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Grundschüler weihen ihren Bienengarten ein

Eigentlich sollte rund um die diesjährigen Pfingsttage an der St. Antonius Grundschule in Kevelaer eine Blumen- und Bienenwiese auf dem Schulgelände entstehen. Im Rahmen einer Projektwoche rund um das Thema „Nachhaltigkeit“ hatte man diese Aktion geplant, erklärt Schulleiter Andreas Berndt. Covid-19 ließ die Aktion jedoch platzen. Symbolisch durften die Klassensprecher der zweiten Jahrgangsstufe nun mit Jürgen Kulcke vom Imkerverein Kevelaer fleißig säen, bevor sie im kommenden Jahr dann hoffentlich richtig mit anpacken können.

Schulleiter Berndt ist den Unterstützern der Aktion dankbar, ohne die dieses Projekt in der Form nicht realisierbar gewesen wäre. Der Kevelaerer Pflanzenhändler „Gasa Group Germany“ sponserte insektenfreundliche Pflanzen wie Kornelkirsche und Holunder. Der Imkerverein für Kevelaer und Umgebung e.V. richtete Bienenstöcke ein und der Verein „flowers4bees e.V. stellte Saatgut zur Verfügung. Die Klimaschutzmanagerin der Stadt Kevelaer, Dr. Nina Jordan, begleitete das Projekt.

Ziel der Aktion ist, den Grundschülern die Themen Naturschutz und Insekten näherzubringen und ihnen die Angst vor den kleinen, nützlichen Tieren zu nehmen. Sobald die Situation um Covid-19 es zulässt, dürfen die Kinder den Imkern bei der Arbeit über die Schulter schauen. Anders als geplant musste die erste Honigernte der „St. Antonius Bienen“ in diesem Sommer ohne die Kinder abgefüllt werden.

Der Honig soll künftig verkauft werden, wobei ein Teilerlös davon an den Förderverein der Schule gehe, erklärte Andreas Berndt. Und wenn die Corona-Maßnahmen es zulassen, können die Kinder bald bei einem St. Martins-Frühstück in ihren Klassen selbst probieren, was die Bienen in ihrem Schulgarten so emsig herstellen.

v.l.: Anne Ripkens (Gasa), Andreas Berndt (Schulleiter), Jürgen Kulcke (Imkerverein) und Nina Jordan (Klimaschutzmanagerin).

Sie schufen eine Insektenoase

Viele Blüten sollte er haben, eine lange Blühzeit und wenig versiegelte Fläche – der insektenfreundlichste Garten Kevelaers. Auf der Suche danach rief die Stadt Kevelaer den zweiten Vorgarten-Wettbewerb ins Leben. Der erste Wettbewerb zielte darauf ab, die Umgestaltung von Steingärten in Insektenoasen voranzutreiben. Nun sollten auch diejenigen belohnt werden, die in ihrem Garten bereits auf einige Umweltaspekte Rücksicht nehmen. Und weil Doris und Herbert Geske aus Wetten der Meinung waren, dass ihnen das schon ganz gut gelungen war, entschieden sie sich kurz vor Bewerbungsschluss, ihren Garten ins Rennen zu schicken. Dass sie damit den ersten Platz belegen würden, damit hatte das Ehepaar nicht gerechnet.

Der Vorgarten von Familie Geske kann sich wahrlich sehen lassen. Schafgarbe, Lungenkraut, Waldsalbei, Königskerzen, Sternmiere, Johannisbeere und Waldmeister sind nur einige der Pflanzen, die in dem Vorgarten um die Wette blühen. Wem ein aufgeräumter Garten, in dem alles an Ort und Stelle wächst, am liebsten ist, der wird am Vorgarten der Geskes wohl keinen Gefallen finden. Das Wettener Ehepaar hat sich allerdings vor einiger Zeit bewusst dazu entschieden, den Vorgarten gänzlich umzugestalten. Bis zu diesem Zeitpunkt dominierten darin zahlreiche Rhododendren und Hortensien. Ständiges Wässern und eine recht begrenzte Blühzeit waren Kritikpunkte. „Dann haben wir uns überlegt, was wir ändern können“, sagt Herbert Geske.

