Aktuelles aus Kevelaer

Gut "beschirmt" im Garten

Kevelaer / Wetten – Dass die Bewohner des Hospizes in Wetten jetzt gut „beschirmt“ sommerliche Tage im Garten genießen können, dass erlebten bei einem Besuch und Gespräch mit Frau Brünken Team-Frauen der KFD St. Antonius Kevelaer. Der Sonnenschirm konnte vom Erlös der Saalsammlung im Januar beim Frauenmittag im Bühnenhaus angeschafft werden.

Atempause geht in die zweite Runde

Zeitlich gestrafft, auf der Angebotsseite ausgebaut, personell und finanziell erstarkt – die Organisatoren haben ihre „Atempause im August“ für die zweite Ausgabe fit gemacht. Vom 7. bis zum 25. August bietet Kevelaer Marketing in Kooperation mit dem Kreissportbund und weiteren Partnern bei der Veranstaltung wieder ein vielfältiges kostenfreies Sportangebot „Auf der Hüls“ unter dem Motto „Gesund an Leib und Seele“ an.
Entspannung und Entschleunigung, aber auch de Möglichkeit, sich ein wenig „auszupowern“, stehen auf dem Programm. In diesem Jahr werden neben den beliebten Kursen wie YIN Yoga, WingTsun oder Tai-Chi auch ganz neue Schnupper-Kurse wie Trendsport für Kinder und Jugendliche, Jump Aerobic und Entspannen mit Klängen angeboten.
Das Kursangebot im Aktionszeitraum wird in diesem Jahr ausgeweitet, indem nicht nur abends, sondern auch an mehreren Vormittagen verschiedene Kurse angeboten werden. An den Wochenenden sieht Citymanagerin Nicole Wagener dagegen mit Blick auf die Erfahrungen im vergangenen Jahr weniger Bedarf für das Angebot. Deshalb gibt es hier keine Kurse und die Hütte des mit 90 Tonnen Sand neu angeschütteten Beach-Bereichs bleibt geschlossen.
Dank der Teilnahme am Förderprogramm „Sport im Park“ der Landesregierung, aus dem 2000 Euro kommen, könne man den Übungsleitern in diesem Jahr ein Honorar zahlen, ist Marcel Kempkes vom Kreissportbund erfreut.
Als kleine Stärkung gibt es auch in diesem Jahr wieder nach jeder Sporteinheit ein reichhaltiges Obstangebot von Edeka Brüggemeier oder Rewe Narzynski. Auch abseits der Sportkurse kann man „Auf der Hüls“, dank des künstlich aufgeschütteten Beachs, Energie tanken und richtiges Sommer-Feeling erleben.
Premiere feiert in diesem Jahr das Open-Air-Kino „Auf der Hüls“. Am 25. August können Kino-Liebhaber am Freitagabend um 21 Uhr den außergewöhnlichen Kinofilm „Doctor Strange“ auf der Freiluft-Leinwand genießen. Der Film dreht sich um den brillanten Neurochirurgen Dr. Stephen Strange (gespielt von Benedict Cumberbatch), dessen Leben nach einem Autounfall völlig auf den Kopf gestellt wird. Auf der Suche nach Heilung für seine verletzten Hände, ohne die er nie wieder operieren kann, entdeckt er mächtige Magie an dem mystischen Ort Kamar-Taj in Nepal. Dort findet er sich schließlich an vorderster Front eines Kampfes gegen eine unsichtbare dunkle Macht wieder, die entschlossen ist, die Wirklichkeit zu zerstören. Der Eintritt ist frei und man darf neben Picknickdecken zum gemütlichen Sitzen auch eigene Verpflegung mitbringen. Zu einem guten Kinofilm dürfen Popcorn und ein kühles Getränk natürlich nicht fehlen. Hierfür ist vor Ort durch Gastronomiestände auf der Hüls-Wiese ausreichend gesorgt.
Näheres zum Kursangebot im Rahmen der „Atempause im August“ und weitere Informationen zum Kinofilm finden Interessierte auf www.kevelaer.de unter der Rubrik „Kultur & Freizeit“. Zum Start der Aktivitäten am 7. August liegt eine gedruckte Programmübersicht beim Kevelaer Marketing und allen Partnern der Atempause zur Mitnahme aus.

