Burger, Trucks und Trump

Eine Schülergruppe des Gymnasiums besuchte die USA - Eine Teilnehmerin berichtet

Die Kevelaerer genoss auch das amerikanische Nachtleben. Foto: privat

Die USA – Burger, Trucks und Trump. Ein Land der Träume und der Erfolge. Ob durch Filme, Technologie oder Essen, es nimmt Einfluss auf das Leben der heutigen Jugend. Eine Reise nach New York ist wahrscheinlich ein Punkt auf den Wunschlisten vieler Jugendlicher. Dieser Traum ist nun für 16 Schülerinnen und Schüler des Kardinal-von-Galen-Gymnasiums in Erfüllung gegangen.

Zwei Wochen lang bereisten die 16- bis 17-Jährigen in Begleitung zweier Lehrer die USA und nahmen an einem langbestehenden Schüleraustausch zwischen der kleinen Stadt Abilene und Kevelaer teil. Seit dreißig Jahren gibt es das Austauschprogramm zwischen dem Kardinal-von-Galen-Gymnasium und der Abilene High-School in Kansas.

Alle zwei Jahre reisen ungefähr 15 deutsche Schülerinnen und Schüler in die USA, um eine Woche des amerikanischen Schullebens zu erfahren und im folgenden Jahr einen der amerikanischen Schüler aufzunehmen. Organisiert und begleitet wurde die diesjährige Fahrt von Kirsten Wessing, die schon seit einigen Jahren den Austausch aufrechterhält, und Jens Auerbach, der dieses Jahr zum ersten Mal als Begleitung mitkam.

Mitten in der Nacht ging es für die Schülerinnen und Schüler los auf eine 22-stündige Reise in das Land der unbegrenzten Möglichkeiten. Mit sieben Stunden Zeitverschiebung kamen die Jugendlichen müde und ausgelaugt, aber auch aufgeregt und neugierig in Wichita an. Die ersten acht Tage sollten sie in einer Gastfamilie verbringen und das amerikanische Leben genauer kennenlernen.

Die Familien hatten Aktionen geplant und so machten einige einen Ausflug zum bekannten College, der Kansas University in Lawrence oder fuhren zu nahegelegenen Städten, um in amerikanische Geschäfte zu gehen. Neben den geplanten Aktivitäten hatte auch die Schule einige Angebote parat. Ein gemeinsames Barbecue am zweiten Abend gab den Jugendlichen die Möglichkeit, sich über die gesammelten Eindrücke auszutauschen und die anderen Gastgeschwister kennenzulernen.

Ein Fußballturnier nach der Schule weckte besonders viel Interesse bei den amerikanischen Schülern, die neugierig auf die Fähigkeiten der Deutschen waren. Auch ein Ausflug zum Brown vs. Board of Education Historical Site Museum in der Hauptstadt Kansas, Topeka, war eine lehrreiche Erfahrung für die Kevelaerer.

Ein weiteres kulturelles Must-have war der Besuch des Eisenhower Centers in Abilene. Als Heimatstadt des 34. Präsidenten der USA ist Abilene besonders stolz auf ihren Ike Eisenhower und dadurch thematisch unumgänglich für die deutschen Touristen.

An zwei Tagen begleiteten die Kevelaerer ihre amerikanischen Gastgeber zur Schule und bekamen einen kleinen Einblick in den amerikanischen Schullalltag. Unterschiede und Gemeinsamkeiten zwischen dem deutschen und amerikanischen Schulsystem fielen dabei schnell auf und waren spannend festzustellen. Außerdem diente der Austausch zur Verbesserung der Sprachkenntnisse. Nicht nur die englischen Sprachkenntnisse der deutschen Jugendlichen sollten verbessert werden, auch die amerikanischen Gastgeber konnten ihre Deutschkenntnisse zum Einsatz bringen.

Hello New York City

Am achten Tag hieß es dann „Goodbye Abilene“ und „Hello New York City“. Nach einer spannenden Woche in Kansas und mit vielen neuen Freundschaften reisten die Jugendlichen weiter in die Weltstadt New York. Untergebracht in einem Hotel in Brooklyn verbrachten die Kevelaerer sieben Tage in der atemberaubenden Stadt. Ob Empire State Building, Christopher Street oder One World Trade Center, alle Attraktionen wurden besucht und ausreichend erkundet. Highlight der Fahrt war das Baseballspiel der New York Yankees gegen die Chicago White Sox im großen Yankees Stadion.

Außerdem besuchten die Jugendlichen das bekannte Chinatown und waren Zuschauer in dem New York Night Court bei einigen Gerichtsverhandlungen. Auch zum UN-Gebäude machte die Reisegruppe einen Ausflug und lernte Neues über das politische Verhältnis der einzelnen Länder.

Trotz des straffen Programms hatten die Jugendlichen Freizeit, die sie nutzen konnten, um in Geschäfte zu gehen oder die Stadt genauer zu entdecken. So besuchten einige den High Line Park oder gingen auf Tour am Times Square. Auch der Besuch der Freiheitsstatue durfte nicht fehlen. Von einer Fähre aus konnten die deutschen Touristen Fotos machen und einen näheren Blick auf die bekannte Statue werfen.

Nach 14 Tagen spannender Abenteuer und neuer Erfahrungen ging es für die Gruppe wieder zurück in die Heimat. Ein langer Rückflug und eine Busfahrt später kamen sie an der Hüls an und wurden von ihren Eltern begrüßt. Eine Reise, die neue Freunde, verbesserte Kenntnisse und unvergessliche Erinnerungen brachte, kam zum Ende. Es war definitiv eine Reise, die sich gelohnt hat und vielleicht bei dem einen oder anderen Schüler den Wunsch nach einem weiteren Besuch in den USA geweckt hat.

Athena Riegel