Ein Gärtner machte schließlich bis auf wenige Pflanzen einen Kahlschlag in dem Wettener Vorgarten. „Wir haben ausschließlich nach heimischen Pflanzen gesucht“, betont Herbert Geske, während er eine Liste vorlegt, in der das Ehepaar vorab alles akribisch geplant hatte. Bei den Pflanzenarten wurde nicht nur darauf geachtet, dass sie von Insekten gut angenommen werden, sondern auch auf die Wuchshöhe, Trockenbeständigkeit und ob der bevorzugte Standort sonnig oder schattig ist. Außerdem wurden die Pflanzen so ausgewählt, dass der Garten nun vom Frühjahr an bis in den Herbst hinein blüht. Bienen, Hummeln und Schmetterlinge erfreuen sich seitdem besonders an den Pflanzen, sagt Doris Geske.

Mehr Arbeit als vorher

Eine Bewässerung sei im Normalfall nur noch einmal in der Woche nötig. Ansonsten jedoch, da sind sich die Wettener einig, haben sie es sich mit der Umgestaltung nicht unbedingt leichter gemacht. „Es ist viel mehr Arbeit als vorher“, betont Herbert Geske. Durch die Vielfalt der Pflanzen und die unterschiedliche Art des Wachstums müsse man stets dafür sorgen, dass etwas zierlichere Pflanzen nicht von anderen überwuchert werden. Auch frei von Unkraut bleibe der Garten nicht. Die Geskes überlassen ihn zwar so weit es geht der Natur, aber „manche Unkräuter hole ich schon raus – die, die stark wuchern“, sagt Doris Geske. Das macht dem Ehepaar jedoch nichts aus. Die Naturliebhaber haben Spaß an der Gartenarbeit. Den Trend der Steingärten finden sie „schrecklich.“ Wenn man nicht viel Zeit für die Pflege habe, genüge auch ein einfach angelegter Garten, ist sich das Paar einig. „Jeder Einzelne kann im Kleinen etwas tun“, findet Herbert Geske.

Eine kleine „Belohnung“ für ihre Mühen zugunsten der Umwelt haben die Wettener nun erhalten. Die Jury des Vorgarten-Wettbewerbs der Stadt Kevelaer entschied sich unter allen Einsendungen für den Vorgarten der Geskes als Gewinner. „Wir hatten natürlich keine Vorstellung, wer sich sonst noch bewirbt, was die anderen Leute für Gärten haben“, sagt Herbert Geske, der mit seiner Frau Mitglied im Naturgartenverein ist. Für ihren recht naturbelassenen, „unaufgeräumten“ Garten seien sie hin und wieder belächelt worden. Eine Bestätigung, dass sie mit ihrer Bepflanzung aber auf jeden Fall etwas Gutes tun, erhält das Ehepaar nun in Form von zwei Dauerkarten für die Landesgartenschau in Kamp-Lintfort. „Da werden wir auf jeden Fall ein paar Mal hinfahren“, ist sich Herbert Geske mit seiner Frau einig.

„Mein Vorgarten soll bunter werden“

Naturschützern und Imkern jagt Schotter kalte Schauern den Rücken runter: Auch in Kevelaer nimmt die Zahl der Steingärten weiter zu. Mit der Aktion „Mein Vorgarten soll bunter werden“ wollen die Wallfahrtsstadt Kevelaer und der Imkerverein für Kevelaer und Umgebung e.V. nun gemeinsam gegensteuern.

