Lokale Wirtschaft startet Kampagne

Gut vier Wochen waren die Geschäfte jetzt geschlossen. Seit Anfang dieser Woche darf der Einzelhandel mit einer Fläche von unter 800 qm unter bestimmten Voraussetzungen wieder öffnen. „Die letzten Wochen waren auch für die Unternehmen in Einzelhandel und Gastronomie besonders hart und wirtschaftlich extrem belastend“, heißt es aus der Wirtschaftsförderung der Wallfahrtsstadt.

„Einnahmen sind teilweise komplett weggebrochen – und das bei anhaltenden Kosten. Trotz Kurzarbeitsregeln und teilweise toleriertem Zahlungsaufschub bei der Ladenmiete mussten natürlich viele Rechnungen trotzdem weiter bezahlt werden. Umsätze durch Online- Angebote und auch die sehr kurzfristig organisierten Lieferservices konnten nur einen ganz kleinen Teil der verlorengegangenen Umsätze kompensieren.“

Auf der städtischen Seite der Wirtschaftsförderung unter www.kevelaer-haelt-zusammen.de und auf der Seite www.Kevelaer-Fans.de wurden die unternehmerischen Angebote deshalb bereits vor Wochen auch nochmal gebündelt dargestellt.

Klares Aufbruchssignal

Jetzt haben Wirtschaftsförderung und Einzelhandel gemeinsam mit der Werbeagentur „Oneline Media“ aus Kevelaer, „vandenBoom. Agentur für Mediendesign“ aus Kervenheim und der Medienmanufaktur Niederrhein aus Kevelaer eine sehr emotionale Kampagne entwickelt.

„#kevelaerhaeltzusammen – kauft lokal“ soll Besucher und Gäste, Kunden und Bürger auf die herausfordernde Situation im Einzelhandel und der Gastronomie hinweisen. Auch die Bürger brauchen aus Sicht der Initiatoren ein klares Aufbruchssignal, damit der private Konsum und auch Investitionen generell wieder angekurbelt werden. Zudem bedarf es aus Sicht der Wirtschaftsförderung einer unkomplizierten, befristeten Liberalisierung des Ladenöffnungsrechts. „Es wäre wünschenswert, wenn die Ladenöffnung an Sonntagen vielleicht befristet für das laufende Jahr ohne Auflagen und Beschränkungen zugelassen werden könnte. Damit würde gerade den Unternehmen in Einzelhandel und Gastronomie die Chance gegeben, die durch Corona bisher verlorenen Umsätze zumindest teilweise wieder zu kompensieren“. so Hans-Josef Bruns, Leiter der Wirtschaftsförderung in Kevelaer.
Erweiterte Ladenöffnungszeiten trügen ebenfalls dazu bei, weiterhin bestehende Auflagen zum Beispiel bei den Vorschriften zur Hygiene und zum Abstandsgebot effizienter durchzusetzen, da sich das Kundenaufkommen einfach besser verteilen würde.