Kursangebote ab dem kommenden Montag, 7. August

Am 7. August startet die „Atempause im August“ – eine dreiwöchige Veranstaltungsreihe „Auf der Hüls“. Den Beginn macht am Montagvormittag, 7. August, der Kurs „Body & Mind“ vom Therapiezentrum Bol & Greuel. Von 11.15 Uhr bis 12.15 Uhr können hier Kursteilnehmer trainieren, kraftvoll und motiviert durch den Tag zu gehen und ihre innere Balance und Ruhe finden. Teilnehmer, die ihre Ausdauer, Beweglichkeit, Koordination und Kraft gezielt fördern möchten, können sich am Abend von 19 Uhr bis 20 Uhr dem Kurs „Fitnessgymnastik für Jung und jung gebliebene – egal ob Frau oder Mann“ vom SportBildungswerk Kleve anschließen.
Der Dienstag bietet am Vormittag von 10 Uhr bis 11 Uhr „WingTsun“, eine Sportart, bei der die Kursteilnehmer lernen sich zu verteidigen, fit zu werden und Spaß dabei zu haben. Die WingTsun Schule Kevelaer verspricht, dass Interessierte bei dieser faszinierenden Kampfkunst staunen werden, was ihr Körper alles kann. Dienstagabend werden zwei abwechslungsreiche Kurse parallel angeboten. Zwischen 19 Uhr und 20 Uhr haben insgesamt zwölf Neugierige die Chance, bei dem limitierten Kurs „Jump Aerobic“ vom SportBildungswerk Kleve auf den Mini-Trampolinen ihre Fitness unter Beweis zu stellen. Wer es lieber etwas ruhiger angehen möchte, kann dies durch fließende Bewegungen beim Tai-Chi Kurs von Gisela Ingenwepelt umsetzen.
Am Mittwochvormittag von 10.15 Uhr bis 11.15 Uhr findet mit Unterstützung des Theraphiezentrum Bol & Greuel der Kurs „Rehasport mittel“ statt. Hier kann gezielt der gesamte Bewegungsapparat gefördert werden im Bereich Mobilität, Vitalität und Muskelaufbau. Am Abend von 19 bis 20 Uhr kann in die Welt der Kwoon-Do Kampfkunst eingetaucht werden. Gisela Ingenwepelt und Frank Peters zeigen hierbei die verschiedenen Kampf- und Selbstverteidigungstechniken.
Nach einer kurzen Verschnauf-Pause geht es am Donnerstagabend mit dem sanften, aber dennoch effektiven Ganzkörpertraining „Nordic Walking“ vom SportBildungswerk Kleve weiter. Der Kurs findet von 19 bis 20 Uhr statt. Diese Sportart bietet sich nicht nur für erfahrene Sportler an, auch Anfänger oder Personen mit Knie- oder Rückenproblemen können hier mitmachen.
Zum Einstimmen auf das Wochenende wird am Freitagabend der im letzten Jahr schon sehr beliebte Kurs „YIN Yoga“ durch das Gesundheits- und Fitnesszentrum steps angeboten. Von 19 bis 20 Uhr können hier die Teilnehmer einen entspannten Ausgleich zum stressigen Alltag erleben und mitmachen.

Projekt-Partner

Die Projekt-Partner, die sich in diesem Jahr beteiligt haben: Edeka Brüggemeier, EWTO WingTsun Schule Kevelaer, Gisela Ingenwepelt, Kevelaerer SV 1890/1920 e.V., Kieswerke Welbers, Kneipp-Verein Gelderland e.V., Rewe Narzynski, self – Mein Markt (Kevelaer), SportBildungswerk, steps Gesundheits- und Fitnesszentrum, Therapiezentrum Bol & Greuel, Volkshochschule Kevelaer. Als Kooperationspartner beteiligen sich der KreisSportBund Kleve e.V. und die Volksbank an der Niers in diesem Jahr.

Neun neue Auszubildende in der Kreisverwaltung

Kreis Kleve – Landrat Wolfgang Spreen begrüßte die neuen Auszubildenden am 1. August in der Kreisverwaltung Kleve. Sie beginnen ihre Ausbildung in den Bereichen Verwaltungsfachangestellte, Vermessungstechniker, Fachinformatiker – Fachrichtung Systemintegration und Kreissekretär. „Bleiben Sie neugierig und interessiert, stellen Sie Fragen, denken Sie mit und stellen Sie sich den neuen Herausforderungen, denn die Kreisverwaltung freut sich über engagierte Nachwuchskräfte“, gab Spreen den neun „Neuen“ mit auf den Weg und wünschte ihnen einen guten Ausbildungsstart und viel Erfolg in der Ausbildung. Im Rahmen des sich anschließenden Einführungsseminars erhielten die Auszubildenden einen Überblick über die Organisationsstruktur und die Aufgaben der Kreisverwaltung bevor sie dann zu ihren ersten Ausbildungsstationen begleitet wurden.
Während der Ausbildung zum Verwaltungsfachangestellten und Kreissekretär lernen die Auszubildenden verschiedene Bereiche und Aufgabenfelder der Kreisverwaltung kennen, so zum Beispiel Personalwesen, Organisation, Finanzen, Ordnungsaufgaben und Soziales. So kann es Ausbildungsabschnitte in der Straßenverkehrsabteilung ebenso geben wie im Elterngeldbereich, in der Personalabteilung, im Gewässer- und Landschaftsschutz oder in der Gesundheits- oder Veterinärabteilung, um nur einige Beispiele zu nennen.
Die neuen Auszubildenden der Kreisverwaltung Kleve sind: Maximilian Berndt (Geldern) für den Beruf des Kreissekretäranwärters, Christian Franzen (Kleve), Julia Hübner (Rees), Peter Jansen (Geldern), Lars Johnson (Goch), Nico Schöttler (Rees) und Daniel Vollmer (Emmerich am Rhein) für den Beruf Verwaltungsfachangestellte/r, Philipp Umbach (Kevelaer) für den Beruf des Vermessungstechnikers und Marvin Jansen (Goch) für den Beruf des Fachinformatikers, Fachrichtung Systemintegration. Wie bereits in den vergangenen Jahren stellt die Kreisverwaltung zur Entlastung der angespannten Ausbildungsmarktlage und als Beitrag zur Sicherung der Zukunftschancen der Jugendlichen im Kreis Kleve auch Ausbildungsplätze über den eigenen Bedarf hinaus zur Verfügung.
Wer jetzt interessiert ist, im nächsten Jahr in der Kreisverwaltung eine Ausbildung zu beginnen, kann sich noch bis zum 12.08.2017 bewerben. Die Ausbildungsstellen des Kreises Kleve sind hier zu finden: www.kreis-kleve.de, Suchbegriff: Ausbildung.

