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Die Natur rund um Kevelaer zum persönlichen Genussmoment machen

Per Rad, im Boot oder zu Fuß – Der Weg ist das Ziel

„Wenn ich mich so lange in Gedanken mit dem Ausflugsziel angefreundet habe, warum sollte ich mich dann nicht endlich auf den Weg machen?“, denkt sich Verena Rohde, Abteilungsleiterin „Tourismus & Kultur“ der Wallfahrtsstadt Kevelaer. „Traumhafte Wege und Etappenziele warten nur darauf, erkundet zu werden“, ist sie sich sicher. Denn der Niederrhein hat so viel zu bieten.

Besondere Radfahrerlebnisse im Mai

Kevelaer mit „komoot“ entdecken

Auf der Plattform „komoot“ kann jeder Rad- und Wanderbegeisterte selbst erlebte Touren einstellen und für andere Nutzer der Handy-App zugänglich machen. Die Abteilung „Tourismus & Kultur“ der Stadt lässt es sich natürlich nicht nehmen, das Angebot immer wieder um die ein oder andere Route zu erweitern.

Wettbewerb zum Kunstprojekt „FahrArt“

Einige der ausgewählten Orte könnten, sagen wir es positiv, durchaus eine Aufwertung vertragen. Andere adeln wohl eher das Kunstwerk, das dort zu stehen kommen soll. Spannend wird es allemal sein, was beim gerade begonnenen Wettbewerb zum „LEADER“-Projekt „FahrArt“ herauskommt.

Das Ziel der Fahrradroute, die nach jetzigem Planungsstand im Mai 2021 eröffnet werden soll, ist eine 100 Kilometer lange Tour, welche die vier LEADER-Kommunen Kevelaer, Geldern, Straelen und Nettetal verbindet und von insgesamt acht Kunst-Skulpturen und acht künstlerisch gestalteten Aufenthaltsorten gesäumt wird. Die künstlerische Radtour an Niers und Nette ist, dem LEADER-Förderrhythmus geschuldet, zunächst auf einen Zeitraum von zwei Jahren beschränkt.

Das soll eine Skulptur hin: Ausstellungsort am Gradierwerk neben dem Parkplatz und dem Rilano-Hotel.
Foto: Lei.La

Die erste Etappe – Stichwort Förderung – ist geschafft: 160.000 Euro stehen für das Projekt zur Verfügung. 65 Prozent gibt‘s als LEADER-Zuwendung, 25 Prozent aus dem Topf für Regionale Kulturpolitik NRW; die Städte zahlen zehn Prozent – macht für Kevelaer überschaubare Kosten von 2.000 Euro. Dafür gibt‘s hier dann zwei Skulpturen (Budget je 10.000 Euro) und zwei Aufenthaltsorte (je 4.000 Euro). Bei den anderen Kommunen sieht‘s ebenso aus.

Der Startschuss für die nächste Etappe der „FahrArt“ fiel am Dienstag in Geldern: Die Projektverantwortlichen stellten den künstlerischen Wettbewerb vor. In der ersten Phase sollen sich Künstlerinnen und Künstler für die Teilnahme bewerben. Dazu genügen eine kurze Skizze einer Projektidee und ein Portfolio mit Abbildungen künstlerischer Arbeit oder der Verweis auf eine eigene Homepage (bis 16. Oktober an wilko.austermann@leader-leila.de).

Wilko Austermann ist der Kurator der Ausstellung im öffentlichen Raum und wird gemeinsam mit Dr. Ingrid Misterek-Plagge, Geschäftsführerin des Kulturraum Niederrhein e.V., eine Vorauswahl treffen.