„Wir bemühen uns um eine insektenfreundlichere Ausrichtung unserer Stadt“, geben die Kevelaerer Klimaschutzmanagerin Dr. Nina Jordan und Jürgen Kulcke vom Imkerverein die Marschrichtung vor. Erreichen wollen sie dies nicht etwa mit Verboten, wie in anderen Städten, sondern mit Wettbewerben, die naturnahe Vorgärten belohnen. Sie seien „bestrebt, die Anzahl der Gärten aus Stein und Schotter zu reduzieren und sie in blühende, aber pflegeleichte Anlagen umzuwandeln.“

Wer seinen bestehenden Schotter- oder Steingarten in einen naturnahen Vorgarten umwandeln möchte, kann Bilder vom aktuellen Zustand einsenden und einen von drei Preisen gewinnen. Es winken als 1. Preis ein „fachmännisch geplanter und angelegter neuer insektenfreundlicher Vorgarten“, als 2. Preis „Pflanzgutscheine für bienen- und insektenfreundliche Pflanzen inkl. Beratung für den eigenen Vorgarten im Wert von 100,-€“ und als 3. Preis „Pflanzgutscheine für bienen- und insektenfreundliche Pflanzen im Wert von 50,-€“.

Wer sich bereits Gedanken gemacht hat und seinen Garten bereits naturnah angelegt hat, solle aber nihct leer ausgehen, haben die Klimaschutzmanagerin und der Imker beschlossen. An einem zweiten Wettbewerb können deshalb auch diese „Beispielgeber“ teilnehmen. Für naturnahe Gärten sind ebenfalls drei Preis ausgelobt: 1. Preis ist „eine Familiendauerkarte für die Landesgartenschau in Kamp-Lintfort“, 2. Preis ist „eine Einzeldauerkarte für die Landesgartenschau in Kamp-Lintfort“, 3. Preis „Kaffee und Kuchen für zwei Personen im Bauerncafé Binnenheide“. Die Wettbewerbe wurden durch die Unterstützung der Sponsoren Gartenbau Steegmann, Gartencventer Breuer, Gasa Group und Bauernhofcafé Binnenheide möglich.

Die Teilnahmebedingungen und Teilnahmeunterlagen für beide Wettbewerbe werden in der kommenden Woche im Internet veröffentlicht. Auskunft erteilt die Klimaschutzbeauftragte der Walldfahrtsstadt Kevelaer, Dr. Nina Jordan (Telefon: 0 28 32 – 12 27 40 oder Email: nina.jordan@kevelaer.de).

Stadt und Imkerverein belassen es aber nicht allein beim Wettbewerb, sondern wollen in der kommenden Woche in einem Flyer, der zur Teilnahme an den beiden Wettbewerben aufruft, den Interessenten auch die Vorteile einer naturnahen Gartengestaltung und Argumentationshilfen für eine Umgestaltung an die Hand geben. So heißt es in dem Flyer etwa, dass Naturmaterial viel günstiger sei als Fremdmaterial, die Baustoffe stammten aus der Region und seien nachwachsend, es müssten keine umweltschädlichen Hilfsmittel wie verbotenes Gift oder Flämmgeräte zum einsatz kommen, Kleintiere und Insekten fänden Lebensraum und Nahrung, die Fläche sorge für Kühlung, Filterwirkung und Sauerstoffbildung, fördere das natürliche Bodenleben und schließlich könne Wasser versickern und werde durch den natürlichen Boden gefiltert.

Wenn die Blumen blühen, kommen die Bienen und essen Nektar

Am Dienstag, 23. April 2019, wurde der Inhalt des kleinen Glases mit der Niederrheinischen Wildblumenmischung im Kevelaerer St. Antonius-Kindergarten ausgesät. (Das KB berichtete schon mehrfach über die Aussaat der Wildblumenmischung in Kevelaerer Kindergärten). Und zwar von einem eigens gegründeten Gartenklub. Denn wenn schon fünf Kindergartenkinder zu Wildblumensamexperten auserkoren werden, dann darf dieser auch einen eigenen Namen tragen: „Gartenklub St. Antonius-Kindergarten Kevelaer.“ Klingt gut, ist gut.

Eine genaue Einweisung erhielten Sebastian, Deyvit, Kaja, Gioia und Lina von ihrer Erzieherin, Nadine Jansen. Sie erforschte mit den Kindern erst einmal, was es denn mit den Wildblumensamen auf sich hat. Denn einfach so auf dem Fußboden der Gruppenräume streuen oder hinter dem Schrank verstecken, das geht gar nicht.

