Lourdes begegnet Kevelaer

Der Empfang der Reliquien der Heiligen Bernadette Soubirous in Kevelaer machte die Marienstadt ein wenig zu Lourdes und so begegneten sich der Ort der Heilung und der Ort des Trostes. Lourdes und Kevelaer, es sind zwei spirituelle Zentren, die durch den Glauben an Gott und durch Worte der Gottesmutter entstanden sind und die jährlich von vielen Tausend Menschen auf der Wallfahrt besucht werden. Durch den Reliquienschrein der Hl. Bernadette kamen am Wochenende zahlreiche Pilger, darunter auch einige Bischöfe in die Marienstadt.

Abt Albert Dölken (Duisburg-Hamborn), der mit der Lourdes-Familie den Schrein und das Bildnis der Consolatrix afflictorum besuchte, Bischof em. Msgr. Jaques Perrier (Lourdes und Tarbes) und Weihbischof Zeferino Zeca Martins (Luanda in Angola, Steyler Missionar) zeigten den Stellenwert, den die Begegnung der zwei Wallfahrtsorte für die Kirche hat.

In stille Anbetungen in der Beichtkapelle, der Basilika und an der Gnadenkapelle, in Predigten und Vorträgen, Vigilfeiern, Pilgerämtern, bei der Segnungen für die Kranken, bei der Spende des Sakraments der Krankensalbung und nicht zuletzt bei der Lichterprozession und in der Bitte auf die Fürsprache der Gottesmutter und der Hl. Bernadette waren alle Gläubige miteinander verbunden. Den traditionellen päpstlichen Segen erteilte der emeritierte Bischof von Lourdes, Msgr. Jaques Perrier.

Viele der Pilger und Kevelaerer nahmen die Möglichkeiten der Einzelsegnung für Leib und Seele wahr und in der Feier der Eucharistie standen alle in der Gemeinschaft mit dem auferstandenen Herrn.

Wallfahrtsrektor Domkapitular Gregor Kauling sagte in einer der zahlreichen Predigten des Wochenendes: „Wir können hier in Kevelaer heute auf Maria schauen, das heißt, dass wir uns erneut füllen lassen können mit dem, was Gott sich an Heil für uns ausgedacht hat.“

Kauling brachte als Beispiel die Situation, in der man zu einem Freund geht und ihm sagt: Es war nicht in Ordnung, was ich getan habe. „Wie wohl tut es, wenn der einen dann in den Arm nimmt und die Schuldanerkenntnis herzlich annimmt. – So ist es immer wieder mit Gott. Er will, dass der Mensch lebt, ist nicht sparsam mit seiner Zuwendung zu uns, nimmt uns in den Arm und gibt uns das Leben in Fülle.“