Beiträge

Ortsdurchfahrt Wemb gesperrt

Änderungen im Schulbusverkehr

Mit Schulbeginn am Mittwoch, 18.08.2021 ergeben sich für die Weezer Schülerinnen und Schüler aus Wemb und Hees Änderungen im Schulbusverkehr nach Kevelaer. Grund dafür ist die Sperrung der Straße „Auf der Schanz“ in Wemb.

Volkshochschul-Zweckverband Goch verabschiedet langjährigen Vorsitzenden

Hohl hört bei der Hochschule auf

Im Rahmen der 107. Sitzung des Fachausschusses des Volkshochschul-Zweckverbandes Goch wurde der langjährige Vorsitzende Peter Hohl aus Kevelaer von VHS-Direktor Theo Reintjes verabschiedet.

Noch keine Entscheidung über die Elternbeiträge für Februar 2021

In Folge des eingeschränkten Pandemiebetriebes in den Kindertagesstätten, der Kindertagespflege und der Offenen Ganztagsschule ist auf die Erhebung der Elternbeiträge für den Januar verzichtet worden.

Für den Februar hat das Land NRW noch keine Entscheidung über eine Beitragsbefreiung von den Elternbeiträgen getroffen. Die kommunalen Spitzenverbände verhandeln zurzeit mit dem Land über die Erhebung der Elternbeiträge für Februar.

Die Wallfahrtsstadt Kevelaer werde deshalb – bis zur Entscheidung durch das Land – darauf verzichten, die Beiträge für die Monate Februar und März 2021 einzuziehen, heißt es in einer Pressemitteilung vom 25. Februar 2021 aus dem Büro des Bürgermeisters.

Ob und in welchem Umfang die Elternbeiträge für die Monate zu entrichten seien, werde – nach der Entscheidung des Landes – durch die politischen Beschlüsse vor Ort entschieden.

Sobald nähere Informationen hierzu vorliegen, will die Wallfahrtsstadt Kevelaer hierüber die Eltern informieren.

Schulausschuss will Entwicklungsplan im März diskutieren

Bevor die Debatte im Schul- und Sportaussschuss im Bühnenhaus begann, gratulierte der Ausschussvorsitzende Norbert Baumann Christina Diehr zu ihrer Ernennung als neue Schulleiterin des Kardinal-von-Galen-Gymnasiums (das KB berichtete).
Sie freue sich, dass sie sich nach zwei Jahren in ihrer Funktion als stellvertretende Schulleiterin nun als neue Leiterin des KvGG vorstellen könne, sagte sie in ihrer kurzen Ansprache. Sie habe „die Arbeit mit der Verwaltung und dem Ausschuss als sehr vertrauensvoll erlebt, bin da immer auf offene Ohren und Türen gestoßen, die die Schule weiterbringen.“ Darauf vertraue sie auch weiterhin.

Nicht schnell, aber gut 

Diehr wurde später auch bei den Anfragen bezüglich der Leistungsfähigkeit der Internetanschlüsse in den Schulen in Sachen Distanzunterricht um ihre Eindrücke gebeten. „Beim Videotool hatten alle Schulen große Probleme, wir mit „noodle“. Ab dem dritten Tag wurde es wirklich besser. Es läuft stabil, zwar nicht sehr schnell, aber gut.“ Man könne Aufgaben einstellen und die Ergebnisse dann zurückladen, diese dann bewerten und kommentieren. Auch Tests könne man machen, Videos hochladen. Sogar die Zeugniskonferenz am Vortag sei „unspektakulär“ verlaufen.

