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Theaterverein 4c freut sich schon aufs Wiedersehen

Da kann man nun wirklich sagen: Kinder, wie die Zeit vergeht! Seit 30 Jahren begeistert der Kevelaerer Theaterverein 4c sein Publikum durch mindestens zwei Aufführungen jährlich und ist durch seine humoristischen und komödiantischen Darstellungen ein Publikumsmagnet für Zuschauer weit über die Grenzen von Kevelaer hinaus geworden.
„Wer hätte gedacht, dass aus unserer damaligen Intention, Schülern der Abschlussklasse 4c der Antonius Grundschule Kevelaer durch unsere Sketche einen schönen Grundschulabschluss zu bescheren, ein so lange agierender, etablierter und anerkannter Verein wird“, resümiert Günter Voß, Vorsitzender des Vereins.

Ehrenamtlicher Einsatz

Mit viel Engagement und ehrenamtlichem Einsatz wurde in den vergangenen Jahren viel erreicht und umgesetzt. Mit den derzeit 22 Mitgliedern konnten nicht Charaktere und nur exzellente schauspielerische Darstellungen auf die Bühne gebracht werden. Bühnenbau, Technik, Requisite und maskenbildnerische Arbeiten wurden von den Vereinsmitgliedern eigenständig durchgeführt und eingebracht, oftmals auch durch persönlichen finanziellen Einsatz. Durch die Anmietung eines Probenraumes wurde die Grundlage für die professionelle Weiterentwicklung des Vereins gelegt, da hier sowohl die Bühnenelemente und Requisiten gelagert werden können und dort auch Bühnenbau und Proben stattfinden.
Natürlich hat sich der Verein sein Jubeljahr ganz anders vorgestellt. Bedingt durch die Corona-Pandemie mussten im Frühjahr bereits die allseits beliebten Sketchabende abgesagt werden. Etwas Besonders hatte sich der Verein für sein Publikum für den Herbst überlegt. Für Ende Oktober war die Cover-Band „Dauerwelle“ aus dem Rhein-Main-Gebiet engagiert. Hier sollte im Konzert- und Bühnenhaus eine Jubiläumsparty unter dem Motto „NDW“ (Neue Deutsche Welle) starten. Leider fällt auch diese Veranstaltung coronabedingt aus, soll aber im kommenden Jahr nachgeholt werden.

„Bedauerlicherweise haben die Veranstaltungsabsagen auch eine negative Auswirkung auf unsere Finanzlage“, so Günter Voß. „Wir hoffen doch sehr, im kommenden Jahr wieder vor Publikum spielen zu können. Unserem treuen Publikum sagen wir ein ganz großes Dankeschön für die treue Unterstützung und Begleitung in den vergangenen Jahren. Wir hoffen, dass sie und wir gesund durch die nächsten Monate kommen und freuen uns auf ein Wiedersehen im kommenden Jahr.“

Jubelfoto aus dem Jahr 2000. Foto: Archiv KB

Das Kevelaerer Blatt hat die Aufführungen der beliebten Amateurschauspieler immer gerne begleitet und freut sich sehr, dass der kreative und engagierte Verein weiterhin für die Theaterfreunde in Kevelaer und darüber hinaus da sein möchte. In diesem Zusammenhang haben wir beim Kramen in unseren Archiven ein besonders Bild gefunden: Es zeigt die Truppe beim zehnjährigen Bestehen. Mit dabei sind Moderatoor Karl Timmermann und der Stargast des Abends, Mike Krüger, der sich damals vom Können der Kevelaerer begeistert zeigte und extra die Genehmigung für ein Foto im Kevelaerer Blatt gab.

Neue Ehrenmitglieder

Mit seinen 141 Jahren ist der Theaterverein „Gemütlichkeit 1879“ einer der ältesten Vereine im Ort und im gesamten Stadtgebiet. Seine Bekanntheit geht aber weit über die Stadtgrenzen hinaus. Jedes Jahr spielt der Theaterverein für rund 700 Zuschauer im Saal Brouwers in Kervenheim. Meist werden lustige und spannende Komödien gespielt, die sehr gut bei Theaterfreunden ankommen.

