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„PROCERAM-Gruppe aus Kamp-Lintfort unterstützt die Reiter*innen

Neue Hindernisse für die PSG Daelshof

Seit August dürfen sich die Reiter*innen vom Daelshof in Kevelaer über neue Hindernisse für ihre Springreiter*innen freuen.

Der Wettener Reitverein „von Bredow“ lud am Wochenende zum WBO-Turnier ein

Endlich wieder Turnierluft schnuppern

Es schien beinahe so, als konnten die Organisator*innen es selbst kaum glauben: Innerhalb von nur drei Wochen konnte der Reitverein „von Bredow“ aus Wetten bereits das zweite Turnier in diesem Jahr ausrichten.

Reitverein „von Bredow“ lädt am Wochenende zum WBO-Turnier ein

In Wetten geht’s rauf aufs Pferd

Bereits zum zweiten Mal in diesem Jahr laden die Wettener Reiter*innen zu einem Turnier ein. Dieses Mal handelt es sich um ein reines WBO-Turnier.

Die Reiter in Wetten trainieren wieder im Trockenen

Erleichtert konnten Annette van Stephoudt und die Mitglieder des Vorstandes des Reitervereins von Bredow Wetten gemeinsam mit dem Kreissportbund-Vorsitzenden Lutz Stermann das Ergebnis umfangreicher Arbeiten an der Wettener Reithalle begutachten. In zweieinhalb Wochen Umbauzeit zwischen letzter Septemberwoche und Mitte Oktober waren das neue Reithallendach und die Seitenwände der Halle fertiggestellt worden – dank einer Förderung durch das Programm „Moderne Sportstätten 2022“. „Das Dach war sehr defekt. Wir hatten Wasser in der Halle stehen. Wir mussten mit Eimern das Regenwasser auffangen und die Seitenwände waren teilweise aufgeschlagen und defekt, nicht mehr pferdetauglich“, erläutert Annette van Stephoudt, erste Vorsitzende des Reitervereins von Bredow Wetten. „Bei Wind konnte man echt Probleme haben, dass die Kinder von den Pferden fielen. Und der Untergrund zum Reiten war so nicht mehr gegeben.“ 

Immer wieder habe man sich gesagt, dass man da was tun muss. „Aber wer geht da hoch? Die Maschinen dafür zu bekommen und jemanden zu finden, der da oben die Dachlatten austauscht“ – das wäre zum Problem geworden. Immerhin waren die Latten schon 25 Jahre alt und eine erhöhte Durchbruchgefahr gegeben. „Das wäre nicht zumutbar gewesen. Und wenn wir es gemacht hätten, hätten wir nur ein bisschen flicken können.“ Ganz abgesehen von den Kosten, die der Verein alleine nicht hätte stemmen können.

Im Winter 2018 war der Zeitpunkt gekommen, an dem spätestens klar war, dass es so nicht mehr weiter geht, sagt van Stephoudt. Entsprechend wandte man sich an den Kreissportbund, der den Verein beim Antrag an das Land unterstützte. „Wir haben vor eineinhalb Jahren damit angefangen, das ging sehr harmonisch mit dem Verein zusammen“, erläutert der Vorsitzende des Kreissportbundes Kleve, Lutz Stermann. „Wir haben die Stadt mit einbeziehen können. Die war auch dafür, das zu machen, weil eine Überbauung hier nicht geplant war. Insoweit sind wir alle dankbar, dass wir das so hingekriegt haben“, so Stermann.

Fünf Prozent Eigenleistung

Gefördert wurde die über 97.000 Euro teure Maßnahme schließlich über das Programm „Moderne Sportstätten 2022“ des Landes – „das erste Mal in 70 Jahren, das es für Sportarten eine eigenständige Förderung gab.“ 2019 ging der Antrag auf die Reise. Aus dem 300-Millionen-Euro-Topf standen für Kevelaer insgesamt 400.000 Euro zur Verfügung. Der Reiterverein reagierte schnell, als er bei einer Zusammenkunft in Kevelaer im Winter 2018 davon erfuhr. „Das Land sah zehn Prozent Eigenleistung bei einer Förderung von 100.000 Euro vor, bei mehr als 100.000 waren es 15 Prozent. Hier lagen wir knapp unter 100.000 Euro, da sind es fünf Prozent“, erläuterte der Kreissportbund-Vorsitzende.

