hilfen wie der Kurzarbeit die Zahl der sozialversicherungspflichtigen Stellen in der Region nahezu konstant geblieben sei, treffe die Pandemie prekär Beschäftigte besonders hart.

Nach dem Prinzip „Hire and Fire“ (Heuern und Feuern) lebten sie in ständiger Angst vor dem Verlust des Arbeitsplatzes. „Betroffen sind gerade Frauen, die eine 450-Euro-Stelle als Kellnerin oder Küchenhilfe oft als einzige Einnahmequelle haben. Auch für viele Studierende, die sich nebenher etwas hinzuverdienen, sind die Folgen des Jobverlustes dramatisch“, betont Hufer. 

Der Gewerkschafter kritisiert die Entlassungen, hat aber angesichts der historischen Krise Verständnis für die Lage der Hotels und Restaurants. „Das Problem ist vielmehr, dass die Politik durch abgabenfreie Minijobs schon seit Jahren falsche Anreize setzt. Es ist höchste Zeit, diese Stellen sozialversicherungspflichtig zu machen.“ Nur wenn Sozialabgaben, Kranken-, Pflege- und Rentenversicherungsbeiträge gezahlt würden, könnten Beschäftigte wirksam geschützt werden. Eine Heraufsetzung der Verdienstgrenze bei den Minijobs auf monatlich 600 Euro, wie sie derzeit Teile der Union fordern, gehe dagegen „in die völlig falsche Richtung“, so Hufer. Damit werde eine prekäre Beschäftigungsform weiter ausgebaut, statt sie einzudämmen. Nach Angaben des Deutschen Gewerkschaftsbundes würden durch eine Heraufsetzung bundesweit rund 470.000 Menschen mit regulären Stellen ungewollt zu Minijobbern. „Die Corona-Krise hat den Blick auf viele gesellschaftliche Probleme gelenkt. Dazu gehören die Minijobs. Die Politik muss hier arbeitsmarktpolitisch umsteuern“, fordert Hufer.  

Dinge, die es nicht überall gibt

Es war der 4. Februar 2011, als Anja Hummler mit Unterstützung ihres Ehemanns Andreas Gertzen den „Schauplatz“ in den Räumen an der Annastraße 21 eröffnete. Damals hielten die gebürtige Ratingerin, die gelernte Fotolaborantin und mehrfache deutsche Meisterin im Frauen-Eishockey ist, und der aus Sterkrade stammende gelernte Kfz-Mechaniker, der zudem Sozialpädagoge und „Seggs“-Bassist ist, nach einem Ladenlokal Ausschau, das 15 Minuten von ihrem Wohnsitz in Walbeck entfernt war. „Ich fand den Laden an der Annastraße ganz süß“, befand Hummler und so fiel die Entscheidung für Kevelaer einfach aus dem Bauch heraus. 

Das Paar hatte sich Jahre zuvor bei der Arbeit bei einem Projektentwickler in Ratingen kennen- und liebengelernt, sich dann im Projektmanagement selbstständig gemacht. Unter dem Label „BumbleBee­Bags“ hatte Anja Hummler angefangen, aus alten Schweizer Armee-Wolldecken Taschen zu gestalten und damit auf Kreativmärkte zu gehen. „Das war der Einstieg in die ,Droge‘“, sagt sie heute mit einem Schmunzeln. 

Daraus entstand die ungewöhnliche Idee, einen Laden aufzuziehen, in dem Hummler ihre eigenen Produkte verkauft – und auch die anderer Kreativer und im Kunsthandwerk Tätiger. „Wir haben 2011 als Fachvermietung angefangen, als eines der ersten Geschäfte in Deutschland, und haben Regalfläche vermietet“, sagt die 52-Jährige. „Von der Idee bis zur Eröffnung haben wir das in drei Monaten aus dem Boden gestampft.“ In den diversen Regalen fand sich ein breit aufgestelltes Sortiment, das vor allem kein Angebot „von der Stange“ sein sollte, sondern etwas Besonderes. Schmuck in jeglicher Form, Selbstgestricktes, aber auch Werke einer Weezer Künstlerin, Holzskulpturen aus Kevelaer und modische Accessoires aus München waren dort zu finden.

Zusammenarbeit mit kleinen Labels

„Wir haben da eine Nische bedient und wir konnten so kontinuierlich unseren Kundenkreis vergrößern“, freut sich Hummler, von der ihr Partner Andreas Gertzen sagt, dass sie „für jedes Problem einen Lösungsansatz parat hat und sehr hartnäckig ist“. Dafür könne er sich gut „in komplexe Themen reinfuchsen, gut mit Zahlen umgehen“ und bei einer Idee „immer den wunden Punkt finden“, sagt sie. So ergänzten sie sich als Team. Vor dreieinhalb Jahren erfolgte dann der Umzug in Egon Kammanns ehemalige Bäckerei an der Busmannstraße. „Dadurch hat der Laden nochmal an Qualität gewonnen“, sagt Hummler. Das Konzept, mit dem sie auf der Annastraße gestartet sind, stellten sie vorher schon ein. „Wir arbeiten jetzt mit kleinen Labels zusammen, die uns beliefern.“ Wichtiges Kriterium dabei ist aber nach wie vor, „dass es Produkte sind, die es so nicht überall gibt“. 

