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Hamborner Abt Albert Dölken eröffnete die Wallfahrtszeit

Gott und den Menschen die Türen öffnen

„Öffnen wir unsere Herzen, so wie wir diese Tür öffnen werden.” Mit diesen Worten von Wallfahrtsrektor Domkapitular Gregor Kauling und drei Hammerschlägen von Abt Albert Dölken OPraem aus Duisburg-Hamborn gegen das Pilgerportal der Basilika wurde die  Wallfahrtssaison eröffnet.

St. Marien ist auf die Wallfahrt 2021 in Kevelaer gut vorbereitet

„Atme in uns, heiliger Geist“

Wenn Rainer Killich auf das Pilgerjahr 2020 zurückblickt, schaut er auf ein Jahr, das der Kevelaerer Wallfahrt in Sachen Kreativität und Improvisation wegen Corona eine Menge abverlangt hat.

Geistliche Impulse von Dr. Bastian Rütten, musikalische Impressionen von Romano Giefer und René Perler

Musikalische Meditation zur Wallfahrtseröffnung

Das traditionelle Konzert anlässlich der Wallfahrtseröffnung kann in diesem Jahr coronabedingt nicht stattfinden. Zu geistlichen Impulsen von Dr. Bastian Rütten werden der Schweizer Bassbariton René Perler begleitet von Romano Giefer an der Seifert-Orgel aber einige Auszüge ihrer neuen CD „Wallfahrt nach Kevelaer“ vorstellen.

Festhochamt mit Prälat Albert Thomas Dölken OPraem

Abt von Hamborn eröffnet Wallfahrtszeit in Kevelaer

Der Abt der Prämonstratenserabtei Hamborn, Prälat Albert Thomas Dölken OPraem, eröffnet am Samstag, 1. Mai 2021, die diesjährige Kevelaerer Wallfahrtszeit, die unter dem Leitgedanken „Atme in mir, Heiliger Geist“ stehen wird.

Virtueller „Tag der Landeskunde“ sollte ursprünglich in Kevelaer stattfinden

Wissenswertes über die Region und die Wallfahrtsstadt

Der erste „Tag der Landeskunde” 2020 in Bonn war bereits Corona zum Opfer gefallen. Der zweite Anlauf jetzt konnte leider auch nicht in Kevelaer stattfinden. „Wie gerne wären wir jetzt dort im kulturhistorischen Museum mitten im Zentrum der Stadt. Aber wir können nicht so, wie wir wollen.“

Kevelaerer Wallfahrt wird auf Streaming-Plattform gezeigt

Schwedischer Stummfilm bei „netflix“ zu sehen

Schon seine Aufführung in der Basilika, damals musikalisch von Elmar Lehnen und interpretatorisch von Dr. Bastian Rütten begleitet, war interessant. „Die Wallfahrt nach Kevelaer“, ein 1921 veröffentlichter schwedischer Stummfilm, war 2019 dort gezeigt worden. Nun gibt es ihn auch auf netflix zu sehen.

Die traditionelle Tagung erfolgt am Samstag virtuell. Doch die Teilnehmer*innen erhalten auch ein analoges Erinnerungspaket

Ganz Kevelaer denkt an die Pilgerleiter*innen

180 Pilgerleiter*innen wären eigentlich am Samstag, 27. März, zur Pilgerleiter*innentagung in der Wallfahrtsstadt zu Gast. Da das aufgrund der Pandemie nicht möglich sein wird, kommt Kevelaer nun zu ihnen nach Hause.

Erinnerungstafel in Veldener Kirche

Die Jubiläums-Wallfahrt der Veldenpilger zum Hl. Andreas nach Velden konnte coronabedingt am 1. Advent nicht stattfinden. Als Erinnerung an das 450-jährige Bestehen brachten Vorstandsmitglieder der Pilgergruppe, Jörg Blumenkemper und Theo Boetselaars, in der St. Andreas-Kerk im Beisein des Veldener Pastors Carl Müller und des Veldener Pilgerbetreuers Hay Lucassen eine Erinnerungstafel aus belgischem Granit an. Sie soll auch ein Zeichen für die gute und freundschaftliche Verbindung der Pilger mit der Veldener Gemeinde sein.

Wallfahrt der Karnevalisten wurde jetzt abgesagt

In einem Schreiben an alle betroffenen Vereine wendet sich der Verein zur Förderung des Rosenmontagszuges Blau Gold Kevelaer an die Karnevalsfans. Darin heißt es:

„Durch die neuen Bestimmungen der Bundesregierung (…) und aufgrund der massiv steigenden Infektionszahlen sowie der jetzt schon unter der Gefährdungsstufe 2 geltenden Einschränkungen haben wir uns schweren Herzens entschieden, die Wallfahrt der Karnevalisten am 8. November abzusagen. Nach heutigem Stand ist auch zu befürchten, dass sich die Situation in den nächsten Tagen noch verschärfen wird. Eine Umsetzung der Vorgaben halten wir leider für nicht möglich. Der gesamte Vorstand vom VFR Blau-Gold hofft auf Euer Verständnis. Wir hoffen, dass Ihr alle und eure Familien und Freunde Gesund durch die nächsten Monate kommt. Im nächsten Jahr würden wir uns freuen, Euch alle wohlbehalten auf unserer Wallfahrt anzutreffen.

