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Dank an 50 Helfer und das Standpersonal

Das Organisationsteam des Kevelaerer Advents- und Krippenmarktes lud in die Dorfschänke Kanders in Winnekendonk ein, um Danke zu sagen. Eingeladen waren die vielen Helfer, zu denen insbesondere die Teams des städtischen Bauhofes und die Gärtner des Priesterhauses zählten.
Aber auch das Standpersonal der vielen Aussteller, Gastronomen sowie die Bühnentechniker, die letztlich zum tollen Erfolg des Krippenmarktes in 2018 mitbeigetragen haben.
Marktmeister Winfried Janssen bedankte sich in der Ansprache ausdrücklich bei Heinz Kanders von Catering Kanders, bei Felix Moeselaegen von der Metzgerei Moeselaegen und bei Burkhard Brüggemeier, Seniorchef EDEKA Brüggemeier, für Sponsoring und Ausrichtung dieses geselligen Abends.
Bewerbung bis 28. Februar
Heinz Kanders ließ es sich nicht nehmen, stellvertretend für die Gastronomen sich bei Winfried Janssen und Gottfried Mülders zu bedanken. Er überreichte an die beiden einen Blumenstrauß, mit dem Hinweis, dass dieser auch ein Dankeschön an deren Ehefrauen sei. Schließlich hätten sie ihre Ehemänner während des Marktes kaum gesehen, da selbige sich täglich um dessen reibungslosen Ablauf sorgten.
Die 50 Teilnehmer erfreuten sich an den typisch niederrheinischen Grünkohlplatten mit der großen Auswahl an verschiedenen Fleisch- und Wurstwaren sowie den süßen Nachspeisen. Auch die gereichten Getränke sorgten für einen gelungenen Abend, der bei allen Beteiligten Lust auf den kommenden Advents- und Krippenmarkt 2019 aufkommen ließ. Dieser wird vom 30. November bis einschließlich 4. Advent am 22. Dezember 2019 stattfinden.
Aussteller, Marktbeschicker und Gastronomen können sich bis zum 28. Februar um einen Standplatz bewerben. Infos: www.kevelaerer-krippenmarkt.de

Cap Anamur auf dem Krippenmarkt

Wenn man auf dem Kapellenplatz vor der Friedensstele steht, muss man unwillkürlich an Rupert Neudeck und die von ihm gegründete Bewegung Cap Anamur denken.

Rupert Neudeck hat schon zu Zeiten, als noch nicht viele Menschen über das Flüchtlingsproblem sprachen, viele Tausend Menschen vor dem Ertrinkungstod gerettet. Immer hat er mutig gegen Ungerechtigkeit, Krieg und Elend gewettert und hat auch die Konfrontation mit wichtigen Staatsmännern und -frauen nicht gescheut.

Rupert Neudeck hat auch eine wichtige Wallfahrt ins Leben gerufen. Seit dem Jahre 2015 findet in Kevelaer die interreligiöse Friedenswallfahrt statt. Da treffen sich Anhänger verschiedener Religionen – Christen, Muslime, Juden u. a. –, um für den Frieden zu beten. Dabei scheut man sich auch nicht, Missstände laut anzusprechen und mahnende Worte an die politisch Verantwortlichen zu richten.

Rupert Neudeck ist im Jahre 2016 verstorben. Sein Vermächtnis wird aber fortgesetzt und die Wallfahrt findet weiterhin jährlich statt. Noch in diesem Jahre war seine Witwe bei der Wallfahrt zugegen und hat den Teilnehmern Mut zugesprochen.

Diese Bemühungen von Rupert Neudeck in Kevelaer haben auch dazu geführt, dass eine Skulptur, die Friedensstele, auf dem Kapellenplatz, zwischen Kerzenkapelle und Forum Pax Christi aufgestellt wurde. Diese soll uns alle mahnend daran erinnern, wie viele Menschen unter Kriegen in aller Welt leiden. Es ist eine Aufforderung, Menschen, die aus Kriegsgebieten vertrieben werden, aufzunehmen und ihnen wieder eine Basis für ein lebenswertes Dasein zu geben.

