Ein Streifzug durch die Geschichte der Kevelaer-Wallfahrt

Eine etwas andere Stadtführung

Am Sonntag, 14. Oktober, lädt der Verkehrsverein Kevelaer und Umgebung e. V. zu einer besonderen Stadtführung ein. Unter dem Motto „Wie war denn das? Kevelaer und die Wallfahrt – 1642 bis heute“ wird Renate Wynants-Brocks, Stadtführerin des Verkehrsvereins, ihre Gäste zu einer spannenden Themenführung begrüßen.

Am 1. Juni 1642, mitten in den Wirren des 30-jährigen Krieges, setzte der Handelsmann Hendrick Busman das kleine Gnadenbild der „Trösterin der Betrübten“ in einen Bildstock auf der Kevelaerer Heide ein. Fortan begannen die Menschen, nach Kevelaer zu pilgern. Aber wie war denn das vor so vielen Jahren? Wie erreichten die Pilger den Marienwallfahrtsort Kevelaer? Und wie erfuhren Sie überhaupt von der Wallfahrt zur „Trösterin der Betrübten“?

Welche Bitten, Sorgen und Nöte führten die Pilger nach Kevelaer und wie wurden sie dort empfangen? Fragen über Fragen, die erahnen lassen, dass zur Gründungszeit der Wallfahrt alles noch ganz anders war – nur eben die Wallfahrt nicht. Wie vergänglich ist doch die Zeit – nur eben die Wallfahrt nicht. Es ist faszinierend, sich mit den Gebräuchen und Möglichkeiten der vergangenen Jahrhunderte zu beschäftigen. Wie selbstverständlich ist heute ein Blick ins Internet, die Anreise mit Bahn oder PKW, das komfortable Hotelzimmer. Die Themenführung versteht sich als Reise durch die Ära der Wallfahrt. Die Teilnehmer erfahren, wie die politischen und kirchlichen, aber auch die technischen Fortschritte der letzten Jahrhunderte das Bild der Wallfahrt und damit das Bild von Kevelaer geprägt haben, ein Streifzug durch die mehr als 375-jährige Geschichte der Wallfahrt nach Kevelaer.

Ausgangspunkt der Stadtführung ist um 14.30 Uhr, das Büro der „Info-Wallfahrt“, Ecke Kapellenplatz/Maasstraße. Die Teilnahme kostet 4 Euro pro Person, Kinder zahlen die Hälfte, Familien 10 Euro.