Einblicke in die Schulpolitik

NRW-Staatssekretär Mathias Richter besucht das Schulzentrum Kevelaer

Staatssekretär Mathias Richter informiert sich vor Ort über den Umbau der Schullandschaft in Kevelaer. Haupt- und Realschule gehen mit dem Schuljahr 2018/2019 in ihr letztes Jahr. Der erste Jahrgang der Gesamtschule vom Teilstandort Weeze wechselt zum Schuljahresbeginn nach Kevelaer. 1.893 Schülerinnen und Schüler werden dann das Schulzentrum besuchen.

Der Besuch beginnt in der Mensa Kevelaer, wo der Kooperationspartner SOS-Kinderdorf e.V. seine Arbeit vorstellt. Bis zu 800 Essen täglich werden hier in einer Frischeküche, unter fachlicher Anleitung von bis zu 35 Auszubildenden und Umschülern, zubereitet. In den zurückliegenden Jahren haben mehr als 30 Auszubildende und Umschüler ihren Berufsabschluss hier erhalten. Wurden in 2017 insgesamt 79.674 Mahlzeiten zubereitet, waren es bis einschließlich Juni 2018 bereits 44.337.

Während eines anschließenden Schulrundgangs informiert sich der Staatssekretär über die Umsetzung der bereits getätigten und anstehenden Investitionen im Schulzentrum Kevelaer.

Die Schulverwaltung stellt die Herausforderungen beim Umbau der Schullandschaft vor, Raumbedarfe, Kooperationsansprüche der Schulen untereinander und Möglichkeiten Synergien in einem Schulzentrum zu nutzen stehen auf der Tagesordnung des Besuchs.

Zahlen und Fakten

Seit Schuljahresbeginn 2018/ 2019 werden in Kevelaer 2.983 Schülerinnen und Schüler beschult. Davon gehen 1.090 in die Grundschulen sowie in die Hauptschule (62), Gesamtschule (990), Realschule (119) und 722 aufs Gymnasium.

Insgesamt werden im Schulzenrum 106 Schülerinnen und Schüler mit sonderpädagogischem Förderbedarf unterrichtet. 92 davon in der Gesamtschule und zwölf in der Hauptschule. Realschule und Kardinal-von-Galen-Gymnasium unterrichten aktuell keine Kinder mit sonderpädagogischem Förderbedarf.

Zum 1. August hatte das Kardinal-von-Galen-Gymnasium 56 Lehrer und Lehrerinnen. 2,44 Stellen sind aktuell vakant. Das Lehrerkollegium des Gesamtschule Kevelaer-Weeze wird voraussichtlich zum Schuljahresbeginn 95 Lehrer und Lehrerinnen für die Jahrgänge 5 bis 9 umfassen. Zwei Schulsozialarbeiter des Landes ergänzen das Lehrerteam. Hinzu kommen drei Schulsozialarbeiter der Kommune und fünf pädagogische Mitarbeiter im „Mittagstreff“, die die Arbeit der Schulen unterstützen.

Das Schulzentrum verfügt über Klassen- und Fachräumen, wobei notwendige Erweiterungen in der Umstellung von G8 auf G9 noch umgesetzt werden müssen. Daneben stehen den Schülerinnen und Schülern am Standort Kevelaer folgende Einrichtungen zur Verfügung: Ein Sportstadion (Hülspark) mit Wettkampfbahn und Rasenplatz sowie ein Hallenbad mit 25 Meter-Wettkampfbahn und ab 2019 ein ergänzendes Mehrzweckbecken.

Hinzu kommen eine Dreifachturnhalle, Zweifachturnhalle und Einfachturnhalle sowie eine Mensa mit 256 Sitzplätzen (Erweiterung geplant). Abgerundet wird dies durch eine Pädagogische Mittagsbetreuung mit angeschlossenem Jugendraum und Kleinspielfeld sowie ein Schießsportzentrum und eine Kegelbahn.

Investitionen

Für die kommenden Jahre plant die Wallfahrtsstadt Kevelaer Investitionen von mehr als 11. Mio. Euro. Für das Kardinal-von-Galen-Gymnasium und die Gesamtschule Kevelaer-Weeze. Zusätzlich werden in Weeze rund 5 Mio. Euro in die Restrukturierung des dortigen Teilstandortes investiert.

Am Standort Kevelaer werden die zur Verfügung stehenden Mittel nicht nur in die Erweiterungen/ Neubau von Lehrerzimmern, Fassadensanierung und Sicherheit investiert.
Zehn naturwissenschaftliche Fachräume werden in Abstimmung mit Fachlehrern und Fachplanern auf den neusten Stand gebracht. Allein für die Ausstattung werden mehr als 600.000 Euro investiert.

Die ersten renovierten und auf dem neusten Stand der Technik ausgestatteten Räume werden dem Staatssekretär vorgestellt. Aus dem Landesprogramm Gute Schule 2020 erhält die Wallfahrtsstadt Kevelaer 2.077.444 Euro.
Ab dem Schuljahr 2019/2020 werden im Schulzentrum das Kardinal-von-Galen-Gymnasium und die Gesamtschule Kevelaer-Weeze das Schulangebot der weiterführenden Schulen sichern.

Die Wallfahrtsstadt wird dann den Umbau des örtlichen Schulangebots vom drei- zum zweigliedrigen System, unter Einbeziehung der Nachbargemeinde Weeze, vollzogen haben.