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Fröhliche Party nach dem Umzug

Mit einem großen Festumzug feierten die Wettener Schützen ihr neues Königspaar Heinz-Peter und Irmgard Paessens. In Begleitung der Königspaare und Vorstände aus den Nachbarvereine in Beerendonk, Twisteden und Winnekendonk zog das Paar vom Marktplatz aus mit dem Musikverein Eintracht Wetten an der Spitze durch die Ortschaft.
Zuvor hatten die neuen Majestäten mit den Ministerpaaren Oliver Langanke und Dagmar Schrievers sowie Uschi und Erwin Tekath unter den Augen der Bevölkerung die Formationen abgeschritten und die Fahnenschwenker für einen optischen Höhepunkt gesorgt. „Die Woche über haben sich viele mit mir gefreut“, war es dem neuen Throninhaber auf dem Weg durch den Ort wichtig, seine Dankbarkeit auszudrücken. Seine Königin nutzte während des Fußmarsches mit den Ministerdamen die Gelegenheit, ein paar Meter der Strecke mit einem Cadillac zurückzulegen. “Ist mal was anderes. Schön, dass er mir das erlaubt”, öffnete ihr Gatte nach ein paar Minuten abe ganz gentleman-like die Beifahrertür.
Anschließend zogen die Schützen in den „Knoase-Saal“ ein, um dem neuen König zu gratulieren und ihm dabei mit dem einen oder anderen kleinen Präsent zu erfreuen, wie dem “Königsthron-Tropfen” aus Winnekendonk. „Ich war schon 1973 mit 19 Jahren Schützenkönig, meine Frau war‘s 2003. Damals war man überwältigt, heute erlebt man das viel bewusster“, meinte Paessens und nahm einen seiner acht Enkel nach den Gratulationen auf seinen Schoß.
Das Königspaar hatte dann die Ehre, mit dem ersten Tanz des Abends den Königsgalaball offiziell einzuläuten.

Es bleibt alles in der Familie

Frank Kirsch ist neuer Schützenkönig der Sankt Sebastianus Bruderschaft Kevelaer. Mit dem 443. Schuss endete ein kurioses Königsschießen, das durchaus anders  hätte ausgehen können.
Vor einer Entscheidung hatten die Beteiligten minutenlang am Stand an der Josef-Scholten-Schützenhalle darüber diskutiert, ob das letzte „Streichholz-Stück“, dass noch oben am Brett hing, noch als Bestandteil des Vogels heruntergeholt werden müsste. Zumal das  Stück zuvor auch nur noch „Zigaretten-Größe“ besaß. Am Ende traf Schießmeister Stefan Manders die Entscheidung, die Verena Jahnke gelassen akzeptierte, ihren Vater umarmte und ihm den Triumph des Tages von Herzen gönnte. „Das bleibt ja alles in der Familie“, meinte die 23-Jährige. Sie ließ sich, trotz des für sie recht unglücklichen Verlaufs, gerne herzen und freute sich auf die bevorstehende Aufgabe als Adjutantin. Denn darauf hatten sich beide im Vorfeld verständigt. Der 52-jährige Kraftfahrer hatte schon vor dem Königsschießen  deutlich gemacht, was ihm ein Triumph persönlich bedeuten würde: „Ich hatte drei Anläufe, jetzt will ich es schaffen.“
Vor dem großen Schießen hatte die Seb-Schützengemeinde den scheidenden König Guido Langenhuizen und seinen Adjutanten Jörg Brade abgeholt. Langenhuizen zeigte sich angesichts des bevorstehenden Abschieds als König aber durchaus souverän: „Wir haben alles gegeben, wir waren überall dabei und haben alles mitgemacht“, hielt sich der Verlust angesichts des noch bestehenden Titels als Bezirkskönig auf die Scheibe in Grenzen.

Der neue König Frank Kirsch.


Am Heiligenhäuschen des St. Sebastianus verabschiedete der Präsident Hans Gerd Rütten beide in einer kurzen Rede, bevor sich der Tross zur Josef-Schotten-Schützenhalle aufmachte.
Guido Langenhuizen, Präsident Hans Gerd Rütten und Major Heinz Winkels eröffeneten das Schießen, das sich zunächst doch recht zäh entwickelte. „Das ist jetzt so wie vom Gesetzgeber gewollt. Der Vogel ist jetzt drei Zentimeter dick. Da geht die Kugel direkt durch und dann bewegt sich nix“, erklärte der stellvertretede Präsident Ralf Trepmann  die Situation.
Am Ende gelang es dann doch, Preise und Vogel herunterzuholen: Den 1. Preis holte sich Viola Fischer, den 2. Preis Jörg Brade und den 3. Preis Hanne Schagen.
Bei der Jugend wurde Marie Kuhfuß Prinzessin, ihre Adjutantin ist Jana Neumann. Auch den ersten Preis konnte sie sich sichern, dazu kamen Sarah Weiß (2. Preis) und Tobias Langen-huizen (3. Preis) .
Für den Verein waren die drei Neuaufnahmen wichtig, die sich in die Gemeinschaft neu einfügen durften. „Nachwuchs fehlt uns natürlich, aber Jammern ist nicht unser Ding“, unterstrich Präsident Rütten angesichts der aktuellen Mitgliederzahl von 104 Personen.
Nach einem kurzen zwischenstopp beim neuen König feirte die schützenschar anschließend im Vereinslokal „Goldener Schwan“ den Ausgang des Vogelschießens.

