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Atempause bringt wieder viel Sport und Entspannung

15 Tage, 30 Kurse und fast 1.000 Teilnehmer verzeichneten die Veranstalter für die „Atempause“ in 2017. Wer denkt, dass ihnen damit so langsam die Puste ausgehen könnte, der irrt. Sie haben tief Luft geholt und wieder ein ebenso spannendes wie vielfältiges Programm für alle Altersgruppen auf die Beine gestellt.
Die Teilnehmer dürfen sich auf das abwechslungsreiche Kursprogramm des Sportbildungswerks Kleve freuen. Neben der „EWTO WingTsun“ Schule, dem Gesundheits- und Fitnesszentrum Steps und Gisela Ingenwepelt konnte das Stadtmarketing auch den Kneipp-Verein Gelderland und die Volkshochschule erneut als Partner für die Aktion gewinnen. Auch Myokraft (ehemals Bol & Greuel) und Christina Schaller Seminare & Coaching sind in diesem Jahr wieder als Unterstützer mit dabei.
Zur Stärkung
„Wir möchten uns bei unseren Partnern und unserem Sponsor bedanken, ohne die ein solch abwechslungsreiches Programmangebot bei der ‚Atempause im August‘ nicht möglich wäre“, so Bernd Pool, Leiter des Stadtmarketing. In diesem Jahr werden zusätzlich zu den Kursen auf der Wiese an der Hüls erstmals auch auch verschiedene Wanderungen und eine Radtour in der Umgebung im Rahmen des Programms angeboten.
Als Stärkung gibt es auch in diesem Jahr wieder nach jeder Sporteinheit an der Hüls-Wiese ein reichhaltiges Obst- und Getränkeangebot von Edeka Brüggemeier und Rewe Narzynski.
Natürlich darf bei dem dreiwöchigen Veranstaltungsformat das Motto „Gesund an Leib und Seele“ nicht fehlen, das die Atempause, die selbstverständlich auch die Veranstaltungswiese auf der Hüls ein wenig in den Fokus rücken soll, sehr gut beschreibt.
Open-Air-Kino
Besonders viele Besucher lockte übrigens bisher immer die Abschlussveranstaltung auf die Hüls, im vergangenen Jahr mit einer gelungenen Open-Air-Kino-Vorstellung. An diesen Erfolg wollen der Sponsor – die Volksbank an der Niers – und die Organisatoren vom Stadtmarketing anknpüpfen. Also gibt es am 24. August ab 20 Uhr zunächst wieder Leckeres vom Grill von Rewe Narzynski und Edeka Brüggemeier. Im Anschluss, ab 21.00 Uhr, kommen Kino-Liebhaber mit dem außergewöhnlichen Kinofilm „The Greatest Showman“ auf der Freiluft-Leinwand auf ihre Kosten.
Der Musical-Film basiert auf der wahren Geschichte des amerikanischen Showmasters P.T. Barnum (Hugh Jackman), der sich im 19. Jahrhundert mit seiner Frau Charity (Michelle Williams) in New York ohne Job durschlagen muss. Trotz der harten Zeit gibt Barnum seinen Glauben nicht auf und hat eine geniale Idee. Er reist mit Schaustellern durch das Land und produziert opulente Shows, die verblüffen, faszinieren und überwältigen. Tanz, Musik und Magie begeistern die ganze Welt. Bald ist Barnum der Gründer eines ganzen Unterhaltungs-Imperiums.
Doch sein Erfolg basiert auf seinem Mut, immer neue Risiken einzugehen. Nicht ohne Grund wurde Barnum seiner Zeit auch als „König der Schwindler“ bezeichnet.
Freier Eintritt
Der Eintritt für das Open-Air-Kino ist frei und es darf wie im vergangenen Jahr neben Picknickdecken zum gemütlichen Sitzen auch eigene Verpflegung mitgebracht werden. Auch für Popcorn und kühle Getränke ist durch Edeka Brüggemeier und Rewe Narzynski ausreichend gesorgt.

