Die Mitarbeitenden des „Palliativ Netzwerk Rhein-Maas“ stehen Menschen auf ihrem letzten Lebensweg bei

Sie begleiten beim Hoffen, Pflegen und Trauern

Edith Krausel ist erste Ansprechpartnerin beim „Palliativ Netzwerk Rhein- Maas“. Foto: Freya

Sie geben Hoffnung und Geborgenheit, zeigen Mitgefühl, schenken Vertrauen, Trost und Sicherheit. Sie sind Begleiterinnen und Begleiter auf dem letzten Weg des Lebens. „Wir unterstützen und versorgen schwerstkranke Menschen in ihrem letzten Lebensabschnitt, um ihnen eine größtmögliche Lebensqualität in vertrauter Umgebung zu ermöglichen“, umschreibt Edith Krausel, Pflegedienstleiterin beim „Palliativ Netzwerk Rhein-Maas“, die Arbeit des Palliativdienstes. „Palliativ“ ist vom lateinischen Wort für „Mantel“ (Pallium) abgeleitet. Und so darf man wohl auch die Arbeit des Netzwerkes umschreiben. Denn den Mitarbeitenden gelingt es in ihrer täglichen Arbeit, ihren Patientinnen, Patienten und deren Angehörigen einen behutsam schützenden Mantel umzulegen. 

Die Palliativfachkräfte kümmern sich ganzheitlich um ihre Patientinnen und Patienten. In einer meist fortgeschrittenen oder unheilbaren Erkrankung begleiten sie diese bis zum Tod. Dabei stehen die Würde der Betreuten und deren Angehörigen sowie das Lindern von oftmals unerträglichen Schmerzen immer im Vordergrund. Oftmals gelingt dadurch eine wesentliche Verbesserung der Lebensqualität.

Die aus dem Gocher Raum stammenden Hausärzte Dr. Jürgen Berger-Roscher und Dr. Thorsten Krause gründeten am 1. Januar 2019 ein Palliativ-Netzwerk mit dem Ziel, schwerstkranke Menschen im letzten Lebensabschnitt medizinisch in vertrauter Umgebung zu betreuen. Vom Standort Goch aus versorgten damals elf Palliativfachkräfte, fünf Ärzte und zwei Verwaltungskräfte den Raum Kleve, Kranenburg, Goch, Uedem und Kalkar. Mitte 2020 stand eine Erweiterung an. Der Südkreis mit Kevelaer und Weeze erhielt eine zusätzliche palliative Versorgung. Nur ein Jahr später wurden Patient…