Aktuelles aus Kevelaer

Verkaufsoffene Sonntage in Kevelaer 2017

Vier verkaufsoffene Sonntage in Kevelaer im Jahr 2017 stehen fest. Es sind der 26. März, der 14. Mai (Puppenspieltage), der 24. September und der 5. November.

KSV-Schwimmerinnen holen Bronze bei Kreismeisterschaften

Am Sonntag, 5. Februar 2017, nahmen Lynn Hendricks und Jaqueline Fleischer für die Schwimmabteilung des Kevelaerer SV an den diesjährigen Kreismeisterschaften in Kleve teil. Im Klever Hallenbad trafen sich Vereine aus Geldern, Rees, Kevelaer, Goch, Emmerich und Kleve.
Jaqueline Fleischer erlangte in der Gruppe der 16-jährigen Mädchen einen dritten Platz über 100 Meter Delfin mit einer Zeit von 1:30 Minuten.
Lynn Hendricks schaffte drei Mal Bronze mit ihren Leistungen über 50 Meter (0:32 Min.), 100 Meter Freistil (1:13 Min.) und 100 Meter Lagen (1:23 Min.).

Lynn Hendricks (l.) und Jaqueline Fleischer (Foto: privat)

Lynn Hendricks (l.) und Jaqueline Fleischer (Foto: privat)

Von Prinzenhof bis Bahn: Verkehrsschlagader teils gesperrt

Das Verkehrszeichen 357 – zwei schlichte Streifen, ein weißer und ein kurzer roter, auf blauem, rechteckigem Grund. Es macht aufmerksam auf eine Sackgasse und wird dem Autofahrer im Kevelaerer Norden in den kommenden Monaten häufiger begegnen. Denn aufgrund von Kanalbauarbeiten in einer der Verkehrs-„Hauptschlagadern“ der Stadt werden einige Straßen, die aus dem Norden Richtung Innenstadt verlaufen, an der Baustellen-Absperrung enden. Zwischen Prinzenhof und Bahnübergang geht‘s nur noch in Richtung B 9. Wer von der Bundesstraße Richtung Twisteden oder Wemb will, der muss durch die Innenstadt kurven – oder gleich ganz außenrum über die südliche Umgehung fahren. Denn im Norden wird er – auch wegen der gleichzeitigen Erneuerung der Windmühlenstraße (siehe Bericht unten) – immer wieder auf die Sackgassen-Schilder stoßen.
Ab dem kommenden Montag werden vom Bahnübergang Lindenstraße bis in den Kreuzungsbereich Wember Straße / Kroatenstraße neue Druckrohrleitungen eingebaut. Neben der Einbahnstraßenregelung müssen die Zufahrten zur Blumenstraße und zur Hubertusstraße gesperrt werden. Kurzzeitig sind ebenfalls die Sperrungen der Brunnenstraße sowie der Wasserstraße erforderlich. Die Weezer Straße kann weiter genutzt werden – allerdings auch nur als Einbahnstraße Richtung Norden. Für die Fußgänger wird in Höhe der Blumenstraße ein Baustellenübergang errichtet.
Fünfeinhalb Monate Bauzeit
Weil die Druckleitungen in einem aufwendigen Vortriebsverfahren in 3 bis 4 Metern Tiefe verlegt werden, muss die Straßendecke nicht über die volle Länge von 625 Metern aufgerissen werden. Doch die Rohre werden angeliefert, vor Ort zusammengeschweißt und dann quasi „in einem Stück“ von leistungsstarken Maschinen durch die vorgebohrte Röhre gezogen. Deshalb wird auch die Wember Straße teilweise gesperrt werden müssen.
Fünfeinhalb Monate soll die Bauzeit und damit auch die Zeit der Verkehrsbehinderungen betragen. Bürgermeister Dominik Pichler findet das durchaus „sportlich“. Und hat sich gleich nach Bekanntwerden der konkreten Planungen nach den möglichen Folgen erkundigt: Die betroffenen Busunternehmen und der Bürgerbusverein, die unter anderem die Hubertusschule anfahren, seien informiert und müssten nun ihre Fahrpläne anpassen. Für die Feuerwehr und den Rettungsdienst seien ebenso Regelungen getroffen worden wie für die Anwohner. Auch könne auf dem Antwerpener Platz weiter geparkt werden. Und nicht zuletzt: Der Rosenmontagszug werde den betroffenen Bereich ebenfalls passieren können.
Wichtig war den Planern vor allem, dass die Maßnahmen an dieser wichtigen Verkehrsader der Stadt beendet sind, bevor es in der Innenstadt an der Hauptstraße richtig losgeht. Denn die dort geplante Baustelle anzudienen, wird ohnehin keine leichte Sache. Stadtwerke-Chef Hans-Josef Thönnissen erinnert daran, dass durch den Rückzug und eine erneute Ausschreibung die Kosten erheblich reduziert werden konnten. Die Maßnahme kostet etwa 550.000 Euro, wovon der Niersverband 40 Prozent übernimmt.