Das Programm der ersten Woche der Atempause im August (6.-11. August)

Den Beginn macht am Montagvormittag, Christina Schaller Seminare & Coaching mit dem Kurs „Kundalini Yoga, Yin Yoga, Body Architecture“. Von 10 bis 11 Uhr können die Kursteilnehmer die perfekte Mischung aus Kräftigung der Muskulatur, Dehnung der Faszien, Ausrichtung des Körpers und tiefer Entspannung für Körper, Geist und Seele erfahren. Teilnehmer, die ihre Kraft, Mobilität und Flexibilität gezielt fördern möchten, können sich am Abend von 18 bis 19 Uhr dem Kurs „Gymnastikstab und Theraband-Gymnastik“ vom Kneipp-Verein Gelderland anschließen. Dieser Kurs ist für alle Altersklassen geeignet. Wer es lieber etwas ruhiger angehen möchte, kann dies durch fließende Bewegungen beim Tai-Chi Kurs von Gisela Ingenwepelt von 19 bis 20 Uhr umsetzen.
Der Dienstag bietet am Vormittag von 10 bis 11 Uhr „WingTsun“, eine Sportart bei der die Kursteilnehmer spielerisch lernen sich zu verteidigen und fit zu werden. Dienstagabend zwischen 19 und 20 Uhr bietet das Sportbildungswerk Kleve den Kurs „Bodyweight“ an, der eine Form des Krafttrainings ist, bei dem nur mit dem eigenen Körpergewicht gearbeitet wird.
Am Mittwochmorgen von 9.15 bis 10 Uhr findet mit Unterstützung der VHS der Kurs „Wer rastet, der rostet für Senioren und Seniorinnen“ statt. Von 10 bis 11 Uhr, findet der Kurs „Bodyfit“ vom Gesundheits- und Fitnesszentrum Steps statt, bei dem der gesamte Körper durch Kräftigungs- und Ausdauerübungen mit einfachen Grundschritten trainiert wird. Der Mittwochabend beginnt um 17 Uhr mit „Reha Sport“ von Myokraft (ehemals Bol & Greuel), dieser Kurs über 45 Minuten eignet sich besonders für Menschen mit körperlichen Beeinträchtigungen. Wer seine Muskulatur grundlegend mit Kraft- oder Ausdauerübungen aufbauen will, sollte am Kurs „Zirkel“ von Myokraft von 18 bis 19 Uhr teilnehmen. Der Tag schließt ab mit dem Kurs „Rückenspezial / Blackroll“ vom Gesundheits- und Fitnesszentrum Steps. Von 19 bis 20 Uhr werden hier Kräftigungsübungen für die Muskulatur und die Wirbelsäule mit Faszientraining kombiniert.
Der Donnerstagmorgen, 9.15 bis 10 Uhr, wartet mit Entspannungs- und Achtsamkeitstechniken auf. Myokraft möchte mit dem Kurs „Body & Mind“ den Kursteilnehmern Möglichkeiten bieten, um mit Stress umzugehen, die Auswirkungen abzumildern oder Stress bestenfalls sogar ganz zu vermeiden. Eine erfrischende Abkühlung gibt es für die Teilnehmer beim Kurs „Aquafitness“ vom Sportbildungswerk Kleve von 10 bis 11 Uhr im Freibad Kevelaer. Am Donnerstagabend ab 19 Uhr werden zwei einstündige Kurse parallel angeboten. Zum einen bietet die EWTO WingTsun Schule Kevelaer „WingTsun“ an und das Sportbildungswerk Kleve den Kurs „Nordic Walking“.
Am Freitagmorgen beginnt der Tag mit dem Kurs „Bodywork“ von der VHS. Die Teilnehmer können von 9 bis 10 Uhr bei einem Ganzkörpertraining mitmachen. Ziel ist es, die Muskulatur zu stärken und das Gewebe zu straffen. Anschließend bietet das Gesundheits- und Fitnesszentrum Steps von 10 bis 11 Uhr Kräftigungsübungen für die Muskulatur und die Wirbelsäule in Kombination mit Faszientraining beim Kurs „Rückenspezial / Blackroll“ an. Am Freitagabend sorgt Christina Schaller Seminare & Coaching von 18.30 bis 19.30 Uhr beim „Kundalini Yoga, Yin Yoga, Body Architecture“ für Kräftigung und Entspannung der Muskulatur.
Am Wochenende kommen die Wanderfreunde auf Ihre Kosten. Am Samstag, um 9.30 Uhr wird eine Tageswanderung vom Sportbildungswerk Kleve ab der Hüls-Wiese angeboten. Die Wanderung führt über Keylaer, Wemb und Twisteden, umfasst ungefähr 15 Kilometer und dauert 3 bis 3,5 Stunden. Getränke und eine Stärkung für unterwegs sollten von den Teilnehmern mitgebracht werden. Wer sich für die Natur rund um Schloss Walbeck interessiert, für den bietet sich die Wanderung um 13.45 Uhr vom Kneipp-Verein Gelderland ab Schloss Walbeck an.
Am Sonntag dürfen Teilnehmer und Kursleiter eine kleine Verschnaufpause einlegen.