Hier soll Aufenthaltsqualität her: Das vorläufige Ende der OW 1 am Ortsausgang Kevelaer.
Foto: Lei.La

Maximl drei Künstler pro Spielort sollen dann gebeten werden, konkrete Entwürfe auszuarbeiten und bis Mitte November einzureichen. Bis zum Ende des laufenden Jahres soll eine Fachjury dann entscheiden, welche Idee verwirklicht wird.
Gewünscht sei von den Wettbewerbern, sagen Wilko Austermann und Ute Neu,

Regionalmanagerin beim Verein „Lei.La Leistende Landschaft e.V.“, in dem sich die Kommunen zusammengeschlossen haben, dass sich die Skulpturen und Aufenthaltsorte mit der Kulturlandschaft an Niers und Nette und der typischen Prägung durch Landwirtschaft und Gartenbau auseinandersetzten. Aber auch Anklänge an Historisches oder an das Stadtimage könnte sich Austermann vorstellen. In Kevelaer wäre das etwa die Aufnahme der Wallfahrt in die künstlerische Projektidee.

Geplante Standorte in Kevelaer

Skulpturen: Hüls, Twistedenerstr., Kreisverkehr oder Wiese neben der Straße. Wetten, Grünstr./Brillstr., Parkfläche vor der St. Petrus Kirche.

Aufenthaltsorte: Alte Heerstr./Geldernerstr., zwischen Hauptstraße und Fahrradweg. Twisteden, Doelenweg, Nähe Niers entlang des Radwegs.

Das Hochfest des Drahtesels

Mancher würde angesichts der Sandfläche mit Liegenstühlen und Palmen vor dem Rathaus auch von „gestrandet“ sprechen, aber das wäre viel zu negativ besetzt: Die zahlreichen Radlergruppen, die am Dienstagmorgen auf dem Kalkarer Marktplatz ankamen, wirkten keinesfalls „wie bestellt“ oder gar wie „nicht abgeholt“. Im Gegenteil: Munter erkundeten die Fietser – längst nicht alle aus den Niederlanden – den alten Platz mit dem wunderschönen, „rubbeligen“ Pflaster. Derweil ging‘s im historischen Ratssaal über ihren Köpfen genau um den immer populärer werdenden Radtourismus. Die Wirtschaftsförderung Kreis Kleve und Sprecher der 16 beteiligten Kreis-Kommunen stellten das Programm des 28. Niederrheinischen Radwandertages vor. Genauer muss man sagen: Ein Teilprogramm, denn der Niederrhein hält sich ja nicht in oder an Grenzen – zumindest nicht an die des Kreises.
63 Orte beteiligen sich insgesamt, die Teilnehmer haben die Qual der Wahl aus mehr als 80 Routen. Allein 33 davon liegen im Kreis Kleve, einige sind grenzüberschreitend. Sie sind zwischen zwölf – für fröhliches Familienradeln – und 72 Kilometer – für den ambitionierten Radler – lang. Rennradler oder E-Biker können sogar noch zwischen den Routen wechslen, um die Strecke zu verlängern.
Gestandene Größe