„Die gehören nach draußen in die Erde“, wussten die Kinder ziemlich genau zu berichten. Schließlich brauchen alle Pflanzen Luft, Wasser und Sonne. „Und dann wachsen daraus tolle Blumen“, berichteten die fünf Gartenbeauftragten, die schon in der vergangenen Woche Erdbeerpflanzen ins Hoch-Beet setzten.

Saatgut für den Klub. Foto: HvL

Für die Wildblumensamen wurden große Kübel im Innenhof platziert. Für alle sichtbar. Auch das ist wichtig. Denn schließlich sollen alle sehen können, wie die Blumen wachsen. Respektvoll nahmen die Kinder die Samenkörner in ihre Hände und verteilten Bienenfreund, Ringelblume, Schafgarbe, Goldlack, Margerite, Bartnelke, Natternkopf, Schleifenblume, Bechermalve, Roten Lein, Staudenlein, Zwerglupinie, Basilikum, Klatschmohn und Mittagsblume auf die mit Erde gefüllten Kübel.

Damit die Samenkörner nicht gleich vom Wind weggepustet wurden, drückten zehn kleine Hände sie fest an. „Jetzt brauchen sie noch Wasser“, stellte der Gartenklub fest. Kein Problem. Bereitstehende Gießkannen spendeten das kostbare Nass. „Und wenn die Blumen erst mal blühen“, stellten die Kinder fest, „dann kommen auch die Bienen und essen den Nektar“, führten sie weiter aus. „Und dann fliegen sie bestimmt zum Bienenhotel“, vermutete Deyvit. Das „Hotel zur wilden Biene“ im St. Antonius-Kindergarten hat nämlich noch einige Zimmer frei.

Hubertus-Kindergarten überzeugte die Jury der Garten-Aktion

Der Gewinner der diesjährigen Garten-Aktion des Garten- und Landschaftsbauunternehmens Steegmann in Wetten steht fest: Es ist der Kindergarten St. Hubertus in Kevelaer. In einer sehr sorgfältig recherchierten und bebilderten Bewerbung überzeugte er das Jury-Team, das sich die Entscheidung, wie auch im vergangenen Jahr, nicht leicht machte. Das Unternehmen Garten-und Landschaftsbau Steegmann in Wetten unterstützt in diesem Jahr zum zweiten Mal ein gemeinnütziges Gartenprojekt. (Das KB berichtete).

