Kevelaerer Blatt
  • Link zu Facebook
  • Link zu Instagram
  • Link zu Youtube
  • Link zu Mail
  • Link zu Rss dieser Seite
  • Home
  • Geschenke
  • Orte
    • Kevelaer
    • Winnekendonk
    • Wetten
    • Twisteden
    • Kervenheim
    • Achterhoek
    • Kervendonk
  • Termine
  • Themen
    • Politik
    • Kultur
    • Wirtschaft
    • Kirche
    • Sport
    • Leben
    • Lesermeinung
  • KBplus
  • E-Paper lesen
  • Mediathek
    • YouTube Channel
    • Fotogalerien
  • mehr …
    • Kävels Platt
    • Kevelaer Fans
    • CiTY Touren
      • Service Einrichtungen in Kevelaer
      • Stadtführung Wetten
      • Stadtführung Winnekendonk
      • Stadtführung Twisteden & KleinKevelaer
      • Stadtführung Kevelaer
  • Über uns
    • Kontakt
    • Geschichte
    • Team
    • Impressum
  • Abo
  • Click to open the search input field Click to open the search input field Suche
  • Menü Menü

„Weißes Kreuz“ schließt zum Jahresende

1. November 2019/in Kevelaer, Premium/von Michael Nicolas

Es gibt Pilgerherbergen, die sind so alt, dass man sie selbst schon fast als eine Pilgerstätte bezeichnen muss. Das „Weiße Kreuz“ am Kapellenplatz ist so eine Herberge, in der sich mehrere Generationen Wallfahrer die Klinke in die Hand gaben.

Doch aller Wandel, all‘ die Kraft und Herzlichkeit, die Hubert Voss und seine Frau Ursula in den Betrieb der Herberge und Gaststätte steckten, seit sie ihn 1978 übernahmen, hilft in der heutigen Zeit nicht mehr: „Tradition ist schön und gut“, sagt Hubert Voss, „aber ein Betrieb muss seinen Mann ernähren.“

Suche nach Nachfolger

Seit 15 Jahren, sagt der gelernte Hotelfachmann und Koch, suche er schon einen Nachfolger, könne die gemeinsamen Besuche bei den Banken schon nicht mehr zählen – doch alle seien irgendwann abgesprungen. Auch sein Sohn habe sich anders orientiert und wolle die altehrwürdige Herberge nicht weiterführen. Seit einem Jahr versuchen er und seine Frau es mit eingeschränkten Öffnungszeiten – doch für die beiden allein ist das nicht zu stemmen, haben sie festgestellt. Deshalb soll das „Weiße Kreuz“ zum Jahresende schließen. „Ich werde nächstes Jahr 68“, sagt Voss, „irgendwann muss auch mal gut sein.“

Gut wird‘s nicht, das ist klar, wenn man sieht, wie Hubert Voss mit Wehmut auf die „vielen guten Jahre“ zurückblickt, die er in dem Haus am Kapellenplatz verbrachte und das er seit über 50 Jahren leitet. „Ich bin mit Mariengesängen groß geworden“, sagt er. Der Vater starb früh, Mutter und Tante führten Herberge und Lokal, dessen Ruf der Großvater Anton Voss begründet hatte.

Das Traditionshaus „Weißes Kreuz“ am Kevelaerer Kapellenplatz heute.

Gut wird‘s nicht für die vielen Stammgäste, die teils ihre Zimmer „von Generation zu Generation weitergereicht haben“, wie Ursula Voss erzählt, und zu denen man ein schon fast familiäres Verhältnis aufgebaut habe. Diese Verbundenheit spürt man besonders, wenn Hubert Voss aus dem Fester auf die Gnadenkapelle blickt und sagt: „Ich helfe unseren Stammgästen natürlich und rufe bei den Kollegen an, damit sie eine Unterkunft finden.“
Stammlokal der Vereine

Gut wird‘s auch nicht für die Vereine, wie die St.-Antonius-Gilde, den Reiterverein St. Georg, die Geselligen Vereine oder den Schachclub, die das Traditionshaus am Kapellenplatz noch ihr Stammlokal nennen und die Hubert Voss bereits über die Schließung zum Ende des Jahres informiert hat. Sie werden sich eine neue Heimat suchen müssen.

Gut wird‘s auch nicht, wenn man an die Gäste des Restaurants denkt. Viele Kevelaerer werden die hervorragende gutbürgerliche Küche des gelernten Kochs sicherlich vermissen.
Und was wird aus dem Haus, wenn nicht doch noch auf wundersame Weise ein Interessent auftaucht? „Im Zweifelsfall ein ruhendes Gewerbe“, sagt Hubert Voss und man merkt, wie schwer ihm der Abschied von seinem Lebenswerk fällt.

Die Geschichte

Seit 1750 steht das „Weiße Kreuz“ am Kapellenplatz, das gilt als gesichert. Davor ist nichts dokumentiert, doch vermutet man, dass es sich bei dem Gebäude um die älteste noch bestehende private Pilgerherberge in Kevelaer handelt. Wie das Hotel zu seinem Namen kam, ist auch nicht bekannt. Allerdings war es früher üblich, Herbergen und Gasthöfe mit Symbolen zu versehen, um Menschen, die nicht lesen konnten, das Finden zu ermöglichen. Im Krieg diente es als Krankenhaus und nahm in der Nachkriegszeit zunächst Obdachlose auf. Ein echtes Kevelaerer Original war Hubert Voss‘ Großvater Anton Voss, dessen Name noch heute die Fassade des Hauses ziert.