Unverwechselbar neu

Niemand schneuzt sich in ein Papiertaschentuch. Niemand fährt einen Geländewagen. Niemand reibt sich mit einer Hautcreme ein. Für alle diese Dinge gibt es Markennamen, die unverwechselbar mit den Produkten verbunden sind. Und idealerweise haben wir, wenn wir den Markennamen nennen, auch sofort Bilder von den Produkten im Kopf. Formen, Farben, Logos, Sprüche…
„Kann man sich als Stadt die Methoden der Konsumgüter-Industrie zunutze machen?“, fragt Hans-Josef Bruns, Leiter der Wirtschaftsförderung der Wallfahrtsstadt Kevelaer. Andere, zugegebenermaßen größere Städte, können das, haben das getan. Mit Erfolg. Und deshalb hat sich die Kevelaerer Wirtschaftsförderung das jetzt auch auf die Fahnen geschrieben. Die Standortvermarktung sei eines der wichtigsten Handlungsfelder des Standortentwicklungskonzeptes, führt Bruns weiter aus. Und eines, das gerade vorrangig in Angriff genommen werde. „Wir wollen das aber nicht mit ,Aktionitis‘ machen, sondern konzeptionell.“
Die alte Marke ist nicht schlecht
„Natürlich ist die alte Marke nicht schlecht“, erklärt Nicole Wagener, die sich seit einiger Zeit bei der Wirtschaftsförderung mit Projekten und Konzepten zur touristischen Neuausrichtung Kevelaers beschäftigt. Und auch über den Zusatz „Wallfahrtsstadt“ – den sich Kevelaer in 375 Jahren nun wahrlich verdient hat – sei man sehr glücklich, versichern Wagener und Bruns. Dennoch sei es Zeit für eine Art ,Face-Lift‘, vor allem des visuellen Auftritts. Jeder kenne beispielsweise die im Laufe der Zeit entstandenen unterschiedlichen Logos, die mit Kevelaer in Verbindung gebracht werden, „die Dreiecke und Punkte, den Schriftzug ,unverwechselbar‘, die Skyline – und jede Menge Kombinationen“, sagt Wagener. „Da ist kein roter Faden erkennbar.“ „Der Schriftzug ,unverwechselbar‘ ist natürlich etabliert und wird mit Kevelaer in Verbindung gebracht. Aber er hat einen ganz entscheidenden Nachteil“, ergänzt Bruns, „er überbringt keine Inhalte.“
Aber auch Inhalte können schnell beliebig werden: Viele Kommunen am Niederrhein führten etwa die Region im Namen. Und am Niederrhein gibt‘s nun mal viele Städte. Oder sie schmückten sich mit dem Attribut, eine „Einkaufsstadt“ zu sein. In welcher Stadt kann man denn nicht einkaufen? Es gehe um „Abgrenzung, Profilierung, Positionierung“, sagt Bruns deshalb. Es müsse klar sein, „was wir mit unserem Auftritt sagen wollen“, ergänzt Wagener. Beiden ist klar, dass sie hier an einem hoch emotionalen Thema arbeiten.
Eine Bürgerbefragung, deren Antworten mehrheitlich in die gleiche Richtung wiesen, und zwei von Experten moderierte Workshops mit der Beteiligung vieler gesellschaftlich relevanten Gruppen später, zeigten die ersten Konturen. Und die Zielgruppen waren schärfer definiert. „Wir können natürlich nicht alle Märkte gleichzeitig in gleicher Intensität bearbeiten“, sagt Wagener. Deshalb, und weil im Standortentwicklungskonzept ganz konkret formuliert sei, dass die Zahl der Touristen und Übernachtungen in Kevelaer wieder signifikant steigen müsse, wolle man sich eben als erstes auf Touristen als Zielgruppe konzentrieren.
Die Markenbotschafter
Dennoch weiß auch Wagener, dass die Kevelaererinnen und Kevelaerer „die wichtigsten Markenbotschafter“ ihrer Stadt sind. „Wenn Bürgerinnen und Bürger das Kevelaer-Feeling nach außen tragen, ist das die beste Werbung, die man haben kann.“
Wie sieht‘s denn nun aus, das „Kevelaer-Feeling“, das nach all den Analysen, Workshops und Gesprächen herausgekommen ist? Der „Markenkern“ hat drei Elemente: „Seele“ (steht für Wallfahrt, Spiritualität, auch für Mensch-Sein unter Menschen), „Flair“ (steht für Atmosphäre, Stimmung, Ausstrahlung, Faszination), „Bewusst-Sein“ (steht für Bewusstsein und sich bewusst sein, Achtsamkeit, Ruhe, zu-sich-kommen).
Wohlgemerkt handele es sich dabei um den Kern der Marke, der so direkt nicht nach außen kommuniziert werde, stellt Nicole Wagener klar. Vielmehr bildeten die drei für Kevelaer stehenden Begriffe die Grundlage, etwa für Werbebotschaften, aber auch für die Entwicklung eines Logos und eines einheitlichen „Corporate Designs“.

