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Verwaltung stellt ein Konzept für die künftige Parkraumentwicklung in der Kevelaerer Innenstadt vor

Neue Namen und neue Tarife für Parkplätze

Parken in Kevelaer – darüber diskutiert man in der Wallfahrtsstadt nicht erst seit gestern. Und dabei geht‘s längst nicht mehr nur um die reine Unterbringung von Blechkarossen.

Verwaltung ist gegen eine Ausweitung der Parkplätze auf der Busmannstraße

Antrag auf neuen Stellplatz

Der Eigentümer der Rathaus-Apotheke beantragt „die Schaffung zumindest eines weiteren Stellplatzes in der Busmannstraße im Teilabschnitt zwischen dem Eckhaus Anna-/Ecke Busmannstraße und dem Wohn- und Geschäftshaus „Mutter und Kind“, beispielsweise vor dem Eingang der Sparkasse.“

Umbau der Innenstadt soll aufgeschoben werden. Verwaltung befürchtet Wegfall der Förderung

FDP fordert Moratorium für Peter-Plümpe-Platz

Mit einem Antrag, der vom 1. März 2021 datiert ist, beantragt die FDP-Ratsfraktion ein Moratorium für den Peter-Plümpe-Platz, über das der Rat entscheiden soll. Der Antrag steht auf der Tagesordnung für die Sitzung des Haupt- und Finanzausschusses (HuF), dem der Rat bis auf Weiteres aufgrund der Corona-Pandemie die Entscheidungsgewalt übertragen hat. Der HuF tagt am 18. März im Bühnenhaus in öffentlicher Sitzung.

„PARK NOW“: Moderne Alternative zum „Groschengrab“

Die Wallfahrtsstadt Kevelaer bietet eine Alternative zum altbewährten „Groschengrab“ an: Mit dem digitalen Parksystem „PARK NOW“ können Parktickets per App, Web, SMS oder per Anruf im Servicecenter gelöst werden. Nach einer einmaligen, kostenlosen Registrierung werden die angesammelten Parkgebühren am Monatsende verrechnet, die Bezahlung ist per Lastschrift, PayPal oder Kreditkarte möglich. Ein Parkticket im Auto braucht es nicht mehr, das Fahrzeug und der laufende Parkvorgang werden mit einer speziellen Software von den Überwachungskräften mittels Kennzeichen identifiziert (das KB berichtete).

Eine Ergänzumg zum herkömmlichen Parken

Trotzdem ist in Kevelaer auch weiterhin das Parken per Bargeld und Parkticket möglich. Da „PARK NOW“ eine Ergänzung zum herkömmlichen Parken mit Bargeld darstellt, sind auch keine Veränderungen an den Parkautomaten notwendig, erkärt die Kevelaerer Verwaltung.
Am komfortabelsten lässt sich der Service mit der „PARK NOW App“ nutzen, die kostenlos als iOS- oder als Android-Version heruntergeladen werden kann. Die App ist intuitiv und nutzerfreundlich: Per Knopfdruck wird der Beginn des Parkvorgangs registriert, ein weiterer Knopfdruck vor dem Wegfahren beendet die Parkzeit. Die App gibt nicht nur einen Überblick über alle gebuchten Parkvorgänge und die angefallenen Gebühren, sondern zeigt auch die Parkmöglichkeiten in der Umgebung samt den jeweiligen Tarifen an. Auch wer kein Smartphone besitzt, kann digital parken: Parktickets lassen sich genauso über die Webseite www.park-now.com, per SMS oder mit einem Telefonanruf im Servicecenter lösen.

Servicegebühren

Bei der Nutzung von „PARK NOW“ fallen neben den regulären Parkgebühren Servicegebühren an. Es kann dabei zwischen zwei verschiedenen Tarifen gewählt werden: dem „Silberpaket“ für Gelegenheitsparker, für 25 Cent Servicegebühr pro Parkvorgang, und dem „Goldpaket“ für Vielparker mit einer Pauschale von € 2,99 pro Monat. Das „Goldpaket“ verfügt außerdem über Zusatzfeatures wie das unbegrenzte Hinzufügen von weiteren Nutzern und Fahrzeugen. Diese Servicegebühren rechneten sich rasch, wenn die Überbezahlung der Parkzeit und die möglichen Strafzettel wegfielen, wirbt die Verwaltung für das neue System des ,digitalen Parkens‘.

Der Parkservice „PARK NOW“ wird zudem in neueren BMW Fahrzeugen (ab Baujahr 11/2016) mit entsprechendem Navigationssystem angeboten. Anhand GPS-Lokalisierung erkennt „PARK NOW“ automatisch, ob sich das Fahrzeug in einer kostenpflichtigen Parkzone befindet und der digitale Parkschein kann mit nur einem Klick im Bordcomputer gelöst werden. Bei Fortsetzen der Fahrt wird der Parkvorgang automatisch beendet und die Abrechnung der Parkgebühren erfolgt bargeldlos am Monatsende.

Handy erleichtert bald das Parken

Wie und wo auf dem Peter-Plümpe-Platz künftig geparkt werden kann, steht noch nicht fest und wird gerade heftig diskutiert. Eines steht aber schon jetzt fest: Künftig wird es für die gebührenpflichtigen Parkplätze in Kevelaer eine Smartphone-Lösung geben, die den Handybesitzern das Parken erleichtert. Der Ausschuss für Stadtentwicklung und Wirtschaftsförderung beschloss in seiner Sitzung Ende Januar die Einführung des Parksystems „ParkNow“. Hans-Josef Bruns und Tobias Nelke von der Wirtschaftsförderung der Stadt schätzen, das die Einführung schon im kommenden Monat erfolgt.

