Beiträge

Personenvorschläge können bis zum 30. September 2022 eingereicht werden

Stadt Kevelaer zeichnet fürs Ehrenamt aus

Über zwei Jahre musste die Ehrenamtsehrung in Kevelaer aufgrund der Corona-Pandemie verschoben werden. Nun wird die Veranstaltung am 5. Dezember 2022 nachgeholt.

Filmteam für Ehrenamtatlas NRW war in WiDo zu Gast

(Nicht nur) tierische Filmstars im Seniorenheim

Von Lampenfieber ist bei den beiden heimlichen Hauptdarstellern während des Filmdrehs keine Spur: Frida und Josh machen das, was sie immer tun. Die beiden Therapiehunde kuscheln mit den Senior*innen und lassen sich verwöhnen.

Grünen-Politiker*innen treffen sich mit Technikteam und Vorstand im Freibad

„Sie sind Vorbild für andere“

„Was Sie hier leisten, ist bürgerschaftliches Engagement der besonderen Art. Sie sind ein Vorbild für andere“, zeigte sich die Kreis Klever Grünen-Landtagskandidatin Paula Backhaus bei einem Besuch beim Bäderverein Kevelaer tief beeindruckt.

Caritas sucht Anpacker*innen, Teilzeitheld*innen und Kaffeetrinker*innen

Zeit, Grips oder Kraft verschenken

Mit der noch jungen App-Lösung Nyby werden Hilfesuchende und Helfer*innen in der Wohnanlage Klostergarten und den angrenzenden Nachbarschaften zusammengeführt…

Caritasverband Geldern-Kevelaer sucht Ehrenamtliche für Angebote der Flüchtlingshilfe

Auch in der Krise für andere Menschen da sein

Ehrenamtliche Helfer*innen unterstützen durch eine Vielzahl an unterschiedlichen Tätigkeiten die Angebote der Flüchtlingshilfe beim Caritasverband Geldern-Kevelaer.

Der Verein „Engel gibt es überall e.V.“ ehrt drei Kevelaerer

In die Zukunft der Kinder investiert

Der Kevelaerer Klaus-Uwe Dommert ist ein Mann der klaren Worte und Taten: Als  der Betreiber des Caritas-Cafés an der Marktstraße vor acht Jahren sah, wie in unmittelbarer Nähe die ersten Asylbewerbenden ein von der Stadt Kevelaer erworbenes Haus bezogen…

„Nyby“ startet mit der Caritas im Klostergarten ein Pilotprojekt

App soll Ehrenamt stärken

Ob zum Chatten, für die neuesten Rezepte oder zur Partnersuche – viele von uns nutzen sie in Fülle: Apps. Mit wenigen Klicks auf dem Smartphone haben wir heutzutage die Wahl zwischen Millionen von Anwendungen.

„Das war Weltklasse“

Als Ende Dezember die Entscheidung feststand, dass Besuche in Pflege- und Senioreneinrichtungen ausschließlich mit einem negativen Corona-Schnelltest gestattet sind, war auch für die Malteser der Auftrag klar: Die Einsamkeit von Heimbewohner*innen lindern, indem die Durchführung dieser Schnelltests kurzfristig und unkompliziert übernommen wird. Auch bei den Maltesern aus Kevelaer meldeten sich innerhalb weniger Tage 38 Helfer*innen spontan, die Beprobungen in zwei Pflegeheimen zu übernehmen. 

Linda Gatzke präpariert eine Probe für einen Schnelltest. Foto: Maltester Kevelaer

Seit dem 24. Dezember 2020 waren auch über Weihnachten bis zum 3. Januar 2021 jeden Tag zwei Teams im Einsatz. Ehrenamtlich wurden in insgesamt 228 Arbeitsstunden über 545 Beprobungen durchgeführt: „Die Einsatzbereitschaft unserer Helferinnen und Helfer, so spontan und über die Weihnachtstage den Menschen zu helfen ist unglaublich. Ich bin stolz darauf, dass ein verhältnismäßig kleiner Stadtverband wie Kevelaer so einen großen Auftrag gemeistert hat. Das war Weltklasse und wäre ohne das ehrenamtliche Engagement unserer Helferinnen und Helfer nicht möglich gewesen“, freut sich Patrick Poschmann, Geschäftsführer der Malteser aus Kevelaer. 

Insgesamt testeten die Malteser in NRW seit dem 23. Dezember 2020 in 125 Senioren- und Pflegeheimen 11.111 Besucher*innen im Schnellverfahren auf Corona und ermöglichten damit über 11.000 Menschen, ihre Liebsten über die Feiertage im Heim zu besuchen. 42 dieser Schnelltests fielen positiv aus.

Der neue Kleidertreff wird gut angenommen

„Um es vorweg zu sagen: Es ist sehr schmerzlich, aufgrund der aktuellen Covid-19 Entwicklung so kurz nach der Wiedereröffnung schließen zu müssen. Doch das Wohl der Besucher wie auch der Helferinnen hat absoluten Vorrang“, sagt Sylvia Rommen-Ahlbrecht, Vorsitzende der Caritas-Konferenz St. Marien. Erst kürzlich war nach Umbauarbeiten die ehemalige Kleiderkammer als „Kleidertreff“ neueröffnet worden. Trotz Shutdown ziehen die Verantwortlichen ein positives Zwischenfazit.

Mit etwa 20 bis 30 Besucher*innen pro Öffnungstag wurden Konzept und Räume bisher gut angenommen. Das  Angebot der Pfarrcaritas der Gemeinden St. Antonius und St. Marien Kevelaer soll helfen, Notlagen zu lindern. Das wäre ohne tatkräftige Hilfe der ehrenamtlichen Helferinnen, der Sponsoren und der Spenden-bereitschaft von Kevelaerer Bürger*innen nicht denkbar.