Montags und donnerstags an der Friedensstele

Seit einigen Jahren ist es nun bereits Tradition, dass jeweils in der Fastenzeit und in der Adventszeit an jedem Montag ein Friedensgebet stattfindet. In diesem Jahr wird diese Aktivität noch etwas ausgedehnt:

Während des Krippenmarktes soll jeweils am Montag und am Donnerstag ein solches Friedensgebet stattfinden. Treffpunkt dazu ist an den beiden Wochentagen immer nach der Abendmesse, um 19.15 Uhr, an dieser Stele. Nicht nur die Besucher des Krippenmarktes, sondern alle Kevelaerer sind zu diesem Friedensgebet herzlich eingeladen, gemeinsam ein Zeichen für den Frieden und gegen Gewalt und Krieg zu setzen.

Der Löwe von Münster

Viele Kevelaerer, vor allem die der älteren Generation, werden sich noch an den Mann erinnern: Clemens Kardinal von Galen war in den Jahren 1933 bis 1946 Bischof von Münster. In dieser Zeit ist er auch oft in Kevelaer gewesen. Aus Überlieferungen wissen wir, dass er manchmal für zwei Wochen oder länger im Priesterhaus gewohnt hat und seine Visitationen von hier aus unternahm. Legendär sind seine Predigten, die er auch auf dem Kapellenplatz in Kevelaer hielt. Es gibt sicherlich noch Zeitzeugen, die sich an diese Predigten erinnern. Er war ein Kämpfer für das Leben und hat es immer wieder gewagt, gegen das NS-Regime aufzubegehren. Nicht umsonst trug er auch den Namen „Löwe von Münster“. Nicht nur die Tatsache, dass er ein großgewachsener Hüne war, sondern auch seine Beliebtheit in der Bevölkerung waren ein Garant dafür, dass die Nazis ihn nicht umgebracht haben.

Vielen Gläubigen sind bestimmt auch seine Predigt und sein Hirtenbrief zum Thema Amboss im Gedächtnis geblieben. „Wir sind nicht Hammer, sondern Amboss. Was auf dem Amboss geschmiedet wird, erhält seine Form nicht nur von dem Hammer, sondern auch vom Amboss.“ (1941) Er forderte die Menschen auf: „Hart werden! Fest bleiben!“ Vielen Menschen gab er Kraft, die unheilvolle Zeit des Nazi-Regimes zu überstehen.
In Kevelaer erinnern an diese denkwürdigen Worte ein Amboss, der an der Rückseite der Kerzenkapelle aufgestellt wurde, und eine Gedenktafel an derselben Stelle.

Kardinal von Galen ist aber auch an anderen Stellen präsent. So existiert eine wertvolle Reliquie im Beichtgang der Beichtkapelle, die für Besucher und Gäste zugänglich ist. Außerdem gibt es noch das Originalbett, das mit einer Länge von 2,20 Metern extra für ihn angefertigt wurde, weil er so groß gewachsen war. Das Bett steht heute in seinem Übernachtungszimmer im Bischofsflur des Priesterhauses und wird bei Hausführungen durch das Priesterhaus gerne gezeigt. Außerdem ist bekanntlich unser Gymnasium nach diesem großartigen Kirchenmann benannt.

Gedenkfeiern an den Samstagen und Sonntagen

Während des diesjährigen Krippenmarktes wird es jeweils an den Samstagen und Sonntagen zwischen den beiden Krippenspielen am Nachmittag eine kleine Gedenkfeier am Amboss im Eingangsbereich des Krippenmarktes geben. Dabei wird noch mal auf die Bedeutung des Ambosses hingewiesen, Kinder und Eltern werden gesegnet und auch der Kerzensegen für gekaufte Kerzen wird erteilt.