Fast drei Jahre dauerte die Suche nach einer Lösung, insbesondere, weil die für die Stadt kostenfrei bleiben sollte. Gemeinsam mit den Beteiligten des Projekts „Parken in der Innenstadt“ des Wirtschafts- und Verkehrsvereins habe man sich nun mit der App für ein „zeitgemäßes System zur bargeld- und kontaktlosen Abwicklung von Parkvorgängen“ entschieden, heißt es. „ParkNow“, nach eigenen Angaben „Europas meistgenutzte Park-App“, ist in der Nähe beispielsweise schon in Geldern und Moers nutzbar.

Kostenfrei für die Stadt bleibt das Bezahlsystem vor allem, weil sich die App die Gebühren vom Endverbraucher holt. 25 Cent pro Parkvorgang, alternativ 2,99 Euro im Monat als „Flatrate“, sind für die bargeldlose Bezahlung am Monatsende, die per Kreditkarte, PayPal, Mobilfunkvertrag oder SEPA-Lastschriftverfahren möglich ist, fällig (genaue Infos zu den Tarifen unter: https://de.park-now.com/).

Per Fingerdruck

Hat man die App einmal heruntergeladen, ist die Nutzung einfach: Mit einem Fingerdruck startet man den Parkvorgang – auch ohne Registrierung ist dies laut Betreiber einfach möglich. Und wer kein Smartphone hat? Der könne den Parkvorgang auch via SMS oder Telefonanruf starten und beenden, verspricht ParkNow.

Beenden muss man den Parkvorgang auch bei der App selbst, ebenfalls mit einem Druck auf den Touchscreen des Smartphones – sonst läuft die Uhr nämlich weiter bis zum Höchstsatz. Ansonsten erfolgt eine „minutengenaue“ Abrechnung.
Für die Kunden und Besucher sei das stressfreier, sagt die Wirtschaftsförderung, da sie ihren Einkauf oder ihren Aufenthalt nicht wegen einer abgelaufenen Parkuhr unterbrechen müssten – und kein Knöllchen mehr kassierten. Für die Stadt könne genau dies zu einem Rückgang der Einnahmen führen, sagt man bei der Wirtschaftsförderung, denn Bußgelder oder Überbezahlung am Automaten gehörten für die Nutzer der App wohl der Vergangenheit an.

Investieren müsse man dafür aber auch nicht in das System, so Bruns und Nelke. Die Parkautomaten müssen nicht umgerüstet werden und die Parkraumüberwachung erfolge wie bislang durch die entsprechenden MitarbeiterInnen mittels einer zusätzlichen App, die in Echtzeit abrufen könten, ob ein entsprechender Parkvorgang für ein Fahrzeug registriert sei.

Eine Ausweisung über eine Plakette oder ein Formular an der Windschutzscheibe, wie in einigen Städten erforderlich, brauche man in Kevelaer nicht, sagt Tobias Nelke. Und eine Kooperation mit entsprechenden Aktionen des Einzelhandels, etwa dem „Parken mit Mehrwert“ in Kevelaer, sei auch problemlos möglich. Dazu müssten die Kunden nur statt des Parkscheins ihren Parkvorgang auf dem Handy-Bildschirm im Geschäft vorzeigen.

Einführung im März

Was derzeit noch fehlt, ist eine entsprechende Beschilderung der Parkplätze, die aber so schnell wie möglich erfolgen solle, sagen die Kevelaerer Wirtschaftsförderer. Das System solle im März eingeführt werden, aus Vergabegründen zunächst für einen Zeitram von zwei Jahren.

Die Mitglieder des Ausschusses für Stadtentwicklung und Wirtschaftsförderung jedenfalls stehen dem neuen System positiv gegenüber: Einstimmig sprachn sie sich für die Einführung aus.

Und keine Angst: Wer kein Smartphone hat oder die App nicht herunterladen möchte, wird nicht automatisch zum Parksünder, denn die Parkscheinautomaten bleiben uns ja erhalten…

4-Jähriger von PKW erfasst

Am Donnerstag, 23. Mai, gegen 17.45 Uhr, war eine Familie mit drei Kindern aus Kevelaer zu Fuß auf dem Gehweg der Hubertusstraße unterwegs. Der 4-jährige Sohn ging etwas voraus und wollte in Höhe der Grundschule an einer Querungshilfe die Fahrbahn überqueren. Ein 22-jähriger Mann aus Kevelaer fuhr in einem Renault Clio auf der Hubertusstraße in Richtung Nordstraße. Als der 4-Jährige von der Grundschulseite aus auf die Fahrbahn trat, wurde er durch den von links kommenden Renault erfasst. Der Junge verletzte sich bei dem Zusammenstoß schwer und wurde mit dem Rettungswagen zur stationären Behandlung ins Krankenhaus gebracht. Der 22-jährige Fahrer des PKW erlitt einen Schock. Die Sicht auf den 4-Jährigen war für ihn durch einen zum Teil auf dem Gehweg widerrechtlich geparkten PKW verdeckt. Die Hubertusstraße war an der Unfallstelle bis etwa 19 Uhr einseitig gesperrt.