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Mit viel Freude gefeiert

Als die Königskette vom alten König Rafael Derks auf den neuen Schützenkönig Henning Fritz überging, war das für beide Männer etwas ganz Besonders. „Das war schon sehr emotional für mich“, gestand Fritz beim anschließenden Kirmesball, bei dem er seinen Vorgänger freundschaftlich in den Arm nahm.
Der hatte bereits unmittelbar nach der Abendmesse in der Kirche, die von den Jungschützen und dem Projektchor unter Leitung von Christian Franken gestaltet wurden, einen Einblick in seine persönliche Gefühlslage gegeben. „Ich hatte schon damals an der Vogelstange zu kämpfen“, ließen die Worte erahnen, wieviel ihm das Jahr als Schützenkönig gegeben hatte. „Wir waren viel unterwegs, unter anderem zum Bundeskongress nach Köln. Das war ein Highlight für uns.“ Das Jahr habe aber auch seine stressige Seite gehabt. „Ein Jahr Pause ist auch nicht schlecht.“
Bereits der Vorabend hatte einen Vorgeschmack auf die Ausgelassenheit der vier Tage gegeben, mit denen die Schützen und das gesamte Dorf feierten. Das Oktoberfest mit der Band „die Lausbuba“ hatte die Feierlichkeiten angemessen eingeläutet. „Da waren wir mit 560 Gästen komplett ausverkauft“, durfte der Brudermeister der Antonius-Schützen, Guido Paeßens, zufrieden festhalten.

Henning Fritz (l.) und Rafael Derks


Der Samstagnachmittag stand dann ganz im Zeichen des Kindertages rund um das Festzelt mit Kinderdisco, Clown, Freifahrten und Freigetränken, ehe der Abend dann nochmal Tanz mit der Band „Enjoy“ bot. Entsprechend „geeicht“ genossen die Schützen und ihre Familien mit den Dorfbewohnern den musikalischen Frühschoppen, den der Musikverein Eintracht Twisteden abwechslungsreich gestaltete – und bei dem auch das eine oder andere Gläschen seinen Abnehmer fand.
„Worauf ich mich am meisten freue, das ist auf Montag“, hatte die neue Majestät Henning Fritz bereits am Samstagabend zum Besten gegeben – und damit meinte er den Höhe- und zugleich auch Schlusspunkt der viertägigen Feierlichkeiten. Bevor es zum ausführlichen Umzug mit allen Twistedener Vereinen in Richtung des elterlichen Wohndomizils ging, wünschte Pfarrer Andreas Poorten beim Gottesdienst „Völ Glöcks met de Kermes“.
Anschließend zog er mit den Honoratioren der Stadt, der Ortschaft und den Vereinen zum Mahnmal und erinnerte dort an den Beginn des zweiten Weltkrieges vor 80 Jahren und die Opfer der Kriege. „Es muss lebendig bleiben, damit so etwas nie wieder passiert.“
Nach dem Abschreiten der Vereine vor dem elterlichen Haus und einem kleinen Umtrunk vor der Tür machte sich dann der König mit seiner Königin Claudia Reifenberg und den drei Ministerpaaren – Jan und Patricia Krouwel, Michael und Patricia Brünken sowie Daniel Verfürden und Kerstin Schiefer – auf den Weg durch die Ortschaft.
„Die Menschen im Ort wären enttäuscht gewesen, wenn ich es nicht so gemacht hätte“, gestand Reifenberg dann auf dem Weg, dass sie bewusst natürlich zwei verschiedene Paar Schuhe angezogen hatte. „Einmal in Champagner und einmal in Blau.“ An der Bushaltestelle im Ortskern nahm der Thron dann die Parade der Vereine ab und verfolgte auf dem Dorfplatz das Fahnenschwenken, ehe es zum Einmarsch in das Festzelt ging. Dort fanden die Tage mit dem Königsgalaball ihren würdigen Abschluss.
https://www.kevelaerer-blatt.de/kirmes-in-twisteden-2019/