So wurden schließlich 1.120 Quadratmeter Dachfläche und die Seitenflächen demontiert. „Dann sind da zusätzlich neue Platten draufgekommen“, beschreibt van Stephoudt den Prozess. Auf dem Dach liegen jetzt 44 Millimeter starke Sandwich-Platten, „die dafür sorgen, dass, wenn es regnet oder hagelt, es nicht so laut ist und es auch bei feuchtem Wetter nicht runtertropft.“ Dazu kamen Seitenwände und eine Trapezfläche von 60 mal 20 Meter. „Und wir haben eine Reithallenplane dazugekauft, damit der Boden entsprechend planiert wurde und wir gut reiten können.“

Dass die Reiter etwas länger auf die Nutzung der renovierten Reithalle warten mussten, habe daran gelegen, sagt van Stephoudt, „dass es in einer Nacht von Sonntag auf Montag dermaßen geregnet hat, dass wir die Halle danach quasi geflutet hatten. Da musste die Halle eine Woche austrocknen.“ Jetzt aber, wo die Hallensaison beginne, sei die Renovierung der Halle eigentlich ein gutes Timing.

Kein Herbstausritt, kein Kameradschaftsabend

Schwierig aus Vereinssicht sei eben nur, dass man sich aufgrund von Corona nicht so zusammenfinden kann, wie das wünschenswert wäre. „Unser Herbstausritt am 8.11. ist ausgefallen, wir hätten eigentlich jetzt auch Heimatabend gehabt, der Kameradschaftsabend ist ausgefallen. Die Möglichkeiten, bei denen man sich mal trifft und unterhält, fallen weg.“

Ihr Dank galt ausdrücklich dem Kreissportbund. „Der hat das sagenhaft in die Wege geleitet und sich dafür stark gemacht.“ In Sachen Förderungsmöglichkeit seien die Vereine insgesamt gut informiert worden. „Man war da gut aufgehoben.“

Glück auf dem Pferderücken für vier Kevelaerer

Gegenüber der Einfahrt grasen Esel, Zwergponys und Minikühe gemütlich auf der grünen Wiese zwischen Obstbäumen, zwei Border Collies kommen mit wedelndem Schwanz angelaufen, dazwischen watscheln Laufenten, gackern Hühner und auch das Minischwein grunzt vor sich hin. Kein Wunder, dass sich bei Urszula Galisch (56), Markus Preu (47), Karl-Heinz Tria (57) und Gerold Grasshoff (56) direkt Erholung einstellt, sobald sie jeden zweiten Freitag zu ihrer Reitstunde bei Anne van de Loo (24) auf dem Naturhof Kirsel in Uedem eintreffen. Die Vier wohnen im LVR-Wohnverbund Lindenstraße in Kevelaer und teilen eine gemeinsame Leidenschaft: Pferde. Deshalb hat LVR-Mitarbeiterin Christine Bielen buchstäblich alle Zügel in Bewegung gesetzt, um ein regelmäßiges Reitangebot auf die Beine zu stellen.

Bereits seit drei Jahren wird geritten. Auf dem Naturhof Kirsel geht es nach einer Corona-Pause jetzt wieder richtig los. „Alle fühlen sich hier sehr wohl und kommen gerne hierher. Die Atmosphäre auf dem Hof ist sehr entspannt und die Umgebung ist richtig idyllisch“, berichtet Christine Bielen. Der heimliche Star auf dem Hof ist Hurriya, die 11-jährige Freiberger-Stute, die Anne van de Loo als 13-jähriges Mädchen bekam. „Hurriya und ich sind quasi miteinander aufgewachsen, wir haben eine enge Bindung zueinander. Ich habe sie im Laufe der Jahre an Vieles gewöhnt. Sie läuft auch am Fahrrad nebenher“, so die gelernte Altenpflegerin, die selbst in einer Einrichtung für Menschen mit Behinderung arbeitet. Die ruhige und besonnene Hurriya eignet sich besonders für Reitangebote für Menschen mit geistiger und mehrfacher Behinderung.