Fortbildung

„Wir haben uns da alle reinfinden müssen. Aber so eine Krise setzt kreative Energie frei“, sagte Diehr. Diese neuen Fähigkeiten zukünftig nicht verfallen zu lassen, wäre ihr ein Anliegen: „Es wäre schade, wenn das mit dem Präsenz-Unterricht alles ad acta gelegt würde. Wir erarbeiten Konzepte, wie das weitergeführt werden kann. “ Es sei mal so, dass Schüler nicht über das Handy online gehen könnten. Der Empfang im Schulzentrum sei „schwierig“. Das „ruckelt immer mal hier und da, aber ich bin insgesamt überrascht, wie toll das funktioniert.“ Die Kolleg*innen und Schüler*innen seien digital gut geschult worden. Sie befürwortete da weitere Fortbildungen.  „Fortbildung sind sinnvoll, aber Ländersache“, machte sie deutlich.

Eine gute Nachricht hatte Fachbereichsleiter Ulrich Berns weiterzureichen. Ende 2020 sei der Offene Ganztag neu ausgeschrieben worden. Man sei dazu verpflichtet    gewesen, weil die maximale Dauer des Vertrages ausgelaufen war und der Fördergeber verlange, dass die Leistung in regelmäßigen Abständen ausgeschrieben wird.

Die beiden bisherigen Träger AWO und Caritas hätten sich beworben, die Standorte behielten ihren jeweiligen Träger wie bisher. „Das ist für uns als Verwaltung ein schönes und gutes Ergebnis, aber auch für die Schulen und Eltern“, so Berns.

Er hob auch die gelungene Ausstattung der Lehrer an den Kevelaerer Schulen und der bedürftigen finanzschwachen Familien nit i-Pads hervor. „Wir haben noch Geräte in Reserve“, so Berns. Bei Defekt oder einer Nachmeldung könne man noch welche aus dem Bestand zur Verfügung zu stellen.

Wichtigster Punkt der Tagesordnung war die Verabschiedung der Satzung zur Erhebung von Elternbeiträgen für die Teilnahme ihrer Kinder am „Offenen Ganztag“ und dem „Verlässlichen Halbtag“ (VHT)“ im Primarbereich.

Die Vorlage wurde einstimmig verabschiedet. Bisher sei der Verlässliche Halbtag von Caritas und AWO als Träger abgewickelt worden. „Diesen Bereich haben wir jetzt erweitert, die Abrechnung an die Verwaltung herangezogen“, erläuterte Berns.

Dabei habe man versucht, eine Staffelung in den gleichen Stufen zu gestalten, eine „sozialverträglichere Lösung“ für die nun acht statt fünf Beitragsstufen zu finden. In dem Bereich bis 65.000 Euro Einkommen sei der Monatsanteil der Eltern von 72 auf 90 Euro gestiegen. „Das ist der gleichmäßigen Staffelung geschuldet. Dadurch ergab sich die Erhöhung des Beitrags.“ Außerdem habe man den Höchstbeitrag angepasst.

Beitragsfreiheit

Die Grüne Brigitte Middeldorf machte deutlich, dass ihre Partei stets für Beitragsfreiheit plädiert habe. Und der FDP-Politiker Jens Auerbach wunderte sich über die Höhergruppierung der Beitragszahler bis 65.000 Euro. „Warum wirkt die Höhergruppierung da schon, weil es da noch keine Spitzenverdiener sind, sondern normale Mittelschicht ist?“
Im März soll es einen weiteren Schul- und Sportausschuss geben. Dann soll es ausführlich um den Schulentwicklungsplan und seine Fortschreibung über 2024 gehen. Ein genauer Termin wird noch bekanntgegeben.

Auch mal gute Nachrichten aus dem Rat

Neben der Verabschiedung diverser Bau- und Flächennutzungspläne bestätigte der Rat in seiner Sitzung am Donnertagabend formal noch einmal die Prüfung der Wahl des Bürgermeisters und der Ratsmitglieder, wobei kurz die Causa Michael Kamps Thema war.
Bürgermeister Dominik Pichler verwies dabei auf ein anonymes Schreiben mit Tarnnamen und  der Adresse eines unbebauten Grundstücks, das alle Ratsmitglieder unter der Woche erhalten hätten. In diesem Schreiben seien die bereits bekannten Vorwürfe bezüglich des Wohnsitzes am Hüdderath „nochmals erhoben worden“, böten aber „ keinen Anlass, die Dinge anders zu bewerten“. Dementsprechend wurden die Vorwürfe zurückgewiesen und die Wahl aller Ratsmitglieder bestätigt.

