Eine Frage des Charakters

Soll der Luxemburger Platz bleiben, wie er ist?

Der Luxemburger Platz heute. Noch steht die "Kathedrale der Bäume", wie sie Vertreter des Gestaltungsbeirates tauften. Foto: nick

Dass der Mechelner Platz vorerst nicht umgebaut wird, war zu Beginn der Sitzung am vergangenen Dienstagabend noch eine echte, wenn auch nicht mehr ganz taufrische Nachricht gewesen. Auf die Ausschreibung sei kein einziges Angebot eingereicht worden, meldete Franz Heckens. Eine erneute Ausschreibung könne nicht vor Herbst erfolgen, sodass sich der Baubeginn erheblich verzögere, „wenn wir denn ein Angebot bekommen“, erklärte er. Doch da sei man guten Mutes. Zudem „bemühen wir uns um eine Zwischenlösung“ für die Nutzung des Platzes.
Die folgende Diskussion um die Kevelaerer Plätze mit kirchlicher Nutzung wurde zunächst von der allgemein als frohe Botschaft angesehenen Nachricht überstrahlt, dass der Kirchenvorstand von St. Marien Zugeständnisse bei der Außengastronomie am Kapellenplatz signalisiert habe. „Eine Reihe Tische“ solle dort aufgestellt werden dürfen. Was den umstrittenen Luxemburger Platz betreffe, solle dort die Außengastronomie „noch großflächiger“ erlaubt werden, führte Thomas Selders von St. Marien aus.
Bürgermeister Dominik Pichler bemühte sich noch, die beiden Punkte Außengastronomie und Gestaltung des Luxemburger Platzes auseinander zu halten. „Außengastronomie zulassen, dagegen habe ich nix“, sagte er. Doch beim „Streitpunkt Luxemburger Platz“ stehe er „für andere Planungen nicht zur Verfügung“, erklärte er. Er fühle sich an sein Wort von vor fünf Wochen gebunden.

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