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Kunterbunter Schulstart mit Abstand am KvGG

Dieses Jahr standen stellvertretend für die Schulpflegschaft wieder Mütter und Väter des Kardinal von Galen Gymnasiums Kevelaer bereit, um Schülern, Lehrern und Mitarbeitern einen kunterbuntes neues Schuljahr zu wünschen.

Mit finanzieller Unterstützung der Sparkasse Kevelaer konnten die Eltern die Schulgemeinde mit einem Döschen bunter Smarties und einem Gruß überraschen. Um den gebührenden Abstand zu wahren, wurden die Präsente schon am Vorabend deponiert. Die Eltern hoffen, dass die Überraschung den Start in ein gutes neues Schuljahr unterstützt.

Foto: privat

Gemeinsam lernen in Zeiten von Corona

Die Schulen in NRW sollen zu einem Regelbetrieb zurückkehren und das mit Maskenpflicht. NRW-Bildungsministerin Yvonne Gebauer (FDP) hat angekündigt, dass zunächst bis zum 31. August an allen Schulen eine Maskenpflicht auf dem Schulgelände gelten soll. Diese umfasst für Schülerinnen und Schüler ab Klasse 5 grundsätzlich auch die Zeit des Unterrichts. Aus „pädagogisch sinnvollen“ oder aus „gesundheitlichen Gründen“ soll man die Masken mal kurz absetzen können.

Die stellvertretende Schulleiterin des Kardinal-von Galen-Gymnasiums (KvGG), Christina Diehr, begrüßt die getroffenen Regelungen. „Es ist organisatorisch erstmal die einfachste Lösung, wenn alle Masken tragen. Die Frage ist, wie es sein wird, wenn es richtig heiß wird?“

Gut findet Diehr, dass jetzt „eindeutige Regelungen für drei Wochen gelten, um zu gucken, wie das Infektionsgeschenen und wie der Unterricht verlaufen.“ Eine gewisse Unsicherheit bestehe noch, was das Ermessen des Lehrers betrifft, im Unterricht im Einzelfall die Masken nicht zu tragen. „Ich hoffe, dass es da noch eine genauere Erklärung für die Ausnahmen gibt.“

Mit dem Einsetzen der Differenzierungskurse ab achter und neunter Klasse käme es aber verstärkt zu gemischten Gruppen. Das war vor den Sommerferein nicht mehr der Fall. „Die Folge war, dass Differenzierungskurse in Bio, Chemie oder Mathe nicht mehr zu machen waren“, erinnert sich Diehr. Teilweise konnten Kurse dann nur mit halben Gruppen unterrrichtet werden. Dazu käme jetzt das Raumproblem, was entstehe, wenn in einem Raum nur eine Gruppe sein dürfte, aber immer neue Kurse kämen. Es sei denn, man reinige den Raum jedesmal. Diese ganzen Faktoren fielen jetzt weg.

Gymnasium setzt auch auf Ersatzmasken

„Wir sind froh, dass wir jetzt eine andere Situation haben“, sagt Diehr. Denn auch wenn die technischen Errungenschaften große Fortschritte gemacht hätten, „den Präsenzunterricht können sie nicht ersetzen.“

Natürlich gälten Verhaltensregeln wie Hygiene, Desinfektion und Abstand weiter. Sicher könne man im Unterricht den Abstand so nicht aufrechterhalten. „Wenn Gebauer gesagt hätte, macht 1,50 Meter Abstand, hätten wir das gemacht“, sagt Diehr – mit den entsprechenden Konsequenzen, Klassen von 30 Schülern in drei Gruppen aufzuteilen. Auf jeden Fall werde man den Eltern die Empfehlung mitgeben, ihren Kinder Ersatzmasken mitzugeben.

Das Schuljahr sei komplett geplant. Es gebe die Kollegen, die der Risikogruppe angehören. „Für sie stellen wir einen Extraraum zur Verfügung, weil das Lehrerzimmer nicht so groß ist.“ Und mit Pausenaufsichten sei das auch nicht optimal.

Sollte ein zweiter Lockdown kommen, werde man auf den Plan B zurückgreifen. „Es lief ganz gut, dass wir auf der Homepage den Schülern Material zur Verfügung stellten, viele Kollegen Videokonferenzen abgehalten haben. Wir vereinheitlichen das jetzt durch ein Lernmanagement-System. Es wird noch nicht zum Start perfekt laufen. Aber wir hoffen, es im Falle des Lockdowns hochfahren zu können .“

In Sachen möglicher „Online-Beschulung“ bei Einschränkungen sei Kevelaer dabei, im Zuge des Digitalpakts Geräte anzuschaffen für die Schüler, deren Eltern sich ein Tablet nicht leisten können. „Wir haben einen Abfragebrief an die Eltern verfasst, wer Geräte benötigt. Die Stadt war schnell und hat Anträge gestellt. Da sind wir sehr gut dran und gut aufgestellt. Der Schulausschuss legt die Mengen fest, gibt den Betrag und die werden dann angeschafft.“