Billiger Bioabfall

Auch die Dringlichkeitsentscheidung vom 18. Dezember zu den Gebühren für die Abfallentsorgung wurde bestätigt, die von überwiegend gleichbleibenden Kosten ausgeht. Die KKA senkt jedoch das Entgelt für die Entsorgung von Bioabfall von derzeit 135 Euro pro Tonne auf künftig 129 Euro. Als Folge hieraus können die Gebühren für die Biotonne gesenkt werden.

Eine gute Nachricht gibt es für die Kevelaerer Eltern, die schon im Frühjahr 2020 die Betreuung ihrer Kinder über die Aufwendung von Urlaubstagen und mit Umsatzeinbußen sicherstellen mussten und jetzt mit der Verlängerung des Shutdowns vor einer ähnlichen Situation stehen.

Der Rat der Stadt Kevelaer beschloss, dass die Elternbeiträge für die Betreuung von Kindern in der Kindertagesbetreuung einschließlich der Kindertagespflege und für den Besuch der Offenen Ganztagsschule sowie von außerunterrichtlichen Betreuungsangeboten der Primar-und Sekundarstufe für den Monat 2021 erlassen werden. Denn das Angebot der Kindertagesbetreuung oder des Offenen Ganztags steht nicht wie gewohnt zur Verfügung, im eingeschränktem Pandemiebetrieb wird der Betreuungsumfang reduziert und eine Betreuung nur in getrennten Gruppen vorgenommen.

Eltern entlasten

Das Land hatte in Abstimmung mit kommunalen Spitzenverbänden entschieden, die Eltern finanziell zu entlasten und die Elternbeiträge landesweit auszusetzen. Es erstattet dabei die Hälfte der kommunalen Einnahmeausfälle. In Kevelaer fallen nach vorläufigen Zahlen rund 90 000 Euro weg.

Von der Tagesordnung genommen wurde die Entscheidung über den Aufstellungsbeschluss für das geplanten Supermarkt-Projekt auf der Feldstraße. Es gebe außergerichtliche Gespräche zwischen dem Investor und der Stadt bei der Bezirksregierung Ende Januar, sagte Verwaltungschef Pichler. Da ergebe es wenig Sinn, die Gespräche nicht abzuwarten und jetzt schon Beschlüsse zu fassen.

Investor Josef Schoofs hatte Klage gegen die Stadt eingereicht, nachdem er Anfang 2020 einen Antrag auf Bauvorbescheid eingereicht hatte, aber nichts weiter passiert war. Auf dem Gelände der Gartenfirma Baumann ist ein 1900 Quadratmeter großer Neubau geplant, in den Edeka einziehen soll.

Überraschung

Die FDP überraschte die Verwaltung mit einer Information, die der FDP-Bundestagsabgeordnete Bernd Reuter im Zuge einer kleinen Anfrage zum Zustand der Bahnhöfe aufgetan hatte. Demnach soll der Kevelaerer Bahnhof auf einer Liste von Objekten stehen, bei denen die Sanierungen bis 2025 abgeschlossen sein sollen. Davon wisse keiner etwas, erklärte Dominik Pichler.

Schulsanitäter nahmen Dienst an der Gesamtschule auf

An der Gesamtschule Kevelaer haben jüngst dreizehn Schulsanitäter ihren Dienst aufgenommen. Bereits zu Beginn des vorigen Schuljahres hatten die Schülerinnen und Schüler (Klasse 6 bis EF) ihre Ausbildung begonnen, die sie nun – aufgrund der Corona-Pandemie etwas verspätet –mit dem Erhalt der Erste-Hilfe Bescheinigung beendet haben. Dabei haben sie sich in den vergangenen Monaten intensiv sowohl mit theoretischen als auch mit praktischen Inhalten beschäftigt.

