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Zwei Kevelaerer wurden bei einem Verkehrsunfall schwer verletzt

Am Dienstag, 30. Juli, kam es gegen 13.30 Uhr im Bereich der Kölner Straße (B9) Höhe Venloer Straße (B58) zu einem Verkehrsunfall, bei dem zwei Personen schwer verletzt wurden. Ein 82-jähriger Mann aus Kevelaer und seine 78-jährige Ehefrau fuhren mit ihrem Citroen von der Venloer Straße (B58) kommend auf die B9 und nahmen hierbei einem herannahenden Sattelzug die Vorfahrt. Der Fahrer des Sattelzuges konnte nicht mehr rechtzeitig bremsen und erfasste den Citroen des Ehepaars.

Die beiden Senioren wurden bei der Kollision im Fahrzeug eingeklemmt und schwer verletzt. Sie mussten durch die Feuerwehr aus dem Fahrzeug befreit werden. Beide wurden unter Lebensgefahr in Krankenhäuser gebracht. Hierzu wurde durch die Feuerwehr ein Rettungshubschrauber eingesetzt. Die B9 blieb für die Dauer der Rettungsarbeiten und der Unfallaufnahme für beide Fahrtrichtungen gesperrt. Für die Fotos zur Unfallaufnahme kam eine Drohne zum Einsatz. Das Verkehrskommissariat hat die Ermittlungen aufgenommen.

Tempo 50 für mehr Sicherheit

Zu so mancher Stunde geht hier kaum etwas. Im Berufsverkehr und an Tagen mit großen Veranstaltungen staut sich der Verkehr von der B9 über die Rheinstraße bis hinter Schravelen. Doch zu anderen Zeiten gilt in der S-Kurve vor Kevelaer Tempo 70.

Mittendrin liegen eine Bushaltestelle und ein viel genutzter Radwanderweg quert hier. Gefährliche Situationen sind an der Tagesordnung. Forderungen der Anwohner und Anträge aus der Politik, hier Tempo 50 einzurichten, fanden entweder keine Mehrheit oder rechtliche Einwände.

Jetzt, nach einem schweren Unfall, ging es plötzlich schnell: Seit Montag gilt von der Rheinstraße bis zum Ende der Bebauung entlang der Straße Schravelen Tempo 50.
Bei einer Ortsbegehung vor einigen Tagen waren die Spuren des schweren Unfalls vom 7. Mai noch zu sehen. Dort war eine 66-jährige Radfahrerin mit dem Kastenwagen eines 55-jährigen Kevelaerers kollidiert, der zufällig auch noch städtischer Mitarbeiter war und von Kevelaer aus auf der L 491 Richtung Winnekendonk fuhr. Die Frau wurde schwer verletzt.

Dass solche Unfälle an dieser Stelle passieren können, ist aus Klaus Schreiners Sicht nicht überraschend. Der 66-jährige Geschäftsführer der „S-M-S schreiner machine service“ sitzt am Schravelner Niersweg 1 genau mit Blick auf diese Stelle. Das Problem mit der Straße gebe es schon etliche Jahre, sagt er. „Den ersten Unfall, das weiß ich noch, da war ein Motorrad involviert. Dann weiß ich, dass Bekannte von uns, die quasi auf der Straße gewohnt haben, auch mal angefahren worden sind.“

Seit Jahrzehnten treibt ihn diese Verkehrssituation um. „Diese Pläne stammen aus dem Jahr 1982“, zeigt er eine Karte mit der Straßenführung der Landstraße, wo damals tatsächlich ein Kreisverkehr als Option eingezeichnet war. In dem Papier finden sich auch Aussagen einer Anwohnerin, die schon damals vor den Gefahren des Verkehrs auf der L 491 warnte.

Das Problem an der Stelle sei ganz einfach. „Wenn Sie als Radfahrer da stehen und da rausfahren wollen, können sie nur 50 Meter sehen. Und dann kommen die Fahrzeuge Richtung Winnekendonk mit 70 km/h an.“ Die Reaktionszeit sei dann viel zu kurz. „Da bin ich 50 Meter weiter, bevor ich überhaupt sehe, dass sich ein Kind oder ältere Erwachsene auf der Straßen bewegen.“

Regelmäßig fahre ein älterer Herrn mit seinem Rad vom Schravelener Niersweg aus rechts auf die Straße Richtung Winnekendonk und quere und drehe dann irgendwann später – wegen der Gefahr, dass bei der Überfahrt in der Kurve etwas passieren könne.