Der Kapellenplatz ist die Hölle

Mit ein paar Minuten Verspätung eröffnete der Kevelaerer Bürgermeister Dominik Pichler am Samstagvormittag am Luxemburger Platz offiziell den „Tag der Städtebauförderung“, zu denen sich einige Bürger und das Team der Stadterneuerung aus Verwaltung und Planungsbüro versammelt hatten.
Zunächst mal sei es ein bundesweiter Tag, aber es sei auch wichtig, hier Infos über die Kevelaerer Stadtentwicklung zu geben, sagte Franz Heckens von der Planungsabteilung der Stadt. „Wir wollen möglichst jeden Bürger erreichen“, hieß das in der Diktion des Bürgermeisters, der drei seiner Kinder mit zum Baustellen-Maulwurf „Grubi“ gebracht hatte.
An und nahe einem Pavillon konnten sich Interessierte über den aktuellen Planungsstand in Sachen Hauptstraße, Johannes-Stalenus-Platz und Kapellenplatz informieren. „Ich erhoffe mir mehr Barrierefreiheit“, machte Liesel Borman vom Seniorenbeirat ihre Erwartungen deutlich, „für Sehbehinderte ist es hier sehr schlecht“. Und Mechthild Jansen hätte „es besser gefunden, Fragen am Mikro für alle zu stellen und zu beantworten.“ Das Thema gehe schließlich alle an.
Für das beauftragte Planungsbüro IPW Wallenhorst stellte sich deren Projektleiterin und stellvertretende Abteilungsleiterin für Freiraumplanung, Stephanie Janning, anhand der Vorentwurfsplanung den Fragen der Bürger zum Kapellenplatz und ging mit ihnen einige Bereiche ab. Dabei hatte sie allerdings keinen leichten Stand – gerade in Bezug auf die Frage nach dem Erhalt der Bäume im Bereich Luxemburger Platz / Petrus-Canisius-Haus und Kapellenplatz. Zwar sei der Baumgutachter am Vortag nochmal in der Stadt unterwegs gewesen, aber das endgültige Gutachten liege noch nicht vor.
So konnte sie wenig Konkretes und Neues mitteilen, nur sagen, dass es eben den einen oder anderen Baum gebe, der, auch wenn er gesund aussehe, wohl nicht überleben könne. Und es sei schwierig zu händeln, weil viele Wurzelwerke der Bäume miteinander verflochten seien. Man pflanze aber sicher ganz viele nach.
Das Kopfsteinpflaster solle aber erhalten bleiben, glatter geschliffen werden und die Fläche insgesamt wegen des Gefälles begradigt. Definitiv „ist aber nix,“ außer ihrer Beschreibung des Status quo: „Hier mit dem Rollstuhl fahren – das ist die Hölle.“
Gegenwind in Sachen Bäume
Zu den Bäumen bekam sie für ihre Aussagen von den Bürgern viel Gegenwind und grundsätzliche Kritik. „Bäume sind unsere Lebensader“, meinte Anke Dahmen-Wassenberg. „Sie tun so, als wäre das schon entschieden“, war ihr Eindruck. „Kevelaer hat ausgesprochenen Charme, das sollte auch so bleiben“, fand Johanna Sprenger und sprach sich für den Erhalt des Pflasters aus. „Ein paar Bäume abholzen, aber doch nicht alle“, war ihr Credo. „Da geht‘s um Atmosphäre – und um den Klimawandel.“ An der Hauptstraßen-Baustelle hingen Luftballons, wurde Live-Musik gespielt. Mitarbeiter der Verwaltung informierten über die Planung dort. „Viele haben gefragt, wie es mit dem Pflaster und den Lampen laufen soll“, erzählte Norbert de Ryck. „Aber man freut sich, dass es gemacht wird.“ Mit Sand, einem Fahrzeug des städtischen Betriebshofs und jeder Menge Baustellen-Spielzeug wurde der Mechelner Platz zur Kinderbaustelle. Museumspädagogin Indra Peters bot am Museum einen Workshop für Kinder an und bemalte mit den Kids Fliesen, die als Mosaik im Museum gezeigt werden sollen. „Es ist wichtig, das Thema ins Gedächtnis zu rufen“, meinte Museumsdirektor Burkhard Schwering. Den Neubau am Mechelner Platz, den verfolge man „mit größter Aufmerksamkeit.“