Die Sieger aus dem vergangenen Jahr (die offenen Ganztagsschule „OASE“, erhielt die Umgestaltung einer 40 Quadratmeter Fläche), “freuen sich auch heute noch über die Aktion“, verkündet Tobias Steegmann. Die Idee, in Zeiten knapper Kassen bei Gartenprojekten finanziell unter die Arme zu greifen, entwickelte er gemeinsam mit seinem Vater Christoph Steegmann. Unterstützte das Unternehmen die Aktion im vergangenen Jahr mit 2018 Euro, so legt es in diesem Jahr einen Euro obendrauf. Bewerben konnten sich Institutionen wie Heimat-, Sport-und sonstige Vereine, Kindergärten, Schulen und Seniorenheime aus Kevelaer und den Ortschaften.
„Die erste Bewerbung traf bereits am 20.12.2018 ein“, freut sich der Juniorinhaber des Gartenunternehmens. Bis zum 15. März landeten insgesamt sieben Bewerbungen auf dem Schreibtisch des Gartenbauunternehmens. Kein Wunder also, dass den Mitgliedern der 5-köpfigen Jury, darunter neben Tobias und Christoph Steegmann Dominik Pichler, Bürgermeister der Stadt Kevelaer, Diakon Berthold Steeger und Hildegard van Lier vom Kevelaerer Blatt, in der vergangenen Woche anständig die Köpfe rauchten, als sie den diesjährigen Sieger herausfilterten, lagen doch erneut sehr ausführliche und detaillierte Bewerbungen vor ihnen.
Die Wünsche waren so bunt wie individuell. Hier wünschte man sich eine große Feuerstelle, dort einen Sinnespfad für ältere Mitbewohner. Eine „fit 4 future“ Schule, inklusive geistiger und körperlicher Gesundheit oder ein grünes Klassenzimmer standen für Wettener und Kevelaerer Grundschüler ganz oben auf der Wunschliste. Eine Neugestaltung ihrer in die Jahre gekommenen Rutschhügel wünschten sich die Kindergärten St. Quirinus Twisteden und die Kindertagesstätte Sterntaler in Winnekendonk.
Immer wieder wanderten die Bewerbungsmappen zwischen den Juryteilnehmern hin und her. Besondere Aufmerksamkeit aber erzeugte die Bewerbung des St. Hubertus-Kindergartens. Die Kinder wünschten sich eine Neugestaltung ihrer Hauswand am Eingang. Diese soll mit insektenfreundlichen Pflanzen und Blumen versehen werden. Dadurch sollen Insekten und Vögel angelockt und die Artenvielfalt unterstützt werden. Um diesen Wunsch noch zu unterstreichen, ergänzten Betreuerinnen und Kinder ihre Bewerbung um Fotos, Zeichnungen, einen ausführlichen Bericht zum Thema Insektensterben und einen Auszug aus der 90. Umweltministerkonferenz 2018 in Bremen. Darin heißt es zum Beispiel: „Der Rückgang sowohl bei der Gesamtzahl der Insekten als auch bei der Vielfalt der Insektenarten in Deutschland ist dramatisch, (…) dieses ist bereits heute wissenschaftlich hinreichend belegt und begründet einen akuten Handlungsbedarf.“ Christoph Steegmann lobte in diesem Zusammenhang die frisch auf dem Markt gekommene Niederrheinische Wildblumenmischung. „Ein hochaktuelles Thema, dass wir nicht außer Acht lassen sollten“, so die Juryteilnehmer. Dem Kindergarten St. Hubertus ist die Neugestaltung der Hauswand und das damit verbundene Anliegen ein ganz besonderer Herzenswunsch. Wir vom Kevelaerer Blatt werden Sie, liebe Leser und Leserinnen, über die Umsetzung und das Ergebnis selbstverständlich informieren.

Zweite Runde der pfiffigen Garten-Aktion

Eine pfiffige Garten-Aktion geht in die zweite Runde: „Auch in diesem Jahr möchten wir ein gemeinnütziges Gartenprojekt mit einer Summe von 2019 Euro unterstützen“, verkündet Tobias Steegmann vom gleichnamigen Garten- und Landschaftsbau Unternehmen in Wetten. Bewerbungen können ab sofort und bis zum 15. März direkt beim Unternehmen Steegmann eingereicht werden. Teilnehmen dürfen Seniorenheime, Grundschulen, Offenen Ganztagsschulen, Kindergärten, Kinder-Tageseinrichtungen, soziale Einrichtungen und Heimatvereine. Wünsche und Vorstellungen können und sollten in der Bewerbung fantasievoll und bunt beschrieben werden. Eine Garten-Jury, darunter Dr. Dominik Pichler, Bürgermeister der Stadt Kevelaer, Berthold Steeger, Diakon in Wetten, Hildegard van Lier vom Kevelaerer Blatt und natürlich Tobias und Christoph Steegmann vom Gartenbauunternehmen, wird nach Eingang aller Bewerbungen den Sieger ermitteln. Ein fachkundiges Garten-Team der Firma Steegmann wird dann, im Rahmen seiner Möglichkeiten, Steinwüsten in Grünoasen verwandeln, triste Flächen zu Insektenweiden umkrempeln oder Staubwüsten zu Spielarealen verzaubern. Kurzum: Dem Wunschobjekt ein neues nachhaltiges Gesicht verleihen.