Der Radwandertag sei eine „gestandene Größe“, betont denn auch Kreiswirtschaftsförderer Hans-Joses Kuypers, der Radtourismus habe die „Übernachtungszahlen beflügelt“ und sorge für zahlreiche neue Arbeitsplätze in Gastronomie und Hotellerie, aber auch bei Fahrradhändlern und -werkstätten. „Dem Fahrrad haben wir viel zu verdanken“, so Kuypers, und so sei es Ehrensache, einmal im Jahr zum „Hochfest“ des Drahtesels einzuladen. Was zu sehen gibt‘s ohnehin immer, was zu gewinnen übrigens auch wieder, wenn man Stempeln fährt: Wer mindestens zwei Stempel auf seiner Starterkarte hat, kann an einer Tombola teilnehmen.
Vor zwei Jahren hat die Niederrhein Tourismus GmbH mit Sitz in Viersen die Koordination übernommen, „mit dem Ansatz, daraus einen großen Tag zu machen“, wie aus den Reihen der Kreisgemeinden durchaus erfreut zu vernehmen ist. Mit „Kultur in der Natur“ hat man für das diesjährige Event ein ebenso kurzes wie eloquentes Motto gefunden, dem sich die einzelnen Gemeinden auf unterschiedliche Weise nähern – fast alle aber mit freiem oder reduziertem Eintritt in Museen, Ausstellungsorte oder kulturelle Hotspots.
In Kevelaer beispielsweise können Radler das Niederrheinische Museum zum reduzierten Eintrittspreis besuchen. Und bei der Führung „Geschichte und Geschichten – aus und über Kevelaer“ wird ihr Blick auf „Sehenswertes einer von Kunst und Kultur geprägten historischen Innenstadt“ gelenkt. Aber stramme Waden brauchen hie und da mal etwas Entspannung. Auch das beherrscht man in der Wallfahrtsstadt gut: Die Motorradfahrer-Wallfahrt in Kevelaer ist das zweite große Event des ersten Sonntags im Juli, und so findet man neben geöffneten Geschäften am verkaufsoffenen Sonntag beim entspannten Shoppen in Kevelaer auch das Motto „Gesund an Leib und Seele“ mit Infos zum Solegarten St. Jakob, zur Wallfahrt und zu weiteren Veranstaltungen an der Stempelstation vor dem Rathaus auf dem Peter-Plümpe-Platz.
Und wer einfach nicht genug Kevelaer bekommen kann, der wird sicherlich noch einen Blick auf die Baustelle des Solegartens und des neuen Rilano-Hotels werfen, denn zwei Routen führen direkt dran vorbei. Und irgendwie schließt sich damit auch wieder ein Kreis, denn Hotel wie Solegarten sollen ja neue Touristen nach Kevelaer locken. Vielleicht sind ja einige auch als Fietser unterwegs…
Niederrheinischer Radwandertag
Sonntag, 7. Juli 2019. Eröffnung in der Wallfahrtsstadt Kevelaer durch Bürgermeister Dr. Dominik Pichler um 10 Uhr auf dem Peter-Plümpe-Platz vor dem Rathaus.
Folgende Routen haben Kevelaer als Station:
Route 07 Weeze / Uedem / Sonsbeck / Kevelaer / Weeze (ca. 51 km),
Route 12 Issum / Sonsbeck / Kevelaer / Geldern / Issum (ca. 55 km),
Route 15 Geldern / Kevelaer / Geldern (ca. 35 km),
Route 16 Geldern / Kevelaer / Bergen – de Hamert (NL) / Geldern (ca. 42 km),
Route 17 Nieuw Bergen (NL) Kevelaer / Bergen – de Hamert (NL) / Nieuw Bergen (NL).
An allen Stempelstationen gibt‘s Infos, an vielen Start- und Zielpunkten auch ein umfangreiches Programm für Radler und Familien. Und für das leibliche Wohl ist natürlich auch gesorgt.

