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Bau des Beckens beginnt

Kevelaer. An der Notwendigkeit hatte kaum jemand jemals gezweifelt. An der Durchführbarkeit dieses Unternehmens schon: Am Dienstagvormittag setzte der erste Spatenstich zum Bau eines Mehrzweckbeckens ein deutliches Zeichen. Wo ein Wille ist, da hat der Volksmund recht. Zumindest, wenn er behauptet, dass da auch ein Weg sei.
Es ist sicherlich müßig, das jahrelange Tauziehen um das Mehrzweckbecken noch einmal aufrollen zu wollen. Der politische Wille war ebenso umfassend da, wie die Finanzmittel allenthalben fehlten. Bis aus Berlin eine kräftige Finanzspritze kam.
Betrachtet man das Projekt vom Spatenstich aus rückwärts, erkennt man zwei weitere bemerkenswerte Aspekte: Es handelt sich um eines der ersten Projekte, für die sich der noch junge Bürgermeister Dominik Pichler zu Beginn seiner Amtszeit stark macht und sich damit in die Geschichtsbücher der Wallfahrtsstadt schreibt. Und es handelt sich wohl um eines der vorerst letzten Projekte einer in ihrem Heimtwahlkreis nicht ganz unumstrittenen Bundesumwelt- und Bundesbauministerin Barbara Hendricks, die damit einen zumindest in der Wallfahrtsstadt gern gesehenen Gruß in die Heimat sendet.
Denn nicht nur am Niederrhein ist der Sanierungsstau groß. Immerhin sei das Förderprogramm 15-fach überzeichnet gewesen, erklärte die Ministerin bei ihrem Besuch am Dienstag. Die Wallfahrtsstadt bekommt 1,12 Millionen Euro aus dem Zukunftsinvestitionsprogramm für Sport-, Jugend- und Kultureinrichtungen zum Bau eines Lehrschwimmbeckens und ist damit eines von insgesamt 104 geförderten Projekten bundesweit.
Hendricks lobte aber auch das lokale Engagement. Die engagierten Mitglieder des Kevelaerer Bädervereins (sie ist selbst eines) steuern 150.000 Euro bei, lobte sie die Frauen und Mannen um Klaus Schürmanns. Pichler und Hendricks erklärten unisono, dass sie Schwimmunterricht für Kinder zu den vordringlichsten Aufgaben im Bildungsbereich zählten.
„Sportangebote fördern die soziale Integration unterschiedlicher Bevölkerungsgruppen. Hier erhoffe ich mir, dass unabhängig vom sozialen Umfeld künftig jedes Kind in Kevelaer die Chance erhält, das Schwimmen zu erlernen“, so Pichler. „Des Weiteren passt das Projekt zur Entwicklung auf der Hüls, wo neben einem Gradierwerk mit einer Parkanlage ein Hotel sowie ein Medizinisches Versorgungszentrum entstehen werden.“
Jedes Kind soll schwimmen können
Hendricks: „Mit der Sanierung des Hallenbads wird dem steigenden Bedarf an Schwimmflächen für den Vereins- und Schulsport Rechnung getragen und das Angebot für Sport und Erholung für alle Bürgerinnen und Bürger in Kevelaer sowie in den Nachbargemeinden erhöht. Auch das wichtige Ziel ‚jedes Kind soll schwimmen können‘ wird damit gefördert. Ich freue mich, dass wir zudem die umfassende energetische Sanierung des Hallenbads unterstützen können.“
Das 1973 errichtete Hallenbad soll um ein Mehrzweckbecken mit eingebautem Hubboden erweitert werden, das vor allem als Lehrschwimmbecken genutzt werden kann.
Im Rahmen der geförderten Umbaumaßnahme werden eine energetische Sanierung des Hallenbades und ein Umbau des Umkleidebereichs durchgeführt. Die von einem Privatunternehmer betriebene Sauna fällt im Zuge des Umbaus weg.
Die Gesamtprojektkosten liegen bei rd. 2,6 Millionen Euro, die Wiederinbetriebnahme des Schwimmbads ist für September 2018 vorgesehen.

Clemens Dauben geht in den Ruhestand

Kevelaer – Auf eine 26-jährige Tätigkeit im Dienst der Wallfahrtstadt Kevelaer kann  Clemens Dauben zurückblicken. Der zuletzt als Schulhausmeister an der Overberg-Grundschule in Winnekendonk Beschäftigte scheidet am 31. August 2017 aus dem aktiven Dienst der Stadt Kevelaer aus.
Der in Geldern geborene Clemens Dauben begann im Jahre 1968 seine Ausbildung zum Elektroinstallateur bei der Fa. Gerald Jäger in Kevelaer. Nach Abschluss seiner Ausbildung war er in verschiedenen Firmen im Kreis Kleve als Elektroinstallateur bzw. Kraftfahrer tätig.
Am 01. September 1991 wurde Herr Clemens Dauben als Hausmeister für die Asylantenwohnheime bei der Stadt Kevelaer eingestellt. Ab 2005 erfolgte sein Einsatz als Hausmeister für das Konzert- und Bühnenhaus und die Öffentliche Begegnungsstätte. Von dort wechselte er dann 2008 als Schulhausmeister an die Overberg-Grundschule in Winnekendonk. Seit 2013 betreute Herr Dauben neben der Grundschule Winnekendonk auch die St. Norbert-Grundschule in Kervenheim und den Städtischen Kindergarten „Spatzennest“ als Hausmeister.
Mit großem Sachverstand und fachlicher Kompetenz meisterte Clemens Dauben seine Arbeit. Aber auch im Umgang mit den Kindern wurde er ein beliebter Ansprechpartner.
“Mit Herrn Dauben verlässt die Stadt Kevelaer ein engagierter und zuverlässiger Mitarbeiter, der von den Vorgesetzen, Kollegen, Lehrern und Schülern gleichermaßen beliebt und geschätzt ist”, schreibt die Stadt zum Ausscheiden des Mitarbeiters.
Am Donnerstag, 27. Juli 2017, fand die offizielle Verabschiedung statt. Hierbei nutzte Bürgermeister Dr. Dominik Pichler die Gelegenheit, dem engagierten städtischen Mitarbeiter für die  jahrzehntelange Tätigkeit bei der Stadt Kevelaer Dank und Anerkennung auszusprechen.