Johannes Terhorst, der den Schulsanitätsdienst an der Gesamtschule Kevelaer koordiniert, ist zufrieden: „Wir sind sehr stolz auf das Engagement und das Durchhaltevermögen unserer Schülerinnen und Schüler. Um zukünftig Mitschülern in Notlagen helfen zu können, haben sie so manche Anstrengung während der Ausbildung auf sich genommen.“

Zukünftig sollen die Schulsanitäter eigenverantwortlich Dienst in den Pausen übernehmen und verletzte Mitschüler erstversorgen. „Das Projekt passt gut in unser Schulprogramm, in dem der Ausbau der Sozialkompetenz der Schülerinnen und Schüler sehr zentral ist. Unsere Schulsanitäter übernehmen Verantwortung und erleben dabei, wie sie mit ihren Fähigkeiten anderen Menschen in Notlagen helfen können. Und vielleicht entdeckt ja auch jemand sein Interesse für den medizinischen Bereich?“, führt Terhorst, der an der Gesamtschule Kevelaer auch für die Studien- und Berufsorientierung zuständig ist, augenzwinkernd aus. Auch vor dem Hintergrund des großen Interesses von Seiten der Schülerschaft wird das Projekt im Rahmen einer inklusiven AG in Kooperation mit dem DRK-Verband Kleve-Geldern daher in den nächsten Jahren weiter ausgebaut.

 

Schul-Präsenzunterricht ist ab Montag aufgehoben

Es war gegen halb zwölf Uhr, als NRW-Ministerpräsident Armin Laschet und sein Stellvertreter Joachim Stamp in Düsseldorf vor die Presse traten, um angesichts der steigenden Fall- und Todeszahlen in Sachen Corona für einen „harten Lockdown so schnell wie möglich“ zu plädieren – und verbindlich die NRW-Verordnung verkündeten, dass der Präsenzunterricht an Schulen ausgesetzt sei.

Die Schulen in Kevelaer traf das wie alle Einrichtungen kurzfristig. „Wir sind dabei, das auszuarbeitetn“, sagte die stellvertretende Schulleiterin des Kardinal-von Galen-Gymnasiums, Christina Diehr, als das KB sie um 14.30 Uhr in der Schule erreichte, angesichts der neuen Situation. „Wir halten uns an die Vorgaben, die uns das Ministerium gegeben hat.“ Dementsprechend wird man den Unterricht in den Klassen 5 bis 7 zu den regulären Stunden anbieten. Ab der achten Klasse wird es keinerlei Präsenzunterricht geben. Nur die Klausuren in der Q2 sollen nach Diers Worten stattfinden. „Diejenigen, die nicht zu uns kommen, erhalten Material über das Lernmanagement und    können damit arbeiten. Und der Kollege wird bei denen, die „auf Distanz“ sind, elektronisch die Aufgaben einholen.“ Nähere Details werde man dann auf der Homepage nachlesen können.

„Die Schulmail ist gerade rausgekommen, um 13:32 Uhr gekommen. Wir sind dabei, zu überlegen, wie wir es umsetzen“, beschrieb der Leiter der Kevelaerer Gesamtschule, Christoph Feldmann, die Situation auf Anfrage. „Vorgesehen ist, die Schüler der fünften bis siebten Klassen im Präsenzunterricht zu beschulen, die Jahrgangsstufen acht bis dreizehn in der Distanzbeschulung.“ Für die fünften bis siebten Klassen sei es so, „dass die Eltern die Kinder vom Präsenzuntericht befreien können. Dann gehen die aber auch in Distanzschulung. Das ist die Vorgabe des Ministeriums.“ Jetzt gehe es noch um die Frage, wie man mit den Kurs- und Klassenarbeiten ungehe. „Die Schüler*innen können zu den Prüfungen kommen“, laute da seine Aussage.

