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Unbekannte entwenden Grabschmuck

In der Zeit zwischen Montagnachmittag, 15. Februar 2021, und Mittwochnachmittag, 17. Februar 2021, entwendeten unbekannte Täter*innen auf dem Friedhof am Gerberweg Grabschmuck. Gestohlen wurde ein Kerzenständer in Form der Gnadenkapelle. Zeugenhinweise zu verdächtigen Beobachtungen nimmt die Kripo Goch unter Tel. 02823-1080 entgegen.

Messdiener pflanzen Bäume zum Ernte-Dank-Fest

Trotz aller Widrigkeiten haben es sich die Messdiener von St. Quirinus auch in diesem Jahr nicht nehmen lassen, zum Ernte-Dank-Fest ihre Baumpflanzaktion durchzuführen. Alle Messdiener nahmen an der Ernte-Dank-Messe teil und gingen anschließend gemeinsam zum Friedhof. Auf Grund der Beschränkungen durch Covid-19 konnte die Kirche leider nicht so gut gefüllt sein wie gewohnt. Es fehlten die Kindergarten- und Schulkinder, die normalerweise ihre mit Obst und Feldfrüchten gefüllten Körbchen am Altar abstellten. Es fehlte der sonstige Blumenschmuck zu diesem Fest, es fehlten die reichlich gefüllten Körbe, die sonst durch die Caritas, Landfrauen und KFD vor dem Altar aufgebaut waren. Aber zumindest gab es eine Ernte-Dank-Krone und im dritten Jahr in Folge die Baumpflanzaktion.

Freundlicherweise hat die Messdiener in diesem Jahr die Friedhofsgärtnerei Petzchen beraten, die Standorte zusammen auf dem Friedhof ausgesucht und die Bäume zum Friedhof geliefert. So konnten alle Beteiligten bei gutem Wetter einen Seiden- und einen Judasbaum auf dem Twistedener Friedhof einpflanzen. Insgesamt haben die Messdiener in den vergangenen drei Jahren bereits vier Bäume gepflanzt, dadurch zur Verschönerung des Friedhofes beigetragen und etwas für den Klimaschutz getan.

Der Friedhof als Kunstraum

Fast jeder Kevelaerer ist schon dort gewesen, sei es um seiner lieben Verstorbenen zu gedenken, die Grabstätten mit Blumen und Lichtern zu schmücken oder einfach dort spazieren zu gehen und in der Stille seinen Gedanken nachzuhängen. Aber es lohnt sich, genauer hinzuschauen, die alten und neuen, liebevoll und persönlich gestalteten Grabmäler zu betrachten und auf sich wirken zu lassen.

Über einen Zeitraum von einem halben Jahr fotografierte Axel Hundertmarck Grabstätten auf dem Kevelaerer Friedhof und war fasziniert von Vielfalt und Reichtum dieses stillen Ortes – ein echter Kunstraum. Diese Faszination ließ ihn nicht mehr los und es entstand der Wunsch, die Bilder und Eindrücke mit den damit verbundenen Gefühlen mit anderen zu teilen. Im Mutter-Teresa-Saal des Priesterhauses wurden nun über 300 dieser Friedhofsfotos präsentiert, musikalisch untermalt von Elmar Lehnen am Klavier. Der Einladung waren mehr als 40 Kevelaerer gefolgt und kamen in den Genuss einer abwechslungsreichen Entdeckungsreise über unseren Friedhof. „Ich war zwischendurch mal richtig weg“, so kommentierte eine Besucherin strahlend die meditative Stimmung durch das Zusammenspiel von Bildern und Musik.

Wie wichtig es ist, diesen besonderen Ort zu bewahren und die teilweise sehr alten Grabmäler zu erhalten, verdeutlichte im Anschluss Ernst Koppers, Vorsitzender des im März diesen Jahres gegründeten Vereins Denkmal/Grabmal.

