Beiträge

Der neue gestaltete Spielplatz am Heisterpoort wurde eingeweiht

Eine zweite Burg für Kervenheim

Stolz und zufrieden präsentierten Dominik Pichler, der Kervenheimer Ortsvorsteher Martin Brandts, einer der Sponsoren des Projekts und die Mitglieder der Spielplatzkommission das neu errichtete Spielgerät auf dem Kinderspielplatz am Heisterpoort.

Der Kinderlauftreff forderte die Erwachsenen mit einer Lauf-Challenge heraus

Klein gegen Groß bei Viktoria Winnekendonk

Getreu dem Motto der Fernsehsendung „Klein gegen Groß – Das unglaubliche Duell“ forderten die beiden Kinderlauftreffgruppen des SV Viktoria Winnekendonk den Erwachsenenlauftreff zu einer Lauf-Challenge heraus.

Noch keine Entscheidung über die Elternbeiträge für Februar 2021

In Folge des eingeschränkten Pandemiebetriebes in den Kindertagesstätten, der Kindertagespflege und der Offenen Ganztagsschule ist auf die Erhebung der Elternbeiträge für den Januar verzichtet worden.

Für den Februar hat das Land NRW noch keine Entscheidung über eine Beitragsbefreiung von den Elternbeiträgen getroffen. Die kommunalen Spitzenverbände verhandeln zurzeit mit dem Land über die Erhebung der Elternbeiträge für Februar.

Die Wallfahrtsstadt Kevelaer werde deshalb – bis zur Entscheidung durch das Land – darauf verzichten, die Beiträge für die Monate Februar und März 2021 einzuziehen, heißt es in einer Pressemitteilung vom 25. Februar 2021 aus dem Büro des Bürgermeisters.

Ob und in welchem Umfang die Elternbeiträge für die Monate zu entrichten seien, werde – nach der Entscheidung des Landes – durch die politischen Beschlüsse vor Ort entschieden.

Sobald nähere Informationen hierzu vorliegen, will die Wallfahrtsstadt Kevelaer hierüber die Eltern informieren.

Zu wenig Anerkennung

Die wichtigste Information hatte Fachbereichsleiter Ulrich Berns in seinem Verwaltungsbericht gleich zu Beginn der Sitzung des Jugendhilfeausschusses am vergangenen Donnerstag: Aufgrund von Corona-Infektionen sind die beiden Kindergärten St. Marien und der Huberts-Kindergarten aktuell geschlossen. Der Ausschuss gab von seiner Seite dann grünes Licht für den Haushaltsentwurf des Jugendhilfeetats 2021 - bei zwei Enthaltungen der Grünen, die das damit begründeten, dass die Partei seit Jahren für das grundsätzliche Aussetzen von Kitagebühren eintrete. 

Kinderschutzfachkraft

Die Kosten für die Heimunterbringung seien sehr hoch, man solle Streetworker einstellen, um über Prävention Kosten zu senken, regte Stefanie Zielke (SPD) an. Die Fraktion habe einen entsprechenden Antrag gestellt, stellte der Ausschussvorsitzende Jens Auerbach klar. Die 2,5 Stellen im Haushalt 2021 kämen von den Schulsozialarbeitern am Schulzentrum und der halben Stelle im „Kompass“, die im vergangenen Jahr vom Ausschuss beschlossen worden sind, meinte Ulrich Berns auf eine Anfrage der CDU später. 

Einen kurzen Diskurs gab es dann zum Antrag der CDU-Fraktion für ein institutionelles Schutzkonzept zur Prävention gegen sexualisierte Gewalt und Missbrauch von Kindern und Jugendlichen. Das Thema sei wichtig, sexualisierte Gewalt gegen Kinder in den Medien „omnipräsent“, lobte Martin Brandts (CDU) die Verwaltung dafür, dass sie in ihren Ausführungen dargelegt habe, dass dies kein neues Thema sei. Dort wurde unter anderem auf die Vereinspflicht zur Überprüfung eines erweiterten Führungszeugnisses seit 2012 hingewiesen. Auch Jugendamtsleiterin Ingrid Brams verwies auf die Kinderschutzfachkraft, die von allen Einrichtungen, Institutionen und Vereinen anonym angesprochen werden kann.