Das reicht von der Damen- und Kindermode aus eigener Herstellung – mit dem Label „wunderdinge“ als „Schauplatz“-Hausmarke – über ausgesuchte Wohnaccessoires aus Skandinavien oder warme Filzpantoffeln aus Dänemark bis zum ausgefallenen Schmuckstück. „Die Jagd nach Neuem, das macht einfach Spaß“, unterstreicht Anja Hummler. Gemeinsam versuchen sie, sich von Corona nicht ins Bockshorn jagen zu lassen. „Wir arbeiten viel im Lockdown“, sagt Hummler. Seit ein paar Jahren läuft der Onlineshop. „Das geht jetzt intensiver mit Abholen“, sagt sie. Die Kund*innen hätten den Laden mit ihren Bestellungen „auf dem Schirm“.

Und im letzten Jahr hätten überraschend viele „Tagesausflügler“ ihren Laden aufgesucht. „Viele sagten, sie wären zum ersten Mal in Kevelaer.“ Auf eine Wiederkehr hoffen Hummler und Gertzen, wenn der Lockdown vorbei ist. Sie produziere noch viel, habe auch wieder neue Produktfotos für das Netz fertiggestellt, erzählt die Geschäftsfrau. „Dafür ist jetzt mal Zeit.“

Für die Busmannstraße

Beide engagieren sich außerdem offensiv für die Händlergemeinschaft in der Busmannstraße, die „als Gemeinschaft 2020 sehr lebendig war“, wie sie übereinstimmend sagen. 2018 riefen sie die „Spätschicht“ ins Leben, die mit Livemusik und Foodtrucks zum Überraschungserfolg avancierte. Zwei Jahre später organisierten sie wegen Corona alternativ die „Late Night Shopping“-Abende in der Straße – und auch das funktionierte. „Es war nie übervoll, es herrschte eine schöne Atmosphäre, es wurde gut angenommen“, sagt Gertzen.

Wie lange sie mit ihren beiden Hunden hinter der Ecktheke ihren 80 Quadratmeter großen Laden noch weiterführen wollen, darüber zerbrechen sie sich nicht den Kopf „Ich habe nie weit in die Zukunft geplant, bin ein beweglicher Mensch“, sagt Hummler. „Ich hoffe noch auf den Lottogewinn und ein Haus in Kanada.“ Bis es soweit ist, „konzentrieren wir uns auf das, was geht“, sagt Gertzen. 

Die Zeichen standen auf Veränderung

Beinahe still und heimlich ging alles vonstatten. Nach einiger Vorbereitungszeit, vielen Formalien sowie einem Eignungsfeststellungsverfahren ist Christina Diehr seit dem 7. Januar 2021 offiziell die neue Schulleiterin des Kevelaerer Kardinal-von-Galen-Gymnasiums. Eine Feier war aufgrund der Corona-Pandemie nicht möglich, lediglich die Übergabe der Urkunde durch den verantwortlichen Dezernenten. Christina Diehr tritt damit die Nachfolge von Karl Hagedorn an, der im Sommer vergangenen Jahres pensioniert wurde. Als Diehr im Februar 2019 zunächst die Stelle als stellvertretende Schulleiterin am KvGG antrat, war es gar nicht ihr Plan, noch einen Schritt weiter zu gehen.

„Ich wollte lange Zeit Pastorin werden“, erzählt die 54-Jährige von ihren anfänglichen beruflichen Plänen und kann sich dabei ein Schmunzeln nicht verkneifen. „Ich habe dann aber gemerkt: Nee, das ist doch nichts für dich.“ Schlussendlich führte sie der Weg nach ihrem Abitur nach Essen für ein Lehramtsstudium – Englisch und Deutsch für die Sekundarstufen 1 und 2. Was folgte, war ein Referendariat an einem Essener Gymnasium und die Tätigkeit an einer Gesamtschule, bevor die Lehrerin nach Wesel ans Andreas-Vesalius-Gymnasium wechselte. 22 Jahre lang unterrichtete sie dort und konnte als Oberstufenkoordinatorin bereits Erfahrungen in der Verwaltung sammeln.

