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43-Jähriger muss wegen Missbrauchs Minderjähriger für sechs Jahre in Haft

Angeklagter verurteilt

Das Landgericht Kleve hat einen 43-jährigen Mann aus Kevelaer wegen sexuellen Missbrauchs an Kindern in insgesamt 22 Fällen, wegen schweren sexuellen Mißbrauchs an Kindern in Tateinheit mit der Herstellung kinderpornographischer Schriften in zwei Fällen sowie der „Verletzung des persönlichen Lebensbereichs durch Bildaufnahmen“ und des Besitzes kinder- und jugendpornographischer Schriften zu einer Gefängnisstrafe von sechs Jahren verurteilt.

Täter steigen durch Fenster in Friseursalon ein

Unbekannte Täter schlugen in der Nacht von Freitag auf Samstag, 26. September 2020, ein Oberlicht ein. Das Oberlicht gehört zu den Geschäftsräumen eines Friseursalons an der Bahnstraße und ist durch einen Seitendurchgang zu erreichen. Die Täter schlugen die Scheibe ein und stiegen durch das entstandene Loch in den Salon ein. In Inneren durchsuchten sie den Kassenbereich und entwendeten Bargeld sowie Haarschneidemaschinen. Hinweise zu verdächtigen Personen oder Feststellungen nimmt die Kripo Goch unter Telefon 02822 1080 entgegen.  Anfang August kam es bereits zu einem Einbruch in den Salon.

Exhibitionist in Kevelaer unterwegs

Mit gleich drei Fällen von Exhibitionismus beschäftigt sich derzeit die Kripo. Einer Zeitungszustellerin war am Donnerstag, 20.08., und Freitag, 22.08.2020, jeweils gegen 04.50 Uhr, im Bereich der Venloer- bzw. Johannesstraße ein Mann aufgefallen, der sich ihr in schamverletzender Weise zeigte. Er wird als ca. 30 Jahre alt, schlank und 175 cm groß beschrieben. Er trug einen Vollbart und längeres braunes Haar. Bekleidet war er mit Bluejeans, einem grünen T-Shirt sowie einer Kapuzenjacke mit auffälligen grauen und weißen breiten Querstreifen. Am Samstagmorgen, 22.08.2020, beobachtete eine Anwohnerin gegen 05.00 Uhr auf der Karl-Leisner-Straße einen Unbekannten, der sich ihr ebenfalls schamverletzend zeigte. Als ihr Ehemann nach unten auf die Straße ging, war der Verdächtigte verschwunden. Unklar ist derzeit, ob es sich bei allen Vorfällen um den gleichen Verdächtigen handelt.

Hinweise. Kripo Goch, Telefon 02823-1080.

Einbruch in Gaststätte

Am Donnerstag, 6. Juni, zwischen 1.00 und 10.30 Uhr, kletterten unbekannte Täter an der Bahnstraße auf das Dach eines Anbaus und hebelten von dort ein Oberlicht an einer Gaststätte auf. Die Täter drangen in die Gaststätte ein und brachen einen Sparkasten sowie eine Kasse auf. Daraus entwendeten sie Bargeld.
Hinweise zu verdächtigen Personen bitte an die Kripo Goch unter Telefon 02823 1080.

Täter schlagen Oberlicht ein

Unbekannte Täter schlugen in der Nacht auf Samstag, 15. August 2020, gegen 3.53 Uhr,  das Oberlicht der Eingangstür einer Werkstatt an der Feldstraße ein und lösten dabei den Alarm aus. Vermutlich durch den Alarm verschreckt, flüchteten die Unbekannten ohne weiteren Schaden anzurichten in nicht bekannte Richtung. Hinweise zu verdächtigen Personen und Feststellungen bitte an die Kripo Goch unter Telefon 02823 1080.

Einbruch in Kindergarten

In der Zeit zwischen Samstag, 22. Juni, 15 Uhr, und Montag, 24. Juni, 7 Uhr, hebelten unbekannte Täter an der Gelderner Straße in Kevelaer die Eingangstür eines Kindergartens auf. Die Täter durchsuchten im Kindergarten mehrere Schränke nach Wertgegenständen. Sie entwendeten aus einem Büro und aus dem Keller insgesamt drei Fotokameras. Hinweise zu verdächtigen Personen bitte an die Kripo Goch unter Tel. 02823-1080.

PKW auf Parkplätzen aufgebrochen

Mit eingeschlagenen Seitenscheiben fanden am Mittwoch (10.06.2020) eine 56-jährige Frau aus Kevelaer auf dem Wanderparkplatz am Altwettener-Weg und ein 61-jähriger Xantener auf dem Pendlerparkplatz Weeze an der Gocher Straße ihre Fahrzeuge vor.