Für Schreiner war die Sachlage schon vor dem Unfall klar: „50 km/h müsste da schon stehen und an die Lampe gehört ein Spiegel dran, damit man noch mehr sieht.“
Beim Ortstermin des Kevelaerer Blattes passierten Frauen mit Kind, ältere Männer und die 70-jährige Maria Seegers den Übergang. „Den finde ich ganz grässlich. Wenn man links guckt, kommt keiner, kommt rechts einer – und umgekehrt. Man kommt kaum rüber. Und die Einsicht mit der scharfen Kurve ist noch schlechter.“ Da könne man schlicht nur „nach Gefühl gehen“ beim Losfahren. Und von Winnekendonk aus seien die Autos oft zu schnell.

Seegers sieht das Risiko aber auch bei den Radfahrern. „Ich habe schon selbst welche gesehen, die ohne anzuhalten rübergebraust sind, die nicht mal absteigen. Das gibt es auch.“ Nur einen Tag später gab es in der Kurve in Richtung Winnekendonk erneut einen Auffahrunfall.

Die Stelle entschärfen, das wünscht sich auch Daniel Wouters, Mitbetreiber des Zeltplatzes Anna Fleuth. „Das ist katastrophal, weil diese Ecke einfach kein Geheimnis ist. Der Unfall zeigt, wie gefährlich die ist“, regt er sich schon lange darüber auf. Viele seiner Gäste kommen mit dem Rad. „Und für Familien mit Kindern ist es super gefährlich, da über die Straße zu fahren.“

Denn sie müssten den Weg nach Kevelaer schon so nehmen. „Ich persönlich kann diese Strecke guten Gewissens mit meinen Kindern nicht mehr fahren und man sieht jetzt, warum“, sagte er in Bezug auf das da noch geltende Limit von 70 km/h.
Den schon früher erwogenen Kreisverkehr hält er für eine super Idee am Abzweig „Schravelsche Buer“, wo „der Abzweig mit dem Rad ist und die Autos mit 70 da entlang brettern.“ Im Gespräch mit dem KB plädierte er dafür, „auf 50 runterzuschrauben und ein Gefahrenschild ,kreuzende Radfahrer‘ hinzustellen.“

Ähnlich denkt Eckehard Lüdke, Sprecher des ADFC im Kreis Kleve. „Weil die Anzahl der Radfahrer ja zunehmen wird, wäre es unverantwortlich darauf zu warten, bis es ein zweites Mal kracht. So ein Unfall erschüttert mich. Da sollte alles getan werden, damit sich so ein Unfall auf gar keinen Fall mehr wiederholt.“

Lüdkes Favorit ist ein Mini-Kreisverkehr auf der Grotendonker Straße, ein Linksabbiegeverbot am Schravelener Niersweg und das Anlegen eines vernünftigen Radweges auf beiden Seiten der Kevelaerer Straße. Davon hätten alle was. „Mal sehen, ob so ein Modell politisch mehrheitsfähig wäre.“ Der ADFC wolle in Zukunft auf jeden Fall Mitglied in der Unfallkommission werden.

Die Kevelaerer Politik steht inzwischen geschlossen hinter der Temporeduzierung. CDU-Fraktionschef Mario Maaßen sagte dem KB, „Straßen.NRW“ habe seiner Erinnerung nach 2017 die Reduzierung abgelehnt. Und die Polizei als Behörde habe immer gesagt, das sei nicht nötig. „Das scheint sich jetzt zu ändern.“ Fachleute sollten konkrete Vorschläge hinsichtlich der Maßnahmen erarbeiten, zeigte er sich noch unsicher, ob die Geschwindigkeitsbegrenzung allein das Mittel sei. „Auch 50 kann schnell sein. Und die Sicht ist so schlecht, dass man mit dem Rad schon zügig unterwegs sein muss.“ Man werde sich da sicher fraktionsübergreifend einig werden können.

KBV-Fraktionssprecher Günter Krüger verwies auf den Tempo-50-Antrag seiner Fraktion vom 5. Oktober 2019. „Da ist nix draus geworden. Das hängt damit zusammen, dass es eine Landstraße und keine Kevelaerer Straße ist.“ Die Grünen haben einen entsprechenden Antrag sogar schon vor Jahren gestellt, wie Fraktionschef Ulrich Hünerbein-Ahlers in Erinnerung ruft. Die Polizei habe damals den Antrag sogar befürwortet.

