„Eindimensionales Denken der OW1-Gegner“

Zum Thema OW1 und dem Leserbrief von Michael Pothmann aus Wetten (KB 14/2019) schreiben Hans Boers, Franz-Josef Büren, Dieter Hütten, Margarethe Iding, Astrid Ludwig und Ditmar Schädel, Anwohner der Rheinstraße und Mitglieder der Aktionsgemeinschaft „pro OW1“:

Der Leserbrief von Herr Pothmann offenbart das eindimensionale Denken der OW1-Gegner.
Schnell wird Befürwortern der OW1 vorgeworfen, einseitig zu sein, rasch wird der Vorwurf gemacht, irgendwer wolle den Kritikern der Baumaßnahme „den Mund“ verbieten.
Immerhin gibt der Verfasser zu, dass die OW1 auch der wirtschaftlichen Entwicklung Kevelaers dienen soll. Dass die Befürworter der OW1 dabei auch die Belange des Naturschutzes im Sinn haben, wurde von vielen Seiten und nicht zuletzt im Planfeststellungsbeschluss deutlich gemacht und zeugt von deren Verantwortungsbewusstsein.

Wie denkende Menschen aber den Naturschutz über den Menschen stellen und die Berücksichtigung menschlicher Grundbedürfnisse der unter den jetzigen Belastungen leidenden Bewohner dabei ignorieren, das wird aus den Forderungen der OW1-Gegner ebenso deutlich.

Dazu kommt, dass die Binnenheide schon lange nicht mehr das intakte Biotop ist, für das es von den ‚Rettern‘ derselben hingestellt wird. Bis an die Grenze belastete Gewässer, fehlende Blühstreifen an den Wirtschaftswegen und eine Monokultur auf dem Feld mit massenweise Gülle und Glyphosat verhindern die Brut vieler Vogelarten, viele Insekten sind fast ausgerottet. Hier wäre Protest und Öffentlichkeitsarbeit angesagt.

Die OW1 findet Zustimmung bei einem absolut überwiegenden Teil der Bevölkerung, hilft den Menschen auf der Rheinstraße und in Winnekendonk zu einem gesünderen Umfeld, stärkt die wirtschaftliche und touristische Entwicklung Kevelaers und der Wallfahrt und ist künftig als Zubringer unerlässlich. Es gibt, wie von der Initiative behauptet, keine vertretbare alternative Streckenführung.

Das sind alles Tatsachen, die auch die Gegner in der Binnenheide akzeptieren müssen!
Abschließend das Gefahrenpotenzial einer Straße mit dem eines Schnellen Brüter zu vergleichen, zeigt wieder, mit welch unsachlichen Argumenten hier Stimmung gemacht werden soll, das ist Populismus pur.