Gottfried Mülders

Viele Programmpunkte am Wochenende

Der Kevelaerer Advents- und Krippenmarkt wird auch am letzten Wochenende nochmal viele Programmpunkte aufweisen bevor er dann am Mittwoch mit einem großen Finale endet.
Das Samstagsprogramm beginnt um 14:30 Uhr mit einer Führung durch die Krippenausstellung im Museum, gegen 15 Uhr wird eine Ballettschule aus dem niederländischen Well mit 70 Mädchen einen Flashmob an wechselnden Punkten rund um den Krippenmarkt aufführen. Im Anschluss um 15:45 Uhr und um 16:30 findet das traditionelle musikalische Krippenspiel an der lebenden Krippe unter der Leitung von Karl Timmermann statt. Auch der Kevelaerer Musik- und Gitarrenlehrer Markus Birkhoff wird im Museum gegen 16 Uhr zu hören sein. Der Kevelaerer Theaterchor Niederrhein wird mit einem Programm unter der Leitung von Tom Löwenthal auf der Bühne des Mechelner Platzes auftreten, danach wird ein musikalisches Duo für abendliche Musikbegleitung sorgen. Die  tägliche Ziehung der Gewinner der Weihnachtsverlosung findet wieder um 18:30 Uhr statt und auch der niederländische Aktionskünstler wird seinen Adventsengel entstehen lassen und danach zu Gunsten der Stiftung Kerpenkate-Fonds versteigern (Mindestgebot 20 €).
An diesem Abend wird auch der Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier mit vielen geladenen Gästen in der Basilika sein, um dem Weihnachtskonzert zu lauschen, dass das ZDF Live aufzeichnet. Die Sendung wird an den Weihnachtstagen im ZDF ausgestrahlt.
Am darauf folgenden Sonntag, Montag, Dienstag und Mittwoch wird nochmals viel Programm geboten werden, insbesondere das um 18.30 Uhr am Mittwoch stattfindende offene Adventssingen auf dem Kapellenplatz wird den Abschluss einleiten. Hierzu werden eine Vielzahl an Chören aus Kevelaer und der Region teilnehmen, um bekannte Weihnachtslieder anzustimmen. Jeder der möchte kann nach Herzenslust in die Gesänge einstimmen. Die Lieder, Texte und alle Programmpunkte werden in der Programmübersicht  auf www.kevelaerer-krippenmarkt.de vorgestellt.
Auf ein großes Gelingen freut sich das Orga-Team des Advents- und Krippenmarktes.