Die vor kurzen eingetroffenen Tablets werden sicher eine gute Unterstützung sein, sagt Feldmann. „Die helfen uns, das jetzt zu realisieren und das Angebot zu machen.“ Der Zeitpunkt der Ankündigung sei „überraschend“ gewesen, so dass man bestimmt nicht alle Schüler*innen noch damit erreicht habe. „Wir sind noch durch die Klassen gegangen und haben gebeten, Materialien mit nach Hause zunehmen.“ Die Regelung gilt jetzt bis Jahresende. „Und die Schulferien sind um zwei weitere schulfreie Tage – also den 7.und 8. Januar 2021 – verlängert – worden. Also geht es dann erst am 10. Januar weiter.“
Persönlich könne er den Schritt nachvollziehen. “Wir haben ja weiter steigende Zahlen oder Plateauzahlen, wie man es immer nennen will, nachvollziehen kann ich das – die Kurzfristigkeit nicht.“

“Planlos durch die Bildungs-Galaxis”

Die NRW-Landesregierung hat angekündigt, die Schüler wegen der Corona-Pandemie zwei Tage früher in die Weihnachtsferien zu schicken – und angesichts der Infektionen wird wieder über die Halbierung der Klassen und Digitalunterricht diskutiert. Wie stehen Lehrer, Eltern und Schüler in Kevelaer dazu?

Christina Diehr, stellvertretende Schulleiterin des Kardinal-von-Galen-Gymnasiums:
„Jeder Tag Unterricht ist ein guter und wichtiger Tag für die Schüler. Wir sind alle bemüht, möglichst viel Präsenzunterricht zu machen. Wenn die Verkürzung um zwei Tage hilft, dass die Familien zusammen feiern können, werden wir das von schulischer Seite gerne unterstützen. Viele Sachen wie Exkursionen, der Hochschultag in Münster, Klassenfahrten sind ja gestrichen. Selten hat ein Jahrgang soviel Unterricht am Stück gehabt. Wir werden den Schülern für diese zwei ausfallenden Schultage natürlich Aufgaben mitgeben. Geteilter Unterricht, das hört sich immer so leicht an, ist im Detail aber sehr diffizil. Und zu sagen, wir streamen aus dem Unterricht für die andere Hälfte – dann brechen hier alle Leitungen zusammen.“

Christoph Feldmann, Rektor der Gesamtschule:
„Ich denke, dass das eine sinnvolle Entscheidung ist vor dem Hintergrund der Infektionszahlen. Das kann ich nachvollziehen. Ich bin nicht in der Situation, so was entscheiden zu können oder zu dürfen. Da fühle ich mich als der falsche Ansprechpartner. Das ist halt für uns alle eine Herausforderung, mit der Situation umzugehen, und das versucht wird, bei allen Unwägbarkeiten alles zu realisieren. Was keiner mehr möchte, ist, dass es einen kompletten Lockdown wie in Österreich gibt. Wir müssen mit der Situation umgehen. Da nutzt es mir auch nich , die Entscheidung permanent zu hinterfragen. Mit zwei Tagen Unterricht in den Karnevalstagen haben wir einen adäquaten Ausgleich.“

