Mit Händel-Schwerpunkt und einer Einmaligkeit

Die Resonanz für das Konzert im Ausstellungssaal des Museums beeindruckte Thomas Brezinka erkennbar. „Wir haben 230 Stühle reingestellt, mehr sind auch nicht da“, durften sich der Musiklehrer und seine Frau Maren über ein volles Haus freuen.
„Wir haben diesmal einen kleinen Händel-Schwerpunkt“, verwies er bei der Begrüßung auf das zu erwartende Programm und auf eine besondere Einmaligkeit. „Wir haben drei Generationen Davies-Garner heute hier“, verwies er auf die Streichmaus Paul am Cello, auf Leonard bei der Capella und Nicholas (an der Bratsche beim Jugendsstreichorchester). Dieser war extra für die musikalische Familienzusamnenführung aus Bonn angereist.
Den Anfang des traditionellen Weihnachtskonzertes machten die „Streichmäuse“ , die Anfangsklasse der ganz jungen Mädchen und Jungen und der Anfänger, mit ihrer Einstiegshymne „Happy go lucky“ von Kathy Blackwell, deren Kompositionen den Kinderblock wie immer stark prägten. Neben flockigen Songs wie „Patrick´s Reel“ oder „Kingston Calpyso“ boten die talentierten Musiker unter der Leitung von Maren Brezinka mit „Rudolph the red nosed reindeer“ einen musikalischen Beitrag zur Weihnachtszeit.
Beim mehrstimmigen „Sehnsuchtswalzer“ boten sie ein für ihr Alter schon recht komplexes Stück dar. Und bei „Paddling by“ standen sie sogar alle auf und imitierten das Rudern.
Danach durften die nächste Altersklasse ran. Dort konnte man den Unterschied hinsichtlich eines kompakteren und schon weicher gezeichneten Klanges deutlich wahrnehmen. Ihr Repertoire reichte von Georg Friedrich Händels „Tochter Zion“ üner dessen Menuet aus der „Wassermusik“ und dem Finale der „Feurwerksmusik“ bis zu J.R. Mc Leads „Filde and Stomp“.
„Die Spitze des Eisbergs „repräsentierte danach das Jugendstreichorchester unter der Leitung von Thomas Brezinka, das im Vorgriff auf das Frühjahr schon mal Händels „Concerto groß op 6/1 mit „Maestoso“, „Allegro“, und „Gigue“ vortrug.
Besonders überzeugte dabei das feine Wechselspiel der Streicherstimmen und der elegante Spielfluss. Und bei Edward Elgars „Chanson de nuit “ zeigte das Ensemble das notwendige Gefühl und vermittelte fast schon sowas wie musikalische Tiefe.
Alle drei Orchester kamen dann zu den traditionellen drei Weihnachtsliedern zusammen, wobei das Publikum die Gelegenheit zum Mitsingen wahrnahm.
Im Anschluss bedankte sich Bettina Heckmann stellvertretend für alle Musiker-Eltern mit einem kleinen Präsent bei dem Lehrer-Ehepaar mit den Worten: „Musik drückt aus, was nicht gesagt werden kann und worüber zu schreiben, unmöglich ist. Schön, dass Sie unseren Kindern diese Sprache vermitteln.“