Schulung und moderne Fahrzeuge: Die Sicherheit in guten Händen wissen

Der FDP-Ortsverein Kevelaer besuchte den Löschzug Kevelaer und erhielt dabei interessante Einblicke

Markus van Oorschot Foto: FDP Kevelaer

Die Freien Demokraten aus Kevelaer haben sich schlau gemacht. Die FDP war zu Besuch beim Löschzug Kevelaer. „Nach uns kommt nichts mehr“, fasst Löschzugführer Markus van Oorschot zusammen, was gleichzeitig Antrieb, aber auch Hypothek für die Feuerwehrmänner in Kevelaer ist: Sie sind es, die Menschen in Not helfen, die Verantwortung tragen für Sicherheit.

Acht Minuten nach der Alarmierung muss der erste Wagen der Feuerwehr den Einsatzort erreicht haben, häufig eine Fahrt ins Ungewisse: Was einen vor Ort genau erwartet, welche Kräfte man zur Verfügung hat, die Erkenntnis stellt sich erst mit der Zeit ein. Bei der Freiwilligen Feuerwehr ist auch im Vorhinein nie klar, welcher Feuerwehrmann der Alarmierung folgen kann, deshalb kommt der intensiven Schulung und Weiterbildung der Feuerwehrleute eine besondere Bedeutung zu, um sich möglichst breit aufstellen zu können.

Der Platz ist eng

Bei der Begehung der Fahrzeughalle konnten die Gäste der FDP eines auf den ersten Blick feststellen: Die Fahrzeuge sind modern und in einem sehr guten Zustand, aber der Platz ist beengt. So führte Löschzugführer Markus van Oorschot beispielhaft aus, dass der neue Gerätewagen-Logistik seinen Standplatz in der Waschhalle gefunden habe. Auf Nachfragen der Freien Demokraten erläuterten van Oorschot und sein Stellvertreter Thomas van Well nicht nur die Technik und Ausstattung auf den verschiedenen Fahrzeugen, sondern auch deren Verwendungsmöglichkeiten.

Dabei gab es auch ein überraschendes Wiedersehen für die Winnekendonker Politiker Jürgen Hendricks und Jan Itrich: So wird der altbekannte Unimog, der im Winnekendonker Löschzug durch ein neues multifunktionales Hilfeleistungslöschgruppenfahrzeug ersetzt wurde, beim Kevelaerer Löschzug erneut als Tanklöschfahrzeug eingesetzt. Der Grund dafür ist die Geländefähigkeit des Unimog, die bei den zuletzt häufiger auftretenden Wald- und Flächenbränden einen strategischen Vorteil ausmache, sagte van Well.

Respekt und Dankbarkeit

Mit Stolz erfüllt die Löschzugführer außerdem, dass der moderne Teleskopgelenkmast auch über Kevelaer hinaus eingesetzt und geschätzt wird. Im Unterschied zu einer normalen Drehleiter ist der Teleskopgelenkmast deutlich flexibler einsetzbar und verfügt über einen großen Rettungskorb, mit dem bis zu fünf Personen gleichzeitig oder ganze Trageliegen evakuiert werden können. „Wenn man bedenkt, dass die Einsätze nicht mit dem Löschen des Brandes abgeschlossen sind, danach stehen schließlich Reinigung der Fahrzeuge und Einsatzmittel sowie Dokumentationen und mehr an, und wenn man dann noch sieht, wie vielfältig die Schulungen und Weiterbildungen sind, kann man vor so viel Engagement nur größten Respekt zollen und dankbar sein“, fasste FDP-Vorsitzender Jan Itrich die Eindrücke  zusammen.

Auch die Löschzugführer nutzten die Gelegenheit um einen Dank auszusprechen: „Dass Kommunalpolitiker bereit sind, hohe Summen in unsere Feuerwehr zu investieren, oftmals für Geräte und Fahrzeuge, deren technische und taktische Details den Politikern nicht immer ganz klar sein dürfte, das zeugt schon von einem großen Vertrauen in die Feuerwehr, das finde ich enorm“, sagte van Well.