Gold und Silber für die Tiger

SSG-Schützen erzielen starke Ergebnisse bei internationalem Turnier in Hannover

Siegerehrung Mixed-Team (v. li.) 2. Platz Maximilian Ulbrich und Anna Janshen; 1. Platz Bastian Blos und Franka Janshen; 3. Platz Team Frankreich Girard/Destefanis. Foto: GermanShootingNews / Jürgen Heise

Die Schützen der Schießsportgemeinschaft (SSG) Kevelaer haben wieder ordentliche Platzierungen sowie Medaillen bei der „International Shooting Competition in Hannover“ (ISCH) gesammelt.

Vier Wettkampfdisziplinen in vier Tagen waren ein starkes Pensum für die Kevelaerer Tiger. Mittlerweile sind die Mitglieder des National- und Landeskaders an umfangreiche Wettkampfbedingungen gewohnt und so setzte sich der Mannschaftsbus am Tag vor Christi Himmelfahrt in Bewegung Richtung Hannover. Leider haben auch viele Kurzurlauber den Weg über die Autobahn gewählt und hinzukam, dass der Bus auf halber Strecke streikte. Die Sportler konnten erst weit nach Mitternacht ihr Hotel beziehen, waren aber trotzdem am nächsten Morgen wieder topfit an der Schießlinie anzutreffen.

Bei der neuen olympischen Disziplin „Luftgewehr-Mix“, wo ein weiblicher und ein männlicher Schütze ein Team bilden, konnte Franka Janshen zusammen mit ihrem Mannschaftskollegen aus der nationalen Auswahl, Bastian Blos, das Siegertreppchen ganz oben besteigen. Auch ihre Schwester Anna Janshen brachte es zusammen mit Maximilian Ulbrich nach dem Qualifikationswettkampf ins Finale und wurde am Ende mit Silber belohnt.

Die zweite Silbermedaille für Anna Janshen folgte am nächsten Tag beim 60-Schuss-Luftgewehr-Wettkampf der Juniorinnen. Mit 622,4 Ringen und dem achten Platz zog sie noch knapp ein Ticket für das Finale der besten acht Schützinnen. Hier bekam sie es unter anderem mit starker Konkurrenz aus Schweden, Frankreich und Indien zu tun, hatte aber trotzdem keine Probleme, das hohe Niveau beizubehalten und musste sich am Ende nur ihrer Mannschaftskollegin Johanna Tripp geschlagen geben. Franka Janshen erzielte 620,1 Ringe und wurde 18.. Alle drei zusammen erhielten in der Teamwertung die Goldmedaille. Alison Bollen startete für den NRW-Landeskader und setzte sich mit 619,3 Ringen auf den 21. Platz. Bei den Damen überzeugte die SSG-Bundesliga-Schützin Katrin Leuschen mit 616,5 Ringen und dem 28. Platz.

Die Königsdisziplin der Kleinkalibergewehr-Wettkämpfe dauert nun auch für die weiblichen Schützen rund drei Stunden. Wer da nicht auf den Punkt fit und konzentriert ist, hat bei dieser starken Konkurrenz wenige Chancen. Es müssen kniend, liegend und stehend jeweils 40 Schüsse abgegeben und zwischen den Positionswechseln muss das Kleinkalibergewehr entsprechend umgebaut werden.

Hier erzielte Anna Janshen mit 1.150 Ringen den neunten Platz und verpasste damit nur ganz knapp das Finale. Alison Bollen lag am Ende auf dem 36. Platz mit 1.127 Ringen und Franka Janshen musste ihren Wettkampf in der vorletzten Serie abbrechen. Katrin Leuschen erzielte bei den Frauen 1.124 Ringe und wurde damit 24..

Der 60-Schuss-Kleinkaliber-liegend-Wettkampf wird nach den neuen Regeln des olympischen Komitees in Tokio 2020 nicht mehr ausgetragen. Trotzdem findet dieser Wettkampf noch weiterhin große Beliebtheit bei internationalen Vergleichen. Alison Bollen brachte hier starke 614,9 Ringe auf die Scheibe und verbuchte den zwölften Rang für sich. Platz 34 und 606,8 Ringe gingen an Anna Janshen, Schwester Franka traf 598,4 Ringe und fand sich auf Platz 49 wieder. Katrin Leuschen wurde 20. mit 606,2 Ringen.