„Nach dem Theaterspiel ist vor dem Theaterspiel“, so begrüßte der 1. Vorstitzende Erich Derricks die zahlreich erschienenen Mitglieder zur Jahreshauptversammlung am 4. Sonntag des neuen Jahres im Vereinslokal Brouwers. Ein ganz besonderer Gruß ging an das älteste Ehrenmitglied des Theatervereins Heinrich Halman (93 Jahre) und an die Ehrenvorsitzende Gisela Franzen.

Erich Derricks bedankte sich ganz herzlich bei allen Vereinsmitgliedern, bei ihren Partnern und bei allen Helfern für die hervorragende Arbeit im Jubiläumsjahr 2019. Vier ausverkaufte Häuser bei den Aufführungen im Herbst 2019, ein Vereinsfest im Mai, eine Benefizveranstaltung und Tombola sowie ein großartiges Aktions-Ergebnis für bedürftige Kinder und Jugendliche in der Region: 4500 Euro konnten an die Aktion: „Lichtblicke e.V.“ und an „Herzenswunsch Niederrhein e.V.“ übergeben werden. Eine stolze Bilanz. „Ich bin sehr glücklich und so stolz auf Euch“, so Derricks. „Wir sind eine wunderbare Gemeinschaft, ein fröhliches und funktionierendes Team. Es macht sehr viel Spaß und animiert einfach zum Weitermachen. Herzlichen Dank dafür.“

Nach der Begrüßungsansprache wurden von Gisela Franzen das Protokoll der Jahreshauptversammlungen 2018 und 2019 vorgetragen, sowie die vielen Begegnungen und Ereignisse aus den vergangenen zwei Jahren kurzweilig und humorvoll zusammengefasst. Großer Beifall für diese tolle Vorlesung.

Michaela Leisten aus dem Spielleiterteam berichtete über die letzte Aufführung im Herbst 2019 „Residenz Schloss & Riegel“ von Winnie Abel und lobte nochmals ausdrücklich die Leistungen aller Spielerinnen und Spieler. Dank ging auch an die Bühnenbauer für die tolle Gestaltung der Bühne.

Kassiererin und Vorstandsmitglied Verena Koenen konnte einen erfreulichen Kassenbericht vorlegen. Die Kasse ist gut gefüllt und gut geführt. Die Kasse wurde von zwei Mitgliedern geprüft, alles war bestens in Ordnung. Es konnte Entlastung erteilt werden. Applaus und ein großes „Dankeschön“ an Verena Koenen für die gute Arbeit.

Die neuen Kassenprüferinnen und Prüfer für 2020 sind Christa Schmitz und Heinz Schmitz. Der neue Vergnügungsausschuss für 2020: Simone Gansen, Jonas Werner, Clemens Dauben und Markus Scheffer werden für ein schönes Vereinsfest sorgen und dieses gemeinsam organisieren.

Es gibt einen neuen Posten beim Theaterverein. Hans-Bernd Wessels wird als Delegierter des TVG für eine weitere und gute Zusammenarbeit mit den geselligen Vereinen in Kervenheim sorgen.

Die Laienschauspieler sind weiterhin auf der Suche nach neuen Mitgliedern: „Jung und Alt können sich gerne bei uns melden und sind jederzeit willkommen. Wir freuen uns auf Euch als Spielerin und Spieler, als Bühnenbauer oder auch für andere spannende Aufgaben“, so Pressesprecher Theo Bruckmann. Neu im Theaterverein ist nach einer Pause wieder Hannelie Janssen. Ebenso neu beim TVG ist Karl-Heinz Scholten aus Winnekendonk.