Das Reiten soll allen Spaß bereiten

„Wir legen großen Wert auf eine artgerechte Haltung unserer Pferde. Wir achten darauf, dass sie Spaß an der Arbeit haben und nicht überfordert werden. Denn das Reiten soll allen gefallen – den Menschen, aber natürlich auch den Pferden“, erklärt van de Loo weiter. Das Glück sichtlich anzusehen ist Karl-Heinz Tria, sobald er im Sattel auf Hurriya Platz nimmt. Er selbst kann sich verbal nicht äußern. Aber Frank Berretz, der die Reitgruppe als freiwillig Engagierter des LVR-Wohnverbundes regelmäßig begleitet und Tria schon viele Jahre kennt, weiß, dass es ihm große Freude bereitet: „Er strahlt immer über das ganze Gesicht, sobald er auf Hurriya sitzt und will am liebsten gar nicht mehr absteigen“.

Auch bei den Anderen wirken sich die Bewegungen des Pferdes bei den Ausritten oder beim kleinen Spielparcours mit Geschicklichkeitsübungen in der Reithalle positiv aus. „Durch das Reiten werden ständig sensorische und motorische Reize stimuliert, aktiviert und trainiert. Dies kann die eigene Körperwahrnehmung verbessern, die Koordination und das Selbstvertrauen stärken. Zudem ist für viele das Reiten ein einprägendes Erlebnis. Das zu ermöglichen, macht einfach Spaß“, sagt van de Loo. Auch Christine Bielen erkennt Veränderungen durch das regelmäßige Reiten bei den Teilnehmenden: „Sie entspannen sich auf dem Pferd zusehends, genießen die Natur und werden sehr ruhig. Nach dem Reiten sind natürlich alle müde, aber an den darauffolgenden Tagen merken wir, dass Rücken- und Beinmuskulatur deutlich gelockert sind und auch die Körperhaltung verbessert sich.“

Zum Abschluss der Reitstunde wird Hurriya ausgiebig für ihre Arbeit mit Streicheleinheiten belohnt und mit der Striegelbürste massiert. Und auch die übrigen Tiere auf dem Hof erhalten einen liebevollen Abschiedsgruß, bevor es zurück nach Hause geht. Wer mehr über den LVR-Wohnverbund Lindenstraße oder den Naturhof Kirsel erfahren möchte, kann  sich bei Yvonne de Mür telefonisch unter Tel. 02821 / 81-4050 oder per E-Mail an  yvonne.demuer@lvr.de melden.

Die gemeinsame Liebe zum Pferd

Seit Mai vergangenen Jahres besteht die „Pferdesportgemeinschaft Daelshof Kevelaer“. „Wir sind angetreten, um auf dem Daelshof die sportlichen Interessen aller Pferdebesitzer, die auf dem Daelshof der Familie Schopmans eine Heimat gefunden haben, unter einen Hut zu bringen“, sagt die Vorsitzende der PSG Daelshof Kevelaer, Elke Behrens. „Dazu gehört neben der Stallgemeinschaft insbesondere das Team Voss, die Reitschule von Laura de Witt. Der Verein bietet mit seinem vielfältigen Angebot dazu eine ideale Plattform für eine starke Pferdesportgemeinschaft. So ist auch der Name entstanden.“

Das Team Voss ist im dem Konstrukt ein wichtiger Grundpfeiler, „weil Laura de Witt ja die ganzen Reitabzeichenkurse und den Pferdeführerschein anbietet.“ Während die Reitlehrerin die klassische Ausbildung fördere, organisieren Elke Behrens und Nicole Fulland das Westernreiten – ein Angebot, das den Verein von anderen abhebe, so die Vereinsvorsitzende. „Die Nachfrage danach ist ungebrochen“, ergänzt Fulland.