Baumaßnahmen auf der Windmühlenstraße

Die Windmühlenstraße wird im Bereich zwischen der Wasserstraße und Hubertusstraße „endausgebaut“, wie es im Verwaltungsdeutsch heißt. Sprich: Bislang handelte es sich offiziell immer noch um eine Baustraße, die nun erstmals richtig ausgebaut wird. Im Zuge der Maßnahme werden die Schmutz- und Regenwasserkanäle sowie die Hausanschlüsse erneuert. Das ausführende Unternehmen ist die Firma Quick aus Kevelaer. Die Baumaßnahme hat Ende Januar mit der Baustelleneinrichtung begonnen.
Die Kanalbauarbeiten beginnen mit dem Regenwasserkanal in Höhe Haus Nr. 16 und werden in Richtung Wasserstraße ausgeführt. Anschließend werden von der Wasserstraße in Richtung Hubertusstraße der Schmutzwasserkanal sowie die Kanalhausanschlüsse für Regen- und Schmutzwasser Zug um Zug bis zur Grundstücksgrenze erneuert. Nachdem die Kanalbauarbeiten abgeschlossen sind, wird die Wasserleitung zwischen der Wasserstraße und Haus Nr. 16 einschließlich der Hausanschlüsse erneuert. Anschließend werden Oberflächenarbeiten ausgeführt. Für die Maßnahme ist eine Bauzeit von ca. 8 Monaten veranschlagt. Die Fertigstellung soll somit Ende September 2017 erfolgt sein.