Sorgfältiger Umgang mit wertvollem Blut

Kreis Kleve – Blutkonserven sind ein wertvolles Gut – und in Ferienzeiten besonders knapp. Um den sorgfältigen Umgang mit der Ressource Blut weiter zu verbessern, beteiligt sich das Katholische Karl-Leisner-Klinikum, zu dessen Verbund auch das Marienhospital in Kevelaer gehört, an dem Projekt „Patient Blood Management“. Ziel des vom Universitätsklinikum Frankfurt initiierten Projektes ist vor allem die Reduktion von Blutverlusten und eine strenge Indikationsstellung zur Bluttransfusion im klinischen Bereich.
„Blut kann man nicht in der Fabrik herstellen“, erklärt Professor Volker Runde, ärztlicher Direktor des Katholischen Karl-Leisner-Klinikums. „Und die Zahl der Blutspenden geht zurück. Die Krankenhäuser müssen aktiv werden.“
Der Chefarzt im Wilhelm-Anton-Hospital ist selbst Hämatologe und Transfusionsmediziner und macht den sorgfältigen Umgang mit der Ressource Blut zur Chefsache. Mit einfachen und wirkungsvollen Maßnahmen: Das Klinikum arbeitet im Rahmen des Projektes mit weniger und kleineren Blutproben. Haben Patienten im Vorfeld einer geplanten Operation schlechte Blutwerte, können diese medikamentös behandelt, Transfusionen damit verhindert werden. Der sorgfältige Umgang mit der Ressource Blut erhöht gleichzeitig die Sicherheit der Patienten im Krankenhaus. „Denn Bluttransfusionen bergen Risiken“, so Runde. „Je weniger man braucht, desto besser.“
Die demographische Entwicklung verschärft die Situation: „In den nächsten Jahren zeichnen sich erhebliche Engpässe bei der Versorgung mit Blutkonserven ab“, weiß Runde. „Die Weltgesundheitsorganisation fordert bereits seit einigen Jahren die Einführung von Alternativen zur Bluttransfusion.“ Eine der möglichen Alternativen: „Patient Blood Management“.

Und dann kippte die Giebelwand

Es ist ein Albtraum: Von einem auf den anderen Tag mussten Ute und Hermann-Josef Ingenbleek aus ihrem Haus ausziehen – „nicht mehr bewohnbar“, hatte das Bauamt erklärt. Die Bodenplatte ist gerissen, die Giebelwand kippt mehrere Zentimeter zur Seite. In den Wänden klaffen dicke Risse. Von jetzt auf gleich steht das Kevelaerer Ehepaar am Rande seiner Existenz – unverschuldet.
Denn das Haus an der Gelderner Straße 63 ist zwar alt und denkmalgeschützt. Doch zerstört hat es nicht etwa mangelnde Pflege durch die Eigentümer, sondern wohl die Erdarbeiten der Baufirma, die nebenan einen Neubau errichtet, und wohl auch die Leichtfertigkeit des Bauamtes der Stadt Kevelaer. Im Gegenteil: Als Ingenbleeks das Haus erbten, haben sie es für viel Geld kernsaniert. Und praktisch mit Fertigstellung der Sanierung im Jahr 2007 begann die Tragödie.
2008 stand das Nachbarhaus Nr. 61 in Flammen. Das Wasser der Lösch­arbeiten zerstörte auch die Böden und weitere Bereiche im Haus der Ingenbleeks. Als 2013 die Firma Lueb das niedergebrannte Nachbarhaus abreißt, habe niemand dafür eine Abrissstatik erstellt. In der Folge des Abrisses entstehen am angrenzenden Giebel der Ingenbleeks Setzrisse, ebenso im angebauten Nachbarhaus Nr. 65 der Familie Kuhnekath. Willi Kuhnekath kann nicht verstehen, dass das Bauamt den Abriss ohne entsprechende Statik genehmigt hat. Alter und Bauweise der teils denkmalgeschützten Nachbarbebauung müssen dort bekannt sein.

Auch an Haus Nr. 65 ziehen sich die Risse durch das gesamte ­Mauerwerk der denkmalgeschützten Fassade.

Auch an Haus Nr. 65 ziehen sich die Risse durch das gesamte ­Mauerwerk der denkmalgeschützten Fassade.