Laufen und radeln im Kampf gegen den Krebs

In einigen Tagen wird der Niederrhein wieder zum Mekka der Radsportler und Läufer, die die besondere Herausforderung lieben. Am Samstag, 15. Juni, findet in Winnekendonk das sechste große BIG Challenge-Event statt. Der Verein BIG Challenge e.V. sammelt damit Geld zur Erforschung und zur Bekämpfung der Volkskrankheit Krebs.
„Jeder Dritte in Deutschland erkrankt in seinem Leben an Krebs“, sagt Georg Biedemann, der gemeinsam mit seiner Frau Petra, seiner Familie und vielen Mitstreitern 2014 die Aktion ins Leben rief. „Das Engagement dagegen ist zwingend notwendig.“ Der Auslöser war ein Fall in der eigenen Familie und die Teilnahme an einem entsprechenden Event in L´Alpe D´Huez: „Damals haben wir uns gefragt, warum es so etwas in Deutschland nicht gibt.“
Mittlerweile hat der Verein mit Hilfe der Teilnehmer und Sponsoren aus ganz Deutschland, die Jahr für Jahr nur für dieses Event kommen, über eine Million Euro zusammengebracht. „Damit haben wir diverse Projekte unterstützt“, erklärt Biedemann.
Damit auch in diesem Jahr ein hoher Spendenbetrag an die ausgesuchten Projekte fließen kann, hofft das BIG Challenge-Team jetzt erneut auf eine rege Teilnahme. Die offizielle Spendensumme liegt aktuell schon bei rund 160.000 Euro.
Im vergangenen Jahr ging der BIG Challenge-Verein für einen kurzen „Abstecher“ mit der Aktion in den hohen Norden nach Bruchhausen-Vilsen. Jetzt will man erneut am Niederrhein mit der der Veranstaltung viel Geld für den guten Zweck einnehmen.
Diesmal sollen die Förderprojekte „Im Fokus: Lungenkrebs“ zur modernsten Diagnostik und Therapie für Patienten mit fortgeschrittenen Lungenkrebs und das Projekt „Mein Kind hat Krebs“ des Uniklinikums Magdeburg, bei dem die psychische Belastung der Angehörigen im Fokus steht, unterstützt werden.
Die Fahrer und Läufergruppen versuchen, jeweils eine Spendensumme von 500 Euro zu sammeln und suchen sich dafür Sponsoren oder andere Wege. Gesammelt werden kann bis zum 31. August, dem Ende der offiziellen Sammelaktion. Die Teilnehmergebühr für den Tag beträgt 75 Euro.
Erstmals gibt es auch die Möglichkeit, sich mit einem E-Bike an dem Event zu beteiligen. „Wir wollten uns diesem Trend nicht verschließen“, öffnet sich der BIG Challenge Verein gerne.
Vortag und Pasta-Essen
Dem großen Tag geht am Freitag, 15. Juni, im Veranstaltungszelt am SV Viktoria Sportpark ein Pasta-Essen voraus. Um 18 Uhr wird Professor Dr. Reinhard Büttner in einem Vortrag sein Spendenprojekt vorstellen. Am 16. Juni werden die ersten Sportler ab 5 Uhr vom Viktoria-Sportpark aus starten. Der Marathon-Start ist um 9 Uhr, der letzte mögliche Start für Teilnehmer ist 13 Uhr.
Es gibt zwei Strecken – 43,2 Kilometer von Winnekendonk über die Sonsbecker Schweiz bis Xanten und wieder zurück oder alternativ 8,2 Kilometer für die Läufer. Erstmals wird auch eine Strecke für Kinder ausgewiesen, mit der die Eltern und Angehörigen die Aktion mit einer Spende unterstützen können.
Am Viktoria-Sportpark (Start-und Zielpunkt) wird es den ganzen Tag über Aktionen, Musik, Unterhaltung und Informationen unter anderem zur Landwirtschaft und zur Krebsforschung geben.
Die Radfahrer und Läufer können sich durch ein Team von Physiotherapeuten entkrampfen und für die nächsten Runden wieder aufpäppeln lassen. Für das leibliche Wohl sorgen die Landfrauen und die Familie Manten. „Für jeden ist etwas dabei – nicht nur für Teilnehmer, sondern gerade für Familien und Interessierte“, versichert Georg Biedemann.
Die NRW-Landwirtschaftsministerin Ursula Heinen-Esser fungiert als Schirmherrin der Aktion. Ihr Staatssekretär Dr. Heinrich Bottermann wird stellvertretend für sie am Mittag Grußworte sprechen.
Symbolischer Scheck
Am Abend wird die Initiative dann dem Vorstand der Deutschen Krebshilfe, Franz Kohlhuber, einen symbolischen Scheck überreichen, damit möglichst viele Sportler auch vor Ort sein können, die zu dem Ergebnis der Aktion beigetragen haben.

Ein Schnappschuss vom Radfahren am Niederrhein

Endlich schönes Wetter um eine ausgiebige Fahrradtour ins Grüne zu machen. Die passende Gelegenheit für Hobbyfotografen, einen Schnappschuss zum Motto „Radfahren am Niederrhein“ zu ergattern. Noch bis zum 1. April bietet sich die Chance, sein Lieblingsmotiv beim Fotowettbewerb der Wallfahrtsstadt Kevelaer einzureichen und mit ein bisschen Glück attraktive Preise zu gewinnen.