„Dann ist man irgendwann in einem Alter, in dem man sich fragt: Was machst du jetzt?“, schildert Diehr, die gebürtig aus Voerde am Niederrhein stammt und heute mit ihrem Mann in Geldern wohnt. Und während der Wunsch nach einer neuen Herausforderung in ihr aufkeimte, wurde am KvGG nach einer stellvertretenden Schulleitung gesucht. Nach einem „positiven ersten Eindruck“ der Einrichtung nahm Diehr die Stelle an. Die heute 54-Jährige war noch nicht lange in der Marienstadt tätig, als dann relativ schnell feststand, dass der damalige Schulleiter Karl Hagedorn bald in den Ruhestand gehen würde. Im Herbst 2019 sei nach ausgiebiger Beratung mit ihrem Mann, der als Schulleiter an einer Gelderner Schule tätig ist, sowie positivem Zuspruch aus dem Kollegium schließlich die Entscheidung gefallen, Hagedorns Nachfolge antreten zu wollten, erzählt Diehr. 

„Ich bereue es nicht. Ich habe gemerkt, ich fühle mich hier wohl.“ Das sei natürlich die Voraussetzung gewesen. Was das Kevelaerer Gymnasium für sie auszeichnet? Als besonders positiv empfinde sie die „große Bandbreite“ an der Schule. Es gebe eben nicht einen thematischen Schwerpunkt, um den sich alles dreht, stattdessen würden viele Bereiche abgedeckt. 

Sie möchte nicht aufs Unterrichten verzichten

Außerdem sei der Eindruck – den sie im Übrigen von der ganzen Stadt hat – dass alles sehr familiär ablaufe. Sie könne nicht nur auf ein engagiertes Kollegium, sondern auch auf die Eltern bauen. „Und diese Schule hat unfassbar nette Schülerinnen und Schüler“, was nicht selbstverständlich sei, berichtet die erfahrene Lehrkraft, die aktuell einen Englisch-Leistungskurs betreut und auch künftig nicht gänzlich auf das Unterrichten verzichten möchte. Ob sie durch ihren Positionswechsel damit rechnet, dass die Schüler*innen ihr im Unterricht künftig anders gegenübertreten? „Nein.“ Ein respektvoller Umgang sei immer das A und O, egal ob Schüler*in, Lehrkraft, Hausmeister oder Elternteil. „Und ich glaube nicht, dass sie bei mir mehr Hausaufgaben machen als bei den anderen“, sagt Diehr augenzwinkernd.

Dass sie heute auf dem „Chefsessel“ im KvGG sitzen würde, hätte sie vor zwei Jahren nicht gedacht, gesteht Diehr, die als Ausgleich in ihrer Freizeit gerne auf dem Golfplatz steht, verreist und Konzerte besucht. Die Geschicke der Schule leitet sie allerdings nicht erst seit dem 7. Januar, sondern seit der Pensionierung Hagedorns im Sommer. Und aktuell ist sie quasi „2 in 1“: Schulleitung und ihre eigene Stellvertretung. Denn Letztere gibt es derzeit am KvGG nicht. Das soll sich in naher Zukunft jedoch ändern.

Eigene Ideen ins Schulleben einfließen lassen

Einige wichtige Details sei sie im Vorfeld noch mit ihrem Vorgänger durchgegangen. „Vieles lernen Sie aber ‚on the Job‘ – das ist dann learning by doing.“ Letztlich sei es wichtig und auch gut so, eigene Vorgehensweisen in die Arbeit einfließen zu lassen. „Ich sehe auch keinen Nachteil darin, dass ich von außen komme“, betont die Schulleiterin. Das ermögliche ihr einen „neuen Blick“ auf die Schule. Man betrachte die Strukturen schlichtweg anders, wenn man noch nicht seit vielen Jahren in demselben System tätig ist.

Komplett „auf links drehen“ möchte Diehr das KvGG nicht. Veränderungen und Optimierungen soll es dennoch geben. Dazu zählt unter anderem das Vorantreiben der Digitalisierung. „Wie können wir Aspekte der Digitalität in den Unterricht einbringen?“, sei da eine zentrale Fragestellung. Vor allem die Corona-Pandemie habe hier viele neue Ansätze aufgezeigt. Außerdem stehe in Zusammenarbeit mit der Stadt die Weiterentwicklung des Schulgebäudes an – dafür brauche es weitreichende Planungen, auch aus pädagogischer Sicht. Weitere Ziele seien die Analyse und Optimierung der Kommunikationswege an der Schule, eine Verbesserung der Außendarstellung sowie die individuelle Förderung der Schüler*innen in Form von Vorbereitungskursen zum Abitur („Fit for Abi“), durch das Programm „Schüler helfen Schülern“ und weitere Förderungsangebote. Vieles sei auf einem guten Weg, könne aber an einigen Stellen überdacht, optimiert und erweitert werden, meint die Schulleiterin.

All das gelinge allerdings nicht in einem Alleingang. „Man kann es nur gemeinsam schaffen“, sagt die Schulleiterin, die auch nach mehr als zwei Jahrzehnten immer noch sichtlich glücklich über ihre Berufswahl scheint. „Es ist ein sinnvoller Beruf. Dieser Beruf kann einen erfüllen und einem unglaublich viel Spaß machen.“