Damit bildet der Verein ein vielfältiges pferdesportliches Angebot ab – vom Springreiten über  Vielseitigkeit, Gespannfahren bis zum Westernreiten. Sehr großen Wert werde dabei auf das gute Miteinander in dem Verein gelegt, sagt Fulland. Das äußere sich auch in solchen Auftritten wie bei der Pferdeshow in Keppeln zu Beginn des Jahres. Dort stellte man in dem Stück „Rush hour“ die Problematik in der Reithalle dar, wenn alle Sparten der Reiterei zur gleichen Zeit reiten wollen und man sich darauf verständigt, dass es mehr Sinn macht, gemeinsam zu handeln. „Anschließend haben wir noch eine gemeinsame Kür geritten“, erinnert sich Laura de Witt. Das Motto „We are Family“ sei auch das, was der Verein nach außen tragen wolle, unterstreicht die erste Vorsitzende. „Die Freude am Pferd“ stehe stets im Mittelpunkt allen Tuns.

Plätzchen, Nachtwanderung und Kinoabend

Auf das Zwischenmenschliche werde insbesondere im Jugendbereich geachtet, sagt Jugendwartin Melanie Ebinger. „Wir haben 2019 mit den Kids Plätzchen gebacken, eine Stangenstreichaktion und einen Kinoabend gemacht. Und wir haben mit der Jugend gezeltet und eine Nachtwanderung gemacht.“ Es sei einfach wichtig, mit den Kindern auch mal eine Pizza zu bestellen und den Abend ausklingen zu lassen. Die Planungen für 2021 sehen eine Fahrt nach Arcen oder zum CHIO nach Aachen vor.

Die Corona-Zeit sei auch für den Verein nicht einfach gewesen. „Es gab vom Landwirtschaftsministerium Konzepte für Pferdebetriebe. „Die haben wir strikt eingehalten und durchgeführt“, erläutert Behrens. „Das betraf die Zeit, die man beim Pferd verbringen durfte. Die war auf 90 Minuten begrenzt. Man musste sich in Listen eintragen.“ Es gab Beschränkungen, was das Reiten anging, „eine Notversorgung und keinen Unterricht.“ Den Verein als Ganzes habe das zusammengeschweißt, ist sich der Vereinsvorstand einig. „Jeder wollte sein Hobby weiter ausüben und das nicht gefährdend für die Gruppe“, sagt Behrens. Jetzt agiere man halt mit den nötigen Abstands- und Hygienemaßnahmen.

Nach einer Turniersaison, die man kaum so nennen kann, steht nun die Herbst- und Winterzeit an. Diese Zeit will die PSG Kevelaer dazu nutzen, an jedem ersten Montag im Monat diverse Workshops zu unterschiedlichen Themen anzubieten. „Zu Beginn der Vereinsgründung haben wir eine Wunschliste aufgehängt mit den Fagen: Was wünscht ihr euch? Was interessiert euch?“, erklärt die erste Vorsitzende. Da waren dann auch solche Themen wie Erste-Hilfe-Kurs oder Gelassenheitstraining dabei, die jetzt in dem Rahmen zum Zuge kommen.

Alle Beteiligten sind sich einig, dass der Verein schon viel besser dasteht, als man das eigentlich gedacht hat. Knapp 80 Mitglieder und weitere Neuanträge stehen zu Buche. Dazu kommt der sportliche Erfolg der Reiterinnen und Reiter. „Das ist auch das Schöne an der Sache, wenn die Kinder trainieren und dann mit dem einen oder anderen positiven Erlebnis nach Hause kommen“, meint Kassenwart Mike Scholten, dessen Tochter im Verein sportlich aktiv ist.

Turnier trotz Corona

Nachdem man in diesem Jahr auf ein eigenes Dressur- und Springturnier verzichten musste, steht für 2021 mit dem „Daelshof Opening“ am Wochenende des 19. und 20. Juni 2021 ein festes Datum im Kalender. „Es ist wichtig, auch über Turniere zu zeigen, was wir können – auch in Corona-Zeiten“, ist sich Elke Behrens sicher, das man mit „ausgeklügelten Hygienekonzepten“ das Turnier auch dann möglich machen kann, wenn Corona noch nicht vom Tisch ist.