Die Jury wählt die besten Motive aus

Besetzt ist die Jury des Wettbewerbs mit sechs Mitgliedern aus unterschiedlichen Bereichen. Selbstverständlich lässt es sich Dr. Dominik Pichler, Bürgermeister der Wallfahrtsstadt Kevelaer, nicht nehmen an der Bildauswahl zu beteiligen. Auch Bernd Pool, Leiter Stadtmarketing, bringt seine Kenntnisse über den Niederrhein ein. David Simon und Markus van Oorschot von der „MedienManufaktur Niederrhein“ bilden die beiden Experten im Gremium und werden ein fachkundiges Auge auf die Motive werfen. Das „Bauernhofcafé Binnenheide“ als beliebter Zwischenstopp für Radfahrer ist durch Dennis van den Berg auch in der Jury vertreten. Der Allgemeine Deutsche Fahrrad-Club – ADFC, Kreisverband Kleve e.V. (i.G.) unterstützt in Person von Eckehard Lüdke. „Alle Mitglieder sind schon sehr gespannt auf die Einreichungen und freuen sich auf die Jury-Sitzung Anfang April“, so Bernd Pool Leiter Stadtmarketing.

Einfach Mitmachen, es lohnt sich!

Denn es werden nicht nur alle eingereichten Bilder im Anschluss durch die Wallfahrtsstadt Kevelaer ausgestellt, sondern es warten auch insgesamt sieben attraktive Preise auf die Gewinner des Wettbewerbs.

Der Hobbyfotograf, der den 1. Platz belegen wird, kann sich jetzt schon auf einen exklusiven Einzelworkshop „Fotografie“ bei der „MedienManufaktur Niederrhein“ freuen. Auch der 2. und 3. Platz wird belohnt mit einem Workshop zum Thema „Landschaftsfotografie“ unter der fachkundigen Anleitung von David Simon und Markus van Oorschot. Kultur-Interessierte dürften sich über den 4. und 5. Platz freuen, dort wartet jeweils ein TheaterAbonnement für die Spielzeit 2019/2020 im Konzert- und Bühnenhaus für eine Person.

Die Plätze 6 und 7 sind etwas für Genussmenschen, denn samstags oder sonntags von 9 bis 11 Uhr kann ein Verzehrgutschein für das Schlemmerbuffet für zwei Personen im „Bauernhofcafé Binnenheide“ eingelöst werden.

Die Preisverleihung findet im Rahmen der Freiluft-Messe „fahrRad-Pause Kevelaer“ am Sonntag, 28. April, um 14.30 Uhr auf der Bühne am Peter-Plümpe-Platz statt.

Teilnahme am Wettbewerb, wie geht das?

Interessierte, die am Fotowettbewerb „Radfahren am Niederrhein“ teilnehmen möchten, können sich auf www.kevelaer.de über die Teilnahmebedingungen und weitere Details informieren und auch dort direkt ihr Bild hochladen. Bis zum 1. April besteht die Möglichkeit, maximal drei Bilder bei der Wallfahrtsstadt Kevelaer einzureichen.

Die Falken fuhren vorne mit

Der RSV „Falke“ Kervenheim hat erfolgreich an den Landesmeisterschaften der Junioren des Radsportsportverbandes Nordrhein-Westfalen in Duisburg-Hochheide teilgenommen.
Die 6er Einradmannschaft der Falken ging mit Julia Kühnast, Johanna Wilbers, Verena Nilkens, Lara Heister, Lena Köster und Annika Hartjes an den Start. Das Team brauchte für die Qualifikation zum Deutschen Halbfinale, mindestens 65 Punkte. Beim letzten Wettkampf fuhren die Kervenheimer 65,99 Punkte aus und gingen somit sichtlich nervös an den Start.
Nach den ersten geglückten Übungen, legte sich die Nervosität und sie fuhren souverän, mit nur kleinen Fehlern ihr Programm zu Ende. Mit einer ausgefahrenen Punktzahl von 78,07 Punkten wurde die sechs Falken, Vizelandesmeister und konnten sich für den Junior-Mannschaftscup am 6. April in Schwanenwede qualifizieren.
Danach war die 4er Einrad der Junioren mit Markus Achten, Sarah Adamaschek, Julia Kühnast und Paula Wilbers dran. Die vier konnten nach gut vorgetragener Kür die Qualifikationspunktzahl für das Deutsche Halbfinale ausfahren und wurden Landesmeister.
Die dritte Mannschaft, die bei den Landesmeisterschaften an den Start gingen, war der 4er Einrad der Junioren mit Lena Köster, Jasmin Berger, Sabrina Gerritzen und Annika Hartjes.
Die vier Kervenheimer fahren ihre erste Saison für die Falken und hatten sich erstmalig für die Landesmeisterschaften qualifiziert und belegten mit persönlicher Bestleistung den 6. Platz.