Anne Teller-Weyers erhielt die Festkette in Winnekendonk

Tatsächlich erschein es, als habe sich die gesamte Ortschaft Winnekendonk für diesen Anlass herausgeputzt. Nach dem ökumenischen Gottesdienst von Pastor Manfred Babel und Pfarrerin Karin Dembek in der St. Urbanus-Kirche versammelte sich die gesamte Schar an Vereinen, um vom Marktplatz aus in Richtung Bürgerpark zu marschieren.
Unter den Marschierenden befand sich mit Dieter Frerix sogar der frischgebackene Landesbezirkskönig Niederrhein. Seine Frau Andrea hatte das Schießen am Vortag in Walbeck verfolgt und stellte die wichtigste aller Fragen: „Wohin soll das noch führen ?“ – nach Königs-, Bezirks- und jetzt Landesbezirkswürde. „Was jetzt noch geht, ist Europa.“
Gemeinsam zogen die Vereine auf die Wiese, wo die versammelte „Prominenz“ mit der zukünftigen Festkettenträgerin Anne Teller-Weyers, ihrem Adjutanten Christian Ripkens und ihren Partnern plus Ortsvorsteher Rüdiger Göbel, Bürgermeister Dominik Pichler und dem Ortsvorsteher Hansgerd Kronenberg warteten. Ob sie nervös sei, rief ihr einer der Anwesenden zu. „Ja, ein bisschen“, konnte sie naturgemäß das Gefühl, das sie bewog, nicht verbergen.
Bevor es richtig losging, hatten die Redner zunächst mit den Tücken von Rückkopplungen im Mikrofon zu kämpfen, die erst für Irritation und anschließend für gelassenes Gelächter sorgten. Das passte zu Rüdigers Thema vom „Haar-in-der-Suppe-suchen“, wobei er die Debatte um den fehlenden „Selbstfahrer“ und das Karussell auf der Kirmes meinte.
„Man könnte erst über den Zaun miteinander sprechen und den Faktencheck machen, bevor man in den sozialen Netzwerken seine Meinung nach außen trägt“, meinte er unter dem Beifall der Anwesenden. Er dankte unter anderem der Feuerwehr, die mit Wasserschlauch und Hüpfburg für den angemessenen „Ersatz“ gesorgt hatten.
Dominik Pichlers Rede fiel wie immer erfrischend kurz aus. „Mit Haaren kenne ich mich aus“, scherzte er und machte angesichts des 60-jährigen Bestehens der Jugendorganisation KLJB deutlich, „dass die Kirmes kein altes Eisen ist.“
Leuchtendes Vorbild
Danach war es dem Ortsvorsteher Hansgerd Kronenberg in seiner Laudatio vorbehalten, Anne Teller-Weyers als „ein leuchtendes Vorbild für ehrenamtliches Wirken zum Wohle der Bürgerschaft“ herauszustellen – mit ihrer Arbeit im Gemeindeausschuss St. Urbanus und im Pfarreirat sowie als frühere Lenkerin des Vereins und dem Planen von Veranstaltungen.
In ihre Zeit als Vorsitzende sei die Planung und Durchführung der Festivitäten zum 50-jährigen KLJB-Bestehen gefallen. „Diese Aufgabe wurde glänzend bewältigt“, lobte Kronenberg rückwirkend. Auch ihren Adjutanten Christian Ripkens würdigte Kronenberg für die ehrenamtliche Tätigkeit – neben dem KLJB-Vorsitz, dem Blasmusikspiel im Musikverein und der Arbeit als sachkundiger Bürger der CDU im Kevelaerer Rat. Er machte bezüglich der KLJB klar „dass die nachwachsende Generation in der Spur ist“ und hob deren Projekte hervor.
Sprungbrett ins Ehrenamt
Nach der Ehrung durch Göbel und Kronenberg war Anne Teller-Weyers die Rührung anzusehen. „Die KLJB ist das größte Sprungbrett ins Ehrenamt“, verwies sie auf die Ehrenamtlichen, die heute im gesamten Ort in unterschiedlichen Funktionen tätig sind.
Sie zitierte mit Blick auf ihre KLJB-Zeit Johannes Oerding: „Wir haben viel erlebt, eine Geschichte, die uns ewig bleibt, und haben viel gesehen, dass es gut für 100 Leben reicht“. Und sie blickte voraus: „Wenn die KLJB 2059 Hundert Jahre alt wird, bin ich erst 70 Jahre alt. Ich freue mich darauf, dann von unserer Zeit zu erzählen.“ Eine Zeit, die „für gut 100 Leben reicht.“
Nach dem Abschreiten der Vereine und dem Fahnenschwenken bewegte sich der Festzug mit dem Festketten- und Adjutantenpaar in der Kutsche zum Ehrenmal, wo traditionell ein Kranz niedergelegt und die Nationalhymne gesungen wurde. Im Anschluss an den Umzug durch das Dorf wurde dann im Festzelt noch lange und ausdauernd gefeiert. „Es ist besser, als ich es mir vorstellen konnte. Und man hat mehr Gefühlswallungen, als man vorher denkt“, so die Festkettenträgerin.
Die Kirmes endete am Dienstag mit dem „Kirmes-Café“ und dem bunten Nachmittag für Senioren, der Rückgabe der Festkette in der Öffentlichen Begegnungsstätte und dem Zug zur Gaststätte „Zur Brücke“.
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„Wir können es immer noch fühlen“