In der Umsetzung seien die Vereine und Institutionen jedoch noch nicht so weit. Jeder Verein sollte dazu ein Konzept umsetzen, so Brandts. Eine Fachgruppe beschäftige sich mit einer solchen Arbeitshilfe, könne aber wegen der Pandemie schlecht tagen, scheute sich Fachbereichsleiter Berns, einen festen Termin für die Vorlage des Papiers zu benennen. „Ein erster Entwurf ist zumindestens 2021 angedacht.“

Beiträge anpassen und aufbessern

Ausführlich diskutiert wurde die neue Satzung zur Förderung von Kindertagespflege, deren Empfehlung an den Rat formal in der kommenden Sitzung verabschiedet werden soll. Bisher habe es nur eine Richtlinie dazu gegeben. Eine Satzung habe eine klare Rechtsbindung und Außenwirkung, sagte der Ausschussvorsitzende Jens Auerbach (FDP). „Da hat man dann ein Handwerkszeug zur Hand, das dann bindend ist.“ Auch finanziell würden die Beiträge „angepasst und aufgebessert“ . Das sei so auch schon im Haushaltsentwurf enthalten. 

Das Kinderbildungsgesetz habe sich grundlegend geändert, führte Jugendamtsleiterin Ingrid Brams aus. In der neuen Satzung seien nicht nur Rechte und Pflichten der Tagespflegemütter, sondern der Eltern und auch wann die Kinder in Tagespflege gehen, dargelegt. Die Löhne sollen jährlich steigen, sagte sie. Auch fünf Stunden pro Jahr seien für die Fortbildungen seitens der Tagesmütter vorgesehen.

Katja Plenzdorf-Weber (SPD) regte an, das Entgelt für die Tagespflege noch anzuheben, da es „in keinem Verhältnis zu den Anforderungen“ stehe. Kevelaer liege da im Vergleich zu anderen Kommunen beim Entgelt „deutlich drunter“.  Für die CDU begrüßte Martin Brandts die Satzungsform. So gebe es klare Spielregeln. 

Auf seine Frage, wonach das Jugendamt entscheide und ob es über eine Pauschale oder über Stunden abrechne, entgegnete Jugendamtsleiterin Ingrid Brams, bisher habe es nur Pauschalen gegeben. Aber es habe Schwierigkeiten bei Vertretungsfällen gegeben, wieviele Stunden da übernommen werden und unterschiedliche Angaben von Eltern und Müttern. „Wir wollen aber grundsätzlich Pauschalen“, sagte sie. In der Bürgerfragestunde hatte eine Kindertagesmutter Kritik an den Sachaufwendungen geübt, die „keine Anerkennung“ und sachgerechte Vergütung darstellten.

Betrunkener Autofahrer kollidiert mit zwei Kindern

Ein alkoholisierter Autofahrer kam am Samstagnachmittag, 23. Januar 2021, gegen 17.50 Uhr beim Abbiegen von der Straße Am Mühlenkamp auf den Brunefeldsweg von der Fahrbahn ab und touchierte zwei auf dem Gehweg fahrende Kinder. Der 43-jährige Mann aus Kevelaer war mit seinem Renault Koleos auf der Straße Am Mühlenkamp unterwegs, als er nach rechts in den Brunefeldsweg abbog. Beim Abbiegen fuhr er auf den gegenüberliegenden Gehweg, auf dem gerade zwei Kinder mit dem Rad unterwegs waren.

Die beiden sieben und acht Jahre alten Kinder stürzten, wobei sich das sieben Jahre alte Kind leicht verletzte. Ihre Eltern, die auf der Straße fuhren, wurden Zeuge des Unfalls. In der Atemluft des 43-Jährigen konnten die Beamten Alkoholgeruch feststellen, so dass dem Fahrer auf der Polizeiwache eine Blutprobe entnommen wurde. Weiterhin stellten die Polizisten den Führerschein sicher und leiteten ein Ermittlungsverfahren ein.

„Liebe Grüße an den Vater“

Die Tradition des Christkindbriefes in Kevelaer reicht einige Jahre zurück. „Irgendwann Ende der 70er-Jahre gab es mal ein gebundenes Buch des Otto-Versandes mit einer Malvorlage für den Wunschbrief – und dann konnten die Kinder das da hinschicken“, erzählt Andrea Hoenselaer, die den Job als „Christkind“ in der Verwaltung schon seit 28 Jahren macht. Das Buch gebe es schon lange nicht mehr, den Brief aber schon. „Und vor gut 25 Jahren gab es dann für die Briefe den Briefkasten am Krippenmarkt. Das hat immer sehr viel Zulauf gehabt.“