Die 56-Jährige hatte ihren Mercedes gegen 16:35 Uhr auf dem Wanderparkplatz abgestellt und kehrte gegen 17:00 Uhr von ihrem Spaziergang zurück. Durch die eingeschlagene Scheibe war die Geldbörse der Frau aus einem Körbchen auf der Rückbank entwendet worden.

Der Xantener hatte seinen Fiat-Transporter bereits am Dienstag (09.06.2020) auf dem Pendlerparkplatz abgestellt und am Mittwoch gegen 15:50 Uhr den aufbruch bemerkt. Ihm wurde ein MP3-Player aus dem Fahrzeug gestohlen.

Hinweise zu verdächtigen Personen oder Beobachtungen nimmt die Kripo Goch unter 02823 1080 entgegen.

Diesel auf dem Feld geklaut

Auf Dieselkraftstoff abgesehen hatten es Diebe, die zwischen Mittwoch (10.06 2020), 18:00 Uhr und Donnerstag (11.06.2020), 07:45 Uhr versuchten das Schloss eines Dieselaggregates aufzubohren. Das Aggregat gehört zu einer Beregnungsanlage an einem Feld auf dem Altwettener Weg in Kevelaer. Zusätzlich wurde versucht, die Tür zum Motorraum aufzuhebeln. Beide Versuche schlugen jedoch fehl.

Erfolgreicher waren Diebe mit der gleichen Absicht auf einem Feld in Weeze am Höst-Vornicker-Weg. Aus dem dortigen Aggregat für die Bewässerungsanlage entwendeten unbekannte Täter bereits im Zeitraum von Donnerstag (04.06.2020), 10:00 Uhr bis Sonntag (07.06.2020), 18:00 Uhr circa dreihundert Liter Dieselkraftstoff. In diesem Fall hatten die Täter einen Schlauch mit Hilfe von Werkzeug abmontiert und wieder anmontiert.

Hinweise zu verdächtigen Personen oder Beobachtungen nimmt die Kripo Goch unter 02823 1080 entgegen.

Illegale Müllentsorgung – eine Riesensauerei

Eine solche Sauerei bekommen die Mitarbeiter des Ordnungsamtes auch nicht jeden Tag zu Gesicht. Ordnungsamtschef Ludger Holla: „Es kommt häufiger vor, dass wir auf illegale Müllentsorgung aufmerksam gemacht werden, aber eine Riesensauerei wie die hier ist schon außergewöhnlich.“ In der vergangenen Woche wurde den Mitarbeitern gemeldet, dass am Wissener Weg, kurz nach dem Abzweig von der Schravelner Straße, etwa in Höhe des Feriendorfes, zwischen einem Acker und einem kleinen Waldstück, die Reste eines Spanferkels einfach am Wegesrand „entsorgt“ wurden. Die eklige „Fundsache“ ließ darauf schließen, dass der komplette Braten mal um die 50 Kilo gehabt haben muss, als er auf einem entsprechend großen Grill gelandet ist. Die Mitarbeiter des Betriebshofes mussten die fachgerechte Entsorgung übernehmen. Das Ordnungsamt hofft nun auf Hinweise aus der Bevölkerung, die helfen können, die Täter zu ermitteln (Telefon: 02832 122-832; E-Mail: ordnungsamt@kevelaer.de).

Abruptes Ende im Panzerknacker-Prozess

Der siebte Senat des Landgerichts Kleve hat das Verfahren gegen einen 29-Jährigen wegen schweren Bandendiebstahls durch das Aufbrechen von Geldautomaten mittels einer Sprengstoffexplosion und weiteren Delikten nach gut drei Stunden vertragt.
Anlass für dieses abrupte Ende war der Antrag des Angeklagten und seines Anwalts, zwei weitere Zeugen zu vernehmen, die sie zuvor nicht benannt hatten und die in den Ermittlungen bisher so gut wie keine Rolle gespielt hatten. Richter Gerhard van Gemmeren schloss daraufhin die Sitzung. Ein genaues Datum für die Fortsetzung des Prozesses steht aktuell noch nicht fest.

Der in Kempen geborene Mann soll zwischen Juni und Oktober 2018 mit zwei weiteren Komplizen Geldautomaten in Tönisvorst, Moers, Kevelaer und Mülheim-Kärlich aufgesprengt haben beziehungsweise es versucht haben.

Unter anderen richtete das Trio an dem Geldautomaten am Twistedener „Irrland“ erheblichen Schaden an. Ob oder wieviel Geld sie dabei erbeuteten, ist unklar.

