Ein Abschluss mit Feuerwerk und Verbrennung

Mit einer stimmungsvollen Feier und einer fröhlichen Kirmespopp-Verbrennung endete die Kevelaerer Kirmes. Nach gemütlichem Beisammensein im Festzelt machte sich ein Lindwurm mit den „Swingies“ an der Spitze auf den Weg zum St. Klara-Platz, wohin die Wache der Hubertusgilde die Kermespopp mit dem Konterfei des ehemaligen Festkettenträgers Theo Keysers in einem Blumenwagen transportiere.
Keysers blieb es vorbehalten, quasi sich selbst anzuzünden. Danach fiel er seinem Adjutanten Georg Bors und seiner Wache gerührt in die Arme, tanzte mit allen Honorationen, Bürgern und Gästen ausgelassen zu den Klängen der Swingies und des Musikvereins um das Feuer herum und sang das Hubertuslied. Mit der Kevelaer-Hmyde „Wor hör ek t´hüß“ endete das Spektakel. Danach zog die Kolonne zurück, ehe bei Anbruch der Dunkelheit das Feuerwerk nochmal alle Kirmesbesucher in seinen Bann zog.
Bilanz der Chefs von Kirmes und Polizei
Kirmeschef Heinz-Josef Theunissen zog eine positive Bilanz der fünftägigen Feierlichkeiten: „Aber es war leider etwas zu warm“, gab er die Stimmung auch vieler Schausteller wieder. Das bestätigte auch Bianca Wendhuis: „Die Leute trinken definitiv mehr Wasser.“ Gerade Warmspeisen hatte es schwer. „Das war mit das schlechteste Jahr“, bilanzierte Frank Koken an seinem Stand. „Die Leute liegen bei der Hitze lieber am Wasser, als dass sie auf der Kirmes Mandeln essen.“ Für Fahrgeschäftsbetreiber Arno Heitmann seien das alles „normale Schwankungen.“
Die Bilanz von Polizeichef Thomas Jäger fiel dagegen nicht zufrieden aus. Er sprach von dem Vatertagsbesuch zweier Gruppen aus Emmerich und Geldern, die sich „nicht gut benommen haben“ und wo auch Strafanzeigen wegen Körperverletzung gestellt wurden. „Wir müssen uns kräftemäßig besser aufstellen. Wir waren schon vorbereitet, aber nicht stark genug darauf eingestellt“, lautete für ihn die Konsequenz aus dem Erlebten.