Den Zulauf gibt es in etwas geringerem Umfang immer noch, aber angesichts des ausgefallenen Advents- und Krippenmarktes und der Corona-Pandemie musste man nach einer anderen Lösung suchen. „Dann haben wir diesen schönen, nostalgischen, roten Briefkasten gekauft.“ Der steht  direkt vor dem Büro des Tourismusbüros am Rathaus. „Die Briefe sind teilweise frankiert, aber die meisten werden von den Familien oder den Kindern eingeworfen“, sagt Hoenselaer. Und es gebe einige Email-Anfragen über christkind@kevelaer.de. Die Familien kämen hauptsächlich aus Kevelaer und der Umgebung. „Oft ist es auch die Großmutter, die was einwirft“, erzählt Andrea Hoenselaer. „Die Briefe gingen teilweise sogar zurück bis nach Hamburg.“

Bis zum 23. Dezember war ein Einwurf möglich. „Das, was da reinkommt, das beantworten wir auf jeden Fall. Ich habe auch schon mal nach Weihnachten Sachen notfalls in die Post gegeben.“ Durchgezählt hatte sie den Umfang vor einer Woche noch nicht. „Ungefähr hundert“, war zu diesem Zeitpunkt ihre Schätzung.

Persönliche Antworten

Natürlich gebe man sich Mühe, die Briefe entsprechend kindgerecht zu beantworten. „Je nachdem was drinsteht, antworten wir digital oder wir schreiben selber, damit es natürlich noch persönlicher ist.“ Dabei versuche man, sich etwas einfallen zu lassen. Da ist dann auch mal eine Bastelanleitung mit QR-Code dabei – gerade für die Corona-Zeit, in der die Familien viel daheim sind. Tragisch sei allerdings, dass viele Kinder ihre Adressen vergessen würden. Das führe dazu, dass sie keine Antwort des „Christkindes“ erhalten. „Da sind wir auch selber dann mit ein Stück traurig. Die warten ja auch darauf.“

Was sie immer wieder begeistere, ist die Tatsache, wie aufwendig die Briefe teilweise gebastelt wurden. „Die schönsten Motive sind die, die man nicht erkennen kann, weil die soviel Fantasie haben“, sagt Hoenselaer. Ganz häufig findet sich das Engelmotiv auf den Botschaften. Man lege selbst Wert darauf, da als „Christkind“ persönlich zu antworten. „Wir sind eine Wallfahrtsstadt und möchten die Geschichte des Christkindes weiter aufleben lassen.“ Was man in diesem Jahr deutlich bemerke, sei, dass die Kinder mehr Zeit haben. Und die Pandemie ist in den Christkind-Briefen allgegenwärtig. „Ich habe dich lieb, hoffe, dass Corona bald weg ist, dass ich meine Freundin Sophia sehen kann“, heißt es in einem der Schreiben. Oder man kann dort auch lesen: „Ich wünsche mir zu Weihnachten, dass alle in meiner Familie gesund bleiben“ und man „Heiligabend mit der Familie“ hat. „Das steht weit vor den materiellen Wünschen, das ist ganz deutlich.“

„Passt auf euch auf“

Natürlich denken die Kinder auch an das Christkind selbst. „Liebes Christkind, bleib gesund“, findet sich in einem der Schreiben. Und immer wieder lese man so schöne Sätze wie „Wie geht es euch im Himmel?“ oder „Passt auf euch auf“ – in dem Bewusstsein, dass das Christkind bald auf die Erde zum Geschenkeverteilen kommt. Als Spielzeuge würden „Klassiker“ wie Lego, Playmobil, Nintendo oder PC-Spiele gewünscht, selten Handys.

In den Briefen selbst verbergen sich unzählige kleine, anrührende und persönlich sehr bewegende Geschichten. „Ein Kind von neun Jahren hat geschrieben: ‚Schicke doch auch einen Gruß an unsere Hilde, die so viel für uns tut.‘ Da hat Hilde eine Antwort dazu bekommen“, erzählt die Verwaltungsmitarbeiterin. Es komme häufig vor, dass die Kinder einfach nicht nur an sich denken würden. „Sie denken an ihre Geschwister – oder wie hier, auch an Hilde.“