Die Gewinner, (die OGS der St. Hubertus-Grundschule, Anmerkung der Redaktion), aus dem vergangenen Jahr geraten jetzt noch ins Schwärmen“, weiß Tobias Steegmann zu berichten. Die Kinder und Betreuer der OASE wünschten sich im vergangenen Jahr eine Umgestaltung einer 40 Quadratmeter Fläche. Kein Problem für das Gartenteam. Mit Beginn des neuen Schuljahres 2018 konnten sie den Kids eine Spielwiese samt Schaukelpferd präsentieren. „Einen Lesebauwagen den die Betreuerinnen selbst besorgt hatten, konnten wir auch noch mit aufstellen“, beschreibt Steegmann die gelungene Umsetzung. Tobias Steegmann, seit dem 1.Januar neuer Inhaber der Garten-und Landschaftsbau-Firma, (das KB berichtete), entwickelte die Idee einer gemeinnützigen Garten-Aktion im vergangenen Jahr gemeinsam mit seinem Vater Christoph Steegmann. „In Zeiten knapper Kassen ist es uns ein Anliegen, ein Projekt in dieser Richtung zu unterstützen“, erklärt der Firmeninhaber. Nachdem es im vergangenen Jahr mit „2018“ Euro unterstützt wurde, gibt es in diesem Jahr einen Euro mehr. Also mitmachen lohnt sich! Übrigens: Eine erste und ausführlich erarbeitete Bewerbung für 2019 liegt dem Familien-Unternehmen bereits vor.

Richten Sie Ihre Bewerbung bis zum 15. März 2019 an:

Garten-und Landschaftsbau Tobias Steegmann, Grünstr. 32, 47625 Kevelaer

Telefon: 02832/2747

Fragen werden gerne unter folgender E-Mail Adresse: info@steegmann-garten.de beantwortet.

Odile Jurgons stellt ihren preisgekrönten Garten vor

Hier, bitteschön, geht es zum Garten. Ein Hinweisschild zeigt genau den Weg. Odile Jurgons öffnet die Gartenpforte und schon der erste Blick lässt erahnen, dass sich hinter jedem Schritt ein neues Gartengeheimnis verbirgt. Bis man diese allerdings alle entdeckt hat, braucht es schon einiges an Zeit.

Odile Jurgons lacht: „Ja, der Garten erzählt mitunter unendliche Geschichten“, erklärt die Gartenbesitzerin mit einem französischen Akzent. Odile Jurgons kommt ursprünglich aus Frankreich, lebt aber seit 30 Jahren mit ihrem Mann in Winnekendonk. Und genau so lange gestaltet, hegt und pflegt sie auch ihr 2000 qm großes Naturgartenparadies. Dafür erhielt sie nun vom Kreisverband Kleve für Heimatpflege in der Kategorie Naturgarten den ersten Preis.

„Darüber habe ich mich schon sehr gefreut“, gesteht die Preisträgerin eher bescheiden, die ihrem bis zur Fleuth reichenden Garten einen unverkennbaren französischen Charme verliehen hat. Denn kaum hat man das Gartentor durchschritten, wird man unweigerlich von diesem empfangen. Eigentlich möchte man sich sofort niederlassen, Kaffee trinken, den Tag genießen, sich an den vielen schönen Dingen die einen umgeben erfreuen.

Großartige Antiquitäten

Vor einigen Jahren betrieb Odile Jurgons einen Antiquitätenhandel, hat viele Sachen auf Flohmärkten erworben. „Das findet man natürlich hier wieder“, gesteht die sympathische Diplomkauffrau, die den Aufenthalt im großen Naturgarten liebt. Richtig, den gibt es ja auch noch zu entdecken. Ein großer und weitläufiger Baumbestand, Eiche, Kiefer, Birke, Walnussbäume und vieles mehr säumen den Wegesrand, zieren den wunderbaren Garten, dienen im Sommer als Schattenspender. Fast wie zufällig angebracht scheinen da die Stauden-, Kräuter-, Hoch-, Blumen-und Beerenbeete. „Hier ist zum Beispiel ein Minzbeet mit Mojito-, Marokkanischer und Pfefferminze für Tee und Salat zu finden“, erklärt die Gartenliebhaberin. Unmittelbar dahinter wächst ein Quittenbaum. „Die Früchte stehen kurz vor der Ernte“, sagt Odile Jargons, die daraus herrliche Marmelade zaubert. Auch im Kräuterhochbeet wächst die letzte Ernte vor dem Winter heran.

