Heute, Mechel, ist Gründonnerstag. Wusstest du eigentlich, dass der Name nichts mit der Farbe „Grün“ zu tun hat? Früher hieß dieser Tag „Grein-Donnerstag“, und „greinen“ bedeutet „weinen“.

Am Palmsonntag noch hatte das Volk Jesus mit Palmzweigen zugejubelt. Palmen sind aber nun mal in unserer Gegend nicht heimisch, und deshalb nehmen die Leute hier Buchsbaumzweige und lassen sie in der Kirche mit Weihwasser segnen.

Von diesem „Palmstruk“ werden dann kleine Zweiglein genommen, die in den Häusern hinter die Wandkreuze gesteckt werden.
Früher gab es in vielen Häusern auch noch kleine Weihwasserbecken, an denen man ebenso den Palmzweig austauschte.

Für die Kinder gibt es dann den „Palmmösch“, einen Kranz, den die Bäcker aus Weißbrot backen, mit einem Vogel darin. Der wird dann auf einen Stab gesteckt, der mit Buchsbaum und bunten Bändern verziert wird.

Früher war das eine besondere Freude, heutzutage sind aber schon längst die Geschäfte mit Ostereiern und Osterhasen so überladen, dass ich fürchte, dass so ein „Palmmösch“ an Bedeutung verliert.

Am Gründonnerstag findet in der Feier des letzten Abendmahles auch die traditionelle Fußwaschung statt. So wie damals…