Am Samstagabend herrschte im Winnekendonker Festzelt beste Stimmung. Denn dort hatte die KLJB zum „Dans op de Deel“ eingeladen, zu dem am Ende um die 300 Besucher kamen.
Zuvor hatte es in der Urbanus-Kirche einen von der KLJB mitgestalteten Gottesdienst gegeben. Im Anschluss daran kamen die Mitglieder der Vereine und Bürger aus dem Dorf zusammen, um das Tanzbein zu schwingen. Schon früh „stürmte“ die zukünftige Festkettenträgerin Anne Teller-Weyers mit ihren Mitstreiterinnen von der KLJB die Tanzfläche und sang zu Revolverhelds „Wir können es immer noch fühlen“ der Partyband begeistert mit.
Mit dem Bollerwagen kam zwischendurch ein großer Schwung der Mitglieder der Kervenheimer Feuerwehr, die beim Orientierungslauf der Feuerwehren teilgenommen hatten. „Wir waren zwar nur 14 von 18, aber die Stimmung war super“, berichtete Marc Josefs. „Wir wollten es uns aber nicht nehmen lassen, hier mitzufeiern“, ergänzte Florian Reykers gut gelaunt.
Auch ein zukünftiger Ehemann nahm mit seinen Freunden an der Party teil – Rafael Zaykowski aus Goch verkaufte mit einem Bauchladen Dinge für „Personen unter und über 18 Jahren“. Er hatte mit seiner zukünftigen Frau Jenny Lamers in Winnekendonk gewohnt, „deshalb weiß ich, dass sich das Feiern hier lohnt“, meinte der 28-Jährige.
Am Abend nutzten viele Besucher die Fotobox für ein Erinnerungsbild und ließen bis weit nach Mitternacht die Sohlen über das Parkett gleiten.

Entspannte Ruhephase beim Frühschoppen

Dass nach der Party am Samstag etwas Entspannung angesagt war, war den Teilnehmern des Frühschoppens am Sonntag durchaus anzumerken.
Nach und nach kamen die Protagonisten der Feierlichkeiten ins Festzelt. „Die Party im Zelt gestern ging bis fünf Uhr“, ließ es die zukünftige Festkettenträgerin Anne-Teller Weyers an diesem heißen Tag ruhig angehen.
„Die Musik haben wir bei uns noch gehört“, erzählte Peter Schlossarek, der seinen 57. Geburtstag am Vorabend in privater Runde begangen hatte. „Man muss viel ‚leiden‘, aber die Stimmung unter den Schützenbrüdern ist gut“, so der Achterhoeker Willi Gietmann.
Für den musikalischen Rahmen des Frühschoppens sorgte an diesem Sonntag der Winnekendonker Musikverein. „Wir sind kurzfristig eingesprungen, der Musikverein aus Wetten hat vor zwei Tagen abgesagt“, hatten der Vorsitzende Markus Aben und seine Mitstreiter Solidarität bewiesen und unterhielten die Gäste mit ihrem Repertoire.
Auch das Improvisationstalent der Winnekendonker Feuerwehr war gefragt. Der Tatsache geschuldet, dass es in diesem Jahr weder einen „Selbstfahrer“ noch ein Kinderkarussell gab, musste man für die Kinderbelustigung einen adäquaten Ersatz organisieren.
So stand dann auf dem Parkplatz ein Feuerwehrwagen, die Kids konnten mit den Wasserschläuchen spritzen, sich auf der Hüpfburg bewegen und hatten ihren Spaß. Die „Großen“ genossen im Schatten erfrischende Getränke und schöne Gespräche.

Der Versuch ist geglückt

Stimmung zeigten sich zum Start der Radtour in Winnekendonk. Die gut 60 Fahrer, die sich am Festzelt versammelt hatten, gaben ein entspanntes Bild ab.
Von dort aus machte sich die Gruppe gut gelaunter Teilnehmer auf den Weg zum Hoffmannshof, den man nach gut 20 Minuten erreichte. Auf der Strecke befand sich auch der Sebastianus-Schützenthron, dessen Fahrleistung angesichts der ausdauernden Königsball-Party mit „Verlängerung“ umso höher zu bewerten war.
„Meine Mutter hat schon gesagt, geh nicht im Dunkeln nach Hause“, deutete Adjutanten-Ehefrau Martina Lohmann an, dass der Abend zum Morgen geworden war. „Es war dann doch sechs Uhr“, machte Schützenkönig Boris Weber dann die wahre „Dimension“ der Geselligkeit im Garten nach der Zeltparty deutlich.
Seine Kondition und die aller Beteiligten wurde auf der Radtour sportlich wie genusstechnisch „gefordert.“ Denn sie durften gleich bei einer Station aus dem eigens vorbereiteten „Bäuerchen“ ein Schnapsgläschen aus Gründen der Geselligkeit probieren.
Die zukünftige Festkettenträgerin Anne Teller-Weyers freute sich über den überraschend guten Zuspruch. Die KLJB als Ausrichter der Kirmes hatte einfach mal was Neues gewagt. „Vorher haben wir gesagt: zwischen 20 und 100 kann alles passieren. Jetzt die 60, das ist echt gut.“
Von dem Anwesen aus führte die Tour weiter zum Achterhoeker Schützenkönig Rainer Mott, der die Aktiven in seinem Vorgarten ebenfalls mit einem besonderen Tröpfchen verwöhnte. „Dieser 300er“-Likör schmeckt echt gut“, sagte Michael Brünette und war von der Idee der Tour wie alle Beteiligten sehr angetan. „Das sollte man auf jeden Fall häufiger machen“, fand Theo Janßen. Und Mathis Itrich von der KLJB versicherte, dass man die Anregung auf jeden Fall an die anderen Vereine weitergeben wird.
Anschließend ging es vorbei an den „Residenzen“ der Adjutanten, ehe die entspannte Fahrt bei Schützenkönig Boris Weber endete. „So sieht jeder, wo ein König wohnt“, meinte Elisabeth Werner. „Hoffentlich etabliert sich das“, stand sie mit dieser Meinung nach der zweistündigen Tour nicht allein.