50 Jahre Lourdes-Pilgerfahrt der Krankenbruderschaft Rhein-Maas

50 Jahre Bestehen feierte die Malteser-Krankenbruderschaft Rhein-Maas mit einem Dankgottesdienst und einem Empfang in Xanten. Sie organisiert jährliche die Wallfahrt für Kranke und Menschen mit Handicap mit einem Sonderzug vom Niederrhein nach Lourdes.
1967 startete die erste Lourdes-Pilgerfahrt der Krankenbruderschaft Rhein-Maas von Goch aus, damals mit einem kranken Pilger und drei Helfern, eingebunden in den Freiburger Zug. Seither fährt die Bruderschaft jedes Jahr in den westfranzösischen Wallfahrtsort. Inzwischen haben bis zu 100 kranke und pflegebedürftige Pilger die Möglichkeit, nach Lourdes zu pilgern. Begleitet werden sie von einem großen Team an ehrenamtlichen Helfern aus allen Berufszweigen.
Vorsitzende der Krankenbruderschaft ist zurzeit Raphael Freiherr von Loë, dessen Schloss Wissen in Weeze Heimat des Pilgerzugs geworden ist. Er zeigte in seiner Rede zum Empfang, worauf es den Mitgliedern der Gemeinschaft ankommt: „Es gilt unserem himmlischen Vater zu danken. Er ist es, der die Herzen in immer wieder neuen Konstellationen zueinander führt, der die Seelen so füllt, dass sie wieder für ein Jahr Kraft haben, der uns, auf welch undurchschaubaren Wegen auch immer, Versöhnung schenkt, der seine schützende Hand über uns gehalten hat; auch wenn wir sie gelegentlich gewaltig strapaziert haben. Und er ist es, der uns geschenkt hat, dass die, die er während der Wallfahrt zu sich nehmen wollte, in unserer Obhut den Heimweg antreten durften. Ihm sein Lob und Dank!“
Im Beisein auch vieler Kevelaerer Freunde und Förderer der Krankenbruderschaft hatte zuvor Weihbischof Wilfried Theising, der  zum Offizial des Offizialatsbezirks Oldenburg mit Sitz in Vechta ernannt wurde, im Dom ein Pontifikalamt gehalten. Der Aachener Domprobst Msrg. Helmut Poqué, Pfarrer Robert Winschuh (Wachtendonk), Pfarrer Heinz Bueren (Wesel) sowie der Kevelaerer Pfarrer Markus Polder mit Diakon Herrmann-Josef Schiefen (beide Wesseling) zelebrierten den Dankgottesdienst mit, den Michael Meder vorbereitet hatte. Chor und Anne Sehrbrock (Bonn) auf der Querflöte bereicherten die Messe mit ihren Beiträgen.
Weihbischof Theising hob in seiner Predigt („Ihr seid das Salz der Erde, Ihr seid das Licht der Welt“) hervor, dass sich das Licht der Pilger jedes Jahr aufs Neue mit dem Licht der Mutter Gottes von Lourdes verbinden könne und so neue Kraft für den Alltag schenken könne. Innere und äußere Not würde erhellt und Gott anheimgestellt. „Dies gibt nicht nur den Menschen mit Handicap und Kranken Hoffnung und Stärke, sondern auch denen Kraft und inneren Frieden, die als Helfer mit auf die Wallfahrt gehen.“
Auch wenn viele Menschen heute mit dem Flugzeug schnell nach Lourdes fliegen würden, sei es der Krankenbruderschaft wichtig, den langsamen Reiseweg mit der Bahn zu nehmen, betonte Freiherr von Loë beim anschließenden Empfang. Er sei der einzige, der es ermöglicht, eine so große Anzahl an mit Handicaps versehenen Pilgern auf den Weg nach Lourdes mitzunehmen. Außerdem erlebten alle so bei Pausen immer wieder die gemeinsame Besinnung und Vorbereitung auf den Gnadenort. „Auch wer sie nicht kennt, der erlebt bei den Wallfahrten, welch hohe Wertschätzung die Malteser in Lourdes genießen und welches Privileg es ist, unter eben dieser Flagge dorthin pilgern zu können“, bedankte sich der Freiherr bei der Beauftragten des Malteser-Ordens für den Lourdes-Krankendienst, Baronin Marie Catherine Heeremann.
Auch Marion Müller-Praschma, die Mitgründerin und jährliche Organisatorin der Krankenwallfart ist, hob Freiherr von Loë besonders hervor. Ohne ihre stete Ermutigung und ihren Einsatz sei der Zug wohl nicht da, wo er heute ist. Nach dem Dank an alle weiteren Helfer, die jedes Jahr die Krankenwallfahrt ermöglichen schloss er „Was auf der Wallfahrt nach Lourdes – Jahr für Jahr – geschieht ist keine gewöhnliche Individual- oder Gruppenwallfahrt, wie wir Niederrheiner sie aus Kevelaer kennen, sondern eine besondere Wallfahrt. Und vielleicht dürfen wir so auch vertrauen, dass auch uns ein Licht aufgeht, ein Licht, dass uns im Dunkeln führt – über Aachen, über Trier oder über Karlsruhe. Der Herr wird uns führen! Bitten wir ihn um dieses Licht – immer wieder neu – seien wir unverzagt!“

