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Der Kevelaerer Tobias Schülpen war im Hochwassergebiet als Bereitschaftsführer der Berufsfeuerwehr im Einsatz

Die Bilder prägen sich ein

Nachdem am Abend des 18. Juli das Telefon klingelte, ging alles ganz schnell. Tobias Schülpen sollte eine Bereitschaft durch den Einsatz im Hochwassergebiet führen. Es folgte die Alarmierung der Einsatzkräfte, eine Lagebesprechung.

Die Kriminalpolizei nahm die Ermittlungen zur Brandursache auf

Brennendes Förderband: A 57 war zeitweise gesperrt

Dunkle Rauchwolke über der A57 bei Kervenheim: Am Dienstagmorgen gegen 6 Uhr ging beim Löschzug Kervenheim die Alarmierung zu einem Kleingebäudebrand auf „Et Grotendonk“ ein.

Feuerwehr, THW und DRK waren am Kieswerk im Einsatz

Schnelle Hochwasser-Hilfe aus Kevelaer

Am vergangenen Freitag, 16. Juli 2021, unterstützte die Feuerwehr Kleve den Katastrophen- und Hochwasserschutz beim Befüllen von Sandsäcken am Kieswerk Et Grotendonk in Kevelaer.

Polizei geht von technischem Defekt aus

Brand an der Alten Weezer Straße

Am Montag, 17. Mai 2021, gegen 15.40 Uhr, kam es in einem Reihenhaus an der Alten Weezer Straße zu einem Brand.

Grosseinsatz
Feuerwehr, Rettungswagen und Polizei rückten am Freitag, 30. April 2021, um ca. 15.40 Uhr aus

Großeinsatz in der Johannesstraße

Die Corona-Silvesternacht fiel deutlich ruhiger aus

Dass die Silvesternacht in diesem Jahr Corona-bedingt ruhiger ablaufen würde als sonst, war bereits abzusehen: Der Verkauf von Feuerwerk war verboten und auch die Kontaktbeschränkungen waren eng gefasst. Dass allerdings auf den Straßen der Wallfahrtsstadt zeitweise weit und breit kein Mensch zu sehen war, davon war selbst Ordnungsamtschef Ludger Holla überrascht. „Ich habe keinen Menschen gesehen“, habe einer seiner Mitarbeiter nach einer Rundfahrt durch Kevelaer am Silvesterabend berichtet. „Wir haben auch wenig Feuerwerk feststellen können“, ergänzt Holla. Dieses Empfinden einer ruhigen Silvesternacht ohne Zwischenfälle bestätigen auch Polizei, Feuerwehr und das Marienhospital.

Die Zahl der Einsatzkräfte der Polizei seien wie zu Silvester gewöhnlich erhöht worden, berichtet Polizeioberkommissarin Anna Stammen. Zu insgesamt vier Einsätzen mit Silvesterbezug mussten diese in der Zeit vom 31. Dezember 2020, 18 Uhr, bis 1. Januar 2021, 6 Uhr, in Kevelaer ausrücken. „Zu den Einsätzen zählten unter anderem eine Sachbeschädigung durch einen Feuerwerkskörper und eine Alarmauslösung in einem Kiosk“, so Stammen. Zum Vergleich: Im Vorjahr waren es acht Einsätze.

Für die Freiwillige Feuerwehr Kevelaer gestaltete sich die Nacht noch ruhiger. Die Kameraden mussten zu keinem einzigen Einsatz ausrücken. „Das Verkaufsverbot hat sicher dazu geführt, dass im Vergleich zum Vorjahr erheblich weniger Feuerwerk abgebrannt wurde. Das hat jeder wohl festgestellt. Aus Sicht der Sicherheit hat sich aus dem Verkaufsverbot die – im Nachhinein ‚Gott sei Dank‘ unbegründete – Sorge ergeben, wie die Menschen darauf reagieren, ob mit illegalen Bestellungen und zusätzlich gefährlicher Pyrotechnik aus dem Internet, oder mit anderen selbstgebastelten Gerätschaften“, erklärt Wehrleiter Georg Metzelaers. Da die Silvesternacht für die Kevelaerer Feuerwehr auch sonst eher ruhig verläuft – im Vorjahr zum Beispiel gab es lediglich einen silvesterunabhängigen Einsatz – machten sich für die Kameraden die Corona-Beschränkungen nicht wirklich bemerkbar. 