„Ehre, wem Ehre gebührt“

Für hervorragende Verdienste und für ihre beispielhaften und richtungsweisenden Tätigkeiten im Theaterverein wurden Peter Koppers und Clemens Spittmann zu „Ehrenmitgliedern“ ernannt. In einer fröhlichen und auch emotionalen „Laudatio“ in Reimform von Theo Bruckmann wurden diese beiden Mitglieder ganz besonders geehrt. Peter Koppers ist 60 Jahre im Verein, Clemens Spittmann über 30 Jahre. Beide haben sich als Spieler, Bühnenbauer und ideenreiche „Macher“ zusammen über 90 Jahre ehrenamtlich eingesetzt und den Verein maßgeblich mitgeprägt. Beide Ehremmitglieder erhielten vom 1. Vorsitzenden einen schönen Blumenstrauß und eine von Beate Gansen individuell gestaltete Ehrenurkunde. Langanhaltender Applaus aller Mitglieder galt den neuen Ehrenmitgliedern.

Margret Laarmanns ist 65 Jahre im Verein. Heinz Schmitz 40 Jahre. Herzliche Glückwünsche, Blumen und ein ganz großes „Dankeschön“ für treue Mitarbeit und für die tollen schauspielerischen Leistungen auf der Kervenheimer Bühne gingen auch an sie.
Im anschließenden „gemütlichen Teil“ des Abends gab es wieder ein leckeres Schaschlik und dazu ein kühles Bierchen.

Die Termine für die Herbstaufführungen 2020
des Kervenheimer Theatervereins stehen fest:

Sonntag, 8. November 2020, um 15 Uhr mit Kaffee und Kuchen
Sonntag, 15. November 2020, um 15 Uhr mit Kaffee und Kuchen
Freitag, 20. November 2020, um 19.30 Uhr, 1. Abendvorstellung
Samstag, 21. November 2020, um 19.30 Uhr, 2. Abendvorstellung.

Miss Sophie hätte fröhlich gefeiert

Beim berühmten „Dinner for One“ geht es schon ziemlich turbulent zu. Das lässt ein Feuerwerk erwarten, wenn Miss Sophies Erben endlich zum Zuge kommen. Und so kam es dann auch: Die Kevelaerer Amateurtheatergruppe „4c“ hatte sich das Stück „Miss Sophies Erbe“ ausgesucht – wohl nicht zuletzt ob der vielen schrillen Figuren, die nach und nach auf Ansitz Kübelstein eintreffen, jeder natürlich mit dem Wunsch, sich nach dem Ableben der Ewig-90-Jährigen möglichst schnell die Taschen vollzustopfen.

Als da wären und während der beiden Aufführungen am Wochenende auf der Bühne waren: Die abgehalfterte Operndiva Ludmilla Stroganoff (Marion Schink), die gleich dem jungen Butler (Micha Rosenkranz) um den Hals fällt, und ihre verhärmte Assistentin Gundula (Helene Voß); der tuntige Modemacher Siegfried Roy Toby, der seine Finger auch gleich in Richtung des schon durch die Diva belästigten Bediensteten ausstreckt, der sich daraufhin mit Pfefferspray wehrt und irrtümlich Richard Pommeroy (Günther Thomas) erwischt, sowie die attraktive Pflegerin und Gattin von Sir Winterbottom (Nicole Arping). Erblassverwalter Dr. Ross (Marcus Kemper) und Köchin Marlies (Annika Selders) hatten also alle Hände voll zu tun, den letzten Willen der Verstorbenen adäquat umzusetzen.

Fotogalerie

Lebensfrohe Witwe

Auf den Running-Gag mit dem Tigerfell und andere artistische Höhenflüge verzichtet Autor Andreas Wening in seiner Fortsetzung des Dinners mit anderen Darstellern. Dafür gibt‘s jede Menge Zicken-Krieg, Tunten-Tratsch, einen ganz schön schüchternen Butler, eine richtig resolute Köchin und eine sexy erb-stöckelnde statt -schleichende Pflegerin, die sehr schnell zur lebensfrohen Witwe wird.

Die Dialoge überfordern den Kopf nicht wirklich, landen ihre Treffer oft unter der Gürtellinie, bürgen aber dank des Dauerbeschusses für schnelle Lachsalven beim Publikum. Und so geht dieser Dreiakter so schnell vorbei, dass man sich eigentlich noch gar nicht sattgesehen und -gehört hat, an den schrill-schrägen Figuren, die allesamt zum Schluss noch mal richtig von Miss Sophie posthum vorgeführt werden.