Bau des Beckens beginnt

Kevelaer. An der Notwendigkeit hatte kaum jemand jemals gezweifelt. An der Durchführbarkeit dieses Unternehmens schon: Am Dienstagvormittag setzte der erste Spatenstich zum Bau eines Mehrzweckbeckens ein deutliches Zeichen. Wo ein Wille ist, da hat der Volksmund recht. Zumindest, wenn er behauptet, dass da auch ein Weg sei.
Es ist sicherlich müßig, das jahrelange Tauziehen um das Mehrzweckbecken noch einmal aufrollen zu wollen. Der politische Wille war ebenso umfassend da, wie die Finanzmittel allenthalben fehlten. Bis aus Berlin eine kräftige Finanzspritze kam.
Betrachtet man das Projekt vom Spatenstich aus rückwärts, erkennt man zwei weitere bemerkenswerte Aspekte: Es handelt sich um eines der ersten Projekte, für die sich der noch junge Bürgermeister Dominik Pichler zu Beginn seiner Amtszeit stark macht und sich damit in die Geschichtsbücher der Wallfahrtsstadt schreibt. Und es handelt sich wohl um eines der vorerst letzten Projekte einer in ihrem Heimtwahlkreis nicht ganz unumstrittenen Bundesumwelt- und Bundesbauministerin Barbara Hendricks, die damit einen zumindest in der Wallfahrtsstadt gern gesehenen Gruß in die Heimat sendet.
Denn nicht nur am Niederrhein ist der Sanierungsstau groß. Immerhin sei das Förderprogramm 15-fach überzeichnet gewesen, erklärte die Ministerin bei ihrem Besuch am Dienstag. Die Wallfahrtsstadt bekommt 1,12 Millionen Euro aus dem Zukunftsinvestitionsprogramm für Sport-, Jugend- und Kultureinrichtungen zum Bau eines Lehrschwimmbeckens und ist damit eines von insgesamt 104 geförderten Projekten bundesweit.
Hendricks lobte aber auch das lokale Engagement. Die engagierten Mitglieder des Kevelaerer Bädervereins (sie ist selbst eines) steuern 150.000 Euro bei, lobte sie die Frauen und Mannen um Klaus Schürmanns. Pichler und Hendricks erklärten unisono, dass sie Schwimmunterricht für Kinder zu den vordringlichsten Aufgaben im Bildungsbereich zählten.
„Sportangebote fördern die soziale Integration unterschiedlicher Bevölkerungsgruppen. Hier erhoffe ich mir, dass unabhängig vom sozialen Umfeld künftig jedes Kind in Kevelaer die Chance erhält, das Schwimmen zu erlernen“, so Pichler. „Des Weiteren passt das Projekt zur Entwicklung auf der Hüls, wo neben einem Gradierwerk mit einer Parkanlage ein Hotel sowie ein Medizinisches Versorgungszentrum entstehen werden.“
Jedes Kind soll schwimmen können
Hendricks: „Mit der Sanierung des Hallenbads wird dem steigenden Bedarf an Schwimmflächen für den Vereins- und Schulsport Rechnung getragen und das Angebot für Sport und Erholung für alle Bürgerinnen und Bürger in Kevelaer sowie in den Nachbargemeinden erhöht. Auch das wichtige Ziel ‚jedes Kind soll schwimmen können‘ wird damit gefördert. Ich freue mich, dass wir zudem die umfassende energetische Sanierung des Hallenbads unterstützen können.“
Das 1973 errichtete Hallenbad soll um ein Mehrzweckbecken mit eingebautem Hubboden erweitert werden, das vor allem als Lehrschwimmbecken genutzt werden kann.
Im Rahmen der geförderten Umbaumaßnahme werden eine energetische Sanierung des Hallenbades und ein Umbau des Umkleidebereichs durchgeführt. Die von einem Privatunternehmer betriebene Sauna fällt im Zuge des Umbaus weg.
Die Gesamtprojektkosten liegen bei rd. 2,6 Millionen Euro, die Wiederinbetriebnahme des Schwimmbads ist für September 2018 vorgesehen.