Wieder gemeinsam feiern

Metzelaers dankt den Kevelaerer Bürger*innen für ihr Verhalten: „Silvester 2020 war von der Pandemie und vom Shutdown mit seinen Auswirkungen geprägt. Zunächst danke ich allen Mitbürgern in Kevelaer und auch in allen Ortschaften dafür, dass sie sich weitestgehend an die Auflagen und Empfehlungen aus der Politik und der Wissenschaft gehalten haben. Diese Einschränkungen können wir nur alle gemeinsam durchstehen und dann, wenn es vorbei ist, auch wieder alle gemeinsam feiern und das Leben miteinander gestalten.“

Nicht zuletzt ist es auch für das Kevelaerer Marienhospital stets eine gute Nachricht, wenn nach einem Jahreswechsel keine hohen Fallzahlen der Notaufnahme stehen. Christian Weßels, Sprecher des Karl-Leißner-Klinikums, berichtet, dass es in Kevelaer keine Notfälle mit direktem Bezug zu Silvesterfeierlichkeiten gegeben habe. Generell habe sich an der Versorgungslage von Covid-19-Patient*innen in Kevelaer in den vergangenen Wochen nichts geändert. „Im Marienhospital wird weiterhin kein Covid-19-Patient auf der Intensivstation behandelt. Personell ist das Marienhospital gut aufgestellt, so dass die Versorgung auch über die Feiertage und den Jahreswechsel zu jeder Zeit gewährleistet war.“    

Kevelaererin verletzt sich bei Verkehrsunfall schwer

Zu einem schweren Verkehrsunfall kam es am Mittwochabend, 9. September 2020, gegen 20.20 Uhr an der Uedemer Straße in Höhe der Mühlenstraße. Eine 20-jährige Kevelaererin verlor im Verlauf einer Linkskurve aus bislang nicht bekannter Ursache die Kontrolle über ihren Saab und geriet ins Schleudern. Dabei streifte sie den ihr entgegen kommenden Suzuki Swift einer 64-jährigen Frau aus Kervenheim. Nach der Kollision prallte der Saab gegen einen Baum und schleuderte auf die andere Straßenseite. Dort kam er zum Stillstand und fing Feuer.

Der Suzuki schleuderte nach dem Zusammenstoß in eine angrenzende Hecke.Durch die Feuerwehr konnte der Brand schnell gelöscht werden. Die 20 Jahre alte Fahrzeugführerin verletzte sich schwer und musste in ein Krankenhaus gebracht werden. Die 64-Jährige wurde bei dem Unfall leicht verletzt. Beide Autos waren nicht mehr fahrbereit und mussten abgeschleppt. Die Unfallstelle war bis Mitternacht gesperrt.

Leerstehendes Haus brannte

Am Freitag, 05.06.2020, gegen 00:53 Uhr, wurde der Brand eines Einfamilienhauses auf der Gelderner Straße gemeldet. Das zur Zeit leerstehende Haus war aus bislang ungeklärter Ursache in Brand geraten. Die B9 wurde für die Dauer des Einsatzes der Feuerwehr gesperrt und der Verkehr abgeleitet. Am Gebäude entstand erheblicher Sachschaden, Personen wurden nicht verletzt. Der Brandort wurde beschlagnahmt, die Ermittlungen zur Brandursache dauern an.

Brandursache steht fest

Nach dem Brand eines Einfamilienhauses auf der Gelderner Straße heute, 5. Juni 2020, am frühen Morgen (das KB berichtete: https://www.kevelaerer-blatt.de/leerstehendes-haus-brannte/) steht bereits jetzt die Brandursache fest: Die Ermittlungen haben ergeben, dass ein technischer Defekt einen Kurzschluss in der Zwischendecke des Gebäudes verursacht hat.

Mit neuem Fahrzeug besser gewappnet

Stolz stehen Löschzugführer Dirk Kerkmann und sein Stellvertreter Heiner Vos vor dem neuen Lösch- und Rettungsfahrzeug „HLF-10“, das seit Kurzem zum Fahrzeugbestand der Wettener Feuerwehr gehört. „Unseren ersten Einsatz sind wir damit schon gefahren“, bemerkt Kerkmann mit einem Augen-zwinkern. „Ein Vogel in einer Dachrinne – und wir haben ihn gerettet.“ 2,50 Meter breit, 3,30 Meter hoch und 8,05 lang ist der neue Stolz des Wettener Löschzuges, der für die Retter vor Ort einen deutlichen Qualitätssprung nach vorne bedeuten soll, was Hilfsmöglichkeiten und Equipment angeht.