Der Wirtschaftsteil konnte durch die Verbindung eines zusätzlichen Raumes mit der alten Kleiderkammer von der Ausgabe getrennt werden. Die Kleiderausgabe erhielt zudem variable Hängesysteme. Bewegungsfreiheit und die Möglichkeit, miteinander ins Gespräch zu kommen, sollen eine angenehme Atmosphäre schaffen. Das Angebot steht offen für jeden. Besucher geben in der Regel eine freiwillige kleine Eintrittsspende zu Gunsten von Flüchtlingskindern. Sie können dann selbst das Benötigte auswählen.

Einzelhandelsregelung

Der Zugang erfolgt durch das Forum Pax Christi. Der Eingangs-Sicherheitscheck, d.h. Abstand, Masken- und Desinfektionspflicht sei bisher ohne Ausnahme eingehalten worden, erklären die Verantwortlichen. Für die erlaubte Personenzahl gilt die Einzelhandelsregelung lt. Ordnungsamt.

Die 14 Helferinnen im Alter von 55 bis 90 Jahren aus beiden Gemeinden arbeiten seit vielen Jahren in drei „Schichten“: Sie managen die Annahme der Kleiderspenden und füllen Lücken wieder auf. Sachen, die niemand tragen kann, werden an bedürftige Menschen des ehemaligen Ostblocks geschickt. Dabei ist jeder Ausgabetag eine neue Herausforderung, individuell auf Menschen unterschiedlicher Herkunft und Sprache zuzugehen und zu beraten. Sie sind mit Herzblut bei der Sache und hoffen darauf, bald wieder Pläne für das Angebot nach der Corona-Schließung realisieren zu können. Aktuell besteht noch Bedarf an weiterer Mithilfe. Zuverlässige Personen sind im Team gefragt.

In Notfällen während der Corona-Schließung ist der Kleidertreff erreichbar unter Tel. 02832-9733631. Es wird darum gebeten, keine Kleidersäcke vor den Eingängen abzulegen.

„Es kommt auf die Kleinigkeiten an“

Wenn Frank Berretz vor einigen Jahren nicht den Rat seiner Stieftochter befolgt hätte, hätte er seine heutige Leidenschaft womöglich niemals entdeckt. Denn als seine Stieftochter ihn damals fragte, ob er nicht Lust hätte, sich im LVR-Wohnverbund an der Lindenstraße in Kevelaer zu engagieren, sagte er spontan Ja. Die Entscheidung hat er bis heute nicht bereut.

Für den 48-Jährigen ist es bestimmt leichter als für viele andere, in seiner Freizeit Menschen mit Behinderung zu unterstützen. Denn zum einen ist seine Stieftochter Christine Bielen beim LVR-Verbund Heilpädagogischer Hilfen (HPH) beschäftigt, zum anderen hat Frank Berretz auch einen Stiefsohn mit einer Behinderung. Und durch Christine Bielen kannte er das Haus bereits.

Seit inzwischen fünf Jahren geht Frank Berretz im LVR-Wohnverbund ein und aus – immer dann, wenn er Zeit hat. Als Schichtführer in einem plastikverarbeitenden Unternehmen arbeitet er im Schichtdienst und ist beruflich stark eingebunden. Aber für eine Tasse Kaffee im Wohnverbund reicht es immer. „Das ist ja das Schöne“, sagt Berretz. „Es müssen nicht gleich die großen Veranstaltungen oder Unternehmungen sein. Es kommt auf die Kleinigkeiten an.“ Einfach hingehen, nur mal reden, ein bisschen Abwechslung in den Alltag der Frauen und Männer im Wohnverbund bringen – das ist sein Ziel. 

Berretz macht allerdings mehr als das. Zweimal im Monat begleitet er eine Gruppe zum Reiten, er ist bei Festen wie Karneval, Ostern und St. Martin dabei, genauso wie bei Weihnachtsmarkt- und Kirmesbesuchen, um nur einige Beispiele zu nennen. In normalen Zeiten. „Mit Corona ist alles sehr schwierig“, sagt Berretz. Auch die Menschen im LVR-Wohnverbund leiden darunter. „Gerade auch diejenigen, die arbeiten. Es fällt ihnen sehr, sehr schwer, den ganzen Tag einen Mundschutz zu tragen.“

Job, Familie und Ehrenamt

Ein anstrengender Job, eine eigene Familie und ein freiwilliges Engagement: Wenn Frank Berretz danach gefragt wird, warum er bei der Stange bleibt, ist die Antwort ganz einfach: „Es macht mir Spaß. Menschen mit Behinderung geben viel mehr zurück als Menschen ohne eine Behinderung.“

Einen Bekannten hat er davon bereits überzeugt. Mehrere Jahre hintereinander ist Berretz im Dezember im LVR-Wohnverbund ins Nikolaus-Kostüm geschlüpft. „Da haben mich die Leute aber erkannt.“ Er bat einen Bekannten, für ihn einzuspringen. Dieser zögerte zuerst, war unsicher, sagte aber zu. Das Ergebnis: „Er fragte, ob er das im Jahr darauf wieder machen könnte. Weil es so schön gewesen ist.“ 

Wer mehr über ein freiwilliges Engagement im LVR-Verbund HPH erfahren möchte, kann sich bei Yvonne de Mür melden; telefonisch unter 02821/81-4050 oder per E-Mail an yvonne.demuer@lvr.de.