„Ein kleiner Brieffreund, der vor ein paar Jahren seinen Vater verloren hat, schreibt an das Christkind: ‚Liebe Grüße an den Vater‘ und möchte mitbekommen, ob der Vater auf ihn stolz ist und ob er alles mitkriegt“, erzählt Hoenselaer. Solche Geschichten treffen sie persönlich sehr. „Diese Geschichte kenne ich ein bisschen, aber man ist immer erstmal gerührt. Man spürt, der Gedanke ist beim Vater. (…) Da muss man erstmal selbst durchatmen. Und das freut einen, dass da das Vertrauen zum Christkind da ist.“ Im vergangenen Jahr habe das Kind zum ersten Mal selbst einen Brief ans Christkind geschrieben. „Ich habe den Brief sofort Papa gezeigt, der war ganz stolz“ – so ungefähr lautete die Antwort. Eine persönliche Ansprache sei wichtig, meint Hoenselaer. Den Rest könne man sicher allgemein gestalten, weil man den Kindern ein Stück Fröhlichkeit mitgeben wolle. „Da muss man eine Mischung finden. Das ist nicht so leicht, aber ich hoffe, ich habe das die letzten Jahre über immer hinbekommen.“

Die Antworten sollen berühren

Briefe von Erwachsenen, die alleine sind – ja, die gebe es auch mal. „Aber so als ‚Sorgenbrief‘ habe ich wenig in diesem Jahr bekommen“, sagt Hoenselaer. Entscheidend sei, dass sie den Adressaten mit den Antworten etwas mitgeben kann. „Eine Mutter berichtete, dass ihr Sohn derart fasziniert war, als sie ihm den Brief vorlas, dass es ihn ganz zufrieden gemacht hat. Der hat da gesessen, zugehört und nur gelächelt. Und dann habe ich das erreicht, was ich erreichen wollte.“ 

Auch das Christkind wird oft reichlich beschenkt. „Ich kriege die vielen guten Wünsche, die Bilder. Manche stecken auch Süßigkeiten in die Umschläge, basteln, kleben was auf. Ein Kind hat Törchen zum Aufklappen gebastelt.“ Nach 28 Jahren als „Christkind“ kann sich Andrea Hoenselaer nicht vorstellen, diese Aufgabe mal nicht zu machen. Für diese besondere Aufgabe – aber nicht nur dafür – sei eines sehr wichtig. „Wir müssen ein Stück weit noch Kind bleiben, sonst werden wir in dieser Welt nicht weit kommen.“ Und das oberste Gebot bleibe auch in Zukunft, „dass die Kinder so glücklich sind, wie es nur geht.“ 

Selbst will sie dazu so lange beitragen, wie es möglich ist – und am liebsten gar nicht aufhören. „Wenn es so wäre, ist es der Lauf der Zeit. Aber ich werde da immer meine Finger mit im Spiel haben.“

KB-Vorlesevideos für Kinder zum Weihnachtsfest

Vieles ist am diesjährigen Weihnachtsfest anders als sonst: Familienfeiern fallen aus, Restaurantbesuche sind nicht möglich und die Kontakte werden genau durchdacht. Eine Sache allerdings, die bleibt auch an Weihnachten in Pandemie-Zeiten gleich: die Weihnachtsgeschichte. Während diese sonst in den zahlreichen (Kinder-)Gottesdiensten in den Kirchen der Wallfahrtsstadt durch Lesungen und Krippenspiele vermittelt wird, fällt auch das in diesem Jahr weg. Manchmal allerdings bedarf es nur ganz einfacher Mittel, um kreative Lösungen zu finden. Das Kevelaerer Blatt hat gemeinsam mit dem Kevelaerer Gottfried Mülders als Vorleser drei Videos aufgenommen – mit kindgerechten Kurzgeschichten rund um Weihnachten.

Dass das gemeinsame Lesen mit Kindern eine erhaltenswerte Tradition ist, da ist sich Gottfried Mülders sicher. Er hatte bereits im vergangenen Jahr vorgeschlagen, am Advents- und Krippenmarkt, den er selbst mit organisiert, Vorleseaktionen zu machen. Aus organisatorischen Gründen kam das Ganze allerdings nicht zustande. Darum freut es den Kevelaerer umso mehr, dass er in diesem Jahr mit seinen Geschichten im Videoformat dem einen oder anderen Kind hoffentlich ein Lächeln ins Gesicht zaubern kann. 

Bei seinen Enkelkindern Johanna und Moritz kamen die Weihnachtsgeschichten von Gottfried Mülders schon mal gut an. Foto: KB

Vor allem in Zeiten der Digitalisierung werde in vielen Familien immer weniger mit den Kindern gelesen. „Das ist eine ganz traurige Entwicklung“, sagt Mülders. Natürlich habe das Smartphone auch gute Facetten, es sei einfach „Fluch und Segen zugleich“. Denn auch am besinnlichen Weihnachtsfest sind die Mobilgeräte in vielen Familien im Dauereinsatz.