„Die Technik ändert sich ja kontinuierlich. Und mit der Zeit ist es halt unumgänglich, sowas anzuschaffen“, sagt Kerkmann. „Hier ist die modernste Feuerwehrtechnik in einem Wagen vereint.“ So könne man „Hilfe leisten und einen Löscheinsatz fahren. Früher wurde das in den Fahrzeugen noch unterschieden.“ Für Wetten sei es das erste Fahrzeug in dieser Größenordnung für beide Einsatzarten.

Ein Riesen-Highlight

Der Rettungswagen wurde für einen sechsstelligen Betrag angeschafft. Er stelle die Fortführung der Feuerwehrkonzeption dar, die das Ziel habe, alle Löschzüge standardisiert in gleicher Qualität auszustatten. „Damit das jeder Kevelaerer Feuerwehrmann gleichermaßen dann im Schlaf  bedienen kann“, ergänzte Metzelaers´ Stellvertreter Klaus Gerissen. Das Fahrzeug bringe einiges an Innovationen für den Feuerwehrdienst mit, sagt Metzelaers. „Die Pumpentechnik ist um fünf Jahre besser, die Bedienungselemente beim Schraubentank sind besser“, wies er auf die Kleinigkeiten – und auf die ganz großen Fortschritte im Fahrzeug – hin. „Wirklich neu ist der integrierte Schaummitteltank mit 180 Liter Fassungsvermögen.“ Sonst habe man 120 Liter in Kästen mitgeführt und diese beim Einsatz aufbauen müssen. „Jetzt können wir das direkt ins Löschwasser mit integrieren – ein Riesen-Highlight.“ Man habe vorher schon schnell gelöscht, ergänzte Kerkmann. „Aber damit ist man jetzt noch schneller.“

Außerdem führt das Fahrzeug statt 600 nun 1600 Liter Wasser mit sich. „Mit 600 Liter muss man für den Angriff auf ein Feuer auf den zweiten Wagen warten – man rechnet da mit 1200 Liter. So kann man direkt ans Feuer herangehen. Da zählt jede Sekunde“, weiß Kerkmann aus seiner Praxis. Zudem könnten sich statt zwei nun vier Mitglieder der Feuerwehr während der Fahrt mit Atemschutz und Pressluftmaske im Fahrzeug ausrüsten und dann in den Einsatz gehen. Auch darüber gewinne man Zeit. Eine umfangreiche Werkzeugausstattung und Euro-6-Norm runden die Eigenschaften des Fahrzeugs ab.

Die Modernisierung mit der heutigen Fahrzeug-Generation sei nötig angesichts der immer komplexer werdenden Herausforderungen, die Hitze, Regen, Stürme und Hagel hervorrufen. „Das ist alles extremer geworden und wird uns in Zukunft auch noch stärker begleiten“, betont Metzelaers. Dementsprechend hoffen die Beteiligten, dass der Brandschutzbedarfsplan, der den Rahmen für die Neuanschaffungen und Strukturveränderungen setzt, baldmöglichst den Segen der Bezirksregierung und auch des Kevelaerer Rates erhalten wird.

Wann der Wagen offiziell eingeweiht werden kann, steht noch nicht fest. Die Verordnungen in Bezug auf Covid-19 änderten sich so schnell, dass man nicht abschätzen könne, wann man das Ganze in einer Feierstunde tatsächlich begehen kann. „Denn dass wir das richtig feiern wollen, das steht außer Frage“, sind sich Kerkmann und Vos einig.

Hinweis

Dem Kevelaerer Wehrführer Georg Metzelaers liegt allerdings noch ein weiteres Thema auf der Seele: das Phänomen der stark zunehmenden Beseitigung von Unkraut mit Bunsenbrennern.  „Wir hatten am Dienstag einen Einsatz mit zwei Hecken, die deswegen  weggebrannt sind“, warnt Metzelaers angesichts der extremen Trockenheit eindringlich davor, diese Technik anzuwenden. „Bereits die Wärmestrahlung reicht aus, um das trockene Innenleben einer Hecke in Brand zu setzen.“ Wenn man noch in unmittelbarer Nachbarschaft ein Getreidefeld hat, könne das noch schlimmere Auswirkungen nach sich ziehen, als „nur“ den eigenen Garten in Mitleidenschaft zu ziehen. „Wir appellieren an alle, dringend darauf zu verzichten.“