Doch erst nachdem die Firma Lueb ihre Neubaupläne verwirft und ein neuer Investor auf den Plan tritt, erreicht die Tragödie ihren Höhepunkt. Anstelle einer Bebauung, die sich in Form und Größe gut in die Nachbarschaft gefügt hätte, wird kurzfristig der Bebauungsplan geändert. 21 Wohneinheiten inklusive Tiefgarage entstehen nun dort. Wuchtig und aus Sicht vieler Kevelaerer ein Fremdkörper wird der Neubau, der die Gärten der Nachbarn stark beschattet. Die Größe, die Bauart, die Beschattung der Nachbarn – mancher Anwohner wundert sich, dass ein Bauamt so etwas genehmigt. Doch selbst die Politiker im Rat der Stadt winken die Änderung des Bebauungsplans durch – und staunen heute selbst darüber, was sie da getan haben (das KB berichtete). „Uns haben weder die Stadt noch der neue Bauherr über die geänderten Pläne informiert“, moniert Veronica Jennen, die in Nummer 57 wohnt.
Im April finden schließlich auf der Baustelle durch die Firma B&K Wohnbau aus Wesel die Arbeiten für die Tiefgarage statt. Schon mit Blick auf den Aushub habe ihr Mann angemahnt, der Giebel seines Hauses müsse dazu unterfangen werden, berichtet Ingenbleek. Er sei auf taube Ohren gestoßen. Als dann die Stahlträger in den als schwierig begutachteten Boden nicht etwa nur gebohrt, sondern teilweise geschlagen wurden, sei es passiert, schildert Willi Kuhnekath: Die Nachbarhäuser gerieten in Bewegung und die eingangs geschilderten massiven Schäden an Nummer 63 und 65 entstanden. „Wir sind vor Angst alle aus dem Haus gerannt, so hat es gewackelt“, erinnert sich Jennen.
Das Bauamt erlässt einen Bau­stopp und Ingenbleeks müssen ausziehen. Silvia Kuhnekath weist das Bauamt auf einen großen Riss in ihrem Haus entlang eines Fensterrahmens hin. Ihre Sorge: Das Fenster könnte rausbrechen und auf den Bürgersteig stürzen. Eine Mitarbeiterin des Bauamts kommt, macht Fotos – und das ist bis heute das letzte, was Kuhnekaths zu diesem Thema gehört haben.
Im Stich gelassen
Inzwischen wird auf der Baustelle wieder gebaut, die Firma B&K Wohnbau hat vor den Giebel von Nummer 63 Ankerplatten gesetzt, Familie Ingenbleek dürfte wieder einziehen, sobald die Schäden behoben sind. Doch die sind immens. Aus den Rissen bei ihnen und bei Kuhnekaths rieselt es weiter, denn die Risse in den Wänden wachsen noch immer, eine Zimmerdecke beginnt sich zu senken. B&K Wohnbau habe die Verantwortung übernommen und wolle die Schäden bis Ende August beseitigen, berichten die Nachbarn. Doch wie genau das geschehen soll, das bleibe offen. Damit, die Risse zuzuspachteln, sei es schwerlich getan. Ein statisches Gutachten, dass das Gebäude sicher sei, lege die Firma nicht vor. Vielmehr habe sich ein Statiker, der das Objekt besichtigt hat, geweigert, dazu etwas zu unterschreiben, schildert Willi Kuhnekath. Gutachten im Auftrag der Eheleute Ingenbleek zu bezahlen, lehne die Baufirma jedoch ab und bezeichne diese als unnötig. Überhaupt haben Ingenbleeks in den vergangenen drei Monaten lediglich Geld für den Umzug gesehen, noch keinen Euro für die Mietkosten, für Einlagerung oder Entsorgung der Möbel, etc.. Bei einem Kaufangebot für das Haus, das die Baufirma zwischenzeitlich gemacht habe, zweifeln Ingenbleeks daran, den ursprünglichen Wert des Hauses zu erhalten.
Doch um genau diesen Wert ihres Hauses geht es auch dem Ehepaar Kuhnekath. Einsturzgefährdet ist ihr Haus sicher nicht. Wohl aber so stark geschädigt – und solange die Probleme des Nachbarhauses nicht behoben sind, vergrößern sich auch hier die Risse –, dass man von einem erheblichen Wertverlust ausgehen muss. Und für Kuhnekaths wie für Ingenbleeks sollte das Eigenheim ein wichtiger Teil der Altersvorsorge sein.
„Das sind schöne alte Häuser, und schön sollen sie auch wieder werden“, fordert Willi Kuhnekath. Bevor er der Baufirma erlaube, mit den eigenen Leuten „durchs Haus zu gehen“, um die Schäden zu reparieren, möchte er informiert werden, was gemacht werden soll und sich dieses Vorgehen durch unabhängige Fachleute bestätigen lassen.
Ihn wundert, dass die Stadt mit Blick auf den Denkmalschutz der Häuser das nicht ebenso fordert. Hätte er die Fensterrahmen in einer anderen Farbe gestrichen, hätte das wohl Ärger bedeutet. Dass dieses Fenster und die Fassade nun schwere Schäden haben, scheine die Behörden hingegen nicht zu interessieren. Bei den Bewohnern der Häuser habe sich jedenfalls noch niemand gemeldet. „Wir fühlen uns vom Bauamt im Stich gelassen“, sagt Willi Kuhnekath. Selbst wenn die Stadt nachträglich nichts mehr tun könne, hätte es den Nachbarn schon geholfen, wenn jemand Interesse an ihren Problemen gezeigt und vielleicht den ein oder anderen Rat gehabt hätte.
Auch der Baufirma möchten die Nachbarn nicht unterstellen, ihrer Verantwortung aus dem Weg zu gehen. Doch der bisherige Eindruck sei, dass die Reparatur eher möglichst billig statt fachgerecht von Statten gehen solle. Deswegen wolle man nun die öffentliche Aufmerksamkeit auf die Vorgänge lenken. „Geschmack ist eines“, betont Kuhnekath mit Blick auf die strittige Gestaltung des Neubaus. „Aber wenn man in seinem Haus nicht mehr wohnen kann oder es keinen Wert mehr hat, hört der Spaß auf.“
Die Firma B&K Wohnbau hat auf Anfrage des Kevelaerer Blattes mitgeteilt, einige – nicht näher benannte – Fakten anders zu sehen und an ihre Rechtsvertretung verwiesen. Diese sieht sich urlaubsbedingt nicht im Stande, vor dem 14. August eine Stellungnahme abzugeben. Aus der Stadtverwaltung Kevelaer gab es bislang keine Reaktion.

