Mit Attacke durchs Festzelt

Eine optisch inspirierende Vielfalt jecker Kostüme, ein geselliges Beisammensein und anschließend viel Party – das Möhnenfrühstück in Twisteden entwickelte sich zu einer Feier, die die Damen der Schöpfung in vollen Zügen genossen.

Gut 190 Möhnen nahmen an den Tischen Platz. Hier wurden sie mit allem, was das Herz begehrte, von den Mitgliedern der Twistedener Karnevalsfreunde versorgt. „Lachs, Wurst, Käse, Rührei, Brötchen, Kaffee – ein Frühstück , wo nix fehlte“, stellte Hildegard Kehren erfreut fest. „Ich war früher immer selbst inne Bütt. Ich bin jedes Jahr zum Frühstück und freitags zur Sitzung mit dabei. Ich freu mich jedes Jahr, wenn Karneval ist.“

Der Präsident der Karnevalsfreunde Twisteden, Rolf Roosen, und sein Team hatten vor und hinter der Theke gut zu tun, um die Damen in angemessener Form zu versorgen. „Wie toll Frauen unter sich gemeinsam feiern können“, das begeistere ihn Jahr für Jahr immer wieder aufs Neue, unterstrich Roosen, der als einer der wenigen Männer im Festzelt „toleriert“ wurde.

Die Damen hatten sich einiges einfallen lassen, um optisch originell rüberzukommen, ob nun als Hippie, Erdbeere, Punk oder auch Zebra. „Wir trinken Jungbrunnen, aber brauchen tun wir’s nicht“, hatten sich Susann und ihre Freundinnen gedacht. „Zebra,- warum nicht? Die sind immer schnell weg.“

Für zusätzliche Partystimmung sorgte schließlich „Attacke“ bei ihrem Gang durchs Zelt. Karin Raimondi hatte schon bei der ersten Büttensitzung in Twisteden und Stunden zuvor im Bühnenhaus beim Rathaussturm die Jecken in Bewegung gebracht. Gemeinsam mit ein paar jungen Burschen machte die Karnevalistin mächtig Stimmung. Sie vergab einige „Heiligenscheine“ an die Jungs und stimmte dann ihre „Polonäse“ an, um die Möhnen zum Mitmachen zu animieren.

Die ließen sich nicht lange bitten, tanzten, schunkelten und streiften schlängelnd durch das Festzelt. Die Frauen genossen bis in den Abend zu DJ-Musik ihren „Möhnentag“.

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