Gelungener Tag rund ums Fahrrad

Zahlreiche Infostände, Kunstangebote und kulinarische Ecken boten rund um den Peter-Plümpe-Platz bei der Ausgabe der „FahrRad-Pause“ ein vielfältiges Bild. Auf einem Testparcours ließ die Verkehrswacht des Kreises Kleve Kinder fahren, die verschiedene Alltagssituationen auf dem Rad erleben konnten. „Radfahren ist keine Selbstverständlichkeit mehr, die Mobilität wird eher schlechter. Und nur ein Kind, das auf dem Rad sicher ist, ist im Verkehr sicher“, meinte Norbert van der Sand von der Verkehrswacht.

Die neunjährige Annemie aus Kevelaer probierte sich beim Linksabbiegen und dem richtigen Anhalten aus. „Empfunden habe ich das als sehr gut, weil es wie im Verkehr Hindernisse wie die Kurve gibt. Und dann musste man die Glocke schlagen und einparken.“ Auch die neunjährige Mila fand es gut. Ihr Vater Christian Ettwig kommentierte die Fahrradaktion: „Da sollten mal die Autofahrer mit drauf, um dafür sensibel zu werden.“

Für den guten Zweck

Am „Big-Challenge“-Stand wiesen einige Aktive auf die Veranstaltung im Kampf gegen den Krebs am 22. Juni 2019 hin, konnten einige Anmeldungen und 170 Euro an Spendengeldern mitnehmen. Auf zwei Spinning-Rädern konnte man Kilometer für den guten Zweck herunterfahren – am Ende waren es 85. „Ich wollte vor drei, vier Jahren mal mitmachen“, erzählte Helmut Gerritsen, der das gesamte Angebot des Tages spannend fand. Ähnlich sah das der Gocher Wolfgang Naujokat. „Ich hab auch schon Räder aus meiner Jugend gesehen“, verbrachte der 69-Jährige einen „sehr interessanten Nachmittag“ in Kevelaer.

Nahe dem Rathaus informierte die Klimaschutzmanagerin der Stadt, Nina Jordan, über ihre Projekte. Und die Stadt warb aktiv für das neue Hüls-Konzept mit dem Gradierwerk. „Wir hatten da viele interessierte Leute, die neugierig auf die Eröffnungsphase sind“, meinte Barbara Dicks vom Service-Center Tourismus und Kultur. City-Managerin Nicole Wagener plauschte darüber live auf „Antenne Niederrhein“.

Die „Falken“ zeigten ihre Einrad-Künste. Foto: aflo

Auch die Einräder des Sportvereins „Falke Kervenheim“ sorgten für Aufmerksamkeit. „Sie gucken und lachen erst, finden es aber faszinierend“, schilderten Annika und Jasmin ihre Erfahrungen während des Fahrens durch die Ständereihen. „Für die Werbung neuer Mitglieder ist das schon wichtig“, fand Trainerin Laura Heister. Das ging auch Initiativen wie der „Landpartie“ so: „So eine Veranstaltung ist Gold wert, so erreichen wir viel mehr Leute direkt“, meinte Mitinitiatorin Raphaele Feldbrügge.

Und natürlich konnten sich die Radgeschäfte mit ihrem Angebot präsentieren. Der Trend war eindeutig das E-Rad. „Schneller-höher-weiter, vor allem was die Reichweite betrifft“, fasste Thomas Bosch vom gleichnamigen Fahrradservice die Entwicklung des Kundeninteresses zusammen.