Komfortabel und umweltfreundlich mit dem Rad unterwegs

Nach der Devise „Wer, wenn nicht wir – wann, wenn nicht jetzt?“, haben 15 Alltagsfahrradfahrer aus dem gesamten Kreisgebiet in der Wallfahrtsstadt Kevelaer den Kreisverband Kleve e.V. im Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Club ( ADFC) gegründet. Damit sind die bislang schon knapp 400 Mitglieder des ADFC im Kreisgebiet jetzt auch in einem eigenen Verband organisiert.
Ziel der Vereinsarbeit ist die Förderung des Fahrradverkehrs im Alltag und der Freizeit, die Verbesserung der Infrastruktur gleichermaßen wie die im Tourismus. Der Vorstand wird gebildet aus Eckehard Lüdke (Kevelaer), Detlev Koken (Kleve), dem Schatzmeister Hans-Gerhard Cröpelin (Kleve) sowie als Beisitzer Rositta Moch (Weeze), Dirk Röder (Bedburg-Hau) und Heinz-Theo Angenvoort (Geldern).
Als Webmaster werden Dirk Röder und Torsten Kannenberg (Weeze) eine zeitgemäße Online-Präsentation gewährleisten (www.adfc-kleverland.de, Seite ist derzeit im Aufbau).
Kernaussage der im Anschluss an die Vereinsgründung folgenden Diskussion im „Goldenen Schwan“ war, dass dringend eine Verbesserung der Radverkehrsinfrastruktur erfolgen muss, damit mehr Menschen sicher und komfortabel, umweltfreundlich und gesundheitsbewusst unterwegs sein können. Es liege in diesem Bereich noch allzu viel im Argen.
Der neue Vorsitzende, Eckehard Lüdke, führte aus, dass der ADFC vielerorts als Träger öffentlicher Belange über die Möglichkeit verfüge, unmittelbar auf die Verkehrsplanung und die Konzeption auf kommunaler sowie auf Kreisebene zu wirken und den aus der Praxis abgeleiteten Sachverstand einzubringen. Diese Funktion werde auch im Kreis Kleve angestrebt.
Heinz-Theo Angenvoort, schon jetzt sehr aktiv im Bereich Fahrradtourismus im Südkreis, betonte seinerseits, dass es nun gelte, den Fahrradtourismus am Niederrhein insgesamt weiter deutlich zu stärken. Das neue kreisweite Knotenpunktsystem, das wohl im Frühjahr diesen Jahres im Auftrag des Kreises Kleve installiert werde, sei dabei ein wichtiger Schritt.
Auf diesem wie auch weiteren Gebieten sei man auf niederländischer Seite schon deutlich weiter, wenn es darum gehe, das Fahrradfahren zur schönsten Form der Fortbewegung zu machen.

Starker Saisonabschluss der Falken

Ein erfolgreiches Radsportjahr geht für die Falken zu Ende. Mit der Ausrichtung des Grenzlandpokals in Kevelaer nahmen die Falken am letzten Turnier für dieses Jahr teil.
Rund 70 Starts zeigten am Sonntag in der Dreifachturnhalle ihr Können. So eröffnete die 4er-Einrad-Mannschaft der Falken mit den Sportlern Tim Schaffers, Kai Schaffers, Sophie Jahnke und Collien Meyer den Wettkampf. Vor heimischem Publikum schafften sie es, Bestleistung zu fahren und den ersten Platz zu belegen.