Die Lehrerin ist skeptisch, ob man alle Schüler zum neuen Schuljahr einmal durchtesten sollte: „Ob man da nicht an die Testkapazitätsgrenze kommt? Einfach alle Schüler durchtesten, das hält relativ kurz.“ Wichtiger sei es, dass sich Kinder und Eltern an die Vorgaben halten. „Wenn Kinder und Eltern im Urlaub oder in Risikogebieten waren, dass sie sich an die 14 Tage Quarantäne halten oder sich testen lassen. Es geht nicht nur um die Gesundheit des Kindes, sondern um die Gesundheit aller. Ich gehe davon aus, dass alle Eltern und Schüler so verantwortungsvoll sind.“

Den Hinweis aus dem NRW-Gesundheitsministerium, „dass sich unsere Mitarbeiter und die an Kindertagesstätten freiwillig testen lassen können“, nehme sie gerne auf. „Ich würde das dann auch mal machen.“

Gesamtschule kennt die Situation schon

Für Christoph Feldmann sind Abstand, Maskenpflicht und Hygienemaßnahmen nichts Neues. „Unsere Erfahrungen vor den Ferien hatten wir schon. Maskengebot hatten wir auf dem Schulgelände“, sagt der Schulleiter der Gesamtschule. Jetzt gäbe es die erweiterte Regelung. „Von daher ist das eine neue Situation.“

Angesichts der Notwendigkeit, auch die Bildungsziele mit den Schülern erreichen zu wollen und der Belastung für die Eltern, könne er „nachvollziehen, dass wir eine verantwortungsvolle Normalität erreichen wollen. Das ist schon eine klare Anweisung. Man weiß, worauf es hinauslaufen soll.“ Regelbetrieb in der Schule, das sieht er aber schon als eine Herausforderung. „Das wird ganz anders jetzt sein, weil viel mehr Schüler aufeinandertreffen werden.“

Darüber hinaus bewegt ihn natürlich die Maskenpflicht. „Die spannende Frage wird sein: Wie es ist, wenn Schüler den ganzen Tag die Maske aufhaben, wie sich der Alltag da gestaltet? Das wird für die Schüler ungewohnt und kann belastend sein.“

Die weiteren Regeln treffen auf sein Wohlwollen. „Wir haben Basisuntericht, Kursangebote. Es ist aber so, dass die Infektionsketten nachvollziehbar sein müssen. So gibt es die klare Anwesenheit in Klassen, die nachvollziehbar sein muss, feste Sitzplätze. Darauf sind wir vorbereitet.“ Es gebe Settings, „wo die Masken abgesetzt werden können. Aber sie muss formal getragen werden . Es ist im Sinne des Infektionsschutzes und der Situation geschuldet.“

Desinfektionsspender nutzen, Hände waschen, das Sich-nicht-mehr-die Hand-geben, die Reinigung der Gebäude, all das gelte an der Schule natürlich weiter. „Das ist zu einer Selbstverständlichkeit geworden.“ Wie sich das Ganze entwickelt insgesamt, das wisse niemand. „Abstand zu halten ist da nicht mehr möglich. Da müssen wir gucken.“

Wenn eine Infektion auftritt, seien die Gesundheitsämter am Zug, wie mit den Klassen, Kursen und Jahrgangsstufen umgegangen werde. „Das wird dann im Einzelfall geprüft. Da gibt es klare Verfahren, die durchlaufen werden. Der Gesundheitsschutz steht da an erster Stelle für alle Schülerinnen und Schüler.“

Man werde „an die Vernunft appellieren“, aber Sorgen mache ihm das eigentlich nicht. „Im Lockdown haben wir sehr verantwortungsvolle Schüler erlebt, wie sie auf die Regeln eingegangen sind. Da muss ich sie loben.“ Das gelte auch für das Tragen der Masken. „Jeder kennt den Ernst der Lage und weiß, dass es um den Gesundheitsschutz geht.“

Von knapp 100 Lehrern der Schule seien tatsächlich nicht viele in der Risikogrupe, sagt Feldmann: „Wir haben ein recht junges Kollegium“, geht er von vielleicht zehn Prozent an Betroffenen aus. „Die sind nicht aus dem Schuldienst raus. Sie können viel zu Hause tun. Es geht darum, den Kontakt mit Infizierten möglichst zu meiden.“ Ob man auch die Risikogrupen-Lehrer separat trennen muss? „Wir haben mehrere Lehrerzimmer im Gebäude verteilt, da stellt sich die Frage nicht so sehr.“

Einen flächendeckenden Test für die rund 1.000 Schüler hält auch Feldmann für wenig aussagekräftig: „Ich bin kein Gesundheitsexperte. Ein Test sagt aber nur was über eine momentane Situation aus, die kann sich am nächsten Tag ja geändert haben.“

Ähnlich sieht er dies für sich und seine Kollegen: „Eine Testung ist punktuell da, hat aber genauso punktuell nur Aussagekraft. Aber ich bin froh, dass es eine Möglichkeit gibt. Dass da ein unbürokratischer Weg besteht, Testungen vorzunehmen, ist eine starke Beruhigung.“