Clemens Dauben geht in den Ruhestand

Kevelaer – Auf eine 26-jährige Tätigkeit im Dienst der Wallfahrtstadt Kevelaer kann  Clemens Dauben zurückblicken. Der zuletzt als Schulhausmeister an der Overberg-Grundschule in Winnekendonk Beschäftigte scheidet am 31. August 2017 aus dem aktiven Dienst der Stadt Kevelaer aus.
Der in Geldern geborene Clemens Dauben begann im Jahre 1968 seine Ausbildung zum Elektroinstallateur bei der Fa. Gerald Jäger in Kevelaer. Nach Abschluss seiner Ausbildung war er in verschiedenen Firmen im Kreis Kleve als Elektroinstallateur bzw. Kraftfahrer tätig.
Am 01. September 1991 wurde Herr Clemens Dauben als Hausmeister für die Asylantenwohnheime bei der Stadt Kevelaer eingestellt. Ab 2005 erfolgte sein Einsatz als Hausmeister für das Konzert- und Bühnenhaus und die Öffentliche Begegnungsstätte. Von dort wechselte er dann 2008 als Schulhausmeister an die Overberg-Grundschule in Winnekendonk. Seit 2013 betreute Herr Dauben neben der Grundschule Winnekendonk auch die St. Norbert-Grundschule in Kervenheim und den Städtischen Kindergarten „Spatzennest“ als Hausmeister.
Mit großem Sachverstand und fachlicher Kompetenz meisterte Clemens Dauben seine Arbeit. Aber auch im Umgang mit den Kindern wurde er ein beliebter Ansprechpartner.
“Mit Herrn Dauben verlässt die Stadt Kevelaer ein engagierter und zuverlässiger Mitarbeiter, der von den Vorgesetzen, Kollegen, Lehrern und Schülern gleichermaßen beliebt und geschätzt ist”, schreibt die Stadt zum Ausscheiden des Mitarbeiters.
Am Donnerstag, 27. Juli 2017, fand die offizielle Verabschiedung statt. Hierbei nutzte Bürgermeister Dr. Dominik Pichler die Gelegenheit, dem engagierten städtischen Mitarbeiter für die  jahrzehntelange Tätigkeit bei der Stadt Kevelaer Dank und Anerkennung auszusprechen.