Daneben hört sich das Plätschern eines Teiches wie Musik an. Es wirkt beruhigend. Die Pflanzenwelt mit Schmetterlingsstrauch, Rhododendron, Kamelie, einem Olivenbaum und so vielem mehr, dürfen sich, so scheint es, ungehindert ausdehnen. Beerensträucher zum Naschen genauso wie Beinwellblätter oder Rosmarin. „Beinwell ist gut bei Verstauchungen von Gelenken und Rosmarin verspricht ein hohes Alter“, weiß die Mutter von zwei Kindern zu berichten.

Kleine Auszeiten

Eine kleine Auszeit gefällig? Im Garten von Odile Jurgons kein Problem. Ein schmuckes Teehaus mit Bänken einer ausgedienten Kutsche lädt zur Teestunde mit Getränken in ein original aus China und Japan stammendes Teeservice ein. „Besonders im Winter sehr einladend“, berichtet die zweifache Großmutter.

Wer es etwas exotischer mag ist ein Stückchen weiter in dem einem Beduinenzelt ähnlichen Refugium bestens aufgehoben. Auch hier ist man von der Natur umgeben. Schnelles Klopfen beendet einen kurzen orientalischen Traum. Ein Specht im dazugehörigen Waldstück meldet sich mit Klopfzeichen.

Der Naturgarten in Winnekendonk bietet ein wahres Paradies für Tier und Mensch. Ein Naturgarten gepaart mit viel Liebe zum Detail. Eine Zinkwanne hier, der französische Flaschenhalter dort, eine wie zufällig drapierte Champagnerflasche oder die vielen unzähligen wunderbaren kleinen Dinge, die wohlwollend ins Auge fallen, lassen einen Aufenthalt im Garten von Odile Jurgons zu einem Erlebnis werden.

Mensch(en) mit grünem Daumen gesucht

Damit die Schüler der Grundschule Wetten nicht meinen, dass Gemüse im Tiefkühlschrank wächst und viereckig ist, unterhält die Schule einen Schulgarten. Hier wird eigenes Gemüse angebaut. Die Kinder lernen wie Möhren, Salat, Kartoffeln, Tomaten und Gurken wachsen, versorgt und geerntet werden. Alleine schaffen das die Kinder natürlich nicht. Willi Mevissen und Johannes Botson leiteten seit einigen Jahren im Ehrenamt  die Kindern bei Anbau, Pflege und Ernte an. Nun ist altersbedingt ein Wechsel angesagt. Die neue Schulleiterin Anna Molderings (siehe Bericht) der Grundschule Wetten bedankt sich auch im Namen aller Schüler und Lehrer herzlich für die liebevolle, ausdauernde und wertvolle Hilfe von Willi Mevissen und Johannes Botson.
Um das Projekt Schulgarten weiterführen zu können, sucht die Schule dringend eine Person oder mehrere Personen, die mit den Kindern in einer „Arbeitsgemeinschaft“ den Schulgarten weiter bearbeiten und einen grünen Daumen haben. Dazu gehört natürlich auch ein gewisses Geschick im Umgang mit sechs- bis zehn-jährigen, aber das Kollegium der Schule steht bei pädagogischen Fragen zur Verfügung.
Wer diese schöne und verantwortungsvolle Aufgabe übernehmen und damit besonders den Schülern eine große Freude machen möchte, kann sich an die Schulleitung wenden. Grundschule Wetten, Frau Molderings, Hauptstraße 20, 47625 Wallfahrtsstadt Kevelaer, Telefon: (0 28 32) 35 28, wetten-grundschule@schulen-kevelaer.de