Hubertus-Kindergarten überzeugte die Jury der Garten-Aktion

Garten- und Landschaftbau Steegmann fördert insektenfreundliche Bepflanzung mit 2019 Euro

Die Jury des Steegmann-Gartenpreises 2019 freut sich über viele Bewerbungen. v.l. Diakon Berthold Steeger, Hildegard van Lier, Tobias und Christoph Steegmann und Bürgermeister Dominik Pichler. Foto: HvL

Der Gewinner der diesjährigen Garten-Aktion des Garten- und Landschaftsbauunternehmens Steegmann in Wetten steht fest: Es ist der Kindergarten St. Hubertus in Kevelaer. In einer sehr sorgfältig recherchierten und bebilderten Bewerbung überzeugte er das Jury-Team, das sich die Entscheidung, wie auch im vergangenen Jahr, nicht leicht machte. Das Unternehmen Garten-und Landschaftsbau Steegmann in Wetten unterstützt in diesem Jahr zum zweiten Mal ein gemeinnütziges Gartenprojekt. (Das KB berichtete).

Die Sieger aus dem vergangenen Jahr (die offenen Ganztagsschule „OASE“, erhielt die Umgestaltung einer 40 Quadratmeter Fläche), „freuen sich auch heute noch über die Aktion“, verkündet Tobias Steegmann. Die Idee, in Zeiten knapper Kassen bei Gartenprojekten finanziell unter die Arme zu greifen, entwickelte er gemeinsam mit seinem Vater Christoph Steegmann. Unterstützte das Unternehmen die Aktion im vergangenen Jahr mit 2018 Euro, so legt es in diesem Jahr einen Euro obendrauf. Bewerben konnten sich Institutionen wie Heimat-, Sport-und sonstige Vereine, Kindergärten, Schulen und Seniorenheime aus Kevelaer und den Ortschaften.

„Die erste Bewerbung traf bereits am 20.12.2018 ein“, freut sich der Juniorinhaber des Gartenunternehmens. Bis zum 15. März landeten insgesamt sieben Bewerbungen auf dem Schreibtisch des Gartenbauunternehmens. Kein Wunder also, dass den Mitgliedern der 5-köpfigen Jury, darunter neben Tobias und Christoph Steegmann Dominik Pichler, Bürgermeister der Stadt Kevelaer, Diakon Berthold Steeger und Hildegard van Lier vom Kevelaerer Blatt, in der vergangenen Woche anständig die Köpfe rauchten, als sie den diesjährigen Sieger herausfilterten, lagen doch erneut sehr ausführliche und detaillierte Bewerbungen vor ihnen.

Die Wünsche waren so bunt wie individuell. Hier wünschte man sich eine große Feuerstelle, dort einen Sinnespfad für ältere Mitbewohner. Eine „fit 4 future“ Schule, inklusive geistiger und körperlicher Gesundheit oder ein grünes Klassenzimmer standen für Wettener und Kevelaerer Grundschüler ganz oben auf der Wunschliste. Eine Neugestaltung ihrer in die Jahre gekommenen Rutschhügel wünschten sich die Kindergärten St. Quirinus Twisteden und die Kindertagesstätte Sterntaler in Winnekendonk.

Immer wieder wanderten die Bewerbungsmappen zwischen den Juryteilnehmern hin und her. Besondere Aufmerksamkeit aber erzeugte die Bewerbung des St. Hubertus-Kindergartens. Die Kinder wünschten sich eine Neugestaltung ihrer Hauswand am Eingang. Diese soll mit insektenfreundlichen Pflanzen und Blumen versehen werden. Dadurch sollen Insekten und Vögel angelockt und die Artenvielfalt unterstützt werden. Um diesen Wunsch noch zu unterstreichen, ergänzten Betreuerinnen und Kinder ihre Bewerbung um Fotos, Zeichnungen, einen ausführlichen Bericht zum Thema Insektensterben und einen Auszug aus der 90. Umweltministerkonferenz 2018 in Bremen. Darin heißt es zum Beispiel: „Der Rückgang sowohl bei der Gesamtzahl der Insekten als auch bei der Vielfalt der Insektenarten in Deutschland ist dramatisch, (…) dieses ist bereits heute wissenschaftlich hinreichend belegt und begründet einen akuten Handlungsbedarf.“ Christoph Steegmann lobte in diesem Zusammenhang die frisch auf dem Markt gekommene Niederrheinische Wildblumenmischung. „Ein hochaktuelles Thema, dass wir nicht außer Acht lassen sollten“, so die Juryteilnehmer. Dem Kindergarten St. Hubertus ist die Neugestaltung der Hauswand und das damit verbundene Anliegen ein ganz besonderer Herzenswunsch. Wir vom Kevelaerer Blatt werden Sie, liebe Leser und Leserinnen, über die Umsetzung und das Ergebnis selbstverständlich informieren.