Zuvor gibt es vom 11. bis 16. Oktober diesen Jahres für die Reitschüler die Chance, auf dem Daelshof einen Reitabzeichenlehrgang mit anschließender Prüfung zu absolvieren. Und in Verbindung mit der Nikolausfeier soll am Wochenende des 5. und 6. Dezember ein Dressurlehrgang mit anschließender Prüfung unter Turnierbedingungen stattfinden.  Dazu soll es nach dieser Prüfung einen „Nikolaus-Fun-Trail“ geben – einen Geschicklichkeitsparcours, bei dem der Spaß und das Vertrauen zwischen Pferd und Reiter im Vordergrund stehen soll. Danach möchte der Verein den Abend mit den Reitern und deren Familien in geselliger Runde coronagerecht ausklingen lassen.

„Dafür wären Sponsoren durchaus noch gerne gesehen“, sagt Behrens – genauso wie für die geplante neue Dressurabgrenzung, für die dem Verein aus dem Fonds „Energie für Kevelaer“ bereits 900 Euro zur Verfügung stehen. Allerdings fehlen noch 2300 Euro, weil der dafür bereitstehende Sponsor aufgrund der Corona-Krise abgesprungen ist.

Neue Hindernisse für die Pferdesportgemeinschaft Daelshof

Grund zur Freude gab es jetzt für die Mitglieder der Pferdesportgemeinschaft Daelshof Kevelaer“ (PSG Daelshof Kevelaer). Denn auf deren Gelände konnte ein Teil der mittlerweile 74 Mitglieder die beiden neuen Hindernisse einweihen, die die Volksbank an der Niers und der Bauunternehmer Scholten dem Verein zur Verfügung gestellt haben.

Laura de Witt bedankte sich bei Michael Rütten (Volksbank an der Niers).

„Uns ist es ein Anliegen, diesen neuen Verein zu unterstützen“, unterstrich Michael Rütten von der Volksbank bei der „Übergabe“ der Hindernisse, die von den jungen Sportlern direkt im Anschluss fleißig frequentiert wurden.

Die Hindernisse wurden direkt eingeweiht.

Die stellvertretende Vorsitzende Laura de Witt freute sich über die Unterstützung. „Wir wollen ja, dass die Jugend Sprünge hat, damit wir für unser geplantes Turnier 2021 gut aufgestellt sind und im besten Fall den Parcours selber stellen können.“

14 Reiter bestehen Prüfungen

Die Winterpause gut nutzen – das dachten sich 14 Reiterinnen und Reiter der Wettener, Weezer und Sevelener Reitervereine, die an den Prüfungen für verschiedene Reitabzeichen teilnahmen. Während das Reitabzeichen RA5 benötigt wird, um mit dem Turniersport starten zu können, sind Pferdeführerschein oder Reitabzeichen RA6 Voraussetzung, um die Prüfung zum Reitabzeichen 5 überhaupt ablegen zu können.

Mitte Dezember begannen deshalb die Prüflinge unter Leitung von Birgit Gerstmann und Annette van Stephoudt mit der Vorbereitung. Die theoretischen Teile wurden immer dienstags und freitags in der Wettener Reithalle und dem Reitstall Tennagels geübt, während das praktische Reiten an den Wochenenden sowohl in Wetten (Reithalle und Reitstall Tennagels) als auch in Weeze trainiert wurde. In den Ferien wurden theoretische Zusatzstunden gegeben und in der letzten Woche fast jeden Tag trainiert. Wegen des umgehenden Pferde-Herpes-Virus waren von der Reiterlichen Vereinigung ausnahmsweise zwei Prüfungsorte (Wetten und Weeze) für die praktischen Prüfungen genehmigt worden.