Was den Bildungsstand der Schüler angehe, habe er bisher keine Spaltung feststellen können, so der Pädagoge. „Wir haben mit jedem Schüler Kontakt aufgenommen und versucht, Lücken zu schließen, haben nachgearbeitet. Die Lehrer haben sich intensiv bemüht, Kontakt zu halten und das in gutem Ausmaß.“

Die Gesamtschule sei für den Fall eines zweiten Lockdowns und möglichen Online-Unterrichts gut aufgestellt. „Wir haben Veränderungen vorgenommen. Jeder Schüler erhält eine Email-Adresse, ein Moodle-System, das den Online-Untericht noch effektiver macht.“ Und es würden ja noch „Mittel für die Schüler bereitgestellt, die einen Mangel an digitalen Endgeräten haben und es nicht finanziell stemmen können, auch für Lehrer.“

Rund 10 bis 30 Prozent der Schüler hätten nach einer beim Lockdown (nicht repräsentativen) durchgeführten Umfrage Probleme, das Gerät aus eigenen Mitteln zu beschaffen. „Viele hatten damals Handys und konnten damit die Aufgaben lesen und sehen, aber eine Bearbeitung war so nicht möglich“, berichtet er von seinen Erfahrungen. „Es fehlten Endgeräte wie Drucker.“ So wäre es für die Schüler schwierig gewesen, Aufgaben abzugeben. „Daraus ist unser Rückschluss, das ist Aufgabe des Schulträgers, der das Geld vom Land zur Verfügung hat.“ Er würde sich freuen, wenn die rund 300 betroffenen Schüler ein Endgerät bekämen. „Aber ich bin Realist.“

Grundschule freut sich auf die Schulneulinge

Helga Dückers-Jansen hat knapp eine Woche vor Schulbeginn bereits jede Menge zu organisieren. Die Rektorin der Hubertus-Grundschule wacht über Wohl und Wehe von insgesamt 210 Schülern: „Wir sind erstmals seit langer Zeit wieder dreizügig im ersten Schuljahr, haben 60 Schulneulinge.“ Für die gebe es die Einschulungsfeier am zweiten Schultag. „Wir werden das separat nach Klassen machen, den Wortgottesdienst nicht am Kapellenplatz, sondern vor Ort. Wir werden die Besucherzahl begrenzen müssen auf zwei erwachsene Begleitpersonen pro Kind.“

Wie findet sie die neuen Regelungen? „Eigentlich ist es genauso, wie wir es vor den Ferien auch gemacht haben. Wir haben es als dringende Empfehlung formuliert. Alle hatten eine Maske auf, draußen auf den Fluren, sobald sie fest am Platz saßen nicht mehr. Da ändert sich für uns faktisch nichts.“ Sicher müsse man noch in einigen Fächern umstrukturieren, „dass wir keine Klassen mischen und versuchen, Pausen versetzt zu machen.“ Alles andere wie Händewaschen, Desinfektion und Mund-Nasen-Schutz gelte halt weiter. „Der Unterricht wird möglichst nach Plan stattfinden“.

Wie gut die Kinder das mit den Masken schaffen, werde man sehen. In den zwei Schulwochen vor den Ferien seien sie „sehr gut damit umgegangen. Die Erstklässler hatten Schwierigkeiten und dachten, es geht normal wieder los. Die haben das super mit Abstand und Masken gemacht. Ich kann mir gut vorstellen, dass das so weiterlaufen wird.“ Aber es sei „sehr anstrengend, durch die Masken zu atmen.“ Kindern, die von 8 bis 16 Uhr an der Schule wären, sei das dauerhafte Tragen eigentlich nicht zuzumuten.

Auf Online vorbereitet

Was passiert, wenn Infektionen auftreten würden, wisse die Pädagogin nicht: „Es gab Verdachtsfälle in den Familien. Das war schon aufregend. Da hatten wir Kontakt zum Gesundheitsamt. Doch es gab immer grünes Licht.“

Das Thema „Online-Unterricht“ sieht sie entspannt. „Meine Lehrer haben sich in Online-Seminaren fortgebildet. Wir könnten soweit starten, da hakt es an den Endgeräten, die für Schüler angedacht wurden. Die bekommen wir frühestens zu den Herbstferien. Wir können ein Stück weiter arbeiten.“ Wie viel für ihre Schule abfällt, weiß sie noch nicht. „Das ist alles noch sehr schwammig.“

Das bisherige Lernen auf Distanz habe funktioniert. „Wir haben Kinder zu Hause mit Material versorgt.“ Digital konnten zwar nicht alle versorgt werden. „Da haben wir dann Sachen kopiert und vorbeigebracht. So würden wir auch verfahren, wenn es zu der Schließung einer Kindergruppe käme.“ Man habe die Erfahrung gemacht, „dass viele das über das Handy verfolgen konnten. Aber das ist für die Kinder auf Dauer nicht gut. Da müsste es ein anderes Endgerät wie ein Tablet schon geben.“

Neues Spielgerät für Flüchtlingskinder

Vor rund einem Jahr wurde dem Kardinal-von-Galen-Gymnasium der Titel „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ verliehen. Aus diesem Anlass fand ein großer Aktionstag statt, an dem alle Schülerinnen und Schüler der Schule mitwirkten.

