Beim „Sylvesterlauf“ in Kervenheim stand der Spaß an erster Stelle

Entspannt und bester Laune kamen die Läuferinnen und Läufer nach und nach zum Start des siebten „Sylvesterlaufs“ zum Kervenheimer Feuerwehrgerätehaus. Viele von ihnen waren jahrelange Wiederholungstäter, so wie der Uedemer Tobias Hemmers. „Man kann spontan dazu kommen und soviel laufen, wie man will“, zählte der 28-Jährige die Vorteile auf, die das Ereignis im Gegensatz zu vielen auf Zeit getrimmten Laufevents bietet.

Traditionell viele Teilnehmer stellte auch in diesem Jahr wieder der Lauftreff von Viktoria Winnekendonk. „Heute ist einfach nur für den Spaß“, freute sich Jürgen Gellings auf ein paar schöne Runden mit den Mistreitern aus dem Verein. „Dass man das Jahr gemütlich ausklingen lassen kann“, war auch für Walter Rankers die Motivation des Gemeinschaftslaufes. Und Manfred Schax, der von Zuhause aus losgelaufen war, genoss Kervenheim als „Aufgalopp“ für den Kevelaer-Marathon am kommenden Sonntag.

Aber auch Auswärtige mit Bezug zu der Region waren zu dem Event gekommen, Steffi und Peter Vos zum Beispiel extra aus Köln. „Ich habe bei Tervooren meine Ausbildung gemacht“, erzählte der 34-jährige frühere Wettener. „Wir laufen nicht regelmäßig, aber mit Kervenheim startet unser guter Vorsatz für 2019“, ergänzte seine Frau.

Und wie versprochen kam Petra Steffen, die im letzten Jahr als Stadtplanerin nach Oldenburg gegangen war, mit ihrem Mann für den Lauf zurück in die alte Heimat und lief mit ihren beiden Freundinnen. „Wir sind die drei Petras“, meinte sie lachend auf der Strecke.

Mitorganisator Thomas Roest motivierte alle Anwesenden bei der Begrüßung, für den guten Zweck dieses Jahres gerne etwas in den Spendenkasten an der Cafétheke zu stecken. Das Geld soll für einen Defibrillator ausgegeben werden, der am Feuerwehrgerätehaus angebracht werden soll. Unterstützung dafür gab es vom Mediziner Marcus Kelm sowie Simon Gesthüsen und Markus Vetter von der Württembergischen Versicherung. Roest hatte über einen Feuerwehrkameraden den Kontakt zu dem Xantener Marc Scheffer aufgenommen, der darüber aufklärte, dass man mit einem solchen Gerät die Überlebenschance beim Infarkt deutlich verbessert.

Um Punkt 14 Uhr machten sich dann insgesamt 142 Kinder, Jugendliche und Erwachsene allen Alters gehend oder laufend, mit Kinderwagen oder ohne auf die gut 2,2 Kilometer lange Kurzstrecke, während Moderatorenlegende Laurenz Thissen die dort versammelten Kervenheimer und Gäste mit launigen Kommentaren unterhielt.

Mit knapp 90 Jahren begab sich auch Hans Tervooren als wohl ältester Läufer auf die Strecke. „Nur eine Runde, ich hab‘ Knie, sonst würde ich mehr“, nannte er sein Ziel für den Tag. „Seine Altersklasse hat er damit auf jeden Fall gewonnen“, scherzte Thissen.

Am Ziel schenkte die Winnekendonkerin Andrea Schlossarek Bratapfel-Likör an jeden aus, der wollte, Glühwein oder Schampus wartete auf die Läufer nach jeder Runde zum „Pausemachen“ und Kaffee und Kuchen zur Stärkung danach.

Nachdem alle am Ziel angekommen waren, wurde noch viel geklönt, das abgelaufene Jahr besprochen – und der Blick auf 2019 gerichtet. „Mit meiner Freundin ein schönes Jahr verbringen, gesund bleiben und schöne Läufe machen“, lautete der ganz persönliche Wunsch von Heinz van Dongen.


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