Mit freundlichen Grüßen und einem Dreifachen Kävele Helau.
Elke Schumacher
VFR-Blau-Gold Kevelaer“

Ergänzend dazu teilt Schriftführer Helmut Baers mit, am 8. November werde per Video ein Grußwort veröffentlicht. Zudem könnten die Wallfahrt-Pins per Mail bestellt, oder im Frisörladen von Michael Schumacher erworben werden.

„Hilfe und Trost in der Begegnung mit dem Heiligen“

Dieses Jahr waren die Basilika und der Kapellenplatz nicht wie sonst voller Pilger, als am Fest Allerheiligen die Pilgerpforte und damit die Wallfahrtssaison geschlossen wurde.

Auch von der Bruderschaft der Consolatrix Afflictorum und von der Kompturei der Ritter vom heiligen Grab Duisburg kam nur eine kleine Abordnung, die den liturgischen Ein- und Auszug begleitete. Auch musikalisch gab es statt dem vollen Basilikachor und -orchester nur eine kleine Auswahl von Sängern, die unter Leitung von Romano Giefer und unter Orgelbegleitung die lateinische Messe von Josef Pembaur aufführten. In der Marienbasilika reichten für die Teilnehmer die 150 vorgegebenen Sitzplätze. Niemand musste stehen.

Heilige mit Hand und Fuß

Weihbischof Karl Borsch, der aus Aachen gekommen war, ging in seiner Predigt auf Heiligkeit ein: „Heilig ist, wer zu Gott gehört. Gott heiligt uns! Weil wir Kinder Gottes sind, sind wir heilig“. Nun gelte es nur, im Alltag noch das zu werden, was wir von Gott her schon seien, Heilige mit Hand und Fuß, Menschen, die ganz und ungeteilt, einfach und konsequent im Glauben und Leben seien. Es gelte, die Welt und den Alltag, die Freizeit, das Leben in allen Dimensionen von Gott her zu heiligen, sie von Gott her zu sehen und zu verstehen und so die Gegenwart Gottes zu entdecken und einen geweiteten Horizont zu bekommen.

Dass nach Kevelaer so viele Menschen kommen, sei ein Zeichen dafür, dass es mehr geben müsse als das Diesseits. „Die Menschen suchen Hilfe und Trost in der Begegnung mit dem Heiligen. Viele spüren, dass sie nicht vom Kühlschrank und vom Internet leben können. Die Sehnsucht nach Mehr ist da, gerade in diesen bewegten Zeiten.“

Der Weihbischof bekannte, dass ihn in diesen Tagen die Menschen vermehrt um den Segen bitten und gab den Appell: „Schenken auch Sie den Menschen die Nähe Gottes. Zeigen Sie den Alten, Kranken, Einsamen und Trauernden, dass sie nicht allein sind. Stellen Sie Ihre Kinder und Enkelkinder unter den Segen Gottes, so heiligen Sie die Welt und die Menschen.“

Pilgerpforte wurde erstmals von innen geschlossen

Am Ende der heiligen Messe wurde, auch ein Novum in diesem Corona-Jahr, die Pilgerpforte nicht von außen, sondern von innen geschlossen. Weihbischof Borsch betete davor noch zu Gott, dass er den Menschen beistehen möge, die Pandemie zu überwinden.

Pastor Gregor Kauling dankte am Ende für die tiefen und ermutigenden Worte des Weihbischofs. Er sprach dem Bürgermeister Dr. Dominik Pichler für die gute Zusammenarbeit mit Rat und Verwaltung der Stadt seinen Dank aus und mahnte: „Verlieren wir in diesen anstrengenden Zeiten nie die Hoffnung!“ Er dankte allen, die liturgisch, musikalisch oder als Ordner an der Feier mitgewirkt hatten sowie allen, die dafür sorgten, dass der Gottesdienst über Fernsehen und Internet an so viele weitere übertragen werden konnte. Er erwähnte, dass im nun abgeschlossenen Wallfahrsjahr immerhin 20 Bischöfe aus fünf Nationen in der Wallfahrtsstadt waren.

In diesem Jahr sei immerhin ein Drittel der sonst üblichen Zahl der Pilger nach Kevelaer gekommen. Er verwies noch einmal auf die Beerdigung von Pfarrer Richard Schulte Staade am 25. Januar, ohne den Kevelaer nicht so wäre, wie es heute ist. „Wir stehen in Kevelaer in dem Erbe, Menschen zu empfangen, Gastfreundschaft zu leben und Trost zu schenken“, sagte er.

In diesem Jahr sei alles anders, aber er ermutigte dazu, einsame Menschen nicht zu vergessen. Er erwähnte das Wallfahrtsmotto des kommenden Jahres: „Atme in uns, heiliger Geist“ und kündigte schon vorab den geplanten Besuch einiger Bischöfe und des Abtes von Einsiedeln im kommenden Wallfahrtsjahr an.

Am Ende folgte in recht kleiner liturgischer Prozession der Zug zur Gnadenkapelle und das Angelus-Gebet vor dem Gnadenbild.

„Der Weihbischof hielt eine gute Predigt“, würdigte Gottesdienstbesucher Helmut Walter und nannte als Fazit: „Wir sollen keine Angst vor der Zukunft haben“.

„Der Chor hat total schön gesungen. Für die Umstände war die Feier schön gemacht“, meinte Christina Hanenberg. Und ihre Mutter Gabriele fügt an: „Wir freuen uns schon auf die Wallfahrtseröffnung und blicken hoffnungsvoll ins neue Jahr, um hier viele wunderbare Gottesdienste miteinander zu feiern.“

Der Kapellenplatz war im Corona-Jahr nicht wie sonst voller Pilger.