Der Hotelier lud 1925 zur Gründungsversammlung des Reitervereins St. Georg ein und trug 1929 als dessen Ehrenmitglied die Festkette zur Kirmes (Adjutant: Heinrich Gleumes). 1936 war er Adjutant des Festkettenträgers Peter Verhaag (Reiterverein St. Georg), 1939 des Festkettenträgers Johann Boll (St. Sebastianus-Schützenbruderschaft).

Schlagworte: Gastronomie, Weißes Kreuz, Wirtschaft
Eintrag teilen
  • Teilen auf Facebook
  • Teilen auf X
  • Teilen auf WhatsApp
  • Teilen auf Pinterest
  • Teilen auf LinkedIn
  • Teilen auf Tumblr
  • Teilen auf Vk
  • Teilen auf Reddit
  • Per E-Mail teilen
https://www.kevelaerer-blatt.de/wp-content/uploads/2021/02/DSF1006.jpg 399 709 Michael Nicolas https://www.kevelaerer-blatt.de/wp-content/uploads/2020/12/Logo-KB-1-1.png Michael Nicolas2019-11-01 00:00:002021-03-08 11:08:39„Weißes Kreuz“ schließt zum Jahresende
Das könnte Dich auch interessieren
Digital lernen und zu Hause kochen
Geschäftsführung verabschiedet Günter Kalf in den Ruhestand
Kevelaerer Stab für „außergewöhnliche Ereignisse” tagt täglich
Volksbank zieht auf Vertreterversammlung positive Bilanz
Vom 24. November bis zum 01. Dezember 2023 findet die Grünkohlwoche statt. Symbolbild: pixabay Grünkohl: Traditionell und „Superfood“
In der Wallfahrtsstadt Kevelaer werden unweit des Solegartens aktuell Mehrfamilienhäuser gebaut. Kreisweit bleibt die Anzahl der Neubauten im Bereich Eigentumswohnungen jedoch auf einem anhaltend niedrigen Niveau. Foto: © Kreis Kleve Nachfrage nach Bauland weiter hoch
3D-Grafik des SARS-CoV-2-Virions (Grafik: Public Domain) Auf in die lokalen Lokale
Eine wechselvolle Geschichte aus Kervenheim

Individualsuche

Search Search

Das Neuste

  • Online kontrolliert, digital bedroht – wenn Gewalt online geht 30. September 2026
  • Kevelaer färbt sich orange: Mitmachen gegen Gewalt an Frauen 30. September 2026
  • Wenn die Blase nicht mehr mitspielt: Ein Vortrag in Goch zeigt eine schonende Behandlung 30. September 2026
  • Sozialtreff in Kevelaer: Beratung zu Grundsicherung, Sozialhilfe und Wohngeld** 28. September 2026
  • Schulbus hält ab 5. Oktober nicht mehr in Achterhoek 28. September 2026

Werbung

Zurück Zurück Zurück Weiter Weiter Weiter

Jetzt unterstützen!

Mit einer “KBplus-Mitgliedschaft” Premiumvorteile sichern und deine Heimatzeitung unterstützen.

Mehr Infos, hier klicken!

Der Busmann

  • Kronenberg26. Oktober 2025 - 12.00
  • Begriffe19. Oktober 2025 - 12.00
  • Reif12. Oktober 2025 - 12.00
  • Seid einig!5. Oktober 2025 - 12.00
  • Übergang28. September 2025 - 12.00

Kontakt

Leserservice
E-Mail: leserservice@kevelaerer-blatt.de

Redaktion
E-Mail: redaktion@kevelaerer-blatt.de

Anzeigen
E-Mail: anzeigen@kevelaerer-blatt.de

Buchhaltung
E-Mail: buchhaltung@kevelaerer-blatt.de

Schnellsuche

Ausbildung Beruf Blaulicht Corona Corona-Virus Corona Virus Covid-19 Der Busman Diebstahl Einbruch Familie Freizeit Fußball Gesundheit Karneval Kevelaer - deine Menschen Kinder Kirche Konzert KSV Kultur Kunst Leben Musik Pandemie Politik Polizei Porträt Schule Schützen Serie Spende Sport Sport; Fußball; Kreisliga A Stadt Theater Umwelt Unfall Verbrechen Verein Verkehr Volleyball Wallfahrt Weihnachten Wirtschaft

Über Uns

Kevelaerer Blatt – Heimatzeitung seit 1879 für Kevelaer, Winnekendonk, Wetten, Twisteden, Kervenheim, Kervendonk und Kleinkevelaer.

Kontakt: redaktion@kevelaerer-blatt.de
© Copyright - Kevelaerer Blatt
  • Impressum
  • AGB
  • Datenschutzerklärung
  • Kontakt
Link to: „Marke Kevelaer“ voranbringen Link to: „Marke Kevelaer“ voranbringen „Marke Kevelaer“ voranbringen Link to: Im Herbst gab’s Preise für den Frühjahrsputz im Kreis Kleve Link to: Im Herbst gab’s Preise für den Frühjahrsputz im Kreis Kleve Im Herbst gab’s Preise für den Frühjahrsputz im Kreis Kleve
Nach oben scrollen Nach oben scrollen Nach oben scrollen