Lea Brückner engagiert sich mit einem Benefiz-Konzert

Zu Beginn des Konzerts am Samstag, 4. Februar 2017, blieben Raum und Bühne vollkommen im Dunkeln – und Stille herrschte im weiten Rund. „Wir haben keinen Stromausfall und auch das Licht ist nicht kaputt“, war die Stimme von Lea Brückner aus dem Off zu vernehmen. „Ich möchte, dass Sie sich auf das konzentrieren, was ich Ihnen jetzt sage“, erläuterte die junge Geigerin dem Publikum die Idee zum Thema „Mit Klassik gegen Kinderarmut“.
Es gebe 2,9 Millionen Kinder in Deutschland, die in Armut lebten. „Die Zahlen sind erschreckend, wo die Wirtschaft steigt und es so wenig Arbeitslose gibt – sind seit 2015 nicht mehr gesunken. Da fehlt es an Sensibilität und Information“, meinte die engagierte Geigerin in der Pause. Auch in Kevelaer gebe es Kinderarmut. Durch die Flüchtlingskinder sei man sensibilisiert, Armut betreffe aber auch Kinder aus anderen Bevölkerungsgruppen.
Kurse für arme Kinder
Mit Spenden und dem Erlös aus Versteigerungen sollen ein Ballett- und eines Kunstkurs für arme Kinder ins Leben gerufen werden, zu denen die Künstlerinnen Ilka Sulten und Tanja van Went sowie die Erzieherin Veronika Becker ihre Hilfe zugesagt haben.
Der Impuls zu dem Abend ging von Leas Mutter Veronika Brückner aus, die als Lehrerin an der Kevelaerer Hauptschule mit der Schulklasse 9c ein Kunstprojekt zum Thema Kinderarmut gestaltet hatte.
Gemeinsam mit ihren Schülern hatte sie in 20 Stunden über drei Tage Fotos inszeniert, die ein Kind ohne Schuhe mit zerschlissenen Socken, verzweifelte Jugendliche mit der Bierpulle auf dem Bürgersteig oder eine Puppe mit ausdruckslosem Gesicht zeigten. Die Bilder wurden gezeigt, Lea Brückner und der litauische Pianist Mark Kantorovic untermalten diese mit Musik.
Danach boten die beiden Ludwig van Beethovens „Violinsonate Nr. 8, op. 12 Nr. 3“ und Franz Schuberts „Rondo brilliant h-moll“ mit furiosem Ende, ehe es für alle Gäste in die Pause und in das Foyer ging.
Dort waren Bilder des aus Bedburg-Hau stammenden Fotografen Johannes Lunenburg zu sehen. Außerdem wurden hier Spenden entgegen genommen.
Der Versuch, ein Fotoshooting mit Lunenburg zu versteigern, misslang Lea Brückner allerdings. Erfolgreicher war da die Versteigerung eines Bildes der Wettener Künstlerin Tatjana van Went – Renate Timmermann erstand es für 130 Euro. „Das hängen wir in den Eingangsbereich der Schule, wo wir von den Flüchtlingskindern zuletzt auch ein Bild ersteigert haben. Das ist eine Erinnerung für die Kinder.“
Danach ging es dann wieder um Musik – von Debussys „Clair de Lune“ über Maurice Ravels „Blues“-Sonate für Violine und Klavier bsi zu Astor Piazzolas brilliantem „Libertango“ bekamen die Zuhörer spannende klassische und durchaus auch atonal-gebrochene Töne von dem Duo zu hören. Die Zuhörer konnten sie damit aber bestens packen – so wie auch mit der Idee des Abends, etwas für Kinder in unserer Gesellschaft zu tun.

80-Jähriger fuhr gegen Baum

Am Dienstag, 7. Februar 2017, gegen 8.35 Uhr fuhr ein 80-jähriger Mann aus Goch in einem Fiat Panda auf der Klever Straße (B 9) von Weeze in Richtung Kevelaer. Hinter der Einmündung Weezer Straße kam der Fiat aus bislang ungeklärter Ursache nach links von der Fahrbahn ab, prallte gegen einen Baum und schleuderte auf die Fahrbahn zurück. Der 80-Jährige war in seinem Fahrzeug eingeklemmt und musste durch die Feuerwehr befreit werden. Er verletzte sich bei dem Zusammenstoß schwer und wurde mit dem Rettungshubschrauber in eine Spezialklinik geflogen. Es besteht Lebensgefahr.
Zeugen war unmittelbar vor dem Unfall eine unsichere Fahrweise des 80-Jährigen aufgefallen. Die Polizei stellte den Fiat sicher. Die Unfallstelle war zwischen der Weezer Straße und der Lindenstraße bis 10.55 Uhr zur Versorgung des Verletzten und zur Unfallaufnahme gesperrt. Polizeibeamte leiteten den Verkehr ab. Die Angehörigen werden durch den polizeilichen Opferschutz betreut.

