In den vergangenen Tagen war es im Kreis Kleve wie fast überall im Norden Deutschlands sehr heiß und trocken – es gab keinen Niederschlag. Wie im vergangenen Jahr steigt durch die langanhaltende Trockenheit die Waldbrandgefahr am Niederrhein sehr stark an.

Der Deutsche Wetterdienst stuft die Gefahr in seinem Waldbrandgefahrenindex (WBI) in dieser Woche daher auf Stufe 4 von 5 möglichen Stufen als „hohe Gefahr“ ein.

Allerhöchste Vorsicht

„Bei Besuchen und Spaziergängen im Wald ist allerhöchste Vorsicht geboten!“, warnt der Ordnungsamtsleiter der Wallfahrtsstadt Kevelaer, Patrick Simon. „Ich empfehle, nicht von den Wanderwegen abzuweichen. Unterlassen Sie bitte das Rauchen beim Waldspaziergang und vermeiden Sie es, reflektierende Gegenstände im Wald mitzuführen. Eine achtlos weggeworfene Glasflasche kann wie ein Brennglas das Feuer entfachen. Feuer machen und Grillen sind im Wald generell verboten. Bitte achten Sie auch beim Abstellen von Fahrzeugen an Waldrändern darauf, dass die Fahrzeuge nicht auf hohem, trockenen Gras abgestellt werden. Der heiße Fahrzeugboden kann das trockene Gras entzünden!“, so der Ordnungsamtsleiter weiter.

Erst am Montag entfachte in Weeze ein landwirtschaftliches Fahrzeug am Waldrand ein Feuer. Ca. 500 m² Wald waren auf Weezer Gebiet vom Feuer betroffen – das Fahrzeug brannte komplett aus. Zuvor zerstörte ein Feuer weite Teile der niederländischen Maasduinen in der Nähe von Weeze.

„Wer ein Feuer entdeckt, der sollte keine Zeit verlieren und direkt die 112 wählen. Egal wie groß das Feuer ist. Sollte es zu einem Waldbrand kommen, den Sie vermeintlich selbst gelöscht haben, sollte auch hier die Feuerwehr alarmiert werden, um eine Brandschau durchführen. So können wir sicherstellen, dass das Feuer nicht erneut entfacht“, so Markus Rademacher, Pressesprecher der Freiwilligen Feuerwehr Kevelaer.

Sollte die Gefahrenlage auf Stufe 5 steigen, kann aus den Empfehlungen von Feuerwehr und Ordnungsamt sogar ein Gebot werden.