Erstmals schwenkte die Königin die Fahne für ihren König

Voller Heiterkeit, Erleichterung und Frohsinn zogen der neue König Thomas Berretz und seine Königin Denise durch die Hauptstraße des Ortes in Richtung ihrer gemeinsamen Wohnung am Heiligenweg.
Mit dem 313. Schuss hatte Berretz den Vogel nach einem spannenden Wettkampf mit seinem Freund Boris Weber herunterholen können. „Wir sind zusammen an einem Tag hier in den Verein vor drei Jahren eingetreten“, erklärte die neue Majestät der Winnekendonker Sebastianus-Bruderschaft, woher die Freundschaft zu seinem Adjutanten herrührt. „Auch unsere Frauen sind befreundet.“

Erstmals schwenkte eine Königin für ihren König die Fahne.


Zuvor hatte es lange Zeit nicht so ausgesehen, als könnte sich doch noch ein Bewerber für die Königswürde finden lassen. Nach dem Preisschießen berieten sich die Schützen untereinander länger, wer diese besondere Aufgabe in diesem Jahr übernehmen wolle. „2018 ist unser Jubeljahr – das ist für viele natürlich interessanter“, schätzte Schießmeister Gerd Eyckmann die Situation ein. Für Berretz und Weber war das dann keine Frage. „Wir haben gesagt, ehe wir ohne König von der Strange gehen, machen wir das. Wir stehen zu unserem Verein. Und das war eine Herzenssache, gemeinsam auf dem Thron zu stehen“, unterstrich die neue Majestät. „Es ist doch noch zu einem guten Ende gekommen“, sagte der Präsident und Brudermeister der Bruderschaft, Markus Schink, erleichtert.
Nach der Übergabe der Schützenkette an den neuen König durfte der dann eine besondere Premiere erleben. Seine Königin ließ es sich nicht nehmen, als Schlagfrau persönlich für ihren König die Fahne zu schwenken.
Im Anschluss daran machte sich der Schützentross auf den Weg zum Heiligenweg für einen kleinen Umtrunk, ehe man bei Kanders die Ernennung des neuen Schützenthrones feierte. Die Preise bei den „Großen“ sicherten sich Markus Schink (Kopf), Thomas Berretz (linker  Flügel ), Thomas Lohmann (rechter Flügel) und Boris Weber (Schwanz).  Kinderprinz wurde Tobias Ludwig, sein Adjutant Phil Berretz. Aaron Scholz sicherte sich dort den ersten Preis (Kopf) , Johanna Cladder den zweiten (linker Flügel) und vierten Preis (Schwanz) sowie Sophie Weber den dritten Preis (rechter Flügel).

Manfred Delbeck ist neuer König

Das Vogelschießen der St. Petrus Schützen-Gilde 1907 e.V. begann mit dem Klotzkönigsschießen. Dies gewann Fabian  Daniels. Er kann nun ein Jahr die Klotzkönig-Festkette tragen, die der erhält, der beim Test der Schießanlage einen Tag vor dem Vogelschießen den Klotz zum Absturz bringt.

Der Klotzkönig, Fabian Daniels.


Der neue Prinz Fabian Daniel Krißel.


Der Tag des Vogelschießens begann mit dem Fahnenschwenken vor dem Vereinslokal „Gasthof by Volker“. In Begleitung vom Spielmannszug der Freiwilligen Feuerwehr Kevelaer, dem Musikverein Kevelaer und unter dem Schutz einer Fahrradstreife der Polizei, zog man danach zum Drissenpass. Dort wurden der ausscheidende König Lukas Boet­selaars (seine Freundin Eva Jansen fehlte wegen einer beruflichen Prüfung), Adjutant Peter van Gisteren und seine Freundin Marion Heuvelmann zum letzten Mal mit einem weiteren Fahnenschwenken geehrt.
Lukas Boetselaars blickte voll Freude auf das Königsjahr zurück: „Es war sehr schön, einmal so im Mittelpunkt zu stehen. Es hat außerdem gezeigt, dass der Nachwuchs durchaus in der Lage ist, zusätzliche Verantwortung zu übernehmen. Ich war mit 28 Jahren der jüngste König, den die Gilde bisher hatte. Das zeigt auch, dass wir keine Probleme haben, neue Mitglieder zu bekommen.“
Frisch gestärkt von belegten Broten und einigen Kurzen, folgte der Umzug nach Scholten zur Vogelstange, wo das Preis- und Königsschießen stattfand. Johannes Litjes aus Weeze ersparte den „alten Herren“ den Fußweg und fuhr sie mit einem Pferdegespann.
Die Preise waren zügig vergeben. Nach 374 Schuss, erhielt Manfred Gerhards den 1. Preis (Kopf), Stefan Hoenmanns sicherte sich den 2. Preis (rechter Flügel) und Michael Kohl konnte sich über den 3. Preis (linker Flügel) freuen. Für das Königschießen gab es drei Aspiranten. Ohne Voranmeldung findet bei der Petrus Gilde kein Vogelschießen statt, was bisher aber noch immer erfolgen konnte.

Der neue König Manfred Delbeck (links) und sein Adjutant Markus Boetselaers.


In der Reihenfolge Manfred Delbeck, Markus Boetselaers und Peter van Gisteren entbrannte über 248 Schuss ein spannendes und knappes Schießen. Nachdem der Vogel besonders bei Peter van Gisteren mehrmals kräftig gewackelt hatte, fiel er aber dann bei dem neuen König Manfred Delbeck. Der dritte Kandidat Markus Boetselaers wurde neuer Adjutant. Der neue Prinz heißt Fabian Daniel Krißel und trägt nun stolz die Prinzenkette.
Im Anschluss wurde der neuen König nach Hause geleitet und es wurde noch lange in den Abend gefeiert.