„Engel gibt es überall e.V.“ mit Tombola-Ostereier-Aktion Premiere

In den letzten Jahren sorgte „Engel gibt es überall e.V.“ zu Weihnachten dafür, dass Eltern ihren Kindern einen Wunsch erfüllen konnten. Der Verein packte jährlich bis zu 500 Geschenke. Ingrid Stermann, die Gründerin und 1. Vorsitzenden von „Engel gibt es überall e.V.“ und ihr Ehemann Lutz Stermann stellten nach neun kraft- und zeitintensiven Weihnachtsaktionen jetzt eine neue Aktion und eine andere Ausrichtung der Förderung von Kindern und Jugendlichen vor.
Nachdem die Bezirksregierung Düsseldorf die Freigabe nach dem Lotteriegesetz erteilt hat, ist nun eine Osterei-Tombola gestartet. Unter anderem durch diese Aktion soll das jährliche zur Verfügung stehende Fördervolumen erhöht werden. Ein teilbares Weißblech-Ei wurde mit österlichen Motiven der in Twisteden lebenden Künstlerin Sylvia Mandel bemalt. Hierin befindet sich ein Los-Chip mit einer Nummer. 3.000 Tombola-Eier werden bis zum 17. April für jeweils 5 Euro verkauft und es winken 400 attraktive Preise. Reisegutscheine, Fernseher, Fahrrad, Gutscheine für Fotoshooting, Samsung Übernachtungsgutscheine sind nur eine kleine Auswahl daraus. Eine Besonderheit ist das Losverfahren. Bei der Ziehung, die unter  notarieller Aufsicht ausgeführt wird, wird immer aus einer Zehnergruppe, die zuvor als Sortiment im Verkauf war, ein Los gezogen. Hierdurch ist gewährleistet, dass bei einem Kauf von einem Paket mit zehn Losen auf jeden Fall ein Gewinn enthalten ist.
„Walther Faltsysteme“, konnte als Haupt-Sponsor erneut gewonnen werden. Inhaber Thomas Thomas Walther und Geschäftsführer Thomas Wiederer, Marketing Manager Robin Funke und die ganze Belegschaft stehen nicht nur mit logistischer und finanzieller Hilfe zur Verfügung, sondern leisten auch durch hohen personellen Einsatz volle und wertvolle Unterstützung. Weitere zahlreiche Sponsoren, unter ihnen die Kevelaerer Goldschmiede Herbert Cürvers, Brüggemeier, Renault van Loon, Classics Kamps und Gartencenter Breuer sind mit von der Partie.
Dem Vereinsvorstand ist es wichtig, dass die Förderung transparent sein soll. Deswegen wird sich nach Abschluss der Lotterie und Feststehen der Fördersumme ein Kompetenzteam aus Vorstand, und unterschiedlichsten Fachleuten (Mediziner, Pädagogen, Sozialarbeiter) zusammensetzen. Gemeinsam mit den Schirmherren (Bürgermeister unterschiedlichster Gemeinden) wird das Kompetenzteam über die Möglichkeiten nachhaltiger Förderung von Kindern und Jugendlichen entscheiden. Schulische, sportliche, musische, künstlerische oder berufliche Entwicklungen sollen langfristig gefördert werden. Das Kompetenzteam wird dann auch über eingehende Förderanträge entscheiden.
Ab dem 18. April werden die Gewinnzahlen auf der Homepage des Vereins und auf Facebook bekanntgegeben. Hier ist auch Zeit und Ort der Gewinnausgabe (die nur gegen Vorlage des original Gewinnchips erfolgt) einsehbar.
Verkaufsstellen für die Ostereier, die sich auch hervorragend als Osterschmuck am Strauch oder als kleines Geschenk eignen, sind in Kevelaer: Bauerncafe Binnenheide, Reisebüro Schatorje, Walther Faltsysteme, DER-Touristik Astrid Lamenta und Photo Porst Timte.
Weitere Infos gibt es unter www.engelgibtesueberall.de

Erste Geflügel-Restriktionszonen im Kreis Kleve aufgehoben

Nachdem am 27. Dezember 2016 in einem Putenbestand in Rees-Haldern der Ausbruch der Geflügelpest amtlich festgestellt wurde, konnten nun alle eingerichteten Restriktionszonen wieder aufgehoben werden. Alle in der vergangenen Woche durchgeführten Aufhebungsuntersuchungen haben keine Hinweise auf Neuinfektionen in diesem Bereich ergeben.
Der Sperrbezirk und das Beobachtungsgebiet um den Ausbruchsbetrieb in Hamminkeln im Kreis Wesel bleiben zunächst bestehen. Hiervon sind weiterhin Betriebe aus dem Kreis Kleve betroffen.
Ebenso bleibt die Aufstallungspflicht für Geflügel im gesamten Kreis Kleve bestehen.