Außerdem werden dem Trio der Einbruch in eine Schule in Grefrath, in eine Kindertagesstätte in Meerbusch (26.-28.12.18), in eine Wohnung in Korschenbroich Ende Dezember sowie der Einbruch in eine Gaststätte in Krefeld am 21. Juli des gleichen Jahre zur Last gelegt.

Ein 20-jähriger gebürtiger Mülheimer und ein 28-jähriger Krefelder waren im Oktober 2019 am Landgericht Kleve dafür schon zu mehrjährigen Haftstrafen verurteilt worden. Sie hatten den Angeklagten der jetzigen Verhandlung damals als Kopf der Bande charakterisiert. Diesem Eindruck widersprach der Mann am ersten Prozesstag deutlich.

Selbstbewusst

Er übte scharfe Kritik daran, dass ihm eine gerechte Verteidigung nicht mehr möglich sei. Der Mann war 2019 noch in Österreich wegen einer Straftat angeklagt gewesen. Seine Auslieferung habe sich wegen „erhöhter Sicherheitsvorkehrungen“ so verzögert, dass er am Verfahren im vergangenen Oktober nicht habe teilnehmen können. Die Kammer hatte die Verfahren voneinander abgetrennt.

Der Angeklagte trat selbstbewusst auf, verwies oft auf die Aktenlage und bat das Gericht, sich Notizen dazu zu machen – auch zu der Tatsache, dass ein österreichischer Psychologe bei ihm Ende 2019 ein Asperger-Syndrom, eine Form des Autismus, festgestellt haben soll.

Er gestand den jahrelangen Konsum von Kokain, weiteren Drogen und Alkohol ein. Sein Anwalt stellte in dem Zusammenhang den Antrag auf ein psychiatrisches Sachverständigen-Gutachten. Kernauslöser für das jahrelange unstete Leben des Angeklagten soll dabei die Loveparade-Katastrophe am 24. Juli 2010 gewesen sein, die sein Leben „auseinandergerissen“ und von „rechts auf links gedreht habe.“ Konkreter wurde der Angeklagte an dem Punkt allerdings nicht.

Danach sei sein Leben durch Drogen- und Alkoholkonsum sowie Straftaten bestimmt gewesen, schilderte er diese Zeit. Er habe seit 2010 häufig Kokain genommen, um „die Nächte durchzustehen“, später auch Alkohol oder auch Speed. „Spritze war für mich ein no go“, sagte er.

Er kam schon 2010 für dreieinhalb Jahre ins Gefängnis, saß etwas mehr als zwei Jahre davon ab, machte Fachabitur und seine Ausbildung als Hochbaufacharbeiter, ehe er sich als Student in Aachen versuchte, mit dem Glücksspiel anfing, als Kellner auf Mallorca und in Krefeld arbeitete und als Teilhaber in Spielcafes unter anderem in Rom einstieg, um seine Sucht zu finanzieren.
Eine Drogentherapie habe er nie gemacht, weil er ein Mensch sei, „der sich mit seinen Problemen ungern öffnet.“ Er strebe eine Alkohol-und Drogentherapie während des Vollzugs an, sagte er, und sprach von seiner fünfjährigen Tochter, „die alles mitkriegt.“. Eine Entlassung ohne Therapie bedeute laut eigener Aussage „ein Todesurteil“.

Der 29-Jährige gestand die Teilnahme an den Einbrüchen, zumeist als Aufpasser, dementierte aber einen Wagendiebstahl in Korschenbroich. Die Aktivitäten der anderen beiden hinsichtlich der Geldautomaten habe er „mitbekommen“, sich selbst aber gar nicht aktiv daran beteiligen wollen. „Ich sprenge überhaupt nichts“, habe er immer wieder seinen Freunden klar gemacht. In Tönisvorst will er am Vorabend versucht haben, mit den anderen mittels eines Akkuspreizers Zugang zu dem Automaten zu erhalten und diesen mit einem Zugseil aufzumachen, was schiefging. Am Folgetag habe er sich vor dem Sprengversuch aus der Tat herausgezogen.

Nur Schmiere gestanden

Nach Moers sei er nur mitgefahren, um sich zum Kellnern absetzen zu lassen, habe später erfahren, dass bei dieser Tat nur ein paar Euro erbeutet worden seien.

In Kevelaer am „Irrland“ sei er nur mitgekommen, „um sich das mit anzugucken“ – um schließlich am Kreisverkehr „Schmiere“ zu stehen, um anschließend aber doch nach Twisteden an den Dorfplatz gefahren zu werden, um dort zu warten. Und mit Mülheim-Kärlich habe er gar nichts zu tun, weil er zu diesem Zeitpunkt nicht mehr in Krefeld gewesen sei.

Einer der beiden verurteilten Mittäter, der gegen sein Urteil in Berufung gegangen ist, verweigerte anschließend seine Aussage.