Die ganze Schulgemeinde freute sich sehr, dass die aus Kevelaer stammende Tina Theune, ehemalige Bundestrainerin der Frauen-Fußball-Nationalmannschaft, damals für das Projekt als Patin gewonnen wer­den konnte. Neben zahlreichen weiteren Einzelprojekten stand ein großes Fußballturnier im Zentrum des Tages.

Erlöse des Aktionstages für einen guten Zweck

Bereits während der Vorbereitung des Verleihungstages beschlossen die Initiatorinnen und Initiatoren des Projektes, der Lateinkurs der damaligen Jahrgangsstufe 8 unter der Leitung von Anna Warner, dass die Erlöse des Schulfestes für einen guten Zweck genutzt werden sollten.

Viele Eltern und Schülerinnen und Schüler des Kevelaerer Kardinal-von-Galen-Gymnasiums erklärten sich so­fort bereit, Kuchen, Muffins, Obst und Getränke bereitzustellen, die an dem Tag verkauft wur­den. Gemeinsam wählten die Initiatorinnen und Initiatoren zusammen mit der Schulleitung einen lokalen Verein aus, dem der Erlös zugutekommen sollte. Durch die schulischen und privaten Kontakte mit Flüchtlingen wurde sehr schnell entschieden, dass der Runde Tisch für Flüchtlinge Kevelaer die Spenden erhalten wird.

Ulrich Hünerbein-Ahlers, Vorsitzender des Vereins, beteiligte die Schülerinnen und Schüler des Lateinkurses an der Planung zur Verwendung des Spendenerlöses. Er stattete ihnen, gemein­sam mit seinem Vorstandskollegen Daniel Heinrichs, einen Besuch ab. Um ihnen einen Eindruck zu ver­mitteln, an welchen Stellen das Geld besonders benötigt wird, wurden sie eingeladen, die Kevelaerer Flüchtlingsunterkünfte zu besuchen. Guido van Afferden von der Stadt Kevelaer übernahm die Führung.

Da offensichtlich wurde, dass in die Flüchtlingsunterkunft an der Karl-Leisner-Straße Familien einziehen würden, fiel die gemeinsame Entscheidung für ein Außen­spielgerät. Aufgrund der Corona-Krise konnte dieses nicht vor Ort feierlich eingeweiht werden. So erfolgte eine „stille Übergabe“, zu der sich einige der beteiligten Schülerinnen und Schüler, sowie Ulrich Hünerbein-Ahlers, Guido van Afferden und Daniel Heinrichs vor Ort trafen, um sich das Spielgerät und den e von der Stadt Kevelaer gestalteten Außenbereich anzusehen.

Das Kardinal-von-Galen-Gymnasium Kevelaer freut sich darüber, gemeinsam mit dem Runden Tisch für Flüchtlinge Kevelaer zu einem schöneren Wohnumfeld für Flüchtlingskinder beige­tragen zu haben. Dies setzt ein weiteres Signal für den Einsatz des Kevelaerer Gymnasiums gegen jede Form von Rassismus.

Das Ende der Zeit der „Plage und Dürre“

Stolz und Erleichterung waren Schulleiter Karl Hagedorn an diesem Morgen im Rahmen der kleinen Feierstunde anzusehen, die von dem Musikkurs der EF (Einführungsphase) des Kardinal-von-Galen-Gymnasiums eingeleitet wurde.
Mit der Übergabe der neuen Räume für die Naturwissenschaften gehe eine lange Zeit der „Plage und Dürre“ zu Ende, unterstrich der Schulleiter bei der offiziellen Übergabe, bei der Vertreter der Stadt, die Schulleitungen von Real- und Gesamtschule, die Schulpflegschaftsvorsitzenden des KvGG, Lehrkräfte und Schüler anwesend waren. Denn vor und während der Baumaßnahmen sei man oftmals gezwungen gewesen, Geräte kreuz und quer durch die Schule zu tragen, um den Unterricht in Biologie oder Physik zu gewährleisten.
„So macht Schule Spaß“, beschrieb Hagedorn kurz und knapp den Ist-Zustand.
Hagedorn bedankte sich bei der Verwaltung, „die uns intensiv mit einbezogen hat“, für die Unterstützung bei der Planung des dritten Bauabschnitts. Man habe „schon längere Diskussionen gehabt, bis das so weit war“, sprach er die Debatte über den finanziellen Rahmen und die Wünsche seitens der Schule an.
Wichtig sei, meinte er später bei der Besichtigung der Räume, dass „die Schüler selbstständig ihre Arbeit machen können“ – und das auch mit modernen Medien.
Sechsstellige Investition
In dem Trakt, der früher noch zur auslaufenden Realschule gehörte, befinden sich jetzt an einem Flur auf jeder Seite jeweils zwei Biologie- und zwei Chemieräume mit je einem Materialraum, der dazwischen angeordnet ist. Dazu kommen noch zwei Physikräume und eine großzügige Physiksammlung.
„Da hätte ich fast wieder Bock, mich in den Chemie-Leistungskurs reinzusetzen“, scherzte der Kevelaerer Bürgermeister Dominik Pichler, der 1995 sein Abitur am Kardinal-von-Galen-Gymnasium gemacht hatte. Er erinnerte sich daran, wie man damals in einem fensterlosen Raum Experimente gemacht hatte. „Wenn es gestunken hat, hatte jeder was davon“.
Die Gesamtmaßnahme für den dritten Bauabschnitt kostete rund eine Million Euro. Dabei wurden die früheren Hörsäle um drei Meter vergrößert, umfangreiche Elektroarbeiten vorgenommen. Dazu kamen die neu erstellten Räume für 180.000 Euro.
Auch die Sammlungsräume zwischen den Klassenräumen wurden vergrößert. Ein Klassenraum bleib unangetastet. „Wir investieren hier wesentlich mehr als für das Gradierwerk“, machte Pichler beim Rundgang deutlich, dass angesichts weiterer Umgestaltungen wie des Verwaltungstraktes der Gesamtschule und des Wandels von G 8 auf G 9 weitere Investitionen nötig sein werden.
„Wir haben bessere Möglichkeiten für Gruppenarbeit und können via Beamer und TV mit dem Tablet arbeiten“, stimmte Biologielehrerin Milena Wiechmann in den Chor der Zufriedenen ein. „Jetzt können 32 Leute parallel experimentieren“, ergänzte Chemielehrerin Ricarda Corbach. Und die 17-jährige Physik-Schülerin Tabea fand die Räume einfach nur „heller und freundlicher“.