Im Rat habe es jedoch keine Mehrheit dafür gegeben, da der Landesbetrieb Straßenbau sich dagegen ausgesprochen habe. Solange keine schweren Unfälle passierten, sehe man das halt nicht als Unfallschwerpunkt „Aber das muss man vorher erkennen können“, kritisierte er.

Aus Sicht von FDP-Fraktionschef Jürgen Hendricks seien „weiterführende Maßnahmen nötig, weil die Strecke von vielen Radfahrern und Joggern genutzt wird.“

„Die Verkehrsunfallkommission hat im November 2019 getagt. Im Februar hat sie dann entschieden, dass keine Maßnahmen zu treffen sind“, bestätigte Bürgermeister Dominik Pichler. Die Stelle sei demnach kein Unfallschwerpunkt, habe es damals geheißen.

Der Unfall schließlich hat bei den beteiligten Behörden etwas in Gang gesetzt. Von der Kreispolizei kam nach einer Ortsbegehung ein klares Signal: „Wir haben die Empfehlung gegeben, die Geschwindigkeit zu reduzieren“, sagt deren Pressesprecher Ingo Schankweiler.

Bei Straßen.NRW will man von dem Standpunkt, dass es kein Unfallschwerpunkt sei, nicht abrücken. Was aber Maßnahmen betrifft, scheint Pressesprecher Gregor Hürter aufgeschlossen: „Da müssen wir abwarten, was die Stadt sagt – und dann müssen wir dazu Ja oder Nein sagen.“ Sie haben Ja gesagt – für die 66-jährige Radfahrerin leider zu spät.

Unter Drogen in den Gegenverkehr

Am Dienstag gegen 16 Uhr befuhr ein 23-Jähriger aus Kevelaer in seinem Ford KA die Kardinal-van-Galen-Straße in Richtung Egmontstraße.

In einer leichten Rechtskurve im Bereich der Ampel zur Schulgasse geriet er in den Gegenverkehr und stieß mit einem entgegenkommenden VW Touran zusammen. In dem VW saß ein 34-Jähriger aus Kevelaer, der die Kollision nicht mehr verhindern konnte. Beide Fahrer blieben glücklicherweise unverletzt, an ihren Fahrzeugen entstanden jedoch erhebliche Schäden.

Durch sein auffälliges Verhalten gewannen die Polizeibeamten schnell den Eindruck, dass der 23-Jährige unter Drogeneinfluss stand. Deshalb wurde dem jungen Mann eine Blutprobe entnommen, seinen Führerschein musste er vorerst abgeben

13-Jähriger vom Fahrrad geschubst

Am Freitag gegen 20 Uhr, befuhr ein 13-jähriger Radfahrer aus Kevelaer mit einem Freund den Kreuzweg als ihnen ein Pärchen zu Fuß entgegen kam. Als sich der 13-Jährige und das Pärchen auf gleicher Höhe befanden, holte die männliche Person plötzlich aus und schubste den 13-Jährigen vom Fahrrad. Dieser zog sich dabei einen Schlüsselbeinbruch zu, konnte aber das Krankenhaus nach ambulanter Behandlung verlassen.

Der Tatverdächtiger konnte als männlich, ca. 170 -180 cm groß, mit kurzen dunkelblonden Haaren und Seitenscheitel beschrieben werden. In seiner Begleitung befand sich eine weibliche Person mit dunkel gelockten Haaren. Sie trug eine auffällig gelbe Jacke.

Hinweise an die Polizei Kevelaer unter der Nummer: 02832/9200.

Fußgängerin schwer verletzt

Am Samstag kam es gegen 13.45 Uhr auf der Dondertstraße in Höhe der Rheinstraße zu einem Verkehrsunfall, bei dem eine Fußgängerin schwer verletzt wurde.
Eine 41-jährige Autofahrerin aus Kevelaer übersah beim Rangieren in einem Rückstau eine 80-jährige Frau aus Emsdetten, welche zu diesem Zeitpunkt hinter ihrem Auto die Fahrbahn überqueren wollte. Dabei fiel die Frau zu Boden und wurde so schwer verletzt, dass sie zur Behandlung in ein Krankenhaus gebracht werden musste.