Besuch aus Irland: Laut, schmutzig, aber friedlich

Eher als in den meisten Jahren haben rund 60 Gespanne aus Irland Station in Kevelaer gemacht. Für drei Hochzeiten – am gestrigen Donnerstag, am heutigen Freitag und am morgigen Samstag – sind die Iren schon jetzt angereist und nicht erst zum Fest Mariä Himmelfahrt am 15. August. Das hat auch das Ordnungsamt überrumpelt und sorgt – wie so oft – für Kritik mancher Kevelaerer.
Gegenwärtig steht die Gruppe, die sich selbst als Irische Reisende bezeichnet, oft aber mit dem abfälligen Ausdruck „Tinker“ (dt. „Kesselflicker“) bedacht wird, auf dem Parkplatz am Hallenbad. Obwohl der Betriebshof wie in den Vorjahren einen Container für Abfälle dort aufgestellt hat, mehren sich Müll – und auch Fäkalien – rund um den Parkplatz.
„Wir wollen es den Leuten nicht zu bequem machen“, sagt Bürgermeister Dominik Pichler. Daher und weil nun mal alle Wohnwagen haben, habe man sich dagegen entschieden, Toiletten aufzustellen. Aber weil den Müll hinterher der Betriebshof beseitigen müssen wird, gibt’s zumindest den Container. Anfänglich bestand die Gruppe zudem nur aus etwa zehn Gespannen – sonst hätte die Stadt die Iren wohl gar nicht erst zum Hallenbad gelotst. Weil das Bad ebenso wie das Schulzentrum derzeit geschlossen ist, schien dieser Parkplatz zunächst eine gute Wahl.
Polizeieinsätze wegen der Iren hat es so gut wie keine gegeben, und wenn, dann wegen Verkehrsdelikten. „Die Polizei fährt vermehrt Streife“, schildert Pichler, aber nicht überall, wo Reifen quietschen, kann die Polizei rechtzeitig sein und eingreifen – zumal Polizei und Ordnungsamt gerade auch Urlaubszeit haben. Gewalttaten oder Anzeigen wegen Diebstahl oder Einbruch habe es im Zusammenhang mit der Ankunft der Iren jedoch nicht gegeben. Vielmehr feierten auch viele Kevelaer gemeinsam mit den Besuchern in Kevelaers Kneipen – „laut, aber friedlich“, wie Pichler betont, der das am Mittwoch im Prinzenhof selbst erlebt hat.
Überhaupt hätte die Stadt wenig Handhabe: Das Ordnungsamt könnte zwar Bußgeldbescheide ausstellen, weil sich die Iren zu lange auf dem Parkplatz aufhalten. Ignorierten die Iren das, könnte die Stadt den Parkplatz jedoch schwerlich räumen. „Wir haben keine Hundertschaft“, veranschaulicht der Bürgermeister die Schwierigkeit. Und wegen einiger Ordnungswidrigkeiten gäbe es dafür auch keine Verstärkung.
Die Stadt hat sich deshalb auf Deeskalation festgelegt. Weil der Parkplatz in der kommenden Woche für die Tamilen benötigt wird, die zu ihrer alljährlichen Wallfahrt anreisen, hat Pichler selbst mit den Iren gesprochen. Die haben zugesichert, am Sonntag, spätestens Montag auf den von der Stadt zugewiesenen Bereich an der Delbrückstraße umzuziehen. Denn abzureisen ist für viele der katholisch geprägten Iren keine Option, wollen sie doch traditionell Mariä Himmelfahrt in der Wallfahrtsstadt Kevelaer feiern. Im Gegenzug stört die Stadt die Gruppe nicht bei ihren Hochzeitsvorbereitungen. „Die Iren waren im Gespräch höflich und verständig“, resümiert der Bürgermeister. Sein Eindruck: Es sind – wohl wegen der Hochzeiten – mehr Gespanne als in den Vorjahren. Aber wilder als sonst gehe es nicht zu.
Vielleicht ist der Ansatz der Deeskalation auch für den Alltag mit den Iren hilfreich: Wer mit ihnen bei einem Bier genauso freundlich wie mit anderen Gästen der Marienstadt ins Gespräch kommt, hat die beste Möglichkeit, ihnen klarzumachen: Feiernde Besucher sind hier gern gesehen. Aber Fäkalien im Sportstadion oder Raserei im Kreisverkehr – das muss nicht sein.