Neben einer glücklichen Hand bei der Stückauswahl, einer flotten Regie (Joachim Huissmann) und einem wunderbar-detailverliebten Bühnenbild des Teams, darf man den Darstellern gratulieren, dass sie ihre Rolle allesamt farbenfroh rübergebracht und mit sichtlicher Freude am eigenen Spiel für viel Spaß bei den Zuschauern gesorgt haben.
Mit hervorragendem Nachwuchs und engagierter Stammtruppe darf man sich auch auf kommende Stücke sicherlich freuen.

140 Jahre und kein bisschen leise

140 Jahre und kein bisschen leise – diese Redewendung passt auch wunderbar zum Theaterverein „Gemütlichkeit“. Die Mitgleider feierten am 25. Mai ihr 140-jähriges Vereinsjubiläum. Es war ein grandioses Fest, das in die Annalen des Theatervereins eingehen werde, so der 1. Vorsitzende Erich Derricks. Alle Mitglieder, Partnerinnen und Partner waren ebenso voll des Lobes und es gab viel Dank und Anerkennung für die sehr guten Vorbereitungen durch den Vorstand des TVG.
Der Vorsitzende und der gesamte Vorstand hatten alle Mitglieder, Partnerinnen und Partner zu diesem außergewöhnlichen Fest eingeladen. Am Samstag um 15 Uhr traf man sich auf dem Marktplatz in Kervenheim und alle Theaterfreunde hatten gute Laune mitgebracht, in den Gesichtern war ein fröhliches Lächeln, genau so, wie die strahlende Sonne am blauen Himmel von Kervenheim strahlte.

Erich Derricks schnitt die Jubiläumstorte an. Foto: TVG


Dieses Fest sollte eine einzige Überraschung werden, nur der Vorstand kannte den Ablauf dieses Tages. So begrüßte die Moderatorin des TVG, Michaela Leisten, alle Mitglieder und erklärte die erste Panne des Tages: Der geplante Bus habe mehrere Stunden Verspätung und deshalb müsse ersatzweise ein kleiner Fußmarsch durch den Ort erfolgen. Mit musikalischer Begleitung von Christian van Oeffelt (Akkordeon) ging es durch die schönen Gassen von Kervenheim zur Festwiese. Hier warteten Rainer Krüger und weitere acht Schützenbrüder sowie einige Vorstandsmitglieder auf die Truppe vom Theaterverein. Nach einem kurzem Sektempfang, danach bei Kaffee- und Jubiläumstorte und mit vielen kühlen Getränken, ging es zum herrlich vorbereitetem Schießstand. Der Schützenverein hatte „extra“ für den Theaterverein einen farblich frohen „Frosch“ aus hartem Holz vorbereitet. Dieser Frosch sollte fallen – und damit eine Theaterkönigin und ein Theaterkönig aus den Reihen des Theatervereins ermittelt werden. Mindestens 300 Schuß wurden benötigt, bis endlich der „Frosch“ fiel. Die jüngste Spielerin des Vereins, Laura Slodczyk, wurde Königin des Tages und Georg de Witt erlangte die Königswürde.

Ein schönes Königspaar: Laura Slodczyk und Georg de Witt. Foto: TVG


Ein herzlicher Dank des TVG geht an alle Schützenbrüder und Schwestern für die großartige Unterstützung: „Das waren drei wunderbare Stunden auf dem Festplatz der Schützenbruderschaft. Gemeinsam sind wir stark!“
Mit dem Busunternehmen aus Kervenheim ging es weiter nach Winnekendonk zum „Bauernhofcafe Binnenheide“. Der neue Inhaber, Dennis van den Berg, auch als singender Wirt bekannt, erwartete den Theaterverein in den festlich dekorierten Außenanlagen und Räumlichkeiten. Alle Festgäste standen am Eingang des schönen Cafes bei strahlendem Sonnenschein „Spalier“ und mit einem Präsentiermarsch wurde das junge und attraktive Königspaar des TVG mit Erdbeersekt königlich empfangen.
Die 140-jährige Vorsitzende bei der traditionellen Jahreshauptversammlung