Ingo Appelt in Kevelaer: Tabubruch als Stilmittel

Als „Konkursverwalter der Männlichkeit“ hat sich Ingo Appelt über zwei Jahrzehnte den Ruf des rüpeligen, tabubrechenden, alle möglichen Leute durch den Kakao ziehenden Kabarettisten erarbeitet. Seine eigenwillige Kunstfigur Appelt brillierte dabei immer mit einer Art böse zersetzendem Zynismus – sprachliches Florett war seine Sache nie.
Diese aggressive, teilweise recht holzschnittartige Form des Kabaretts findet sich in seinem neuesten Programm „Besser… ist besser“ auch wieder.  Nichtsdestotrotz – oder gerade deshalb – war das Bühnenhaus am Donnerstagabend sehr gut gefüllt. Denn man weiß, was man erwarten kann.
Wobei Passagen wie die Parodie auf Herbert Grönemeyer als „Meister der prä-ejakulativen Gesangstechnik“ oder auf Till Schweiger gar nicht neu sind, sondern aus dem vorherigen „Göttinnen“-Programm stammen.
Mit seinen Brachial-Verbalitäten konnte er das Kevelaer Publikum teilweise noch schocken. Sätze wie „Wer sechs Millionen Juden vernichten kann, kann auch eine Million Flüchtlinge aufnehmen“ zum Auftakt sind krass-starker Tobak.
Weiter ging es mit Bemerkungen zu Sigmar Gabriel, der als „Totengräber der SPD“ aufgrund seiner Korpulenz den Sargdeckel nicht zugekriegt hat – oder zu Robert Enke, der ein „schlechtes Vorbild“ sei, weil er sich vor einen ICE geworfen hat.
Die nächste Flüchtlingswelle, so ist Appelt überzeugt, kommt aus den USA. „Da kommen die ganzen Künstler nach Berlin“. Dazu kommt noch ein bisschen Nazi-Bashing („Die Sachsen sind grundfreundlich – die haben Nazis und denken: Die wollen nur spielen“), die Grunderkenntnis, dass wir zu wenig Terroristen haben („Wir sind nicht abgestumpft genug – in Israel gehen die im Keller Kaffee trinken, wenn die Rakete fällt und lachen sich kaputt“) und der Vorschlag, sich als Dschihaddist zu Karneval zu verkleiden. „Der IS denkt dann – nicht angreifen, weil das sind unsere Leute.“
„Männer, wollt ihr auch besser werden“, fragt er seine Geschlechtsgenossen und vergleicht sie mit Hunden („Nicht von Natur aus blöd, nur schlecht erzogen“), die nur drei statt fünf Sprachzentren und ein „militaristisches Verhältnis“ zur Sprache hätten, wobei er immer wieder Anklänge an den Hitler-Duktus einbaut.
Und so verharrt der „Martin Rütter der Männlichkeit“  doch nur bei dem schlichten Bild des Mannes, der aufgrund des 100-fachen Testosterons im Vergleich zur Frau bei „F…en und Töten“ hängen bleibt. Oder wie er es mit Bezug zur Kölner Silvesternacht formuliert: „Mehr als drei Männer im Rudel – die bauen immer Scheiße.“
Der Job der Männer sei der des „Dienstleisters“ – und der des Opfers der differenzierteren Frau, die „Shoppen statt poppen“ in den Shopping-Malls lebe, sich von sensiblen „Revolverheld“-Texten im Radio besäuseln lasse und „gleichzeitig mit Männern meckern und mit der Freundin telefonieren kann, während sie die e-Mails liest“.
Die Losung der Männer heiße: „Wir werden stets gemolken – kommen nie ungeschoren davon“. Sein  Ausweg für die Männer lautet: „Lasst uns schwuler sein“ – wie im Fußball, wo sich Jogi Löw schon von seiner „Scheinehe getrennt hat“ Oder in der Bundeswehr, die der „schnelle Brüter“ von der Leyen für Minderheiten öffnen möchte. „Dann schmeißen die Taliban ihre Gewehre weg und laufen davon.“
Zwischenzeitlich suchte Appelt den Dialog mit dem Publikum, setzte sich mit der Selfie-Kamera in die erste Reihe, plauderte und sorgte für fast drei Stunden Unterhaltung, über deren Gehalt man streiten kann – nicht aber über das Vergnügen des Publikums, das ihn mit viel Applaus bedachte.