„Macht die Augen auf!“

Evi (Athena Riegel), ihr Freund Stefan (Annika Schwartges) und Kai (Romina Höhn) sind in dem von der Theater-AG des Kardinal-von-Galen-Gymnasiums inszenierten Sabrina-Gabler-Stück „Endstation“ ein verschworenes Trio an ihrer Schule.
Was alle drei eint, ist ihre Rolle als Außenseiter in der Schule – von den „Angesagten“ um die coolen Handballer mit Alex (Cellina Hardt) als angeberischem Star werden sie offen verbal gemobbt, in Verlaufe des Stücks sogar tätlich angegriffen und erniedrigt.
Zwei Hippie-Mädels kommen zwar mit Evi in Kontakt, aber wollen den nur entwickeln, wenn sie sich von den beiden „Losern“ verabschiedet. „Die haben doch einen IQ wie eine Bockwurst“, sagt Jessica (Oliwia Puzik).
Und Kai mag seine Mitschülerin Britta (Monika Sodlanovska), die sich aber nicht aus dem Gruppenzwang herausbewegen kann – und wird dafür verprügelt, nur weil er mit ihr am Tisch geredet hat.
Richtig ernst genommen werden alle drei von niemandem – der Lehrer Becker (Sascha Koziol) ist überlastet „von sechs Schulklassen, von denen ich mir nicht mal alle Namen merken kann“ und lässt sich im Konfliktfall von den Sprachrohren der Klasse beeinflussen.
Die Schulpsychologin (Alexandra Beckedahl) spricht nach einem Gespräch mit Stefan von einem „frustrierten Jugendlichen“, der die Schuld immer bei den anderen sucht. Dabei hat er nur versucht, die anderen davon abzuhalten, seine Freundin zu betatschen. Eine Mitschülerin filmt das Ganze sogar mit dem Handy.
Und auch die Eltern, die im Dunkel aus dem „Off“ zu dem jeweiligen Jugendlichen sprechen, zeigen kein Verständnis für ihr Verhalten – so wie Evis Eltern, die sich „enttäuscht“ über das Fehlverhalten der Tochter zeigen, die aber eigentlich doch gar nichts getan an. Dabei werden die Jugendlichen isoliert im Scheinwerferlicht inszeniert wie Angeklagte, die vor Gericht stehen.
Ohne jegliche Unterstützung von irgend einer Seite, greifen die beiden Jungen Stefan und Kai schließlich zum Äußersten. „Wir machen der Sache ein Ende! Wir werden uns rächen, dann können Sie uns nicht mehr übersehen, uns schlecht behandeln. Sie sollen am eigenen Leib erfahren, was sie uns angetan haben“, sagen sie – und besorgen sich eine Pistole.
Dazu basteln sie sich Sprengstoff, stürmen in die Party für die Handball-Meisterschaft, erschießen einige Schüler. Stefan erschießt sich, und Kai nimmt den Jungen, der mit Britta kam, mit Sprengstoff mit in den Tod.
Am Ende verweigern die Überlebenden der Katastrofe, für die Taten mit in Haftung genommen zu werden. „Wir konnten es nicht verhindern“, sagen die Mitschüler, der Lehrer, die Psychologin.
„Jeder war zu feige, Verantwortung zu übernehmen“, bringt Evi den Kern des Stücks auf den Punkt. „Die Tat war ein Hilfeschrei in der Hoffung, dass sie es verstehen“, wandte sie sich direkt ans Publikum: „Und mal ehrlich: wie gut kennen Sie ihr Kind ?“
Seit dem Herbst vergangenen Jahres hatte die von Oliver Verheyen und Eva Cepok geleitete Gruppe nach einem Stoff gesucht, bis Weihnachten unter sechs Stoffen ausgewählt, danach die Rollen besetzt und geprobt.
Man habe bewusst auch mal so einen ernsten Stoff spielen wollen, „um Leute zum Nachdenken anzuregen“, meinte Luca Leuschner, der einen der „Angesagten“ spielte. „Bei uns gibt es so etwas so nicht, aber es gibt sicher Leute, die so sind.“
„Ich hab das angelesen und war sehr mitgenommen, weil es das in der Realität gibt“, gestand Eva Cepok, „bei jeder Probe ergriffen“ gewesen zu sein – und war es auch an diesem Abend. „Wir verurteilen Amokläufe – aber hier versteht man es.“
Gerade die Belästigungsszene habe man mehrfach proben müssen, weil das den Schülern schwer fiel. „Es war schwer, diese Rollen anzunehmen, weil das Stück so emotional ist und man selbst davon so betroffen ist“, meint Athena Riegel in der Pause.
Die Zuschauer zeigten sich von der sehr direkten und unmittelbaren Inszenierung beeindruckt. „Ich find´s genial – ich hab als Sozialpädagogin tagtäglich damit zu tun“, bezeichnete Birgit Heckens-Verheyen die Darbietung als „voll authentisch.“
Und der KvGG-Lehrer Marcel Robens drückte seine „hohen Respekt“ für die Leistung der Schüler aus und nahm die Botschaft des Stücks auf: „Mensch, macht die Augen auf !“ Damit so etwas wie in dem Stück beschrieben nie passiert.

