„Was tut die Kirche gegen moderne Sklaverei?“

Mitglieder katholischer Verbände und Organisationen, Delegierte aus Pfarreiräten und weitere Persönlichkeiten aus dem kirchlichen und öffentlichen Leben haben sich im Kreisdekanat Kleve zum Kreiskomitee der Katholiken zusammengeschlossen.

Bei der nächsten Vollversammlung im Priesterhaus Kevelaer am Dienstag, 9. Oktober, ab 19.30 Uhr wird ein neuer Vorstand für die kommenden vier Jahre gewählt.

Nach der Wahl wird Pfarrer Peter Kossen einen Vortrag zum Thema „Menschen werden verschlissen und entsorgt. Was tut die Kirche für Gerechtigkeit und gegen moderne Sklaverei?“ halten. Kossen, der Pfarrer in Lengerich ist, setzt sich seit Jahren gegen unwürdige Bedingungen in der Arbeitswelt ein. Edmund Raadts, derzeitiger Vorsitzender des Kreiskomitees, sagt: „Das Thema ,Prekäre Arbeit‘ beschäftigt uns schon lange, daher freuen wir uns, dass wir Peter Kossen für den Vortrag gewinnen konnten. Er kommt mit dem Thema immer wieder in den Medien vor, daher ist er der ideale Referent für uns.“ Auch im Kreis Kleve werde das Thema immer aktueller, „denn auch am Niederrhein gibt es prekäre Arbeit“, betont Raadts.

Kreisdekanatsgeschäftsführer Hubert Lemken ergänzt, dass sich schon jetzt kirchliche Verbände wie die Caritas und die Katholische Arbeitnehmer-Bewegung des Themas annehmen. Im Kreiskomitee hätten alle Verbandsvertreter die Möglichkeit, sich über ihre Arbeit auszutauschen. „Das ist eine wichtige Aufgabe des Komitees, in dem nicht nur die Pfarreien, sondern auch die Verbände vertreten sind“, erklärt er.

Zuerst wird gewählt

Zur Vollversammlung am 9. Oktober sind jedoch nicht nur die Mitglieder des Kreiskomitees eingeladen sondern alle, die sich für das Thema interessieren und den Vortrag von Kossen hören möchten. „Die Tagesordnung sieht vor, dass wir zunächst die Wahlen abhalten und dann der Referent sprechen wird“, sagt Lemken.