Starke Hilfe, trauriges Ende

Ein verunglücktes Pferd sorgte am Donnerstagmorgen, 14. November 2019, an der Endtschestraße in Kervenheim für massive Aufregung – und einen Großeinsatz der Kevelaerer Feuerwehr. Am Morgen waren die freiwilligen Helfer aus Kervenheim und Winnekendonk um 6.07 Uhr alarmiert worden. Die Pferdebesitzerin Miriam Lumme habe sie darüber informiert, dass ihre Stute „Pia“ auf dem Feld eingeklemmt liegen würde. Wir haben einen offenen Stall, da können die Tiere rein und raus, wie sie wollen“, schilderte sie dem KB, wie sie es entdeckt hatte. „Ich wollte normal füttern und sie kam halt nicht rein.“

Dann habe sie angefangen, das Pferd zu suchen – und fand sie. „Da lag sie dann in der allerletzten Ecke der Wiese, hatte sich da zwischen Zaun, Baum und Betonklotz eingeklemmt und konnte nicht mehr aufstehen.“ Die Kevelaerer Feuerwehr rückte unmittelbar nach dem Alarm zu der Unglücksstelle in Kervenheim mit zwei Fahrzeugen und gut 20 Leuten aus. Später kam noch der Tierarzt dazu. „Das war relativ unwegsames Gelände, da ein Hügel und da ein paar Sträucher abseits des normalen Weges“, beschrieb der stellvertretende Leiter der Feuerwehr, Klaus Geerissen, die Szenerie.

Professionelles Vorgehen 

Zwischen dem Überbleibsel eines Zauns und einem Betonpfeiler war das Tier hängengeblieben. Wie lange es da lag, kann man nur vermuten – wahrscheinlich aber die ganze Nacht. Denn es war schon sehr entkräftet, als wir kamen.“ Mit Hilfe des neuen Geschirrs, das im Nachgang einer vor kurzem noch nahe des Bauernhofs Binnenheide in Winnekendonk durchgeführten Rettungs-Fortbildung angeschafft worden war, gelang es den Helfern, in gut 50 Minuten das Pferd aus der misslichen Lage zu befreien.

Die waren waren verdammt zügig da und bestens vorbereitet. Das lief wirklich super“, dankte Miriam Lumme allen Helfern für den professionellen und guten Einsatz. Ein Teleskoplader eines benachbarten Landwirtes half den Einsatzkräften bei der Rettungsaktion. Der Arzt hatte das Tier mit einer Beruhigungsspritze ruhig gestellt, damit die Hilfskräfte angemessen agieren konnten.

Am Ende aber blieben die Maßnahmen ohne Erfolg – das 24 Jahre alte Tier musste leider eingeschläfert werden. „Sie hat wohl schon zu lange gelegen, das Eigengewicht drückt dann halt auch die Organe ab“, meinte Miriam Lumme. Der Tierarzt habe alles getan, was ging. „Und wir haben mit vier Mann versucht, sie aufzurichten. Sie war nicht mehr in der Lage, aufzukommen“, war sie natürlich traurig über das Ende der Hilfsaktion. „Aber das war ein aussichtsloser Kampf – und wohl höheres Schicksal.“