Kupferbleche auf Friedhof gestohlen

In der Zeit zwischen Montag und Mittwoch (2. August 2017) entwendeten unbekannte Täter auf einem Friedhof an der Römerstraße Kupferbleche. Auf einem Grab befindet sich eine überdachte Jesusstatue. Das Dach war mit den entwendeten Kupferblechen verkleidet.
Hinweise zu verdächtigen Personen bitte an die Kripo Goch unter Telefon 02823-1080.

Spannender Teamvergleich beim Biathlon-Wettbewerb

Kevelaer. Bereits am Morgen nach seiner Begrüßungsansprache hatte der Kevelaerer Bürgermeister Dominik Pichler den Versuch gewagt, mit dem Lasergewehr die aufgebauten fünf Scheiben zu treffen. Sein eher bescheidenes Ergebnis kommentierte der frühere „Zivi“ mit den Worten: „Das gibt zwei Strafrunden am Bierstand – ich war zum Glück nicht beim Militär.“
Ab zwölf Uhr mittags war es dann insgesamt 18 Teams vorbehalten, auf der Parkplatzfläche ebenfalls ihr Glück zu versuchen.
Der SSG Kevelaer und die „in Motion-Agentur“ als Projektleiter der „Biathlon-Challenge“ hatten den Event als Kombination gemeinsam auf die Beine gestellt, erläuterte Georg Joosten von der SSG, der den Event dann spannend und zum Mitfiebern anregend moderierte.
„Die Laufstrecke ist hier um die Schießbahn gelenkt“, verwies Martin Bremer von „in-Motion“ auf die insgesamt 400 Meter lange Laufstrecke mit zwischenzeitlichem Schießen aus fünfzig Meter Entfernung auf die Ziele von elf Zentimetern Durchmesser. Für jeden Fehlschuss durften die Teams rund 50 Meter zusätzlich zurücklegen.
Natürlich durften mit dem „Niersexpress“ vom TSV Weeze auch die Dauersieger des vom SSG ausgerichteten „Biathlon-Cups“ nicht fehlen. „Wir können auch schießen – oder versuchen es zumindest“, beschwor Manfred Schax vom „Niersexpress 2“ mit Augenzwinkern Unterstützung von oben. „Wir beten vor dem Start, dann klappt das“, sagte er. Am Ende reichte es für sein Quartett zu Platz vier.
„Letztes Jahr aben wir beim City-Biathlon Blut geleckt und gesagt, da machen wir mit“, ging Marco Orts aus Goch-Kessel mit seinen Kevelaerer Freunden Thomas Ertmer, Christoph Tyrock und Harald Kunt als „Katastrophenkommando“ an den Start. Die vier konnten als Gesamtzwölfte später entspannt zusehen.
Für „Jana´s Runners“ hatte sich die Aussicht auf die Teilnahme am „Biathlon auf Schalke“ bereits erfüllt – alle vier sind westfälische Etappensieger der Tour und somit sicher im Dezember dabei. „Die Jana hat das sogar zum zweiten Mal gewonnen und letztes Jahr war sie von allen Gesamtsiegern sogar Zweite“, kannten sie und ihr Vater Dirk Hamelig das „Schalke-Gefühl“ schon. „Das hier ist einfach nur Spaß.“
Schalke und Spaß

Und genauso gingen die meisten der 18 Teams – darunter vier Teams der Fussballerinnen von Viktoria Winnekendonk und drei vom Kevelaerer SV – auch zu Werke.
Im Finale lieferten sich dann die „Bierathleten“ – die Volleyballer des KSV – die beiden „Niersexpress“-Teams, die Schießfreunde Freischütz Tell St. Tönis und die Fußballerinnen von Viktoria Winnekendonk beim Schießen und auf der Laufstrecke einen heißen Kampf.
Zum entscheidenden Moment wurde im Finale dann das fehlerlose Liegendschießen und der starke Lauf von Mirko Nowak von den „Bierathleten“ an Position drei.
„Wir wussten schon, dass wir das können – wir haben trainiert vorher“, war sich der beste Biathlet dieses Finals sicher, dass sich das Team das nicht mehr nehmen lassen würde. „Wir haben einen klasse Schlussläufer“, sagte er eins schon voraus: „Heute abend werden wir noch zu Bier-Athleten – das können wir mindestens genauso gut.“
Am Ende konnte Marcel Thyssen den Vorsprung vor dem Zehnkämpfer Erik Kühnen halten und sicherte den Volleyballern des KSV nach 19:13 Minuten den Sieg vor den Laufspezialisten des Niersexpress 1 (19:15 min) und dem Team aus St. Tönis (21:28 Minuten).
Eine super Figur machten zum Schluss aber die Mädels von Viktoria Winnekendonk, die nicht nur wie alle anderen Zuschauer „ihr“ Team anfeuerten, sondern mit ihren gesamten Vierer-Mannschaften ihre Mädels als Endlaufletzte durch die Ziellinie begleiteten. „Der Teamgeist zählt“, brachte es Tabea Merz auf den Punkt.