Danach wurde die Feier offiziell durch den 1. Vorsitzenden Erich Derricks eröffnet. Hein Halman wurde als Ehrenmitglied besonders begrüßt, ebenso die Ehrenvorsitzende Gisela Franzen. Erich dankte allen Mitgliedern für ihr großes Engagement und für ihre langjährige Treue zum Theaterverein. Auch an alle Partnerinnen und Partner ging der Dank für die großartige Unterstützung. In seiner emotionalen, kurzweiligen Begrüßgungsansprache wurden viele Besonderheiten aus der 140-jährigen Geschichte erwähnt, ebenso wurden die verstorbenen Mitglieder einzeln aufgerufen und in Erinnerung gebracht. „Wir werden Euch niemals vergessen“, so Erich Derricks. Danach wünschte er allen Theaterfreunden, einen schönen, bunten und frohen Abend.
Jetzt ging es Schlag auf Schlag. Ein tolles Programm wurde von der festlich gekleideten Moderatorin Michaela Leisten angekündigt.
Gisela Franzen hatte einen ganz besonderen Sketch geschrieben: „Die Jahreshauptversammlung“. Dieser Sketch wurde von Gisela und Backo sowie von den Vorstandsmitgliedern aufgeführt. Ein Genuss, zu erleben, wie Gila als „140-jährige Vorsitzende“ des TVG wiedergewählt werden wollte: Sie wolle unbedingt als Vorsitzende weiter machen, weil es keinen schöneren Job gebe, als weiterhin Vorsitzende dieses traditionellen Vereins zu sein! Lachsalven am laufenden Band. Großer Applaus für diese gebotene Aufführung.

Der Vorstand sang mehrfach und lauthals das neue Vereinslied. Foto: TVG


Der Vorstand hatte extra ein Jubiläumslied geprobt und unter der Regie von Rudi Rühlke (Gitarre) wurde das Lied „Wir feiern heute hier ein Fest“ mehrfach von den Vorstandmitgliedern – lauthals – gesungen. Großer Beifall für dieses tolle und neue Vereinslied (getextet von Michaela und Gila).
 
Danach gab es leckeres Essen vom Grill, Salate nach den Rezepten von Oma und dazu wunderbare Getränke.

Vereinsfest TVG Kervenheim. Foto: TvG


Nachdem sich alle Anwesenden so richtig gestärkt hatten, konnte es im Programm weiter gehen. Ein ganz besonderes Quiz (wer wird nicht Millionär) wurde von Stefan Spittmann bestens vorbereitet und mit viel Spaß, Freude und Frohsinn in Gruppen durchgeführt. Die Gruppe um den ältesten im Verein, Hein Halman, konnte die intressanten Fragen rund um das „Theaterspiel“ am besten beantworten und wurde 1. Sieger beim Quiz.
Danach kam noch ein „armer Holländer“ (Theo Bruckmann) zu Besuch. Dieser Holländer bat in einer gereimten Rede um Asyl. Besonders gerne in Kervenheim beim Theaterverein, da möchte er leben … „in Saus und in Braus – hier … werd´ ich ein Star, holt mich hier raus! Selbst Deutsch zu lernen, das würde sich lohnen, ich will doch nicht länger im Wohnwagen wohnen“. So waren die Worte, die von einem langanhaltendem Applaus der Anwesenden begleitet wurden. Der Asylantrag wurde genehmigt. „Jetzt sind wir beim TVG international“, so Backo.
Am Ende des Programms kam der gut aufgelegte und singende Wirt Dennis van den Berg auf die kleine Theaterbühne. Mit seiner fantastischen Stimme schmetterte er ein paar herrliche Lieder zur Freude aller Festgäste. Die Stimmung war jetzt auf dem Siedepunkt angelangt.
Mit einem gemütlichen Beisammensein bis zum Morgengrauen in feucht fröhlicher Runde ging dieser besondere und ereignisreiche Tag zu Ende. Fazit des ältesten Mitglieds im Theaterverein, Hein Halman: „Das war das schönste Fest in meinem Theaterleben.“ Hein ist 92 Jahre alt.