Alle Prüflinge waren glücklich

Die optimale Vorbereitung zeigte Erfolg: Unter den kritischen Blicken der Richter Petra Herwig und Tonius Tielmann fanden am 4. Januar 2020 die Prüfungen statt, an deren Ende alle Prüflinge stolz die begehrten Urkunden und Abzeichen in Händen hielten. 

Den Pferdeführerschein konnten Charlotte Czaja und Charlotte Bornemann (beide vom RV Sevelen) sowie Lara Röling und Laura Tennagels (beide RV Wetten) in Empfang nehmen. Die Prüfung zum Reitabzeichen RA6 legten Lia Meyer, Lisa Gantevoort und Julia Isegrei (alle RV Weeze) sowie Charlotte Bornemann ab.

Lara Röling, Fabienne Heyer, Sina Opgenort, Tim Billion, Leonie Jawinski, Laura Tennagels (alle RV Wetten) bestanden die Prüfung zum Reitabzeichen RA5, Amelie Fehlemann, Rike Klanten (beide RV Wetten) und Leann-Joy Mayer und Luisa Cornelissen (beide vom RV Weeze) die für das Reitabzeichen RA4.

Erfolgreiche Reiter auf dem Daelshof

In der vergangenen Woche verbrachten 18 junge Reiter täglich viele Stunden auf dem Daelshof, um sich auf die Prüfungen für ihre Reitabzeichen vorzubereiten. Die Kevelaererin Laura de Witt begleitete die Teilnehmer durch einen einwöchigen Vorbereitungslehrgang.

„Jeder hatte eine Dressurstunde und eine Theoriestunde. An zwei Tagen haben wir das Springen geübt“, erzählt die selbstständige Reitlehrerin. „Und dabei haben wir noch die Sprünge gestrichen“, lacht sie mit Blick auf die frisch glänzenden Stangen. So habe man sich dann noch besser präsentieren können. Am vergangenen Wochenende standen dann Prüfungen für die Reitabzeichen (RA) vier, fünf, sieben und acht an. Die Abzeichen reichen von RA10 bis RA1, wobei die Leistungsstufen von 10 hin zu 1 steigend sind.

Zwei Richter mussten neben de Witt für die Prüfungen anwesend sein. Außerdem kamen viele Familienmitglieder der Reiter und machten den Tag so zu einem schönen Event, erzählt de Witt. Der Tag war „die erste Veranstaltung für den neuen Verein“, verweist die Reitlehrerin auf den „PSG Daelshof Kevelaer e.V.“, der sich erst in diesem Jahr gründete. Mit Elke Behrens als erste und Laura de Witt als zweite Vorsitzende kommt nun langsam das Vereinsleben in Gang. Einige Familien brachten außerdem Kuchen mit, sodass mit dem Verkauf die Jugendkasse gefüllt werden konnte.

Ein voller Erfolg auf Norderney

Motivierte Kinder, trainierte Pferde und eine souveräne Reitlehrerin waren gute Voraussetzungen für das Team Voss aus Kevelaer, bei den „Norderneyer Beachside Classics“ richtig abzuräumen. Im Vordergrund sollte jedoch der Spaß am Sport stehen. Dass das Team am Ende des Turniers so gut abschneidet, damit hat keiner von ihnen so wirklich gerechnet.

Laura de Witt ist selbstständig als Reitlehrerin und leitet das „Team Voss Kevelaer“. Insgesamt circa 80 Reitern gibt die 41-Jährige wöchentlich Unterricht. Dem Alter sind bei ihr keine Grenzen gesetzt. Ihr bunt gemischtes Team reicht von vier bis 50 Jahren. Einige der Reiter sind in der festen Turniergruppe des Teams, die regelmäßig an Wettkämpfen teilnehmen. „Eigentlich hier in der Umgebung“, erklärt de Witt.

Die Planung ging los

Dass es einige der Kinder nun nach Norderney verschlagen hat, hat einen besonderen Grund: Laura de Witt war schon als Kind oft auf Norderney. Nach einigen Jahren Pause war sie vor einiger Zeit erneut auf der Insel, als ihr der Gedanke kam: „Eigentlich müsste man das mit den Kindern machen.“ So entstand der Plan, Kinder und Pferde einzupacken und gemeinsam nach Norderney zu fahren.