Der Schritt in ein neues Leben

Aufgeregt drängten sich die 84 Abiturientinnen und Abiturienten des Kardinal-von Galen-Gymnasiums durch den Eingang des Bühnenhauses – erwartungsvoll angesichts des besonderen Momentes, der sie an diesem Samstagvormittag dort erwartete.
„Das ist schwer zu beschreiben“, versuchte Malee Sprenger trotzdem zu sagen, was ihr in diesem Augenblick durch den Kopf ging: „Das Neue fängt an, aber wohin…mal sehen“, sagte die 18-Jährige und wartete wie ihre MitschülerInnen auf den kollektiven Einmarsch in den vollbesetzten Konzertsaal zur Feier unter dem Motto „Abilantis: 12 Jahre versunken – jetzt tauchen wir auf“.
Gespannt waren auch die zahlreichen Eltern und Familienmitglieder, die zu dem Festakt erschienen waren. „Es ist ein Lebensabschnitt, ein neuer Anfang. Wir sind stolz, dass die Kinder es geschafft haben, den Weg bis dahin zu gehen“, meinte Karl-Heinz Hellmans, dessen Tochter Carolin später das wertvolle Dokument in Händen hielt.
Auch für Karl Hagedorn war diese Abiturfeier kein Abschied wie jeder andere: „Das ist die erste Generation, die ich als Schulleiter mit der fünften Klasse eingeschult habe“, nannte er sie schon vor der offiziellen Begrüßung „eine besondere Generation mit ihren Besonderheiten.“
Ein wertvoller Abschluss
Das Abitur sei ein „wertvoller Abschluss, der einem Türen öffnet“, regte er humorvollerweise bei den Schülern an, sich als Lehrer zu versuchen: „Es wird nie einsam, es wird nie langweilig, und Sie wissen in den nächsten zehn Jahren, wann Urlaub ist.“
Die Summe des Wissens diene dazu, sich eine Meinung zu bilden und damit jetzt gefordert zu sein, „euer Leben zu gestalten, zu tun, was Ihr Euch wünscht.“
Bürgermeister Dominik Pichler wagte es nicht, sich an seine eigene abendliche Abifeier zu erinnern. „Glücklich ist, wer vergisst, was nicht mehr zu ändern ist“, meinte er etwas sibyllinisch. In seinem sehr launigen Grußwort zitierte er den griechischen Philosophen Sokrates mit den Worten zur Jugend und dem, was jede Generationen sich vorhalten lassen muss: „Sie widersprechen ihren Eltern, schwadronieren in der Gesellschaft, verschlingen bei Tisch die Süßspeisen, legen die Beine übereinander und tyrannisieren ihre Lehrer.“ Diese Dinge würden seitdem jeder Schülergeneration vorgehalten. „Die Alten haben es immer gewusst, die Welt ist aber nicht untergegangen“, gab er den AbiturientInnen mit auf den Weg, den kritischen Geist nicht zu verlieren.
Im Sinne von Konfuzius werde man auf alle drei Wege treffen, klug zu handeln – durch Nachdenken, Nachahmen und Erfahrung. „Die Welt ist bunt und kompliziert – und das ist gut so“, gab der Bürgermeister ihnen mit: „Es ist nicht das Ende, nicht mal der Anfang, aber das Ende vom Anfang. Ich finde das schön.“
Der Vorsitzende der Schulpflegschaft, Clemens Sieben, erinnerte sich an einen Schüler, der 2006 ein T-Shirt mit der Aufschrift „Abi 2018“ getragen hatte: „Das fand ich damals schon sehr mutig“, sagte er und freute sich – gewandt an die Schüler – „dass es bei Euch geklappt hat.“ Das Ende vom Anfang.
Wo ist die Zeit geblieben?
Man habe die Schüler auf dem Weg begleitet, was ihn „einige graue Haare gekostet“ habe, gestand er schmunzelnd ein. „Wo ist die Zeit geblieben?“, äußerte er einen Gedanken, den alle Eltern im Saal teilen konnten. Ob man sich Sorgen machen müsse? „Da muss ich sagen: Nö. Ihr seid gut vorbereitet.“
Der stellvertretende Jahrgangssprecher, Luca Luyven, machte in seiner Rede – vielleicht nicht ganz ernst gemeint – klar: „Ihr gehört jetzt zur Elite der Gesellschaft.“ Das vergangene Schuljahr sei das beste seines Lebens gewesen. Mit seinen Freunden habe er zwischen Montag und Freitag mehr Zeit verbracht als mit der eigenen Familie, wandte sich Luyven direkt an seine Mitschüler: „Vielen Dank für all die wunderbaren Jahre, dass Ihr mir das Schulleben so erträglich gemacht habt.
Den musikalischen Part der Feier übernahmen dann die Schüler selbst: Hannah Müller am Klavier und Eva Kraska präsentierten im Duett „arms“ von Christina Perri. Anna Boscheinen bot am Flügel eine geradezu traumwandlerisch-romantische Interpretation des „Liebestraum n.3.“ von Franz Liszt. Und erneut Hannah Müller überzeugte mit einer gesanglich wunderbaren Version eines Songs von Alexa Feser, der sinnbildlich für das stand, was als Vision für die Zukunft aller Abiturienten am Ende stehen soll: „Das Gold von Morgen.“
Anschließend wurden die Abiturzeugnisse verteilt, wobei Schulleiter Hagedorn jeden einzelnen Schüler mit seinen besonderen Leistungen würdigte – ob nun als Schülervertreter, Streitschlichter, in der Theater-AG, bei der „Denkpause“, als MusikerIn oder für besondere Schulleistungen – wie bei Jan Eyll. Der hatte mit 1,3 Notendurchschnitt das beste Abitur abgeliefert. Am Abend ging es dann in zauberhaften Kleidern und Anzügen zur „richtigen“ Party erneut ins Bühnenhaus.