58-jähriger Motorradfahrer schwer verletzt

Am Dienstag gegen 14.25 Uhr fuhr ein 58-jähriger Mann aus Lilienthal (Niedersachsen) mit einem Motorrad der Marke Harley Davidson auf der Kapellener Straße in Richtung Wetten. In einer Linkskurve, etwa 400m vor dem Sportplatz Wetten, kam er aus bislang ungeklärter Ursache nach rechts von der Fahrbahn ab.
Der 58-Jährige schleuderte auf den Grünstreifen und das Motorrad auf ein Feld. Der Motorradfahrer verletzte sich schwer und wurde mit einem Rettungshubschrauber in eine Spezialklinik geflogen. Es besteht für ihn Lebensgefahr. Die Polizei stellte das Motorrad sicher.

Auto überschlagen: 8-jähriger Junge wird von einem Helfer befreit

Am Freitagmittag befuhr eine 37-jährige Uedemerin mit ihrem PKW Renault die Schravelener Straße in Winnekendonk. Aus bisher nicht geklärter Ursache kam sie auf gerander Strecke nach rechts von der Fahrbahn ab, durchfuhr den angrenzenden Grünstreifen und touchierte einen Leitpfosten.
Im weiteren Verlauf überschlug sich der PKW und kam auf einem angrenzenden Acker auf dem Dach liegend zum Stillstand. Ein nachfolgender PKW-Fahrer aus Weeze kam der 37-Jährigen und derem 8-jährigen Sohn zur Hilfe und konnte beide aus dem verunfallten PKW befreien. Die Mutter blieb unverletzt, ihr Sohn wurde mit leichten Verletzungen durch einen Krankenwagen in ein Krankenhaus gebracht.

Kradfahrer (55) aus Kevelaer leicht verletzt

Am Samstagmittag befuhr ein 57-jähriger Fahrzeugführer aus Geldern, mit seinem Pkw die Straße Gelder Dyck in Fahrtrichtung Kevelaer. An der Kreuzung Gelder Dyck/Velder Dyck musste er verkehrsbedingt abbremsen.
Ein nachfolgender 55-jähriger Kradfahrer aus Kevelaer konnte nicht mehr rechtzeitig abbremsen und rutschte mit seinem Krad gegen das Heck des PKW. Dabei wurde der 55-Jährige leicht verletzt und ins Krankenhaus eingeliefert.
Während am Pkw geringer Sachschaden entstand, musste das Krad abgeschleppt werden. Für die Unfallaufnahme wurde die Unfallstelle zeitweise in beide Richtungen gesperrt.

Schwerer Unfall in Lüllingen

Am Donnerstag, 22. November 2018, gegen 15.25 Uhr fuhr eine 32-jährige Frau aus Geldern in einem 1er BMW auf der Straße An de Klus in Richtung Kevelaer. Hinter ihr fuhr ein 60-jähriger Mann aus Geldern in einem Audi A1 und dahinter eine 26-jährige Frau aus Kevelaer in einem Mercedes E-Klasse. Die 32-Jährige wollte nach links in den Azaleenweg abbiegen. In diesem Moment überholte die 26-Jährige Frau beide Fahrzeuge. Sie prallte mit ihrem Mercedes gegen die linke Seite des BMW.

Die 32-Jährige war in ihrem Fahrzeug eingeklemmt und musste durch die Feuerwehr befreit werden. Sie verletzte sich ebenso wie die 26-Jährige schwer. Beide Autofahrerinnen wurden mit dem Rettungswagen zur stationären Behandlung ins Krankenhaus gebracht. Im BMW saß ein vierjähriges Kind. Es blieb unverletzt.

Der BMW und der Mercedes waren so stark beschädigt, dass sie abgeschleppt werden mussten. Der in der Mitte fahrende Audi wurde nicht beschädigt.

Zwei Verletzte bei Auffahrunfall

Am Freitag, 12. Oktober 2018, kam es zu einem Auffahrunfall mit zwei Verletzten in Winnekendonk. Gegen 10.00 Uhr fuhren ein 56-jähriger Autofahrer aus Duisburg und eine 22-Jährige aus Sonsbeck die Xantener Straße und wollten rechts in die Sonsbecker Straße Richtung Winnekendonk einbiegen. Beide hielten ordnungsgemäß an der Einmündung und fuhren wieder an. Der vorwegfahrende 56-Jährige musste aufgrund eines von links kommenden Fahrzeugs auf der vorfahrtsberechtigen Sonsbecker Straße allerdings noch einmal abbremsen. Dies erkannte die 22-Jährige hinter ihm zu spät. Es kam zu einem Auffahrunfall, bei dem beide verletzt wurden. Die Sonsbeckerin wurde zur weiteren Beobachtung stationär im Krankenhaus aufgenommen. An beiden Autos entstand leichter Sachschaden.