Im 4er-Einradfahren der Junioren wurde die Mannschaft mit Markus Achten, Sarah Adamaschek, Julia Kühnast und Paula Wilbers ebenfalls Erste. Beim 4er-Einradfahren der Elite wurde die Mannschaft der Falken (Lara Heister, Verena Nilkens, Johanna Wilbers, Lisa Bongers) Zweite. Die 4er-Schülerinnen-Mannschaft mit Lena Köster, Jasmin Berger, Annika Hartjes und Sabrina Gerritzen hatte ihren zweiten Wettkampf und konnte sich erfolgreich gegen die Konkurrenz aus Hochheide, Moers und Oberaussem durchsetzten: Auch sie standen ganz oben auf dem Treppchen und konnten bei der Siegerehrung ihre erste Goldmedaille in Empfang nehmen.

Auch die zwei 6er-Mannschaften der Falken wurden beide Erste – in der Schülerklasse (Tim Schaffers, Kai Schaffers, Selina Ramadan, Collien Meyer, Finja Pohl, Sandy Kiala) sowie in der Juniorenklasse (Verena Nilkens, Johanna Wilbers, Lara Heister, Sarah Adamaschek, Julia Kühnast, Paula Wilbers).

Darüber hinaus nahmen drei Sportler in der Kunstrad-Diziplin teil. Hier wurde Kai Schaffers bei den Schüler D Erster, genau wie sein Bruder Tim Schaffers, der in der Klasse Schüler U13 oben auf dem Treppchen stand. Collien Meyer, die in der Klasse Schülerinnen U 11 an den Start ging, belegte den vierten Platz.

Nun bereiten sich die Falken auf die nächste Saison vor, die am 10. Februar 2019 in Neersen beginnt.