Zumindest in diesem Jahr würde das KB-Team sich freuen, wenn das auch so bleibt. Allerdings in Maßen. Denn online gibt’s an Heiligabend (15 Uhr) sowie am ersten und zweiten Weihnachtstag (11 Uhr) jeweils ein Video mit einer weihnachtlichen Kurzgeschichte in maximal zehn Minuten Länge. Wenn Papa sich also gerade um die Weihnachtsgans, den Kartoffelsalat oder andere Leckereien kümmert und Mama den Tisch deckt, können die Kleinen sich anhören, was damals eigentlich an Weihnachten so passiert ist.

Die Videos werden auf der KB-Facebookseite, auf unserer Website unter www.kevelaerer-blatt.de/mediathek sowie auf YouTube unter bit.ly/3rbKFhL veröffentlicht.

Ein kleiner Hauch von Weihnachten

Aus den Boxen schallten Ohrwürmer wie „Feliz navidad“, Farblichter flackerten an den Häuserwänden und viele Türen öffneten sich, um den ungewöhnlichen Besuch mit seinen Süßigkeiten und Mandarinen zu begrüßen. Nils Dahlmann, sein Bruder Timo und Vater Friedel hatten sich am Sonntagnachmittag auf den Weg gemacht, um den Menschen in Winnekendonk eine außergewöhnliche Freude zu bereiten.

„Die Idee kam von mir“, gestand Nils Dahlmann, bevor die Tour  mit einem weihnachtlich geschmückten Handkarren losging. „Die aktuelle Situation und die Einschränkungen machen jeden ein bisschen traurig, weil Weihnachten sonst was anderes ist – mit Freunden zusammenkommen, möglichst viele Leute treffen und ausgelassen sein“, meinte er. „Ob auf Weihnachtsmärkten oder privat – das geht alles nicht. Mich hat das persönlich sehr mitgenommen, wie Weihnachten in Coronazeiten untergeht. Und da saß ich letztens hier bei meinem Vater, hab ihm das erzählt. Und da Papa auch karnevalistisch aktiv ist, ein sozialer Mensch und handwerklich begabt ist, haben wir dann zusammen überlegt.“

Sein Vater Friedel hatte einen kleinen Karnevalswagen für den Zweck umgestaltet. „Der steht bei uns immer rum, da kam ein bisschen Grün dran, dazu die Musik und Lichter. Wir fahren einfach nur, um den Kindern was zu geben und den Leuten die frohe Botschaft zu bringen.“ Sohn Timo ging als Helfer mit. Die Süßigkeiten und die Mandarinen kamen von einem Spender, der nicht genannt werden wollte.

Willkommene Abwechslung

Zu dritt zogen sie mit dem Wagen, Maske, Weihnachtsmütze und guter Laune durch die Ortschaft, verteilten die Spenden an die Kinder, beleuchteten die Häuserwände. „Wir sind extra wegen des Wagens gucken gekommen – das ist ein Kollege vom Tennisverein“, freute sich ein Ehepaar über die willkommene Abwechslung für alle. „Das ist eine gute Idee. Und vor allem ist das was anderes als dieses ewige Corona.“

Dirk und Daniela aus Krefeld-Hüls hatten gerade ihren Vater besucht. „Super, wenn wir uns schon nicht überall treffen können“, waren sie sich einig. Die beiden hatten sich bewusst auf die Suche nach dem Weihnachtswagen gemacht. „Und ‚Last Christmas‘ geht immer – auch nach gefühlten 86 Jahren“, meinte der Krefelder lachend.

Einen Tropfen zur Stärkung gab‘s auch. Foto: AF

Am Heiligenweg 10 gab es „zur Belohnung“ von Ulrich Völlings ein kleines Gläschen. „Eine gute Idee, total gut gemacht. Und dafür ist die Familie Dahlmann bekannt, die lassen sich immer kreativ was einfallen“, befand der Vorsitzende des Winnekendonker Martinskomitees.