Kevelaerer Teams belegten die Plätze 3 und 6

Am Ende kannte der Jubel bei den siegreichen Spielerinnen des STV Hünxe keine Grenzen. „So sehen Sieger aus“, skandierten die Mädels der U 13 angesichts des überraschend klaren 3:0-Finalsieges gegen die Mannschaft des SV Bedburg-Hau und reckten nach der Siegerehrung zusammen den Pokal in die Höhe.
Zuvor hatten die körperlich und taktisch starken Bedburger Mädels die erste Mannschaft des Kevelaerer SV im Halbfinale mit 2:0 Toren sicher im Griff gehabt, auch wenn der KSV-Trainer Marco Klenner das etwas anders gesehen hatte. „Gutes Spiel, die Tore haben halt gefehlt, so ist Fußball“, konstatierte der Coach. Später konnten sich seine Mädels den dritten Platz mit einem 2:0-Sieg gegen den SV Walbeck sichern. „Ich bin zufrieden, wir waren spielerisch überlegen“, analysierte er zutreffend. „Hauptsache wir haben Spaß“, meinte die achtjährige Loresa nach dem Spiel.
Pech hatten die Klenner-Mädels des zweiten KSV-Teams im Spiel um Platz 5 gegen Preußen Vluyn. Ähnlich dem Klose-WM-Tor 2010 gegen England erfolgte nach dem weiten Abschlag der Torabschluss. Danach konnten die jungen Damen das Spiel nicht mehr wenden. „Aber das ist eine gute Vorbereitung, wo im Winter keine Meisterschaftsspiele sind“, so der Trainer.
Wichtig sei die Freude am Sport, meinte der Kevelaerer Jörg Dalege, der mit seiner zwölfjährigen Tochter Maya mitfieberte. „Die spielt schon seit sieben Jahren, macht immer nur Fußball. Und wenn hier oder da mal ein Tränchen fließt, gehört das dazu. Sie ist mit Leidenschaft dabei.“
Im Finale hieß es dann: Körperlichkeit und Taktik gegen Einsatzfreude und Leidenschaft. „Hünxe spielt einen guten Ball – das wird eine Partie auf Augenhöhe“, sagte Ulrike Bartsch, die Trainerin des SV Bedburg-Hau, und erläuterte die Grundphilosophie der fußballerischen Ausbildung: „Wir legen schon früh Wert auf Grundordnung, Laufwege und ,wie bewege ich mich auf dem Feld‘.“
Auch ihr Hünxer Pendant Thorsten Wagener sah ein offenes Finale. „Kämpfen, konzentrieren, früh abschließen“ – darin sah er das Geheimnis für den Erfolg. Seine Mädels setzten das beim ersten Treffer um und auch danach waren die beiden folgenden Torschüsse jeweils ein Treffer – und die Partie, trotz aller Mühen der Bedburgerinnen, gelaufen.
Zuvor hatten sich acht Mannschaften – neben Bedburg-Hau, Walbeck, Kevelaer I und II, Preußen-Vluyn und Hünxe auch noch Viktoria Winnekendonk und der TuS Fichte Lintfort in zwei Gruppen dem Vergleich in den Gruppenspielen á zehn Minuten gestellt. Dabei konnten beide Kevelaerer Teams jeweils ein Spiel gewinnen, ein Unentschieden erzielen und mussten eine Niederlage hinnehmen.
Phasenweise gerieten die Spiele vom Einsatz her sehr heftig. Insgesamt war es aber ein faires Turnier.
Und selbst die unterlegenen Mannschaften hatten ihr Erfolgserlebnis – so wie der TuS Fichte Lintfort, der im letzten Vorrundenspiel dank der vielleicht 1 Meter 30 kleinen, aber spielerisch überragenden Torfrau Aliana ein Unentschieden hielt.
„Ist mir egal – ich hab keine Angst“, meinte die 10-Jährige angesichts der im Verhältnis großen Spieler, die auf sie zugelaufen waren, ganz cool. Ihr Coach Michael Kopp meinte nur: „Sie ist eigentlich nicht unsere Nummer 1, ich wolle mal alle Kleinen spielen lassen. Es macht einfach Spaß, dieser Begeisterung zuzusehen.“