Vadrin Qajani, 18-jähriger Schüler der Q2 des KvGG und Schülersprecher:
„Natürlich sind dann Ferien, aber bei der Q 2 zählt jeder Tag. Es sind ja im Sommer einige Tage weggefallen. Wenn man das vernünftig betrachtet, hat in der Q1 ein Quartal gefehlt. Das muss man im Unterricht wiederholen. Und vor allem in den Abiturfächern fehlt das. Die Schüler halten sich so strikt wie möglich an die Regeln. Wir ziehen im Schulgebäude Masken auf,  in den unteren Stufen wie in der Oberstufe. Der Abstand wird gehalten. Es gibt auch Ausnahmefälle, aber unsere Schule geht da sehr pflichtbewusst mit um. Geteilte Klassen führen natürlich dazu, dass weniger Leute in der Klasse sind und Aerosole herumfliegen. Aber dann sind Schultage wieder gekürzt, und alles läuft über einen längeren Zeitraum. Wenn man normale Stunden hat, kriegt man mehr Sachen besprochen. Das ist reines Abwägen. Das ist eine individuelle Meinung, die man sich da ausbilden muss.“ Luftfilter könnten sehr hilfreich sein. In Arztpraxen hat man das schon eingeführt. Jede Kleinigkeit, die das Infektionsgeschehen eindämmt, lohnt sich. Und jede Schule damit auszustatten ist in der Abwägung billiger als die Auswirkungen und der Effekt der Pandemie.“

Mehtap Grandt, Vorsitzende der Schulpflegschaft der Gesamtschule:
„Die Umsetzung für uns als Elternvertreter ist bedenklich. Das ist eine Hauruckaktion von Ministerin Gebauer und der Landesregierung, die nicht durchdacht ist. Da wird unterschwellig vermittelt, dass dafür zwei Tage des Karnevalsbereichs geopfert werden – was den Nachklang hat, dass vielleicht doch im Ganzen so versucht wird, die Karnevalstage in die Schulpflicht reinzudrücken. Und die Eltern sind dann arbeiten und die Kinder auf sich allein gestellt. Wenn Kinder in der OGS sind oder in Mittagsbetreuung und das weitergeführt werden müsste, dann wäre der Vorschlag ja eh schon hinfällig. Und das Zeitmanagement wird nicht berücksichtigt in einem eh schon sehr kurzen Schulhalbjahr. Die vergangenen Monate sind nicht konstruktiv genutzt worden, um die angekündigte zweite Welle zu nutzen, Konzepte zu finden, mit den Schulen in Abstimmung zu gehen, um eine umsetzbare, fachlich und sachlich bestimmte Lösung herzustellen. Schulen, die Konzepte erarbeitet haben, werden abgewiesen, wie Solingen mit dem Schichtmodell.
Und es gibt ein ständiges Hin und Her – geteilt, dann wieder zusammen, Maskenpflicht,    dann wieder aufgehoben – dass die Schulleitung versucht hat, mit guten Konzepten abzufangen. Von oben herab nach unten wurde eine Umsetzung versäumt. Die Landesregierung wirft Entscheidungen raus und lässt die Schulen alleine, weil sie ihnen die Umsetzung überlässt. Es geht da planlos durch die Bildungs-Galaxis. Es ist die Frage, inwieweit geteilter Unterricht leistbar und umsetzbar ist. Es wäre von Vorteil, wenn es kleinere Lerngruppen gäbe. Dann hätte man nicht die Lüftungsproblematik, dass Kinder mit Jacken sitzen und frieren müssen. Aber das geht nur, wenn das “go” von der Regierung käme und die personelle Situation das zulassen würde. Auch wenn die Schulträger für Luftfilter die Entscheidungen träfen, ist es nicht damit getan, weil dann ja Lieferungen dieses Jahr noch ankommen müssen. Da hätte man viel, viel früher darüber diskutieren und das abhandeln sollen. Man hat dann keinen direkten Effekt.”