Mit 18 Jahren war sie schon Vorsitzende

Wenn Anne Teller-Weyers über ihre Kindheit spricht, dann huscht schnell ein Lächeln über ihr Gesicht. „Ich habe nichts vermisst, es war immer alles da“, sagt die 30-jährige Veranstaltungskauffrau, die mit ihrem acht Jahre älteren Mann Jan auf dem Hofmannshof lebt.
„Ich komme aus dem Dorf, bin in der Blumenstraße in Winnekendonk aufgewachsen, quasi also mittendrin“, erzählt die immer strahlende Tochter des früheren „Ons Derp“-Heimatvereinsvorsitzenden Norbert Heistrüvers und dessen Frau Claudia.
Zuhause sei sie „unbewusst wohl heimatbewusst erzogen worden“, erzählt Teller-Weyers, die in der St.-Urbanus-Kirche zur Kommunion ging und dort auch heiratete, in der Overberg-Grundschule ihr ersten Lernschritte vollzog und später am Gelderner Berufskolleg ihr Abitur machte. Zu ihren Mitschülern von damals hat sie bis heute Kontakt.
„Ich war immer vielseitig interessiert“, erzählt die 30-Jährige. Sie organisiert damals Feten, spielt Theater und tritt schließlich im Jahr 2004 in die KLJB ein. „Die KLJB zieht ja gerne mit im Karneval, da stand ich früher am Straßenrand. Und dann hieß es: Wenn du mitziehen willst, musst du Mitglied werden.“ Gesagt, getan. Gleich ist sie als 15-Jährige wieder „mittendrin“, sitzt mit in der Planung – ob beim Karneval oder bei Sommerfesten. Sie wird Beisitzerin und übernimmt bereits mit 18 Jahren den Vorsitz.
Es sei „eine tolle Erfahrung“ gewesen, in einem Verein „als junge Erwachsene“ gleich auf Augenhöhe wahrgenommen zu werden, als jemand, „der Einfluss nehmen will“. Den Vorsitz habe sie übernommen, „weil ich mit der Sache so verbunden war, dass es eine logische Schlussfolgerung für mich war.“
Die damalige Gruppe, die sich im Zuge des Generationenwechsels herausgebildet hat, sei eine Gemeinschaft, die sich bis heute miteinander verbunden fühlt, unterstreicht Teller-Weyers. „Mit den Mädels von damals ziehen wir heute im Karneval noch mit.“ Mit ihrem Co-Vorsitzenden Christian Ripkens, der heute ihr Adjutant ist, besteht bis heute sowas wie blindes Verständnis.
Damals habe man als Ziel verfolgt, den Kontakt zur Kirche zu pflegen und das damals noch etwas „stiefmütterliche“ Verhalten der anderen Vereine gegenüber der KLJB zu verändern, „indem wir uns gegenseitig unterstützen.“ Das sei heute alles kein Thema mehr. Und die Verknüpfung der Gruppe mit den anderen Landjugend-Aktiven und dem Bistum vermittele „das Gefühl, der Teil eines großen Ganzen zu sein. Jeder weiß, der andere trägt auch ein grünes Herz in sich.“
Der Spaß am Organisieren und Planen führt auch dazu, dass Anne Teller-Weyers sich beruflich Richtung Veranstaltungskaufffrau orientiert, unter Ruth Keuken in der Wirtschaftsförderungsgesellschaft Kevelaer ausgebildet wird. 2013 wechselt sie zur Sparkasse am Niederrhein in Moers. „Ob Lesung, Golfturnier oder ein Zirkusabend mit 300 Kindern in Lüllingen“, der Job sei spannend und gebe ihr ein gutes Gefühl.
Dass sie jetzt auf dem Land mit einem Mann zusammenlebt, der einen klassischen Milchviehbetrieb mit über 100 Tieren führt, „das hätten Freunde schon in der Kindheit unterschrieben.“ Natürlich lernten sich beide über die KLJB kennen. „Im Festjahr 2009 war ich ja aktiv im Vorstand und Jan gehörte zum Festkettenträger-Jubiläumsteam.“ So trafen sich beide häufiger – und wurden schließlich ein Paar .
Gemeinsam hat das Paar das altehrwürdige Hofhaus aus dem Jahr 1900 kernsaniert und gestaltet. Sie macht ihren Job, pflegt Haus und Garten und kümmert sich liebevoll um den ein Jahr alten Sohn Lutz.
Bei einer Schnapsprobe bei Moosbur wurde sie schließlich gefragt, ob sie sich das Amt als Festkettenträgerin der Landjugend vorstellen könne. „Wir haben das intern besprochen“, sagt ihr Mann Jan, der die Auszeichnung für seine Frau als „absolut verdient“ bezeichnet. Ihr war wichtig, dass Christian Ripkens mitzieht. „Dann haben wir das gemeinsame „Go“ gegeben.“
Man sei natürlich „in der Pflicht – und man fühlt sich total geehrt“, will sie die Auszeichnung auf der einen Seite gar nicht so hoch hängen. „Mir ist gar nicht so bewusst, dass ich im Mittelpunkt stehe“, sagt sie – zumal sie ja auch in den Vorbereitungen wie dem Heimatabend wieder „voll drin“ steckt. Auf der anderen Seite ist ihr wichtig, deutlich zu machen, dass es nicht nur um sie beide am Kirmeswochenende geht, sondern um die Repräsentanz einiger Generationen an KLJBlern.
Programm der Winnekendonker Kirmes vom 28. Juni bis 2. Juli
Die fünftägigen Kirmes-Feierlichkeiten werden unter der Regie der Landjugend einen anderen Charakter haben als die bisherigen Kirmes-Events.
„Klassisch“ ist der Fassanstich am Freitag um 17 Uhr, danach holt die St.-Sebastianus-Schützenbruderschaft mit den Gastvereinen aus dem Bezirk Schützenkönig Boris Weber zum Galaball ab 19.30 Uhr ab. Für die Unterhaltung sorgt „Sackers & Band“.
Am Samstag wagt die Landjugend mit einer lockeren Radtour „entlang der Residenzen“ mit dem Festzelt als Start- und Zielpunkt um 11 Uhr ein vollkommen neues Format. „Es geht halt nicht, dass wir den ganzen Zug mitgehen lassen zu beiden Standorten“, begründet die angehende Festkettenträgerin Anne Teller-Weyers. „Christian Ripkens, mein Adjutant, wohnt in Aldekerk, wir am Hoffmannshof. Unsere „Family & Friends“-Residenz ist dann bei meinen Eltern an der Blumenstraße.
Da werden auch zwei große Strohpuppen stehen.“ Natürlich geht es auch zu Rainer Mott auf die Binnenheide, von da aus zu Boris Webers Residenz in Winnekendonk – immer „begleitet“ von dem entsprechenden Schnäpschen. Nach der Vorabendmesse um 18 Uhr folgt um 20 Uhr der „Dans op de Deel“ im Festzelt mit Fotobox und der Band „Final Edition“.
Der Sonntag beginnt mit der Messe um 10 Uhr, gefolgt vom Frühschoppen ab 11 Uhr im Festzelt. Die Musikvereine Winnekendonk und Wetten spielen, für Kinder gibt es viele Aktivitäten.
Am Montag wird es für Anne Teller-Weyers nach dem Wecken um 6 Uhr und dem ökumenischen Wortgottesdienst um 15.30 Uhr beim Festakt im Bürgerpark um 16.30 Uhr mit anschließendem Festball mit der Band „Highlight“ (ab 18 Uhr) ernst.
Am Dienstag folgt mit Unterstützung der kfd ab 14 Uhr das „Kirmes-Café“ der Schützenbruderschaft mit Sängerin Monika Voss als „Stargast“. Und nachdem die Vereine sie bei der „Family & Friends“-Residenz abgeholt haben, die Festkette in der Öffentlichen Begegnungstätte um 17.45 Uhr zurückgegeben wurde und die „Kermespopp“ verbrannt sein wird, werden die Feierlichkeiten an der Gaststätte „Zur Brücke“ ihren Abschluss finden.