Hier gibt es einen Ort der Trauer

„Wir haben uns gefreut auf dich, suchten Namen für dich aus. Wir haben über Ultraschall Bilder angesehen von deinem winzigen Körper. Ich habe gewartet, dass ich dich spüre. Doch du gingst, bevor du geboren wurdest. Wir haben nie in deine Augen schauen können. Wir legen dich nun in die Barmherzigkeit Gottes.“
Diese Gedanken stellte Rita Schmitz-Fiedler an den Beginn des ökumenischen Trauergottesdienstes für „stillgeborene“ Kinder. Kinder, die empfangen wurden, aber nie das Licht der Welt erblicken konnten. Für Rita Schmitz-Fiedler, Birgit Vos, Claudia Verhaegh und Gertrud Selders aus dem Pfarrgemeinderat St. Marien stand schon vor einigen Jahren fest, dass auch diese ungeborenen Kinder, wie klein sie auch sein mögen, eine würdige Bestattung verdient haben. Alle betroffenen Eltern, Geschwister oder Großeltern solleneinen Ort der Trauer erhalten.
Im Oktober 2012 fand die erste gemeinsame Beisetzungsfeier der stillgeborenen Kinder mit einem Gewicht unter 500 Gramm statt. Bei Gewicht darüber bekommen die Kinder eigene Grabstellen.
Engelsstatue am Grab
Im März 2015 weihte Pfarrer Ulrich Terlinden das gemeinsame Kindergrabfeld mit einer über zwei Meter hohen weißen Engelstatue aus der Werkstatt des Kevelaerer Steinmetz und Bildhauermeisters Wendel Wollweber ein. Der Engel steht vor einer halboffenen Tür, aus der das goldene Licht des Himmel strömt. Neben ihm der Wunsch: „Ins Paradies mögen Engel euch geleiten.“ Betroffene Eltern erhalten noch im Krankenhaus einen Flyer mit näheren Informationen über diese Möglichkeit der Bestattung ihres während der Schwangerschaft verstorbenen Kindes.
Die Pfarrei St. Marien stellt den Platz auf dem Kindergräberfeld kostenlos zur Verfügung. Es fallen auch sonst keinerlei Kosten für die betroffenen Eltern an. Alle Initiativen sind ehrenamtlicher Art. Durch Sr. Hildegard und das Vorbereitungsteam wird die Clemenskapelle für die Trauerfeier würdig vorbereitet. Blumenschmuck wird durch die Firmen Aymans, Clahsen, Holtappels und Petzchen bereitgestellt. Die Mitarbeiter des Friedhofs sorgen mit großem Engagement für die Pflege der Grabstelle. Marion Piegenschke spendet Kerzen mit einem Engelmotiv für die betroffenen Familien und die Firma Kamps führt ehrenamtlich die Beerdigung durch und stellt den kleinen Sarg und Mitarbeiter zur Verfügung. Auch das
Bestattungsunternehmen Willems unterstützt die Trauerfeier.
Nun fand erneut eine solche Beisetzungsfeier „stillgeborener „Kinder in der Clemenskapelle statt. Vor dem Altar stand neben Blumen und Kerzen auch ein kleiner weißer Sarg. Mit leisem Orgelspiel von Romano Giefer erklang eine passende Umformulierung eines bekannten Kinderliedes: „Weißt du, wieviel Kinder gehen still und leise von der Welt? Weißt du wieviel Eltern sehen traurig auf zum Sternenzelt? Ihre Kinder, ihre Tränen, ihre Trauer und ihr Sehnen sind in Gottes guter Hand.“
„Gott ist das Leben. Er schenke das Leben in Fülle in seinem Himmel auch ihren Kindern“, sagte Pfarrer Michael Wolf in seiner Ansprache. „Mögen Sie sich trösten in der Zuversicht, dass der Himmel offensteht für Ihre Kinder und für uns alle.“ Am Ende ging die versammelte Gemeinde hinter Kreuz und Sarg in Prozession zur Grabstelle.
„Du warst ein Kind der Hoffnung, der Freude, des Lebens. Du bleibt Kind deiner Eltern, doch du bist ein Kind der Sehnsucht, das zum Kind der Trauer wurde. Du hast den Sonnenglanz und die Mondsichel nie gesehen, du hast nicht in die leuchtenden Augen deiner Eltern geschaut. Nun siehst du das Licht, das strahlende, wärmende Licht der Liebe Gottes. Auch du wohnst im Hause Gottes, wo viele Wohnungen sind.“ Mit diesen tiefen Worten endete die Beerdigungsfeier und das Vorbereitungstem überreichte den betroffenen Eltern eine Gedenkkarte, das ein Stück der Seide enthält, in das auch ihre Kinder im Sarg gehüllt sind, und selbst gestaltete Kerzen.
Alle konnten noch in Stille Abschied nehmen von den so früh verstorbenen Jungen und Mädchen. Auch einige Geschwisterkinder waren da, wie Johanna und Moritz, die mit großen weißen Rosen für ihr ungeborenes Schwesterchen Klara, die im 4. Monat im Mutterleib starb, Abschied nahmen. Alle betroffenen Familien haben nun eine würdigen Ort der Trauer, wo sie ihr Kind, das ihnen so früh genommen ist, ganz der Liebe Gottes anempfehlen können.

Polizei klärt Diebstähle auf Friedhöfen auf

Vor rund drei Wochen waren auf Friedhöfen in Kevelaer und Weeze unter anderem zahlreiche Grablampen entwendet worden. Der Kriminalpolizei gelang es jetzt dem Polizeibericht zufolge, einen 35-jährigen Mann aus Kevelaer und einen 21-jährigen Mann aus Weeze als Tatverdächtige zu ermitteln. Am Freitag, 15. März, durchsuchte die Kriminalpolizei ihre Wohnungen. Im Keller des 35-Jährigen fanden die Beamten Kupferbleche und mit einer Flex zerschnittene Teile von Grablampen. Zwei Grablampen und zwei Deckel waren noch nicht zerschnitten. Die Kripo stellte die aufgefundene Beute sicher. Außerdem stellten die Beamten den PKW des 21-Jährigen sicher. Mit diesem Fahrzeug war die Beute transportiert worden. Die Kripobeamten nahmen den 35-Jährigen vorläufig fest. Er wurde nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen entlassen.
Für den Friedhof in Kevelaer an der Römerstraße waren bei der Polizei zehn Strafanzeigen erstattet worden.
In Weeze hatten Gemeindemitarbeiter auf den Friedhöfen am Gesseltweg und an der Straße Vorselaer insgesamt 56 beschädigte Gräber festgestellt. Bislang sind hier zehn Strafanzeigen erstattet worden.
Die Polizei sucht die Eigentümer der noch nicht zerschnittenen Grablampen sowie Geschädigte, die noch keine Anzeige erstattet haben. Sie werden gebeten, sich bei der Kripo Goch unter der Telefonummer 02823 1080 zu melden.