Jetzt, Mechel, ist es wieder soweit: Endlich können wir die Fahrräder wieder aus der Garage holen. Das war aber auch eine lange Durststrecke, die wir da hinter uns haben. Winter konnten wir das ja nicht nennen, es war nicht kalt, aber alles grau und nass. Usselig nennt das der Niederrheiner.

Aber nun müssen die Drahtesel erst mal wieder auf Vordermann gebracht werden. (Nein, gendern tue ich nicht! „Vorderfrau“? Ehrlich, das finde ich Quatsch. Da habe ich doch gleich mal in meinem Duden nachgeschaut: „gendern“ heißt, das „Gender-Mainstreaming“ anwenden. Armes Deutschland, deine Sprache!)

Für mich ist Fahrrad putzen immer noch Männersache und ich weiß, dass du da ausnahmsweise mal nichts dagegen hast. Also, als Erstes das Gefährt auf den Kopf stellen und dann mit dem Lappen Felgen und Rahmen putzen. Die Chromfelgen und die Fahrradlampe werden gewienert, bis sie in neuem Glanz erstrahlen. Ein Tropfen Öl auf die beweglichen Teile kann nicht schaden. Sind die Fahrradmäntel noch in Ordnung? Dann ran an die Luftpumpe, das stärkt die Muckis!

Nun nur noch ein wenig Sonnenschein und die erste Probefahrt kann losgehen.

Weißt du noch, Mechel, wie wir vor Jahren in Keylaer unterwegs waren und uns eine alte Frau auf einmal zügig überholte? „Die ist aber noch gut drauf für ihr Alter!…