Delia Sprenger, Mitglied im Vorstand der Schulpflegschaft der Gesamtschule:
„Das ist über das Knie gebrochen. Im Sommer hieß es immer, dass Schüler und Kinder keine Infektionsherde sind, aber jetzt sollen sie zur Sicherheit nach Hause – um sich dann, wenn die Eltern arbeiten müssen, trotzdem mit Freunden zu treffen. Bis zu einem gewissen Alter kann man das steuern, aber an weiterführenden Schulen hast du nicht mehr so den Einfluss. Wir wünschen uns alle Normalität, aber die Schulschließung am 21.12 ist Kokolores und am Thema vorbei. Da grätscht man den Lehrern auch ins Zeitmanagement. Das, was mich unfassbar ärgert, ist, dass die Lehrer und Schulen versuchen, alles    aufzufangen, und dann immer wieder absaufen. Solingen fanden wir mutig. Viele haben ja Lehrermangel auch wegen dem Aspekt Risikogruppe. Und wenn die Kinder nicht mehr zur Schule kommen, weil keine Busse mehr fahren, und dann wird sowas ausgebremst, ist das eine Vollkatastrofe. Seit den Sommerferien haben alle Kinder eine eigene Schul-Email, Noolde und so weiter. Die Schule hat sich in großen Schritten nach vorne bewegt. Aber Klassenteilung wäre nur sinnvoll, wenn so wirklich Unterricht stattfinden kann. Da sind wir noch nicht. Luftaustauscher wären eine sinnvolle Idee. In Neukirchen-Vluyn schafft man sie an. Das kann sich natürlich nicht jede Stadt leisten. Aber die ziehen alle möglichen Keime aus der Luft. Da sehen wir einen Mehrwert auch für die Zeit nach der Pandemie.

Andrea Foitzik, Schulpflegschaftsvorsitzende am KvGG:
„Ich denke, die Eltern am KvGG sehen das mit den zwei Tagen ambivalent. Auf der einen Seite haben sie das Interesse, dass bei dem vielen ausgefallenen Unterricht lange Präsenz stattfindet. Da sind die Eltern am KvGG eher dafür, noch zwei Tage länger Unterricht zu haben – auch wenn man sieht, dass es für untere Klassen Betreuungsprobleme gibt, wenn Schüler zuhause bleiben. Und die Abiturienten, die vorher Quartalsende haben – die müssen Klausuren durchkriegen und mündliche Noten bekommen. Alle Familien haben ein Interesse, Weihnachten möglichst infektionsunbelastet zu haben. Aber es ist  im Moment zu früh, sich über das Infektionsgeschehen an Weihnachten Gedanken zu machen. Das ist frühestens in zwei Wochen möglich. Gerade gehen die Zahlen runter, so dass ich hoffe, dass Schulen möglichst lange offen bleiben. Wir haben am KvGG Programme wie „noodle“ und Internetplattformen, aber die Schüler profitieren schon vom Präsenzunterricht. Eine klare, stringente Linie seitens der Politik ist immer gut, aber wir sind gerade in einer Pandemie, die wir noch nicht gehabt haben. Da gibt es so viele Faktoren, die zu beachten sind. Man muss frühzeitig reagieren, aber auch den Trend abwarten und Ruhe bewahren. Abstand halten halte ich für sinnvoll, Masken tragen auch. Hybrid-Unterricht ist auch möglich, das ist aber mit den Lehrerkapazitäten und den Digitalmöglichkeiten vorsichtig zu beurteilen, auch inwieweit die Schüler sich hinsetzen und das dann machen. Ich sehe das an meinem Kind, das noch in der Schule ist, da lässt digital die Motivation schon nach. Wenn alle Stricke reißen, ist das eine Option. Die Schulen sind auf einen möglichen zweiten Lock-down besser vorbereitet als im Frühjahr. Die Schulen versuchen da, das Bestmögliche aus der Situation rauszuholen.“

Die Gespräche führte Alexander Florié-Albrecht.