„Wenn nicht jetzt, wann dann?“

Sportlich – das war Erich Schmitz schon immer. „Das war seit der Jugend immer da – von Fußball über Handball, Tischtennis, auch ein bisschen Radsport und Jogging mit Volksläufen. Und ich hab Reitsport gemacht“, erzählt der 61-Jährige. In jungen Jahren, „mit 16, 17, 18“, ging es dann aufs Rennrad „aus Spaß an der Freud´“. „Bewegung war mir immer wichtig – immer Neuland zu entdecken. Das Wandern in den Dolomiten und mit den Kindern den Wald erforschen“, das gehörte für ihn später auch dazu.
Der Bezug zur Natur kam dabei über die Familie. Der Großvater väterlicherseits hatte einen Bauernhof in der Eifel. Der Großvater mütterlicherseits war Holzfäller. „Da durfte ich auch mal mit, Bäume kennenlernen.“ Die Natur zu erleben, das sei auch ein ganz großer Aspekt, der sich in den ausgewählten Radstrecken widerspiegele.
Als seine kleine Gefahrgut-Transportfirma mit Sitz in Duisburg Konkurs anmeldete und sich die Trennung von seiner Ehefrau vollzog, bekam der Aspekt des Radfahrens eine neue Bedeutung. „Man kommt ins Grübeln, ob man alles richtig gemacht hat – alles erreicht, alles verloren, was jetzt ?“ Was wirklich wichtig ist, das war seine Frage.
Die Antwort für ihn lautete: „Back to the roots.“ Er kaufte sich ein Mountainbike, eine Campingausstattung und machte Touren in den Schwarzwald, in den Harz, ins Sauerland. „Meine Urlaube habe ich im Zelt verbracht.“ Schmitz beschreibt das als „prägende Zeit“. „Weniger ist manchmal mehr als das, was man vorher hatte.“
Der Sport mutierte zu einer Art „Bewältigungsmechanismus, sich selbst zu finden“ und zu „einem Sprungbrett ins neue Leben. Ich führe seitdem ein bewussteres Leben.“
Seitdem absolviert Schmitz 15 000 bis 20 000 Kilometer im Jahr auf dem Rad, das Auto hat er längst verkauft. „Ich habe seit zehn Jahren fast komplett auf das Auto verzichtet, fahre auch mit dem Rad zur Arbeit nach Weeze hin und zurück, um keine weitere Energie zu verschwenden als die eigene.“
Er will keine „Energiespuren hinterlassen“, und in gewissen Situationen sei das Auto überflüssig, findet er. „Oft wird man belächelt, aber das Auto ist nicht das Wichtigste im Leben.“ Das sei einfach für viele ein „Wohlstandsding“: „Oft ist die Wohnung billiger, als manche ihr Auto halten.“
Häufig geht es für Schmitz mit dem Rad nach Delft an die Nordsee. „260 Kilometer und eine Übernachtung, dann zurück. Oder nach Zoutelande, nach Trier.“ Vor drei Jahren fuhr er zum Bodensee und mit dem Zug wieder zurück. „Vor vier Monaten hatte ich das Dreiländereck mit Eupen, der Eifel und 320 Kilometer Richtung Münster.“ Und auch das französische Namur hat er schon angesteuert.
Ins Schwärmen gerät Schmitz, wenn es um die Radinfrastruktur in den Niederlanden geht. „Von deren Radautobahnen werden wir in Deutschland in zwanzig Jahren noch träumen“, prophezeit der frühere Kernkraftgegner, der gegen den „Schnellen Brüter“ auf die Straße ging.
Das Faszinierende an seinen Touren seien die menschlichen Begegnungen. „Ich habe vor gut acht Jahren im Harz einen Vater mit drei Kindern getroffen, der kam zu mir rüber. Am ersten Abend haben wir stundenlang geredet, und die Töchter haben Spaghetti gekocht.“ Daraus wurden fünf intensive Tage. „Diese Urlaubsbekanntschaften sind in Ordnung, aber ich tausche keine Adressen mehr aus und gehe damit keine Verpflichtung ein“, stellt er klar. „Das ist offener – und man schützt sich vor Verlust.“
Ab und an tourt er mit seinem Freund Manfred Mölders zum Ijsselmeer oder in die Eifel. Zwei- bis dreimal nutzt er die Chance, um eine komplette 200-Kilometer-Nachtfahrt zu machen. „Diese Stille, diese Ruhe, diese Empfindungen sind nochmal intensiver.“ Das Schärfen der Sinne und das Aufnehmen der Natur, das fasziniert ihn.
Und häufig macht er von den Touren auch Fotos, zumeist in schwarz-weiß, „damit sie eine egenständige Note erhalten“. Mehrere hätten ihn schon auf die Bilder angesprochen. Ein Freund aus Mülheim habe ihm für dessen Café schon angeboten, mit den Bildern eine Ausstellung zu machen. „Vielleicht mache ich irgendwann mal eine“, lässt er sich diese Option offen.
Zu seinem 60. Geburtstag ist Schmitz im vergangenen Jahr 520 Kilometer an einem Stück gefahren, „in 24 Stunden über Deutschland, Belgien und die Niederlande.“ In diesem Jahr hat er sich als Ziel Venedig ausgewählt. Losgehen soll es am 1. September, ankommen möchte er in neun Tagen.
„Alle Orte sind nur Ziele des Ankommens. Der Weg dahin ist mir wichtig“, sagt Schmitz. Über Köln, den Rhein, Bingen, Worms, Stuttgart, Ulm, Kempten, Innsbruck und den Brenner führt der Weg nach Bozen, am südlichen Gardasee entlang nach Verona und bis Venedig.
Ursprünglich waren auch mehrere Pässe vorgesehen, aufgrund einer mehrwöchigen Erkrankung zuvor hat er darauf verzichtet. „Hauptsache unfallfrei und gutes Wetter, der Rest wird sich ergeben“, freut er sich darauf, „mit 61 Jahren wieder auf einer Isomatte mit sechs Zentimetern Dicke ins Zelt zu kriechen“. Und „radfahrtechnisch war ich noch nie in den Alpen. Wenn nicht jetzt, wann dann?“