Heribert Hölz dankt Frauengemeinschaft

Wenn Heribert Hölz erzählt, geht das meist nicht ohne Emotionen, bewegende Worte und tränenerstickte Stimme. Seit 25 Jahren engagiert sich Heribert Hölz unermüdlich in der Bosnienhilfe. Und immer wieder muss er die Frage nach der Notwendigkeit beantworten. „Zu Recht“, antwortet dann der Mann mit der Brille, „aber die Menschen in Bosnien brauchen unsere Hilfe“, versichert der 74-Jährige dann mit Nachdruck.
Gerade erst ist Heribert Hölz von seiner 86. Reise nach Bosnien zurückgekehrt. Mit vielen Eindrücken und Erlebnissen. Mit Bildern, die ihn erneut fesseln, nicht loslassen. 70.000 Euro habe er erst jüngst verteilen können. „Das sind keine Gelder aus Berlin, München oder Hamburg“, berichtet Hölz, „nein, es sind Gelder hier vom Niederrhein und nicht zuletzt aus Kevelaer“, erklärt der Helfer. Denn einmal mehr trug die Frauengemeinschaft St. Marien Kevelaer mit einer beachtlichen Summe zur Hilfe bei. Warum das so ist? Auch darauf kann Heribert Hölz eine klare und verständliche Antwort geben.
„Alle Spender wissen, dass ich das Geld zu 100 Prozent zu den bedürftigen Menschen nach Bosnien gebe“, versichert Hölz. Und die Bedürftigkeit ist groß. Auch wenn der Krieg schon seit mehr als 20 Jahren vorbei ist, herrsche jetzt ein „Krieg mit anderen Waffen“. Ein „Wir“-Gefühl suche man unter den kroatisch-serbischen und bosnischen Einwohnern vergebens. Korruption sei an der Tagesordnung und ziehe sich bis in die Regierungsspitze.
Erhalte ein Rentner gerade mal 50 Euro Rente im Monat, protze ein Politiker mit seinem Geld. „Wer hier lebt, lässt die Flügel hängen, es gibt kaum Perspektiven, schon gar nicht für junge Menschen“, weiß Hölz zu berichten. Und diejenigen, die das System anprangerten, würden mundtot gemacht. Mittlerweile sei Bosnien „das größte Altenheim Europas“.
Heribert Hölz ist einer der letzten Helfer, die sich für die Menschen in den zerstörten Regionen einsetzen. Er eröffnet Suppenküchen, Krankenstationen, Kindergärten. Hölz gründet eine landwirtschaftliche Genossenschaft, organisiert Schaffamilien, treibt damit die Hilfe zur Selbsthilfe an. „Eine fünfköpfige Schafherde kann eine ganze Familie ernähren, sie kann sich damit etwas aufbauen, etwas schaffen“, weiß der Helfer zu berichten. Während seiner Bosnienbesuche sucht er Familien auf, gibt ihnen Anleitung zur Selbsthilfe. Als er im Mai dieses Jahres gemeinsam mit seiner Frau Ursula, die ihm eine unerlässliche Stütze ist, wieder in der Region um Sarajevo unterwegs ist, ereilt ihn die Nachricht, er möge doch bitte eine Familie in der kleinen Stadt Visoko aufsuchen. Heribert Hölz besucht die muslimische Familie. Denn für ihn ist die Religionszugehörigkeit nicht wichtig.
„Es gibt keinen katholischen Hunger“, sagt er mit fester Stimme. In Visoko wird Hölz von Alijha und seiner Familie erwartet. Und drei Schafen. Warum drei Schafe, will Hölz wissen, worauf eine lange und bewegende Geschichte des Familienvaters folgt. Diese macht selbst eine Richterin, die Alijha wegen Diebstahl von Holz verurteilen sollte, betroffen; sie lässt diese in einer Zeitung veröffentlichen. Arbeitslosigkeit, ein schwerstbehinderter Sohn, ein marodes, vom Unwetter zerstörtes Zuhause und ein erbärmlich kalter Winter zwingen Alijha zum Stehlen von Holz. Die Ordensschwester Kata liest vom Schicksal des Familienvaters, sammelt Geld, kauft eine Kuh. Ein weiteres Unwetter trifft die Familie erneut, Erspartes und der Verkaufserlös für die Kuh werden für nötige Reparaturen aufgebraucht.
Wieder greift Schwester Kata ein, lässt Alijha einen Brief an den Kardinal schreiben. Dieser lädt ihn zu sich ein, verspricht seinem „muslimischen Bruder“ Hilfe. Drei Schafe erhält Alijha. Finanziert von der Frauengemeinschaft St. Marien Kevelaer.
„Sie haben der Familie das Leben gerettet“, sagt Heribert Hölz mit bewegter Stimme, der diese Schaffamilie beim nächsten Besuch aufstocken möchte. Heribert Hölz weiß, dass das Ende der Bosnienhilfe naht. „Dann aber werden sehr viele Menschen in Bosnien um eine Hoffnung ärmer sein“, so Heribert Hölz, der sich gerne an die Worte von Mutter Teresa erinnert: „Was wir bewirken, ist kaum mehr als ein Tropfen im Ozean. Aber wenn wir tatenlos blieben, fehlte dem Ozean gerade dieser Tropfen.“ „Eigentlich machen wir, und da beziehe ich die Spendenbereitschaft der hier lebenden Menschen mit ein, nur das, was uns Christen aufgetragen wurde: Helfen“, betont Heribert Hölz, nimmt seine Aktentasche und macht sich wieder auf den Weg. Ein Weg, der noch lange nicht zu Ende ist