Neuer Fahrradparcours an der Antoniusschule

Rechts abbiegen, links abbiegen, Gegenverkehr, Zebrastreifen – der Schulweg kann voller spannender und manchmal auch gefährlicher Verkehrssituationen sein. Der Schulhof auch, zumindest an der St. Antonius-Grundschule an der Biegstraße – und zu Übungszwecken. Hier wartete nun eine große Überraschung auf die Schülerinnen und Schüler. Lange hatte der Verein der Freunde und Förderer der kath. St.-Antonius-Grundschule der Stadt Kevelaer e. V. über die Realisierung eines Verkehrsparcours gegrübelt. Nun war es endlich soweit: Man sponserte das Material, Ulrich Hünerbein-Ahlers stellte die Mitarbeiter seines Vermessungsbüros kostenlos ab und machte damit das Projekt erst möglich, und nach Rücksprache mit dem Bürgermeister Dominik Pichler konnten die Mitarbeiter des städtischen Betriebshofes loslegen. In den Sommerferien pinselten sie den Parcours akurat auf den Schulhof. „Eine gute Arbeit“, meint Vereinskassierer Klaus Kopka, denn die Mitarbeiter seien ja auch für die Markierungen im Straßenverkehr zuständig. Schulleiter Andreas Berndt freut sich sehr über den Parcours, weil er gleich auch in den Sportunterricht, der ja während der Corona-Pandemie so oft wie möglich im Außenbereich stattfinden soll, eingebunden wird. Den Parcours stellten vor (v.l.) Bürgermeister Dominik Pichler, Ellen Peters, Iris Op de Hipt-Penkert, Klaus Kopka (alle Förderverein), Kinder der Klasse 2c und Schulleiter Andreas Berndt. Leider nicht mit auf dem Foto sein konnten Dominic Player (Vorsitzender) und Delia Sprenger vom Förderverein.

SPD fordert Zuschuss zum Laptop

Die SPD-Fraktion beantragt eine finanzielle Unterstützung beim Kauf eines geeigneten Laptops oder Tablets für den digitalen Unterricht.

In der Begründung des Kevelaerer SPD-Fraktionsvorsitzenden Horst Blumenkemper heißt es: “Die aktuelle Corona-Krise wird uns wohl noch einige Wochen oder gar Monate begleiten. Derzeit ist noch nicht absehbar, ob und wann in diesem Schuljahr der Unterricht wieder regulär in den Schulen angeboten wird. Durch die Schließung der Schulen in den letzten Wochen hat sich die Bedeutung des digitalen Lernens immer mehr erweitert. Lehrer versenden digitale Unterrichtsinhalte, es entstehen immer mehr Online-Plattformen, die Schülern und Eltern beim Homeschooling unterstützen, Videokonferenzen zwischen Schülern und Lehrern finden nahezu täglich statt. Lehrer und Schüler machen hier jetzt vielschichtige Erfahrungen, weshalb auch nach der Corona Krise digitaler Unterricht weiter an Bedeutung gewinnen wird. Glücklich sind nun die Familien, die sich das notwendige digitale Equipment leisten können. Aber auch in der Wallfahrtsstadt Kevelaer leben Familien, für die der Erwerb eines adäquaten digitalen Geräts kaum möglich ist. Um die Voraussetzungen für den Unterricht zu Hause zu verbessern, will der Bund 500 Millionen Euro zur Verfügung stellen. Bedürftige Schüler sollen einen Zuschuss von 150 Euro für die Anschaffung von nötigen Geräten wie Laptop, Tablet oder Webcam bekommen. Natürlich reichen die 150 € nicht aus, um ein Laptop oder Tablet zu erwerben, das den Anforderungen digitalen Unterrichts genügt. Die SPD im Rat der Wallfahrtsstadt Kevelaer beantragt, bedürftige Familien hier zu unterstützen, damit diese Schüler nicht aus finanziellen Gründen den Bildungsanschluss verlieren. Verschiedene Kommunen sind hier Vorreiter: So stockt die Stadt Düsseldorf den Bundeszuschuss für mobile Endgeräte auf bis zu 100 Prozent der Kosten auf. In anderen Kommunen beträgt der Zuschuss bis zu 250€!

Eine möglichst kurzfristige und unbürokratische Unterstützung für bedürftige Familien(z.B. mit einem gültigen Personalausweis, einem aktuellen Bescheid vom Jobcenter und dem Kaufbeleg für das Gerät) scheint hier dringend notwendig.”