Vogelschießen und Bezirksschützenfest

Das Wochenende 22. und 23. Juni steht in Lüllingen unter dem Motto „Gemeinschaft zwischen Jung und Alt“ in der Schützenfamilie der St. Rochusbruderschaft und des Bezirksverbands Kevelaer.
Am Samstag, 22. Juni, findet zunächst das Vogelschießen der St. Rochusbruderschaft Lüllingen statt und am Sonntag, 23. Juni, ist die Bruderschaft Ausrichter des Bezirksschützenfests des Bezirks Kevelaer.
Das Vogelschießen wurde wegen dem Bezirksschützenfest vom üblicherweise 1. Samstag im Juli auf den 22. Juni vorverlegt. Um 15.45 Uhr treten die Schützenschwestern und Schützenbrüder vor dem Eingang der Kirche an. Unter den Klängen des Musikvereins Walbeck geht es um 16 Uhr zum Schießstand auf dem Dorfplatz. Hier ist für Speis und Trank gesorgt. Es gibt neben dem eigentlichen Vogelschießen um Preise und die Königswürde auch ein Damenpokalschießen, Schülerpokalschießen und Kindervogelschießen zu dem auch Nichtmitglieder herzlich eingeladen sind.
Die Bruderschaften in den Gelderner Ortsteilen Lüllingen und Walbeck gehören im Bund der deutschen historischen Bruderschaften zum Bezirksverband Kevelaer.
So findet in diesem Jahr das Schützenfest des Bezirks mit Rahmenprogramm für alle Teilnehmer und Besucher in Lüllingen statt.
Begonnen wird am 23. Juni mit einem Gottesdienst um 10.30 Uhr im Pfarrgarten hinter dem Pfarrheim. Hieran schließt sich gegen 11.45 Uhr ein Umzug durch den Ort an. Dieser geht über den Rochusweg am Friedhof vorbei zur Twistedener Str. und über die Genieler Str. zur Festwiese hinter dem Vereinslokal Landgasthof Luyven. Nach den Festansprachen dort gegen 12.30 Uhr findet ein Schaufahnenschwenken auf der Festwiese statt. Um 13.30 Uhr beginnt der Fahnenschwenkerwettbewerb im Pfarrgarten und um 14 Uhr beginnen die Schießwettkämpfe auf dem Dorfplatz.
Die Siegerehrung zu den Wettkämpfen findet um 17 Uhr statt. Zu beiden Veranstaltungen sind Gäste herzlich willkommen.