Stadtfest-Orga zieht positive Bilanz

Die Durchführung des Stadtfestes war viel Arbeit. Das KB sprach mit Andrea Klingel vom Orga-Team darüber, wie die Veranstalter den Tag erlebt haben und ob es eine Wiederholung geben soll.Die Durchführung des Stadtfestes war viel Arbeit. Das KB sprach mit Andrea Klingel vom Orga-Team darüber, wie die Veranstalter den Tag erlebt haben und ob es eine Wiederholung geben soll. 
KB: Hat die Resonanz der Kevelaerer Ihre Erwartungen erfüllt? 
Andrea Klingel: Wir vom gesamten Orga-Team des Stadtfestes sind mehr wie positiv überwältigt gewesen, unser aller Hoffnungen und Erwartungen wurden nicht nur erfüllt, sondern bei Weitem übertroffen.
Waren die unterschiedlichen Akteure ebenso zufrieden?
Die Geschäftsleute, die an dem Stadtfest beteiligt waren, waren laut dem, was bei uns ankam, ebenso positiv erfreut über den überragenden Zulauf des Stadtfestes. Viele davon haben angekündigt, dass sie sich auch in Zukunft beteiligen möchten.
Von den Vereinen kam auch positives Feedback, dass auch ihnen viel Interesse entgegen gebracht wurde und sie durch den regen Zulauf eine gute Möglichkeit hatten, sich zu präsentieren.
Auch Bands und Künstler waren erfreut über so ein Publikum. Von vielen wurde uns gesagt, dass sie sehr erfreut waren, dabei sein zu können. Die Band aus Emmerich, „Stay KingPin“, hat besonders betont, dass es unheimlich Freude macht in Kevelaer aufzutreten, da die Kevelaerer ein sehr musikbegeistertes Publikum wären.
Was war Ihr persönlicher Höhepunkt?
Mein persönlicher Höhepunkt an diesem Tag war, dass wir als Team, die gesamte Inside-Orga-Crew sowie unsere ehrenamtlichen Helfer zusammen trotz unheimlichen Ansturms und des dadurch bedingten Stresses harmoniert und funktioniert haben. Jeder Einzelne ist regelrecht an seine körperlichen Grenzen gegangen, um dem ex­tremen Zulauf gerecht zu werden. Insgesamt gab es ein gutes Zusammenspiel zwischen allen Helfern und auch den Geschäftsleuten, jeder hat jeden, der Hilfe brauchte, unterstützt.  Kleine Probleme, die auftauchten, wurden kurzfristig gemeinsam gelöst. Auch das Zusammenspiel zwischen den Technikern und Bands lief super und auch da wurden kleine Probleme sofort behoben, sich gegenseitig ausgeholfen – wirklich nach dem Motto: alle gemeinsam, egal wer welche Arbeit auf dem Stadtfest gemacht hat, wir schaffen das, dass die Besucher einen tollen Tag erleben.
Soll es das Stadtfest nun jährlich geben?
Wenn es nach uns geht von „Inside Kevelaer“, können wir die Frage nur mit „Ja“ beantworten. Wir wünschen uns natürlich, dass wir dafür wieder so viel Unterstützung von Sponsoren, Vereinen und Organisationen sowie der Stadt Kevelaer erhalten wie dieses Jahr – denn darauf sind wir natürlich angewiesen, um das wieder auf die Beine stellen zu können.
Sind sonstige Aktivitäten von „Inside Kevelaer“ in Planung?
Wir vom gesamten Team haben noch die eine oder andere Ideen, womit wir Kevelaer bereichern können. Ideen, wobei es darum geht, Kevelaerern ähnlich wie beim Stadtfest schöne Stunden in gemütlicher Atmosphäre zu bereiten. Wo verschiedene Generationen miteinander schöne Stunden erleben. Sobald es konkrete Vorhaben gibt, werden wir genauer davon berichten. Bis zum jetzigen Zeitpunkt hatten wir uns erstmal auf das Stadtfest konzentriert und diese Organisation hat viel Zeit in Anspruch genommen. Die anderen Ideen werden wir dann in der nächsten Zeit genauer besprechen und angehen.
Ist das Team inzwischen groß genug oder sucht der Verein weiter Mitstreiter?
Unser Orga-Team besteht momentan aus einem harten Kern von neun Leuten. Dies sind Michael Hülsen, Udo Fischer, Jürgen Otterpohl, Manuela Müller, Tim Schmidt, Peter Verfürth, Michael, Daniel und Andrea Klingel, die das Stadtfest organisiert haben. Für neun Leute war die Organisation eines Stadtfestes in dieser Größenordnung schon eine enorme Herausforderung, was auch viel private Zeit in Anspruch genommen hat. Aus unserer Sicht wäre  es deshalb schön, wenn wir dieses bestehende Team noch um den einen oder anderen erweitern könnten, der uns aktiv unterstützt. Denn auf umso mehr Schultern man es aufteilen kann, desto mehr kann man schaffen und an Ideen verwirklichen. Jeder Bürger Kevelaers, der genau das Ziel hat wie wir, von Bürgern für Bürger ehrenamtlich etwas zu leisten, ist deshalb bei uns herzlich willkommen.
Mehr Berichte vom Stadtfest und dem Citybiathlon in Ausgabe 31.