Spürnasen mit Durchblick auf der Bühne

Nicht mal mehr eine Stecknadel hätte hineingepasst, so voll präsentierte sich der Saal unter dem Dach der Öffentlichen Begegnungsstätte. Eltern, Angehörige, Freunde und die kleinen Kinder des mobilen Musikateliers zeigten sich neugierig, was die „großen“ Kinder des Musikateliers gemeinsam mit Heidi Leenen, Anita Flügel und den anderen Helfern auf die Bühne zaubern würden.
„Das ist schon die 13. Geschichte, die wir machen“, wunderte sie sich fast selbst ein wenig und lachte voller Vorfreude. „Wir haben jeweils 30 unterschiedliche Aktive für die jeweilige Vorstellung auf der Bühne“, hatten Leenen und Co. am Vortag in der Grundschule Hartefeld mit anderen Kindern bereits zwei Vorstellungen absolviert- und an diesem Tag nochmal zwei in Kevelaer. „Und das vor insgesamt tausend Besuchern – eine  tolle Resonanz“, wuselte sie noch Minuten vor der Vorstellung um die Kinder herum.
Zwei von ihnen waren Greta und Milla, die als die „Spürnasen“-Detektive Harry und Emil die Hauptrolle spielten. „Das macht mir schon nix mehr“, meinte die sechsjährige Greta, während Milla die Premiere auf der Bühne schon „aufregend“ fand. „Die ist aber ein Showmaker“, meinte deren Mutter Daniela aus Wetten. „Sie haben sich selbst gemeldet“, ergänzte Gretas Mama Barbara.

Auch bei den Erdmännchen konnte man den Vermissten nicht finden.


Auf der mit einer „Spürnasen“-Detektiv-Tür, einer gemalten Landschaft mit Sonne und einem Schreibtisch liebevoll gestalteten Bühne übernahm dann Liedermacher Rainer Niersmann mit alten und eigens für diese Detektivgeschichte geschriebenen Songs.
„Kommt mit – ein Schritt“ gab´s zum Einstieg – und dann klopfte er an die Tür der beiden coolen Detektive, die er um die Suche nach seinem Freund Flo bat, der seit einer Woche verschwunden war. Nach und nach erzähle er ihnen, wie der so aussieht – große Augen und ganz grün – und wo er gerne ist. „Wir müssen überlegen“, besprach sich das Duo dann.
Und es machte sich dann auf die Reise – zum Rübenfeld, wo auf einmal Maulwürfe mit Schippe auftauchten, oder sie trafen Erdmännchen im Tanz vereint , die aber keinen Hinweis auf Flo geben konnten. Dass der das „gruselig“ mag, brachten dann Niersmann und die weiß gekleideten „Gespenster“ zum Ausdruck.
Zwischendurch tauchten dann Leenen und Flügel mit Trenchcoat und überdimensionalen Plastikbrillen auf, um eine eigene Spürnasen-Suche nach dem Motto.  „Ich sehe was, was Du nicht siehst“ unter Einbezug der Erwachsenen zu organisieren.
Am Ende fand sich aber der vermisste Musikfrosch ein – und alle Beteiligten tanzten beschwingt mit den von Niersmann toll animierten Erwachsenen mit erhobenen Händen zum Lied „Der grösste Schatz der Welt“ und meinten damit die Fantasie.
„Tolle Kinder, tolles Publikum, das Herz ist voll“, war Leenen einfach nur glücklich. Und die Eltern wie Mike Lewanczyk aus Wetten hatten erneut praktisch erlebtn, was die Arbeit dieses Musikateliers ausmacht. „Beste musikalische Früherziehung.“