Eine gute alte Tradition seit über 300 Jahren

Zum Auftakt des Patro­natsfestes brachen die Mitglieder der Hubertusgilde vom Vereinslokal Jakobs an der Maasstraße auf in Richtung Hubertuskapelle. Dort wurde der Festgottesdiest mit dem Kaplan Christoph Schwerhoff gehalten, „eine über 300-jähriuge Tradition“, wie Hubertusgilden-Schriftführer Reinhard Peters unterstrich.
Im Anschluss kehrte der Tross in das Festzelt ein, wo eine Kaffeetafel auf die Gilde und die Ehrengäste wartete, darunter Bürgermeister Dominik Pichler, der frühere Waölfahrtsrektor Richard-Schulte-Staatde und der Vorstand der Geselligen Vereine mit Peter Tenhaef.
Danach wurden die Jubiliare im Festzelt für ihr langjährige Treue zu der Hubertusgilde ausgezeichnet. Geehrt wurden für 70-jährige Mitgliedschaft Josef Voss (in Abwesenheit), für 60 Jahre Johannes Verhülsdonk sowie für 50 Jahre Hans Baumanns, Heinrich Baumanns, Rudolf Jooste, Theo Maas und Karl-Heinz Sluiter.
40 Jahre war Herbert Joosten Mitglied der Schützengilde. Seit 25 Jahren halten Theo Keysers, Mathias Löcher, Michael Maas, Dieter van Meegen, Hermann Reffeling, Dirk Welbers und Stefan Wittlings dem Verein die Treue.
Im Anschluss erfolgten die besonderen Ehrungen. Marcel Leuker erhielt für seinen unermüdlichen Einsatz als Thekendienstbeauftragter und Mitglied des Kirmesteams das silberne Verdienstkreuz, ebenso wie Theo Bors. Er war in den 37 Jahren seiner Mitgliedschaft als stellvertretender Schriftführer, Schriftführer und Wachoffizier aktiv.
Den hohen Bruderschaftsorden erhielten Johannes Ermers, für sein Engagement als Fahnenschwenker, Mitglied des Vergnügiungsauschusses, Fähnrich und der Bereitstelung von Maschinen und Arbeitskraftt, und Willi Hellmanns. Vor allem dessen Arbeit bei der Neugestaltung des Vorplatzes der Hubertuskapelle, des Hubertusplatzes und seine Rolle als Major wurde gewürdigt. Heinrich Baumanns trug noch ein Gedicht von Willi Rommen über die Keylaerer Kirmes vor, ehe die Beteligten zum ganz geselligen Teil des Abends übergingen. Die Formation „Two for you“ sorgte mit ihrer Musik für kurzweilige Unterhaltung bis in die Abendstunden.