Abiturientia 2018
Das Abiturzeugnis erhielten: Max Aartsen, Sophia Aland, Lina Baumgärtner, Joris Beetz, Charlotte Blix, Anne Boscheinen, Lorena Breuer, Clara Brezinka, Myriam Cox, János Derks, Cristin Deselaers, Jan Eyll, Lena Fehlemann, Desiree Feller, Marie Flücht, Janina Gehrmann, Nils Gesthüsen, Jos Grootens, Ilirian Haliti, Anna Halmans, Leon Hebben, Carolin Hellmanns, Frederik Hendricks-Kühn, Louisa Holtmann, Michel Hornbergs, Thomas Ingenstau, Lara Jakobs, Christian Janßen, Niklas Jirousch, Aline Joosten, Matthis Keuler, Angelika Knet, Carolin Kösters, Finn Kott, Eva Kraska, Jona Krüling, Max Liebeheim, Marie Lommen, Merle Loock, Luca Luyven, Leon Maags, Jannik Marliani, Christoph Marquardt, Maximilian Merten, Tobias Metzelaers, Paul Michels, Malte Moeselagen, Monique Molderings, Hannah Müller, Rajinder Multani, Abrama Nikrandt, Cordell Nikrandt, Martin Nowak, Julius Oppermann, Yannick Pooth, Kira Reinschlüssel, Ina Ricker, Julius Riegel, Sarah Rosenetzke, Marei Schmidtmann, Henrik Schopmans, Saskia Schumann, Romy Schwarzer, Jonas Sieben, Silas Smeets, Malee Sprenger, Luca Stehr, Korbinian Steiner, Joke Stevens, Emma Tätemeyer, Lukas Teneyken, Jana Theiß, Joré Thielen, Lukas Tissen, Wiebke van Bebber, Sven van Bühren, Dominik Venmanns, Mathias Verhaelen, Laura Verhoeven, Konrad Vink, Annkatrin Waerder, Eva Widera, Nick Willems, Katharina Zorn.

Abiturientia des Kardinal-von-Galen-Gymnasiums Kevelaer 2018. Foto: Axel Hundertmarck

Ministerpräsident im Exklusivinterview mit der „Denkpause“

Während die letzte Ausgabe des Schülermagazins „Denkpause“ am Kevelaerer Kardinal-von-Galen-Gymnasium mit einem Interview überraschte, das den für die Gymnasien unserer Region zuständigen Dezernenten in Düsseldorf, Dr. Wilfried Johannes Bentgens, vorstellte, ist der Aufmacher des ersten Heftes in diesem Jahr schon etwas ganz Besonderes: „Wer ist Armin Laschet?“, heißt es da groß auf der Titelseite neben einem Foto des NRW-Ministerpräsidenten. Und darunter „Unser Ministerpräsident exklusiv im Interview mit der KvGG-Schülerzeitung“.