Bereits seit eineinhalb Jahren liefen nun die Planungen. Dass das Team an den Norderneyer Beachside Classics teilnehmen würde, stand fest. Unter anderem durch private Kontakte zu den Müttern mancher Kinder, waren schnell Teilnehmer gefunden. Die Gruppe hielt de Witt gezielt klein, da solch ein Aufenthalt und die Reise mit einem hohen logistischen Aufwand verbunden ist. So wurden Wohnungen und Boxen gemietet und im September war es dann so weit. Laura de Witt, ihr Sohn Louis und die Reitschüler Emma, Finja, Charlotte und deren Mütter machten sich auf den Weg nach Norderney. „Es war von vorne bis hinten eine perfekte Reise“, schwärmt de Witt. Mit einem 2er Transporter plus Pferdeanhänger ging es inklusive einer Überfahrt mit der Fähre nach Norderney.

Laura de Witt (r.) mit ihrem Team. Foto: privat

Das Wetter spielte schonmal mit. „Wir sind nur im T-Shirt da rumgelaufen“, erzählt de Witt. Und dann ging die Erfolgsserie los. Das Ziel war, „dass von den vier Kindern zumindest jeder eine Schleife hat“, berichtet die Reitlehrerin. Nachdem ihr Sohn Louis seine erste Prüfung direkt gewann, folgten zahlreiche Schleifen von den Teammitgliedern. In einer Prüfung schoss das Team schließlich den Vogel ab: Sie belegten den ersten bis vierten Platz und konnten eine glückliche Ehrenrunde mit allen vier Kindern gemeinsam drehen. Da hatten alle „gar nicht mit gerechnet“, lacht de Witt. Sie selbst ging an dem Wochenende zweimal an den Start, das stellt sie jedoch bei all dem in den Hintergrund und legt den Fokus auf die Erfahrungen der Kinder. Die Reise sei „ein Traum, den man verwirklicht“ und habe alle Erwartungen übertroffen.

Elf Schleifen gesammelt

Neben den insgesamt 24 Starts, die das Team absolvierte, unternahmen die Kinder mit den Pferden Ausritte an den Strand – für alle das erste Mal. Auch wenn sich die treuen Vierbeiner scheuten, ihre Füße nass zu machen: Die Erinnerungen an die Erlebnisse zaubern allen ein Lächeln ins Gesicht. Insgesamt elf ergatterte Schleifen bei 24 Starts lassen das Lächeln schließlich noch größer werden.

Die jungen Teilnehmer sind dankbar für das Abenteuer. „Wir haben sehr viele Erfahrungen gesammelt und wir sind noch nie so weit für ein Turnier gefahren“, erzählt Louis. „Die Erfahrung, mit den Pferden gemeinsam so weit wegzufahren“, fand Emma besonders spannend. „Die Schleifen fürs Team waren sehr schön – überhaupt da gewesen zu sein, steht aber höher“, erklärt die junge Reiterin. Auch Trainerin Laura de Witt sagt, dass die Schleifen nicht im Vordergrund stehen. Aber wenn man an den Start geht und die Chance darauf hat, „dann will man die auch haben“, lächelt die 41-Jährige. Finja sieht die Reise als ein „sehr großes Abenteuer, das Reiter und Pferd zusammengeschweißt hat – und auch das Team.“

Was den jungen Reitern besonders in Erinnerung geblieben ist: „Alle, die auf dem Turnier geritten sind, haben sich gegenseitig geholfen“, erzählt Louis. Die Frage, ob dies auf anderen Turnieren denn auch so sei, quittieren Finja, Emma und Louis mit heftigem Kopfschütteln. Im Gespräch mit den jungen Reitern wird deutlich, dass die Reise nach Norderney vor allem sportlich ein großes Abenteuer war. Der Frage nach negativen Erlebnissen während der Reise schenken die Kinder nicht viel Aufmerksamkeit. „Da war halt nichts Schlechtes“, lächelt Finja.