Welt-AIDS-Tag 2020: Kreisgesundheitsamt weist auf Beratungsangebote hin

„Nur wer von HIV weiß, kann von den Vorteilen der Behandlung profitieren"

Das Gesundheitsamt des Kreises Kleve rät dazu, auch während der Corona-Pandemie die Beratungsangebote zu HIV / AIDS in Anspruch zu nehmen. Foto: Pixabay

Ein rechtzeitiger HIV-Test kann schwere Schäden am Immunsystem und den Ausbruch einer AIDS-Erkrankung verhindern. Dies gilt auch während der aktuellen Corona-Pandemie. Das Gesundheitsamt des Kreises Kleve weist anlässlich des diesjährigen Welt-AIDS-Tages auf das bestehende Beratungs- und Testangebot zu HIV / AIDS und anderen sexuell übertragbaren Infektionen hin. Corona-bedingt wurden die Abläufe des Beratungs- und Testangebots angepasst. Deshalb ist vorab eine telefonische Kontaktaufnahme mit der Beratungsstelle im Gesundheitsamt unter Tel. 02821 / 85-507 oder 02831 / 391-829 erforderlich. Der Welt-AIDS-Tag findet seit 1988 alljährlich am 1. Dezember statt. Er bekräftigt die Rechte der HIV-positiven Menschen weltweit und ruft zu einem Miteinander ohne Vorurteile und Ausgrenzung auf.

„Wir möchten alle, die Fragen zu HIV und anderen sexuell übertragbaren Infektionen haben, ermutigen, auch während der Corona-Pandemie die kostenlose, anonyme und vertrauliche Beratung im Gesundheitsamt in Anspruch zu nehmen“, erläutert Amtsärztin Dr. Martina Scherbaum. „Nur wer von HIV weiß, kann von den Vorteilen der Behandlung profitieren.“ Eine frühzeitige Behandlung schützt das Immunsystem und senkt das Risiko, AIDS oder andere schwere Krankheiten zu entwickeln.

„Menschen mit HIV haben heute eine nahezu normale Lebenserwartung. Hinzu kommt, dass eine wirksame Therapie die Anzahl der Viren soweit reduzieren kann, dass HIV auch beim Sex ohne Kondom nicht übertragen wird. In der Folge bedeutet dies auch, dass unter wirksamer Therapie HIV-infizierte Personen Kinder zeugen und HIV-positive Frauen HIV-negative Kinder gebären können, ohne auf künstliche Befruchtung und Kaiserschnitt ausweichen zu müssen“, erklärt der Kreis Kleve in einer entsprechenden Mitteilung. „Wir hoffen, dass die Botschaft zum Abbau der Diskriminierung von Personen mit HIV beiträgt, damit mehr Menschen den Weg zu Beratung, Test und Behandlung finden“, sagt Dr. Scherbaum. Weitere Informationen gibt es auf der Internetseite des Kreises Kleve unter www.kreis-kleve.de.