„Neue“ Fahne des Kevelaerer Männer-Gesang-Vereins wurde im Museum in Kevelaer feierlich enthüllt

Ein Stück Vereinsgeschichte restauriert

v.l.: Museumsleiterin Veronika Kaenders, Peter Hohl (Vorsitzender des Fördervereins Museum), Heinz Lamers (1. Vorsitzender des KMGV) und Josef Lipka (2. Vorsitzender KMGV) nahmen die Fahne nach der Enthüllung in Augenschein. Foto: eg

Es waren ganze 111 Jahre Vereinsgeschichte, die vor einigen Tagen im Niederrheinischen Museum in Kevelaer feierlich begutachtet wurden. Gut geschützt in einer Glasvitrine lag sie da: die Fahne des Kevelaerer Männer-Gesang-Vereins 1896 e.V. (KMGV). Dank der tatkräftigen Unterstützung der Museumsleiterin Veronika Kaenders konnte die Fahne in den vergangenen Monaten professionell restauriert werden. Die Jahre seit der Einweihung 1911 hatten nämlich ihre Spuren hinterlassen.

„Die Fahne hat zwei Weltkriege mitgemacht, da darf man ein paar Spuren haben“, stellte Veronika Kaenders  bei der Enthüllung der neuen alten Fahne im Museum klar. Risse im Stoff, fragiles Material, Fransen, Wellen und verlorene Applikationen waren bezeichnend für das Alter des Traditionsstücks, das primär aus Seidenstoff besteht. Lange aktiv genutzt, ist die Fahne derzeit als Leihgabe im Kevelaerer Museum ausgestellt. Doch auch dort sorgte man sich um den Erhalt.

„Wir haben keine Mühen gescheut für die Restaurierung“, sagte Kaenders, die sichtlich begeistert von diesem besonderen Projekt war und es kaum erwarten konnte, den Mitgliedern des Männer-Gesang-Vereins das Ergebnis zu präsentieren. Die Restauratorin Ulrike Reichert aus Köln-Dellbrück hatte man für das Projekt gewinnen können. Das Erscheinungsbild der Fahne sollte dabei möglichst nicht verändert werden.