Von Entfesselungen und Trost

Schnell“ geht für viele Menschen mit diesen neurologischen Erkrankungen in der Regel gar nichts mehr und das mit dem spontanen „Folge mir“ ist auch so eine Sache.
Menschen mit solchen neurologischen Erkrankungen sind in ganz unterschiedlicher Weise „betroffen“ von ihrer Erkrankung. Viele Fühlen sich durch ihre Bewegungseinschränkungen, ihre Sprachbehinderung, die erschwerte Konzentration, eine begleitende Depression und die vielen anderen Funktionsbeeinträchtigungen im Alltag wie gefesselt.
Entfesselung, Trost, Perpektivwechsel sind die Themen der Wallfahrt „„Schnell, steh auf …und folge mir!“ für Menschen mit Schlaganfall, Morbus Parkinson und MS, zu der die Spiritual Care Initiative Kevelaer am  Freitag, 19. Mai, einlädt.
Spirituelle Begleitung geben und empfangen in Lebenssituationen, in denen einem der rote Faden schon mal verloren geht. Das ist eine Ziel­intention dieses Projektes in Kevelaer. Hilfestellungen anbieten, bei Diagnosen, die man nicht hören will. Perspektiven geben, wo Prognosen Angst machen. Sprechen und gemeinsam überlegen, abwägen, wenn man sich für Therapien oftmals nicht im Handumdrehen und frohen Herzens entscheiden kann.
Das Programm beginnt am 19. Mai um 15 Uhr mit einer gemeinsamen Heiligen Messe in der Beichtkapelle mit dem Rektor der Wallfahrt und Domkapitular Rolf Lohmann. Für einen jeden Pilger besteht die Möglichkeit zum Einzelsegen, gleich ob krank oder Angehöriger, Begleiter oder Pflegender.
Es folgen um 16 Uhr eine Kreuz­wegmeditation mit Bildern im Priesterhaus (mit Evelyn Horn) sowie von 17.15 bis 17.45 Uhr Gedanken zu Ressourcen bei Krankheit (Viktor Fischer). Eine Begegnung und ein Abendimpuls am Gnadenbild (mit Schwester Marlies Mauer, CS) runden ab 18 Uhr das Programm ab.