Kolping macht wieder Theater

Schon lange vorher wurde es angekündigt: Die Kolpingsfamilie macht wieder Theater. Unübersehbar prangten die Plakate in der gesamten Kevelaerer Innenstadt. Am vergangenen Wochenende war es dann soweit; der „Aufruhr in Hoppenstedt“ konnte beginnen.
Im Petrus-Canisius-Haus waren sämtliche Stuhlreihen belegt, an der Theke standen Getränke, Kuchen und Würstchen bereit und die Besucher freuten sich auf eine humorvolle und spritzige Theateraufführung. Und sie wurden nicht enttäuscht.
Hildegard van Aaken begrüßte das Publikum mit einer kleinen Rede. „Nach vier Jahren Pause ist es nun endlich wieder soweit“, sagte sie strahlend und teilte mit, dass vier neue junge Akteure und -innen dabei seien und man sich freue, dass das Kolping-Theater sich um Nachwuchs keine Sorgen machen müsse. Zudem bedankte sie sich als zuständige Organisatorin für alles, was vor und hinter der Bühne zu regeln war, bei den vielen Helfern, wie der Hostienbäckerei, die die Mikrofone ausleiht, der Sparkasse Goch-Kevelaer-Weeze, die finanziell unterstützt hat und auch bei diversen ehemaligen Mitgliedern des Kolping-Theaters.
Der Bürgermeister und seine Frau

Nun konnte es losgehen: Der Bürgermeister von Hoppenstedt (gespielt von Franz Girmes), ein echter Macho, möchte seine Frau (Ursula Ries) nur in der Küche sehen. Diese hat jedoch andere Pläne; sie möchte eine Agentur für Nachbarschaftshilfe gründen. Ihr zur Seite stehen Dora (Tanja Koppers), Ida (Annika Diehl) und Else (Hildegard van Aaken), die ihr dabei helfen.
Durch viele Irrungen und Wirrungen denkt der Bürgermeister jedoch, dass seine Frau gegen ihn kandidieren möchte und versucht, mit Hilfe seines Stadtrates (Rudi van Aaken), dessen Frau (Brunhilde Kersten) und seinem Sekretär (Nick Meiners) herauszufinden, was seine Frau im Schilde führt. Zu allem Überfluss mischt sich auch noch ständig die „rasende“ Reporterin Hilda Klappmann (Nicole Ganss) ein, die mit Falschmeldungen in der Zeitung das Chaos perfekt macht.
Die Zuschauer waren begeistert und sparten nicht mit Applaus. Auch Zwischenrufe aus dem Publikum wurden von den Akteuren „mit ins Programm“ genommen. Bewundernswert war, dass sich alle Schauspieler nicht aus der Ruhe bringen ließen. Und war doch mal ein „Hänger“ da; im versteckten Häuschen saß Souffleuse Lisa Koenen, die mit den passenden Worten aushalf.
Alle unter einem Hut

In der Pause, in der die Zuschauer sich stärken konnten, berichtete Hildegard van Aaken bei einem kleinen Interview, dass bereits im vergangenen Sommer die Manuskripte zum Lernen des Textes ausgegeben worden waren, die Proben im November angefangen hätten und viel Organisatorisches zu regeln gewesen sei, vor allem, zu den Probenzeiten alle unter einen „Hut“ zu bekommen, da auch einer der jungen Akteure im Schichtdienst arbeite.
Nach dem Ende des Stückes und großem Applaus bedankte sich Franz Girmes, der die spielerische Leitung dieses Stückes übernommen hatte, beim Publikum, dem Thekenteam, den Bühnenbauern, den „Vorhangkindern“ und allen, die mitgeholfen hatten, dass diese Aufführung so erfolgreich werden konnte.