Den Alltag vergessen

Mit einem kurzen, trockenen Schlag eröffnete der Kevelaerer Bürgermeister Dominik Pichler am vergangenen Freitag am Festzelt die Winnekendonker Kirmes. Einer der ersten Adressaten, denen das Glas zum Anstoßen galt, war der zukünftige Festkettenträger Johannes Otten. „Wir freuen uns auf die nächsten drei Tage und feiern bis Montag. Dann kommt die Festkette, dann wird nochmal kräftig gefeiert.“ Adjutant Norbert Langenberg ergänzte: „Besser feste feiern als feste arbeiten.“
Viele Einheimische und Gäste waren zum Auftakt der Feierlichkeiten auf dem Platz erschienen. „Vor 40 Jahren war die Kirmes größer und anders, heute ist es lockerer. Alles hat seine Zeit“, unterstrich Wilhelm Willems die Bedeutung für die Ortschaft. „Der Treffpunkt für alle und die, die man auch länger nicht mehr gesehen hat.“
„Zusammenkommen, treffen, tanzen, den Alltag vergessen“, das machten die Tage aus, befand Hans-Gerd Leenen vom Musikverein Winnekendonk, bevor er sich auf den Weg zum Abmarsch mit den Kameraden machte. Denn die Musiker begleiteten die Sankt- Sebastianus-Bruderschaft und die Honoratioren zum nahegelegenen Schützenkönigshaus am Heiligenweg, um dort das Königspaar Thomas und Denise Berretz mit Adjutant Boris und dessen Frau Sabine abzuholen. „Da haben sich zwei gefunden“, hob Seb-Präsident Markus Schink die besondere Freundschaft von König und Adjutant hervor.
Vor Ort segnete Pastor Manfred Babel noch kurzerhand fünf funkelnagelneue Fahnen der Sebastianus-Bruderschaft, die sonst nicht hätten geschwenkt werden dürfen. Und Boris und Sabine Weber zeigten sich „stolz“ über ihre 16-jährige Tochter Michelle als „Schlagfrau“ beim Fahnenschwenken. Als Dank gab es die La-Ola-Welle vom Thron.
Nach einem kurzen Aufenthalt marschierte der Tross mit den Gastvereinen von der Dorfschänke Kanders aus durch die Ortschaft und dann Richtung Festzelt. Dort begann der Königsgalaball als erster Aufschlag zu fünf abwechslungsreichen und fröhlichen Feier-Tagen.
Anstrengende Feiern
Auch das Wochenende stand ganz im Zeichen von Geselligkeit, ausgelassener Freude und dem Tanz. Die Achterhoeker Karnevalsgesellschaft (AKG) hatte am Samstag die Federführung für die Feierlichkeiten im Festzelt inne. „Das Feiern gestern war schon grenzwertig“, deutete Festkettenträger Johannes Otten an, dass fünf Tage Kirmes in Winnekendonk für alle auch etwas mit Kondition zu tun haben.
Mit einem abwechslungsreichen Programm sorgte „seine“ AKG bei den Gästen für beste Stimmung und Tanzen bis in die frühen Morgenstunden. Dazu trugen insbesondere die „Swingenden Doppelzenter“ bei, die Unterhaltungscombo „Two for you“ und die Kervenheimer Formation „De Jäcksges“, die mit ihren kölschen Liedern das Publikum zum Mitsingen animierten.
Am Sonntag war entspannte Atmosphäre beim musikalischen Frühschoppen mit dem Musikverein Winnekendonk unter der Leitung von Hans-Gerd Stienen und dem Gastverein „Cäcilia Marienbaum“ mit ihrem Leiter Gerd-Josef Verhoeven angesagt. Auch dort dominierten Gemütlichkeit, der Austausch und viele gute Gespräche bei einem kleinen Gläschen – und der Musikverein und die davon „Betroffenen“ konnten sich innerlich schon mal auf das montägliche Wecken um sechs Uhr mit Frühstück im Achterhoek und der Shuttle-Busfahrt Richtung Winnekendonk vorbereiten.
Vor dem Aufmarsch zum Bürgerpark versammelten sich die Abordnungen aller Vereine am Montag auf dem Alten Markt – darunter natürlich auch die Abordnung der Achterhoeker Karnevalsgesellschaft, deren Vorsitzender Johannes Otten später die Festkette entgegenenehmen sollte. Jutta Eickhoff von der AKG verteilte in ihrer Gruppe noch Nelken zum Anstecken und auch Dominik Bauten war die Vorfreude anzusehen. „Für uns ist das ein besonderer Tag“, meinte der erste Achterhoeker Karnevalsprinz angesichts des bevorstehenden Ereignisses.

Festkette zu Fuß unterwegs.