Und selbst war dem engagierten Trio die Rührung über das Erlebte des Nachmittags deutlich anzusehen. „Es war wunderbar. Die Kinder haben gestrahlt. Die Eltern, die waren begeistert. Da kamen einem selbst die Tränen“, meinte Friedel Dahlmann. „Dass das so emotional wird, hätte ich auch nicht gedacht. Ich hatte auch ein paar Tränchen in den Augen“, bestätigte sein Sohn Timo. Und auch Nils Dahlmann fand die Aktion sehr gelungen. „Dadurch, dass wir das vorher über Facebook angekündigt haben, haben wir den einen oder anderen aus dem Haus bekommen. Alle haben sich an die Regeln gehalten – und die Kinder haben sich richtig über die Mandarinen und die Süßigkeiten gefreut. Da ging einem das Herz auf in dieser blöden Weihnachtszeit.“

Anmeldungen für den Mittagstreff beginnen im Januar

Der Mittagstreff der Wallfahrtsstadt Kevelaer, eine Betreuungseinrichtung für Kinder des fünften bis zehnten Schuljahres, nimmt ab dem 4. Januar 2021 Anmeldungen für das neue und auch noch für das laufende Schuljahr entgegen. Nach dem Wechsel von der Grundschule in eine der weiterführenden Schulen sind viele Eltern auf Betreuungsangebote für ihre Kinder am Nachmittag, an schulfreien Tagen oder in den Ferien angewiesen. Der Mittagstreff und das Jugendzentrum Kompass bieten direkt am Schulzentrum seit Jahren eine solche Möglichkeit. Den Kindern und Jugendlichen wird eine Anlaufstelle geboten, in der sie die nötige Versorgung, Betreuung, sinnvolle Beschäftigung sowie soziale und schulische Förderung vorfinden.

„Durch die Einbindung der Kinder und Jugendlichen in die Planung der Freizeit- und Ferienangebote soll erreicht werden, dass sie sich wohl fühlen und gerne in die Einrichtung kommen. Die schulischen Leistungen sollen ebenso gefördert werden wie die Entwicklung von sozialen Kompetenzen, wozu Toleranz, Respekt, soziales Handeln und Denken, das Aufzeigen gewaltfreier Konfliktlösungen und Vermittlung von Regeln und Werten zu zählen sind“, erklären die Verantwortlichen der Einrichtung.

Verpflegung über das SOS Kinderdorf

Die Kinder besuchen die Einrichtung nach der Schule und können dort, je nach Absprache mit den Erziehungsberechtigten, bis 17 Uhr betreut werden. An schulfreien Tagen und in den Ferien ist bereits ab 8 Uhr geöffnet, die Verpflegung der Kinder wird über den Betreiber der benachbarten Mensa, das SOS Kinderdorf, gewährleistet.

Da genügend Räume zur Verfügung stehen, kann aktuell in Kleingruppen unter Einhaltung aller Hygiene- und Abstandsregeln gearbeitet werden. Zum Kennenlernen der Einrichtung werden unverbindliche Schnuppertage angeboten, Termine können telefonisch abgesprochen werden. Ansprechpartner sind Stefanie Hähn bzw. Holger van Elten, Tel. 02832-951710.   

Kinder übergaben Päckchen und schmückten Bäume

Das Familienzentrum Sternschnuppe der Lebenshilfe Gelderland gGmbH hat die Weihnachtspäckchenaktion der Tafel in Kevelaer tatkräftig unterstützt (das KB berichtete). In der Kindertageseinrichtung Sternschnuppe wurde nach St. Martin eine Spendenaktion organisiert. Viele Eltern haben Weihnachtspäckchen für bedürftige Familien gepackt und abgegeben. Mit viel Eifer unterstützten die Vorschulkinder den Transport der liebevoll verpackten Päckchen und übergaben sie schließlich den Mitarbeiterinnen der Tafel.

Die Kevelaerer Tafel durfte sich über einige Päckchen freuen. Foto: privat

Auch in der Kevelaerer Innenstadt engagierten sich die Kinder. Einige von ihnen verschönerten zwei Tannenbäume auf der Busmannstraße in Kevelaer. Benedikt Mayer, Optiker auf der Busmannstraße, hatte die Sternschnuppenkinder eingeladen, die Tannenbäume vor seinem Geschäft zu schmücken. So wurde in der Weihnachtswerkstatt der Kindertageseinrichtung fleißig Weihnachtsschmuck hergestellt. Die gebastelten Sterne, Herzen, Glocken und Co. hängten die Kinder mit viel Liebe und Spaß in die bereitgestellten Tannenbäume. Als Dankeschön erhielt jedes Kind von Benedikt Mayer Stabkerzen mit dem neuen Kevelaerer Logo.