Krippenmarkt wird massiv erweitert

Darauf dürften viele Kevelaerer gewartet haben: In diesem Jahr gibt es erstmals ein komplett überarbeitetes und massiv erweitertes Konzept für den Adventsmarkt. Der Kern im Forum Pax Christi soll in der bewährten und einzigartigen Form erhalten bleiben, doch rundherum wird es zahlreiche neue Angebote geben, die sich insbesondere auch an die Kevelaerer Bevölkerung richten.
Entstanden ist die Idee aus dem Initiativkreis Wirtschaft schon vor vielen Monaten. Nun steht eine eigene GmbH kurz vor der Gründung, die das ausgereifte Konzept in der kurzen verbliebenen Zeit umsetzen soll. „Der Verkehrsverein hätte das nicht selbst stemmen können“, erklärt dessen Geschäftsführer Dr. Rainer Killich im Gespräch mit dem Kevelaerer Blatt. Der Kevelaerer Verkehrsverein zeichnete bislang verantwortlich für den Krippenmarkt. Für das neue Konzept beläuft sich die Kalkulation auf Kosten von etwa 100.000 Euro. „Da reicht es nicht, wenn jeder, der bisher mitgewirkt hat, noch eine Schippe drauflegt“, sagt Killich. „Da muss man mit Profis zusammenarbeiten.“ Und die kosten eben.
100.000 Euro Investition
„Wir konnten Kirche und Stadt vom Konzept überzeugen“, freut sich Olaf Reinders, der gemeinsam mit Jürgen Zellmann die GmbH leiten wird. „Die neuen Ideen werden der Wirtschaft und der Stadt guttun.“ Etwaige Gewinne sollen daher auch zurück in die Stadt investiert werden. „Wir denken bereits über weitere Veranstaltungen nach“, verrät Reinders. Der gemeinnützige Ansatz zeigt sich bei einer weiteren Überlegung: Bei einer eventuell einmal erfolgenden Auflösung der GmbH soll das Firmenvermögen der Kevelaerer Bürgerstiftung „Seid einig“ zufließen.
Jetzt steht aber erst einmal der Adventsmarkt an. Kein x-beliebiger Weihnachtsmarkt solle das werden, sondern eine Weiterentwicklung vom Kern, also vom Krippenmarkt im Forum Pax Christi her, betont Killich, der ja neben dem Verkehrsverein auch als Generalsekretär der Wallfahrt die Kirche vertritt. Tatsächlich soll der Kapellenplatz in der Adventszeit sogar noch spirituell wirken als bisher: Einige der Bäume sollen festlich erleuchtet werden. Der buchstäbliche Höhepunkt aber soll eine Kerze werden, die im Übergangsbereich zwischen Kapellenplatz und Hauptstraße installiert werden soll: Vier Meter dick, 28 Meter hoch und mit einer vier Meter hohen Flamme versehen soll sein. Praktisch unverändert bleibt der Krippenmarkt im Forum Pax Christi mit der lebendigen Krippe und den handwerklichen Ständen.
Neues Gastro-Konzept
Grundsätzlich auch erhalten bleiben soll die noch recht junge Erweiterung in der Museumspassage, wo es in den vergangenen Jahren erstmals gastronomische Angebote gab. Künftig allerdings soll dort ein Gastronom aus einer Hand bewirten und dadurch die Möglichkeit schaffen, mit der ganzen Firma oder dem Verein dort auf dem Adventsmarkt zu feiern und zu speisen. Verlängerte Öffnungszeiten bis 21.30 Uhr sollen für zusätzliche Attraktivität sorgen. „Natürlich möchten wir mit den neuen Möglichkeiten auch mehr Besucher nach Kevelaer locken; vor allem aber möchten wir etwas für unsere Kevelaerer tun“, betont Gottfried Mülders, der ebenfalls am Konzept mitgearbeitet hat.
Zwischen dem Kapellenplatz und dem Luxemburger Platz sollen 20 neue Markthütten aufgestellt werden, deren Angebote nicht thematisch beschränkt werden sollen. Die größte Neuerung betrifft jedoch die Ausweitung des Adventsmarktes auf den Mechelner Platz.
Auf dem Mechelner Platz soll mit 30 Tannen ein „Adventswald“ geschaffen werden, der eine Bühne einbettet, auf der täglich Veranstaltungen stattfinden sollen. Doch damit nicht genug. „Ein gigantischer Adventskalender wird dort aufgebaut sein, hinter dessen Türchen sich jeden Tag ein Gewinn verbirgt“, erläutert Benedikt Mayer, der im Initiativkreis Wirtschaft ebenfalls die neuen Ideen mit vorangebracht hat. Antenne Niederrhein wird die Verlosung jeden Tag von dort live übertragen. Natürlich wird es auch auf dem Mechelner Platz Adventsmarktstände geben. Hier soll der Schwerpunkt auf Verzehrangeboten liegen.
Einmalig am Niederrhein
Drei Unterstützer, die auch finanziell tief in die Tasche greifen, hat das neue Konzept schon: Edeka Brüggemeier, das Modehaus Kaenders und das Kevelaerer Blatt engagieren sich als Sponsoren. „Wir wollen dort nichts verdienen“, beugt Burkhard Brüggemeier möglichen Spekulationen vor. Es gehe ihm nur darum, in Kevelaer etwas Gutes zu bewegen. Und auch Kaenders versichert: „Natürlich profitiere ich als Unternehmer von einer belebten Innenstadt. Aber ich habe vor allem als Familienvater seit Jahren gedrängt, den Krippenmarkt auszuweiten.“ Zudem sei ein Treffen der Kevelaerer in der Adventszeit doch auch etwas „hoch Christliches“.
Ebenfalls begeistert von der Initiative zeigt sich Kevelaers Wirtschaftsförderer Hans-Josef Bruns. „Das ist ein Thema, das ideal auf das Profil von Kevelaer einzahlt“, lobt er. Ihm sei bewusst, dass sich die Kommunen um Kevelaer herum ja auch weiterentwickelten. Aktiv, insbesondere finanziell, beteiligt sich die Stadt Kevelaer bislang jedoch noch nicht an dem neuen Adventsmarkt. „Wir müssen uns als Stadtverwaltung jetzt die Frage stellen, welche Veranstaltungen wir künftig fördern wollen und welche Rolle wir dabei spielen möchten“, sagt Bruns. Insbesondere das Stadtfest und den Adventsmarkt sehe er aber ganz vorne bei den förderungswürdigen Kandidaten.
Für Gottfried Mülders ist wichtig, dass die Initiative für den neuen Adventsmarkt aus dem Ehrenamt heraus entstanden ist – auch wenn die Umsetzung ehrenamtlich natürlich nicht zu stemmen ist. „Nur so gelingt die Startphase.“ Auch deshalb weiß Olaf Reinders: „Ein Erfolg ist für uns ganz wichtig, um Leute zu motivieren.“ Er weiß, dass die Zeit nun knapp ist, versichert aber, dass ganz viel schon vorbereitet sei. Mut mache ihm die Erkenntnis: „In dieser Form ist ein Adventsmarkt am Niederrhein einmalig!“