Mit den Reitern an der Spitze zog dann ein langer Zug auf die Bürgerwiese. Dort betraten die Honoratioren mit dem zukünftigen Festkettenträgerpaar Tanja und Johannes Otten, dem Vorsitzenden der Geselligen Vereine Winnekendonk Rüdiger Göbel, dem Kevelaerer Bürgermeister Dominik Pichler und dem Ortsvorsteher Hansgerd Kronenberg die Bühne.
„Das ist ein schönes Bild, das ich hier sehe. Schön, dass Ihr alle da seid!“, begrüßte Göbel die Festversammlung. Er verwies auf den vorherigen Gottesdienst in der St.-Antonius-Kirche, wo „viel von Getränken die Rede“ war, womit er auf die Passage der Predigt verwies, in der Jesus „Wasser in Wein“ verwandelt hatte. „Freut Euch des Lebens – das ist die Melodie der Kirmes“, sprach Göbel von der Qualität der „kleinen Dinge“, die so eine Kirmes ausmachen: von den Nachbarn, die Häuser schmücken, bis zu den Leuten, die anklingelten und mit einem auf dem Sofa spontan ein Tröpfchen trinken wollten.
„Am linken Niederrhein, da ist die Welt noch in Ordnung“, betonte der oberste Gesellige und meinte damit, die Kirmes sei kein Fest, bei dem unheimlich viel getrunken werde, sondern wo sich ungezwungen getroffen und miteinander gesprochen werde.
Launige Rede
In einer launigen Rede kündigte Bürgermeister Dominik Pichler an, später Anzug gegen „Bieranzug“ zu tauschen und mit der Fiets zurückzukehren. „Winnekendonk ist nicht Kanaan – aber es reicht sicher“, meinte er mit einem Augenzwinkern. Kirmes sei „ganz viel Brauchtumgspflege, Traditionen werden gepflegt“, betonte er diesen Aspekt.
Die Achterhoeker Karnevalsgesellschaft und die Prinzenproklamation seien im Oktober 2015 seine „allererste Erfahrung“ mit Narretei im Amt gewesen, der Verein noch „jung an Jahren, aber das Elfjährige hat er schon geschafft“. Der heutige Festkettenträger Johannes Otten habe ihm damals einen Losgewinn garantiert – und das sei eingetreten. „Ein Mann, der immer recht hat“, folgerte Pichler scherzend.
Der Winnekendonker Ortsvorsteher Hansgerd Kronenberg hielt die Laudatio auf Otten und die AKG, die sich „schnell zu einer rührigen Gemeinschaft“ entwickelt habe, die sich auch sozialen Projekten widme. Kronenberg schlug den Bogen von der Entwicklung der Fastnacht auf dem Land und der Entwicklung in Winnekendonk zu den Achterhoeker Anfängen 2001, an denen Otten maßgeblich beteiligt war. In zehn Jahren Präsidentschaft habe er den Karneval und die AKG mit ihren heute 50 Mitgliedern „von einem kleinen Pflänzchen zu beträchtlicher Blüte“ geführt.
Der Ortsvorsteher würdigte Ottens weiteres soziales Engagement und Vereinsleben – ob in der katholischen Landjugend, der St.-Maria-Bruderschaft Achterhoek oder beim NuK. Den Adjutanten Norbert Langenberg bezeichnete Kronenberg als „unentbehrliche Stütze“ im Achterhoeker Karneval. „Wer sich dermaßen ehrenamtlich für den Achterhoek einbringt, der hat heute diese Ehre verdient“, schloss Kronenberg.
Danach nahmen Kronenberg und Göbel die Ehrung vor. „Danke, dass ich für meinen Verein die Festkette tragen darf“, zeigte Otten sich gerührt und bescheiden. Er dankte insbesondere seiner Familie, die auf vieles habe verzichten müssen, die tolle Nachbarschaft, die vier Tage lang gekränzt habe, und seinem Adjutanten, bei dessen Wahl er nicht lange habe überlegen müssen.
Nach dem Abschreiten der Gastformationen zog der Tross dann zum Ehrenmal, wo ein Kranz niedergelegt wurde. Danach zogen die Vereine mit den „Prominenten“ und dem Thronquartett im jeweils eigenen Wagen durch die Ortschaft.
Im Festzelt folgte für das Thronquartett eine lang andauernde Gratulationskur, ehe es zur Musik der „Rendezvouz Party Band mit Andrea Bergs „Ich liebe das Leben“ den Abend mit „ihrem“ Tanz eröffnete. Was folgte, war eine angemessen-fröhliche Party.
Mit dem traditionellen Verbrennen der Kirmespuppe ging schließlich auch diese wunderbare Kirmes am Dienstag zu Ende.

Vögel hielten sich ungewöhnlich lange auf der Stange

Nach dem Antreten am Vereinslokal führte der erste Weg zur Eichenstraße, um den amtierenden König Christoph Gehlmann und seine Minister Walter Thyssen und Heinz-Adolf Magoley abzuholen.  Nach dem Fahnenschwenken ging es unter den Klängen des Musikvereins Eintracht Twisteden zum Schießstand am Huxenweg.
Die vorbereitenden Arbeiten, die zahlreichen Helfer am Vormittag sowie das hervorragende Wetter sorgten für optimale Rahmenbedingungen. Scheinbar gefiel es den  beiden Vögeln ebenfalls so gut, dass sie sich ungewöhnlich lange auf der Stange hielten und es den Schützen in diesem Jahr besonders schwer machten.
Bei den Schützen ging der dritte Preis an Dennis Grüntjens (159. Schuss), der zweite Preis an Alexander Hecks (282. Schuss) und der erste Preis mit dem 284. Schuss an Markus Koenen. Um den Königstitel entbrannte anschließend ein spannender Dreikampf zwischen Siegmund Schlutt, Alexander Hecks und Daniel Witte.
Fast 200 Schuss waren noch notwendig, um den Rest des Vogels von der Stange zu holen. Siegmund Schlutt war am Ende mit dem 476. Schuss der erfolgreiche Schütze. Zu seinen Ministern ernannte er seine beiden Mitbewerber Alexander Hecks und Daniel Witte.
Auch bei den Jungschützen wurde lange geschossen. Neue Prinzessin wurde nach ebenfalls spannendem Verlauf Michelle Schiedeck mit dem 487. Schuss. Ihre Minister heißen Sabrina Hußmann und Niklas Schiedeck. Hier errang Henri Hirschmann den 3. Preis (101. Schuss), der 2. Preis ging mit dem 246. Schuss an die Prinzessin Michelle Schiedeck und der 1. Preis an Manuel Paeßens (401. Schuss).
Bereits zwei Tage zuvor hatten die Jungschützen ihre Prinzen mit der Scheibe ermittelt. Hier setzten sich bei der Jugend Miriam Welbers und bei den Schülern Henri Hirschmann durch. Bis zur offiziellen Amtsübernahme müssen sich aber die neuen Majestäten und Minister noch etwas gedulden. Traditionell beginnt die offizielle Amtszeit erst mit der Proklamation am Kirmessamstag im September.