Bereits seit ein paar Monaten arbeiten Chefredakteurin Maria Perau ( Kl. 11) und ihre Stellvertreterin Lina Martens (Kl. 10) schon an dieser Geschichte, an Absprachen, Terminen, Schriftwechsel und an der Autorisierung der endgültigen Textfassung. „Inzwischen ist er fast täglich in Fernsehnachrichten und anderen Sendungen zu sehen und arbeitet als stellvertretender Parteivorsitzender der CDU Deutschlands seit Monaten intensiv mit an der neuen Regierungsbildung. Jetzt ist unser ,Landesvater’, der Ministerpräsident Armin Laschet, der Aufmacher dieser Denkpause-Ausgabe… Wir sind auf jeden Fall, ehrlich gesagt, ziemlich stolz darauf, dieses Interview mit dem Ministerpräsidenten jetzt in der DP zu haben“, ist im Editorial der Beiden zu lesen, die entsprechend dem NRW-Schulgesetz und dem Presserecht die „Denkpause“ eigenverantwortlich herausgeben.

Aber auch eine ganze Reihe interessanter anderer Themen wird auf den insgesamt 64 DIN-A4-großen Farbseiten aufgegriffen. So berichten zum Beispiel Jolina Schmidt und Ben Vos (Kl. 9) über das ganztägige Projekt des Faches Englisch, bei dem das englischsprachige “White Horse Theatre” mit drei Stücken für alle über siebenhundert Schüler im Kevelaerer Konzert- und Bühnenhaus gastierte. Julius Riegel (Kl. 12) präsentiert seine Rechercheergebnisse zu den Themen „Erneuerbare Energien“ und „Elektroautos“. Katharina Zorn und Saskia Schumann (Kl. 12) beschreiben ihre Ideen, was man handgemacht und geschmackvoll zum Muttertag verschenken könnte. Lina Jakomin (Kl. 9) stellt „Vergessene Klassiker der Filmgeschichte“ vor. Und Athena Riegel (Kl. 10) setzt sich in ihrem Beitrag „Staat und Kirche – Kirche und Staat“ mit den Wechselbeziehungen zwischen den beiden „Mächten“ auseinander.

Außerdem dürfen natürlich die Vorstellung neuer Referendare, das DP-Horoskop, die Buch- und Filmbesprechungen wie die Kritik zu „The Maze Runner“ und die DP-Veranstaltungstipps für die kommenden Monate nicht fehlen.

Ab sofort gibt’s das Schülermagazin, das jetzt seit über zwanzig Jahren ununterbrochen erscheint, in jeder großen Pause am Schülerzeitungsstand in der KvGG-Pausenhalle – solange der Vorrat reicht.

Technik fürs Gymnasium

Kevelaer. Gerade in den Wintermonaten stellt sich Schülern und Mitarbeitern der Schule fast täglich die Frage: Welche Lehrkraft ist wohl heute krank – und wer vertritt sie? Am Kardinal-von-Galen-Gymnasium gibt es dafür jetzt eine moderne Lösung, finanziert vom Förderverein der Schule.
Eine neue Software, die auf das bestehende Programm zur Verwaltung der Stundenpläne aufsetzt, verarbeitet künftig alle Vertretungsaufgaben. Schulleiter Karl Hagedorn und Schulleiterin Dr. Astrid Czubayko-Reiß können vom Büro – und sogar von zuhause aus – die nötigen Planänderungen eintragen. Ein Monitor im Lehrerzimmer zeigt übersichtliche die aktuellen Vertretungen an. Im Foyer des Gymnasiums hängt ein zweiter Monitor, der – mit selektierten Informationen – auch die Schüler über die anstehenden Vertretungen informiert. Ganz zeitgemäß gibt es zusätzlich eine App fürs Smartphone, die es den Lehrkräften erlaubt, auch zuhause einen Blick auf ihre anstehenden Vertretungsaufgaben zu werfen. Das erleichtert die Vorbereitung und entlastet das Sekretariat, weil weniger Telefonate geführt werden müssen. Diesen Fortschritt hat sich der Förderverein der Schule 5700 Euro kosten lassen – komplett aus Eigenmitteln finanziert, wie der Vereinsvorsitzende Helmut Hardt betont.
Förderverein und Sparkasse
Sukzessive aufgerüstet wurden zudem die Klassenräume des Gymnasiums mit Computern und teilweise auch Beamern und Leinwand. Dazu gab es eine wichtige Unterstützung durch die Sparkasse Kevelaer in Höhe von 6000 Euro.
Langfristig sollen außerdem alle Räume mit digitalen Whiteboards ausgestattet werden. Bis dahin besteht jetzt zunächst die Möglichkeit für die Lehrkräfte, auch Internetinhalte oder Videos auf die Leinwand zu projizieren. Zusätzlich können Schüler den Computer für Rechercheaufgaben benutzen.
Derzeit überarbeitet die Schule ihr Medienkonzept. Mittelfristig sollen dann nicht nur einzelne Plätze im Internet arbeiten können, sondern ganze Klassen. Bislang scheitert das aber nicht nur an der Anschaffung der nötigen Geräte. Die Internetanbindung der Schule ist bislang so schwach, dass die Leitung schon zusammenbricht, wenn in zwei Klassen gleichzeitig ein Video gestreamt wird. Aber auch das soll sich ändern.